Bis am frühen Nachmittag standen heute alle Shell-Zapfsäulen in ganz Zürich still. Statt zu tanken, trafen AutofahrerInnen hier auf Greenpeace-AktivistInnnen, die sich an die Zapfsäulen gekettet hatten. Auf den Bannern der UmweltschützerInnen war zu lesen: «Stop Shell». Der Grund für den Protest: Ab Mittwoch (1. Juli) plant der Konzern mit riskanten Ölbohrungen in der Arktis zu starten.

Bis am frühen Nachmittag standen heute alle Shell-Zapfsäulen in ganz Zürich still. Statt zu tanken, trafen AutofahrerInnen hier auf Greenpeace-AktivistInnnen, die sich an die Zapfsäulen gekettet hatten. Auf den Bannern der UmweltschützerInnen war zu lesen: «Stop Shell». Der Grund für den Protest: Ab Mittwoch (1. Juli) plant der Konzern mit riskanten Ölbohrungen in der Arktis zu starten.

Mit der Aktion haben die AktivistInnen darauf aufmerksam gemacht, dass aus den Shell-Zapfsäulen in der Schweiz zukünftig Öl aus der Arktis sprudeln könnte. Damit steht nicht nur ein einmaliges Ökosystem auf dem Spiel, sondern auch unsere Chance, die gefährliche Klimaerwärmung zu verhindern.

 

Lasst das Öl, wo es ist

«Es ist unfassbar, dass Shell so skrupellos die Umwelt und ein so einzigartiges Ökosystem wie die Arktis gefährdet – und dafür auch noch die offizielle Genehmigung der US-Behörden bekommt», sagt Nadine Berthel, Leiterin der Arktiskampagne von Greenpeace Schweiz.

Erst Mitte Mai hatte die US-Administration den Weg für den Ölmulti vor der Küste Alaskas freigemacht. Und das, obwohl es bei Shells Arktisprojekt in den vergangenen Jahren zu einer beachtlichen Pannenserie kam.

Ein Ölunfall könnte das arktische Ökosystem für lange Zeit schwer schädigen. Aufgrund der tiefen Temperaturen in der Arktis kann austretendes Öl nur extrem langsam abgebaut werden. Gleichzeitig wäre es unmöglich, auslaufendes Öl unter einer geschlossenen Eisdecke zu stoppen – weltweit gibt es bis heute keine Methode dafür.

Die Menschen gegen Shell

Weltweit wächst der Protest gegen den Ölmulti. Vor allem in Seattle, wo die Flotte von Shell vor dem Start in die Arktis anlegte, fanden kreative Proteste statt.

Hunderte Aktivistinnen und Aktivisten begaben sich mit farbenfrohen Kajaks und Kanus ins Wasser. Die Bilder der «Kajaktivistinnen und Kajaktivsten» gingen um die Welt; Menschen verschiedenster Organisationen und Gruppen nahmen am Protest an der Ölplattform «Polar Pioneer» teil. Weltweit nahmen die Medien das Thema auf. US-Präsident Obama höchstpersönlich fühlte sich durch die Proteste genötigt, die Pläne von Shell öffentlich zu verteidigen.

Am 15. Juni blockierten AktivistInnen und Aktivisten die «Polar Pioneer» mit ihren Kajaks, als sich diese auf den Weg in die Arktis machen wollte. Durch den Protest konnte die Ölbohrflotte erst mit einigen Stunden Verspätung ablegen. Es zeigte sich, dass Shell nicht auf unterwartete Ereignisse vorbereitet war; das verspricht nichts Gutes für die Ölbohrungen des Konzerns in der Arktis.

Die Proteste werden weitergehen!

Bereits über sieben Millionen Unterschriften für den Schutz der Arktis hat Greenpeace weltweit gesammelt. Der Countdown läuft noch – wenn wir die Arktis schützen wollen, müssen wir sofort handeln: SaveTheArctic.org

Unternimm etwas gegen die Ölbohrpläne von Shell!

 

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