Tausende Outdoor-Liebhaber haben gezeigt, dass ihnen der Einsatz gefährlicher Chemikalien in ihrer Kleidung nicht egal ist. Sie haben ihre Lieblingsmarken gefragt, in welchen Produkten PFC eingesetzt werden. Die Antworten überzeugen leider häufig nicht – auch beim Schweizer Outdoor-Label Mammut. 

Tausende Outdoor-Liebhaber haben gezeigt, dass ihnen der Einsatz gefährlicher Chemikalien in ihrer Kleidung nicht egal ist. Sie haben ihre Lieblingsmarken gefragt, in welchen Produkten PFC eingesetzt werden. Die Antworten überzeugen leider häufig nicht – auch beim Schweizer Outdoor-Label Mammut. 

Die Frage war simpel: «Welche eurer Produkte werden mit PFC hergestellt?»

Tausende von Wanderern, Skifahrern, Snowboardern, Kletterern, Bikern und anderen Outdoor-Liebhabern haben diese Frage ihren Lieblings-Marken über verschiedene Kanäle gestellt.

Könnt ihr mir sagen, welche eurer Produkte PFC enthalten? Ich finde eure Produkte super, möchte aber auf keinen Fall die Umwelt belasten, wenn ich mir Outdoor-Ausrüstung kaufe.

Posted by Anaïs Begemann on Sunday, September 27, 2015

 

Die Antworten der Outdoor-Hersteller reichen von ambitioniert bis wenig überzeugend. Am erfreulichsten ist die Rückmeldung des schwedischen Herstellers Fjällräven:

 

Die anderen grossen Marken mussten aber leider zugeben, nach wie vor auf PFC zu setzen. Vaude und Jack Wolfskin haben sich immerhin zum Ziel gesetzt, bis 2020 PFC aus ihren Produkten zu verbannen. Das ist zwar erfreulich, reicht aber noch nicht ganz. Wir fordern einen ambitionierteren Zeitplan für die Eliminierung dieser Chemikalien sowie Transparenz in der Zuliefer-Kette.

 

Und was ist mit dem grossen Schweizer Outdoorartikel-Hersteller Mammut? Ihre Antwort hinterlässt einen ziemlich schalen Beigeschmack: Mammut behauptete in zahlreichen Emails an ihre Konsumenten, sie würden PFC-freie Wetterschutzbekleidung in ihrem Sortiment führen:

«Um Dir die Auswahl PFC-freier Produkte zu erleichtern, ist unsere PFC-freie Wetterschutzbekleidung (dritte Schicht) auf dem Care-Label mit dem untenstehenden Symbol ausgezeichnet.»

Mehrere Personen fragten in Mammut-Flagship-Stores nach diesem Label, doch es war auch mithilfe des Personals nicht zu finden. Selbst die Rücksprache mit dem Hauptquartier half nicht, das Mammut-Geschäft konnte kein einziges Kleidungsstück mit dem Label zeigen. Diese Produkte scheinen nicht zu existieren.

Noch weniger überzeugend fielen da höchstens die Antworten von The North Face und Columbia aus. Während The North Face spät und nur sehr knapp antwortete, kam von Columbia gar keine Reaktion. Es scheint, dass diesen Marken Umweltschutz und Transparenz gegenüber ihren Kunden nicht wichtig sind.

Wie die einzelnen Outdoor-Hersteller ihre Verwendung von PFC rechtfertigen und weshalb wir mit den Antworten nicht zufrieden sind, findest du hier.

Das häufigste Argument der Marken war, PFC-freie Alternativen würden den hohen Ansprüchen an Funktionskleidung nicht gerecht und zudem weniger lange halten. Fest steht aber, dass PFC-freie Alternativen bereits bestehen und entgegen der Aussagen der Marken auch in der Praxis voll funktional sind. Das zeigen auch unsere Expeditionen mit PFC-freier Kleidung.

Gemeinsam bringen wir die Marken dazu, auf PFC zu verzichten und die Umwelt zu schützen!

Mehr zur Detox-Outdoor-Kampagne

Mit deiner Hilfe zeigen wir einen TV-Spot:

 

Die PFC-Problematik

Die Hersteller von Outdoor-Produkten werben mit Naturverbundenheit und Bildern der schönsten Orte der Welt. Doch genau diese entlegenen Winkel des Planeten haben die PFC (Per- und polyfluorierte Chemikalien) bereits erreicht, wie Greenpeace-Expeditionen weltweit nachweisen konnten. PFC werden eingesetzt, um Funktionsbekleidung wasserdicht zu machen. Doch diese Chemikalien bauen sich nur sehr langsam ab, reichern sich im menschlichen Körper an und können gesundheitsschädlich sein. Die Outdoor-Branche muss deshalb umdenken und sich verpflichten, rasch auf unbedenklichere Alternativen umzustellen.

 

Teilen
Twittern
Teilen
+1
E-Mail
WhatsApp