Bienvenue à la semaine solaire! In Ungersheim war Ende September die Sonnenenergie das Thema Nummer eins: Jugendsolar by Greenpeace hat im Elsass sein erstes Projekt in Frankreich durchgeführt. Ein multikultureller Anlass ganz im Zeichen der Energiewende.

Bienvenue à la semaine solaire! In Ungersheim war Ende September die Sonnenenergie das Thema Nummer eins: Jugendsolar by Greenpeace hat im Elsass sein erstes Projekt in Frankreich durchgeführt. Ein multikultureller Anlass ganz im Zeichen der Energiewende.


Gruppenfoto auf dem Dach mit beinahe allen Beteiligten.

 

Zusammen mit Greenpeace Frankreich und der Unterstützung von Freiwilligen der lokalen Gruppe in Strassburg organisierte Jugendsolar sein erstes Projekt auf französischem Boden. Ganz in der Nähe des problematischen AKW Fessenheim setzt man auf einen umweltbewussten Lebensstil und dies feierte man im Rahmen des Transition Festivals, in welches die Jugendsolarwoche eingebettet war.

Für mich war es die erste Jugendsolarwoche und ich sammelte in dieser Zeit viele wertvolle Erfahrungen. Am besten gefiel mir die Freude der Kinder, welche ich regelrecht spüren konnte. Die kleineren von ihnen hüpften wie wild in die Luft und riefen laut «energie solaire!», so dass es jeder im Dorf hören konnte.

Eine Jugendsolarwoche soll ja nicht nur laut, sondern auch produktiv sein. So wurde während dieser Woche gemeinsam mit 14 Oberstufen-SchülerInnen aus der nahen Umgebung eine 40kWp Photovoltaikanlage auf der Sporthalle von Ungersheim installiert. Am Ende der Woche wurde diese sogar von Robert Hopkins, dem Begründer der Transition-Town-Bewegung, höchst persönlich eingeweiht. Die dieser Bewegung angehörigen Dörfer, Städte und Gemeinden verfolgen das gemeinsame Ziel, so umweltfreundlich wie möglich zu leben und setzten dabei neben erneuerbarer Energiequellen auch auf biologischen Anbau aus der Region.

Ausserdem haben die Jugendlichen über Tausend Dächer im ganzen Dorf mit der französischen Version von Solarmacher erfasst und so das Energiepotential von Ungersheim vor Augen geführt. Wie sich herausgestellt hat, könnten mit Solarenergie rund 14 GWh Solarstrom im Jahr produziert werden. Das reicht für 77% des ganzen Verbrauches in Ungersheim, inklusive der örtlichen Industrie.


Zwei Schüler montieren ein Solarpanel – gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Solarfirma «JK
Energie»

 

Während der ganzen Woche fanden parallel zum restlichen Geschehen auch mehrere Skill-Shares statt. Bei diesem Austausch haben sich Klima-CampaignerInnen aus Brasilien, China, Indonesien, Südafrika, Frankreich und der Schweiz miteinander über das Thema Jugendsolar ausgetauscht. Das Ziel ist es, in Zukunft Jugendsolar in diesen Ländern sowie auch in Japan zu etablieren und so das proaktive Greenpeace-Projekt weltweit zu verbreiten.

Wie sich herausgestellt hat sind viele Probleme länder- bzw. regionsabhängig, so dass für jedes Land diverse Anpassungen notwendig sind. Jetzt gilt es diese Hürden gemeinsam zu bewältigen und den Jugendlichen auf der ganzen Welt das Potenzial und die Vorzüge der Solarenergie näher zu bringen.


Mehrere Hundert Leute haben sich zum Abschluss der Woche und sonnigem Wetter
versammelt.

 

Das ist ein grosser Schritt für Jugendsolar in Richtung internationaler Aktivität. So nimmt die vor rund 20 Jahren gestartete Solar-Bewegung neue Dimensionen an und wird bald einen noch grösseren Beitrag zur Förderung von erneuerbaren Energien – insbesondere der Solarenergie – leisten. Das weltweite Engagement von Jugendsolar wird zudem durch eine internationale Website verdeutlicht. Diese wird noch in diesem Jahr aufgeschaltet und soll über die wichtigsten Jugendsolar-News aus der ganzen Welt berichten. Affaire à suivre!

 

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