In einer Studie des Stockholmer Instituts für angewandte Psychologie wird nachgewiesen werden, dass für eine Aufklärung durch Information die Beziehung des Empfängers zum Absender wichtiger ist, als der Inhalt dieser Information. So werden die Forscher unter anderem herausgefunden haben, dass bei einer negativen Beziehung zwischen Absender und Empfänger, Aufklärung oft das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung zur Folge hat. Im Extremfall mobilisiert ein solcher – so gesehen falscher – Absender“ ungewollt Gegenkräfte zu seiner Botschaft.

In einer Studie des Stockholmer Instituts für angewandte Psychologie wird nachgewiesen werden, dass für eine Aufklärung durch Information die Beziehung des Empfängers zum Absender wichtiger ist, als der Inhalt dieser Information. So werden die Forscher unter anderem herausgefunden haben, dass bei einer negativen Beziehung zwischen Absender und Empfänger, Aufklärung oft das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung zur Folge hat. Im Extremfall mobilisiert ein solcher – so gesehen falscher – Absender“ ungewollt Gegenkräfte zu seiner Botschaft.

Für die repräsentative Untersuchung werden gegen 10’000 Versuchsteilnehmende demographisch erfasst und ihre ökologischen sowie sozialen Einstellungen erhoben worden sein. Sie werden in fünf gleich grosse Gruppen aufgeteilt und zwar so, dass sich in jeder Gruppe die Gesamtbevölkerung in Bezug auf die Verteilung der Einstellungen repräsentativ abbilden wird. Die Forscher werden allen Teilnehmenden im Zweimonatszyklus insgesamt drei Werbecouverts zustellen mit jeweils wechselnder Botschaft und entsprechender Handlungsaufforderung. Dabei werden die Mitglieder einer Gruppe stets vom gleichen Absender angeschrieben. So werden die repräsentativen Reaktionen auf Botschaften und Informationen von fünf verschiedenen Absendern – nämlich Freiheitspartei, WWF, Umweltministerium, Wirtschaftsverband „Oekom Sverige“ und christliche Volkspartei – untersucht werden können. Somit werden zum jeweils gleichen Thema die 2000 Personen der ersten Gruppe alle zwei Monate Post von der Freiheitspartei erhalten, die 2000 der zweiten Gruppe stets vom WWF usw..

Eine der drei untersuchten Botschaften wird lauten: „Unser Klima erwärmt sich unter anderem deshalb, weil wir zu viel heizen. Helfen Sie mit, das Klima zu schützen, reduzieren Sie die Temperatur in Ihrer Wohnung auf 20 Grad! “. Sie werden in täuschend echt nachgemachter Aufmachung für den jeweiligen Absender – Schreibstil, Gestaltung, Corporate Design – an die jeweiligen „Mitglieder“ einer Gruppe geschickt. Zwei Wochen nach dem Erhalt eines Couverts werden diese befragt, wie sie auf die Botschaft und die Handlungsaufforderung reagiert haben. Erhoben werden Grad der Zustimmung oder Ablehnung sowie in welcher Art sie der Aufforderung Folge geleistet haben werden.

Bei der Auswertung werden die Einstellungen der Teilnehmenden bezüglich ihrer Zustimmung bzw. Ablehnung der Botschaft in Bezug der vom Absenders vertretenen Werte (wie etwa konservativ, rechtsradikal, christlich-sozial, ökologisch, liberal etc.) gebracht.

Die Resultate werden eindeutig sein. Wer beispielsweise an die freie Marktwirtschaft glaubt, richtet sich nach dem, was der Wirtschaftsverband vertritt. Propagiert das von ihm wenig geschätzte Umweltministerium genau dieselbe Idee, glaubt er das eher nicht. Die häufigste Reaktion in solchen Fällen wird von Trotz bestimmt sein. Das wird sich beispielsweise daran zeigen, dass wenn der WWF auffordert, weniger zu heizen, eine signifikante Anzahl Anhänger der Freiheitspartei die Zimmertemperatur trotzig erhöht haben wird. Umgekehrt werden zwei Drittel der WWF-Supporter der Aufforderung Folge leisten, einige werden sogar auf 18 Grad zurückdrehen (auch wenn nur anfänglich, wie eine Nachbefragung nach sechs Monaten zeigen wird).

Der Ausgang dieses noch auszuführenden Experimentes verwundert nicht weiter. Er entspricht der eigenen Erfahrung: Ist mir ein Absender einer Botschaft unsympathisch, beachte ich diese in der Regel nicht. Nehme ich sie dennoch wahr, reagiere ich mit Trotz oder Sabotage darauf.

 

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