Ist das wahr? Ungläubigkeit ist oft die erste Reaktion auf die Fotografien von Cristina de Middel und Bruno Morais. Mit einer dokumentarischen, orientierten Bildsprache verunsichern und amüsieren sie die Betrachter. Ihre Bilderzählungen sind reich an Einfallsreichtum und Gestaltungskraft, kreisen aber meist um eine ernste Thematik. Sie verknüpfen darin das soziale Engagement einer humanistischen concerned photography mit dem Anspruch künstlerischer Autonomie. Innerhalb weniger Jahre sind Cristina de Middel und Bruno Morais so zu stilbildenden Vorreitern einer erweiterten Fotografie geworden, die Intuition und geistreiche Fantasie nutzt, um die Funktion von Narrativen in Zeiten des Postfaktischen zu erkunden.

Zur Ausstellung: Mit der Industrialisierung hat die Menschheit gemäss Wissenschaftlern ein neues Zeitalter eingeläutet: das Anthropozän. In dieser Epoche ist der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse unseres Planeten geworden. Mit dem «Exzessozän», so postulieren de Middel und Morais, folgen wir heute einer Ideologie, die für unser eigenes Überleben zur Bedrohung geworden ist.

Über elektronischen Abfall. Aus der Serie «Excessocenus», 2016.
© Cristina de Middel & Bruno Morais

Über Finanzmärkte. Aus der Serie «Excessocenus», 2016.
© Cristina de Middel & Bruno Morais

Über die Verteilung von Reichtum. Aus der Serie «Excessocenus», 2016.
© Cristina de Middel & Bruno Morais

Über genetische Mutationen. Aus der Serie «Excessocenus», 2016.
© Cristina de Middel & Bruno Morais

Details:
Thema: «EXCESSOCENUS»
Künstler: Cristina de Middel /Bruno Morais:
Ausstellung: 19. Januar bis 7. April 2018
Vernissage: Donnerstag, 18. Januar, ab 18.30 Uhr
Ort: Coalmine Winterthur

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