Mehr als 400’000 Menschen fordern die Credit Suisse mit einer Petition dazu auf, keine Ölpipeline-Unternehmen mehr zu finanzieren. Heute überbringen gut 20 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten die Unterschriften der Grossbank und nutzen die Gelegenheit, PassantInnen auf die klimaschädlichen Geschäfte der Credit Suisse hinzuweisen.

Wir müssen uns so rasch als möglich aus unserer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien und auf erneuerbare Energien umsteigen. Nur so schaffen wir es, weltweit bis Mitte dieses Jahrhundert die Treibhausgasemissionen auf netto Null zu senken. Das wiederum ist dringend nötig, um die Klimakatastrophe zu verhindern und die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken. Der jüngste Bericht des Weltklimarats machte dies vor wenigen Wochen mehr als deutlich.

Aus diesem Grund ist es unverständlich, dass die Credit Suisse weiterhin Ölpipeline-Unternehmen wie Energy Transfer, den Konzern hinter der umstrittenen Dakota Access Pipeline (DAPL) in den USA, finanziert. Die Grossbank stellt auch Geld für die Unternehmen TransCanada Corporation und Enbridge zur Verfügung, welche die Teersand-Pipeline-Projekte Keystone XL und Line 3 Expansion in Kanada und den USA realisieren wollen.

Dabei gehört Öl aus Teersand zu den besonders klimaschädlichen fossilen Brennstoffen. Die Förderung von Teersandöl befeuert die Klimaerhitzung noch weit mehr als herkömmliches Öl und hinterlässt verwüstete und vergiftete Landschaften.

Credit Suisse ist mitverantwortlich für Klimaerhitzung

Wer die Industrie der fossilen Brennstoffen finanziert, macht sich mitverantwortlich für die Klimaerhitzung. Die Credit Suisse nimmt mit ihrem Geschäftsmodell in Kauf, dass noch Jahrzehnte lang Unmengen von klimaschädlichen Treibhausemissionen freigesetzt werden, die unser Klima negativ beeinflussen und damit die Lebensgrundlage von uns, unseren Kindern und Kindeskindern bedrohen.

Über 400’000 Menschen aus 138 Länder haben deshalb die Greenpeace-Petition gegen die Finanzierung von Teersand-Pipeline-Projekten und Ölpipeline-Unternehmen durch die Credit Suisse und elf weitere international tätige Banken und Finanzinstitute* unterzeichnet.

Kreativer Auftritt von Greenpeace-AktivistInnen

Heute überbringen gut 20 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten die Unterschriften der Grossbank. Schauplatz für den kreativen Auftritt ist das Hauptgebäude der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. Am Morgen haben die Aktivistinnen und Aktivisten sechs grosse, weisse Stellwände vor die Rundfenster im Erdgeschoss gestellt und begonnen diese zu beschreiben: mit den Namen und den Herkunftsländern der 400’000 Menschen, die die Petition unterzeichnet haben. An den Stellwänden hängen die Flaggen der 138 Länder, aus denen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner stammen.


Mit ihrer Aktion wollen die AktivistInnen auf friedliche und einfallsreiche Art der Credit Suisse klar machen, dass weltweit eine wachsende Anzahl von Menschen die Banken und Finanzinstitute auffordert, endlich Verantwortung in der Klimapolitik zu übernehmen.

Dass dies keine utopischen Forderungen sind, haben viele Finanzinstitute bereits aufgezeigt. Die Royal Bank of Scotland, eine grosse internationale Bank, sowie BNP Paribas und HSBC, die beiden grössten Banken Europas, haben angekündigt, keine Teersandprojekte mehr zu finanzieren. Auch die niederländische NN Group, eine internationale Finanzdienstleisterin, zieht sich aus der Finanzierung von Teersandöl und den damit verbundenen Pipeline-Unternehmen in Kanada und den USA zurück.

Worauf wartet die Credit Suisse?

Update

  • Um 10:45 Uhr wird klar: Die Credit Suisse weigert sich, die Unterschriften heute auf dem Paradeplatz entgegen zu nehmen.
  • Die Greenpeace AktivistInnen führen ihren Protest vor Ort bis in die Abendstunden weiter.
  • Auch wir geben nicht auf und werden die 400’000 Unterschriften auf anderem Weg übergeben.

 

Sofortiger Ausstieg aus Kohle und Teersand

Wir von Greenpeace Schweiz gehen noch einen Schritt weiter als die Petition. Und wir richten uns mit unseren Forderungen auch an die zweite Schweizer Grossbank, die UBS: Wir verlangen, dass die zwei Grossbanken bis zur Klimakonferenz im Dezember der Öffentlichkeit verbindlich aufzeigen können, wie ihre Finanzströme mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang zu bringen sind. Zudem braucht es einen sofortigen Ausstieg aus der Finanzierung von Unternehmen, die mit Kohle und Teersand geschäften.

 

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* Credit Suisse (Schweiz), Barclays (UK), JP Morgan Chase (USA), Toronto Dominion (Kanada), Royal Bank of Canada (Kanada), Citibank (USA), Deutsche Bank (Deutschland), Bank of Tokyo Mitsubishi (Japan), Crédit Agricole (Frankreich), Wells Fargo (USA), BBVA (USA, Spanien), Mizuho (Japan).