Zeit für einen Kurswechsel


Wir fordern Bundesrat, Parlament und Behörden auf, konsequent eine ökologische und tiergerechte Produktion zu fördern – und damit das Wohl von Mensch und Tier zu stärken. Die Mittel dazu sind vorhanden – doch sie müssen richtig eingesetzt werden.

Fordere im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ eine konsequente Umorientierung der Landwirtschaftspolitik.

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Die Kehrseiten der Hochleistung


Die Landwirtschaft ist die grösste Landnutzerin in der Schweiz. Doch die heutige Bewirtschaftung belastet Mensch und Umwelt. Die Massentierhaltung degradiert Millionen von Tieren zu reinen Fleischlieferanten.

Die Landwirtschaft verfehlt die vom Bund vorgegebenen Umweltziele weiterhin klar – namentlich bei der biologischen Vielfalt, bei den Stickstoff- und Phosphorüberschüssen, bei den Ammoniakemissionen und bei der Wasserqualität. Mit der heutigen Nahrungsmittelproduktion lassen sich diese Ziele nicht erreichen.

Unsere Vision ist TOP


Die Landwirtschaft trägt in der Schweiz zu 13.5 % zum gesamten Treibhausgas-Ausstoss bei. Um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen unter anderem die Emissionen aus der Landwirtschaft reduziert werden.

Wir fordern deshalb, dass die Schweizer Bäuerinnen und Bauern bis 2050 flächendeckend auf eine tiergerechte und ökologische Produktion (TOP) umstellen. Mit der Umsetzung von TOP, werden die Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft um 30 % bis zu 50 % reduziert. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ können wir die Weichen dafür stellen.

Fordere deshalb eine konsequente Umorientierung der Landwirtschaftspolitik.

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Problem

Zerstörte Böden

Durch Verdichtung und Erosion verlieren die Böden jedes Jahr an Fruchtbarkeit.

Vision

Fruchtbare Böden

Das gesamte Kulturland wird weniger intensiv bewirtschaftet und der Ackerbau auf die am besten geeigneten Böden beschränkt. Die Böden bleiben damit langfristig fruchtbar.

Problem

Biologische Verarmung

Die intensive Landwirtschaft verdrängt Insekten, Vögel und Amphibien.

Vision

Mehr Raum für die Natur

Ein Viertel der bisherigen Agrarfläche wird nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion genutzt. Es handelt sich insbesondere um wenig ertragreiche Flächen in den Alpen, auf denen sich wieder eine artenreiche Flora und Fauna einstellt.

Problem

Trinkwasser in Gefahr

Pestizide und zu viel Dünger gelangen in die Gewässer.

Vision

Sauberes Wasser

Nach der vollflächigen Umstellung auf TOP werden nur noch halb so viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Es gelangen keine chemisch-synthetische Pestizide oder deren Abbauprodukte in Flüsse, Seen und ins Grundwasser

Problem

Tausendfaches Tierleid

Auch in der Schweiz fristen die meisten Nutztiere ein trauriges Dasein.

Vision

Artgerechte Tierhaltung

Alle Nutztiere leben artgerecht und haben Auslauf auf Weiden. Die Rinderhaltung bleibt verbreitet. Die Massentierhaltung verschwindet und es werden insgesamt viel weniger Tiere geschlachtet als heute. Schweine und Hühner werden nur noch wenige gehalten, da sie nicht von Gras allein leben und ihre Futtermittel stark beschränkt werden.

Problem

Massive Überdüngung

Zu viele Tiere produzieren zu viel Gülle. Darunter leiden Böden und Gewässer.

Vision

Ausgeglichene Düngerbilanz

TOP entlastet die Umwelt von Stickstoff aus Mineraldüngern und Gülle. Auch die Phosphormengen gehen deutlich zurück, weil markant weniger Schweine gehalten werden. Dies trägt dazu bei, dass das Grundwasser geschützt und die Luft entlastet wird. Überdüngte Seen erholen sich.

Die Kehrseiten der Hochleistung


Die Landwirtschaft ist die grösste Landnutzerin in der Schweiz. Doch die heutige Bewirtschaftung belastet Mensch und Umwelt. Die Massentierhaltung degradiert Millionen von Tieren zu reinen Fleischlieferanten.

Die Landwirtschaft verfehlt die vom Bund vorgegebenen Umweltziele weiterhin klar – namentlich bei der biologischen Vielfalt, bei den Stickstoff- und Phosphorüberschüssen, bei den Ammoniakemissionen und bei der Wasserqualität. Mit der heutigen Nahrungsmittelproduktion lassen sich diese Ziele auch nicht erreichen.

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Äussere dich zur Vernehmlassung der Agrarpolitik 2022: Entscheide selber, welches Thema für dich besonders wichtig ist. Deine Mitteilung wird an das Bundesamt für Landwirtschaft gesendet.

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