ARCHIV:

Detox Timeline:

März 2013

Neue Labortest-Ergebnisse zeigen, dass Migros-Kinderjacken der Marke Trevolution alarmierende Mengen an Giftstoffen enthalten. Die Schadstoffkonzentrationen übersteigen um bis zu 600 mal den gültigen gesetzlichen Grenzwert für Spielzeuge und Babyartikel. Dies zeigt die heute von Greenpeace veröffentlichte Studie «Schadstoffe in Migros-Kinderjacken». In einem Email an Greenpeace meint das Bundesamt für Gesundheit dazu:

«Von den Herstellern von Kinderkleidern erwarten wir, dass sie ihre Selbstkontrolle wahrnehmen und klären, dass ihre Produkte mögliche gesundheitsgefährdende Stoffe nur in Mengen abgeben, welche gesundheitlich unbedenklich sind. Offensichtlich wurde die Sorgfaltspflicht nicht in dem Masse wahrgenommen, wie sie gesetzlich vorgegeben ist.»

 

 

23 Februar 2013

«Migros – ein M giftiger». Mit diesem Slogan sind Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten heute der Migros unters Dach geklettert. Sie fordern den Grossverteiler auf, bis spätestens 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus der gesamten Produktionskette ihrer Kleider zu eliminieren. Mehr

13 Februar 2013

Als erste Schweizer Firma und 17. Unternehmen weltweit verpflichtete sich Coop gestern dazu, bis 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus der Produktionskette zu verbannen. Zum öffentlichen Versprechen des Konzerns gehören die vollständige Eliminierung von per-  und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus der gesamten Produktionskette bis September 2013 und die Eliminierung von Alkylphenolethoxylaten bis Ende 2013. Coop wird bis Ende Jahr der Öffentlichkeit sämtliche Daten hinsichtlich der verwendeten Chemikalien von 15 Produktionsstätten zugänglich machen.

 

31 Januar 2013

Die Entgiftung der Kleiderbranche geht Schritt für Schritt weiter. Der niederländische Modegigant G-Star hat sich dazu verpflichtet, seine Produktions- und Lieferkette bis 2020 zu entgiften.

Bereits auf Ende 2014 will G-Star Phtalate und Alkylphenol Ethoxylate (APEOs) sowie Polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus seinen Produkten eliminieren. Mehr

22 Januar 2013

Engel ohne Reizwäsche: Victoria's Secret-Models sollen in Zukunft mit schadstofffreien Dessous über die Laufstege schweben. Der Bekleidungskonzern Limited Brands verpflichtete sich nun als 14. Unternehmen gegenüber Greenpeace, auf Bekleidung ohne gefährliche Textilchemie umzusteigen. Die Kultmarke «Victoria's Secret» ist ein bekanntes Beispiel für Produkte von Limited Brands.

9 Januar 2013

Japans führendes internationales Modehaus Uniqlo verpflichtet sich zum detoxen.

13 Dezember 2012

Levi's Strauss will zukünftig nur noch saubere Jeans produzieren. Mehr

 

7 Dezember 2012

Gael Garcia Bernal setzt sich öffentlich für die Detox-Kampagne ein

 

4 Dezember 2012

Auch Mango schliesst sich an und entgiftet seine Mode und den kompletten Produktekreislauf bis 2020

29 November 2012

Zara verpflichtet sich zum Entgiften. Mehr

25 Oktober 2012

Der Kleider-Gigant Marks & Spencer (M&S) hat ein fast schon epochales Commitment abgegeben: Die britische Firma eliminiert bis 2020 sämtliche Schadstoffe aus ihrer ganzen Produktions- und Lieferkette. Mehr

20 März 2012

Global agierende Modemarken machen uns Konsumenten unwissentlich zu Umweltsündern. Das haben wir bei unseren jüngsten Recherchen herausgefunden: Mit dabei sind Marken wie Abercrombie & Fitch, Ralph Lauren und G-Star.

 

15. März 2012

#PeoplePower = Gewinnen!
Um auf den World Consumer Rights Day aufmerksam zu machen, lancierten wir ein Video im  Stil von "Songify The News", und eine interaktive Aktionsseite. Dazu gibt es ein Instagram Foto-Video-Projekt, Lehrmittel, Tweets und mehr.

Detox our Water

 

8. Februar 2012

Während die Firmen immer noch daran arbeiteten, wie sie ihre Versprechen in Richtung einer giftfreien Produktion zu verwirklichen gedachten, erstellten wir einen  Schritt-für-Schritt Detox-Plan als Unterstützung für sie - und alle Modelabels - um ihre Sucht nach Schadstoffen entgültig aufzugeben.

Detox the Future

11. Januar 2012

Unsere Detox-Kampagne schlägt Wogen in den Philippinen, wie Greenpeace Toxic Campaigner Beau Baconguis berichtet, als Senatorin Miriam Defensor-Santiago ein Gesetz gegen Verschmutzung durch Schadstoffe vorschlägt - und die Rolle von Greenpeaces Detox-Herausforderung anerkennt.

#PeoplePower = Gewinnen!

Detox our Water

15. Dezember 2011

Martin Hojsik, Leiter der Detox-Kampagne, fordert von der EU die Detox-Herausforderung anzunehmen und mitzuhelfen den hormonell wirkenden Stoff Octylphenol, der immer noch in der Textilherstellung verwendet wird, zu reduzieren.

21. November 2011

Zwei weitere grosse Akteure nehmen die Detox-Herausforderung an!!Fast-Fashion-Kette C&A und Chinas grösste Sportsmarke, Li-Ning, erklären sich dazu bereit bis 2020 alle schädlichen Chemikalien von ihren Produkten und Herstellungsprozessen zu verbannen.
C&A Li-Ning
C&A und Li-Ning arbeiten zudem mit Adidas, Nike, Puma und H&M an einer  Roadmap, welche die Vermutzung, die durch die Modeindustrie verursacht wird, eindämmen soll.

25. Oktober 2011

H&M veröffentlicht zum ersten Mal eine detaillierte Liste von geheimen Substanzen auf ihrer Homepage. Obwohl dies nur ein kleiner Schritt ist, steht er für den Anfang einer Transparenzrevolution, die sich auch weiterhin in der Modebranche verbreitet und die Gesellschaft, Journalisten und Beamte mit Informationen versorgt, um sicher zu gehen, dass sich lokale Wasserversorgungssysteme sich nicht zu Kanalisationen für die Industrie entwickeln.

H&M

20. September 2011

Die globale #PeoplePower - Bewegung bringt H&M dazu einen weiteren Schritt in Richtung einer schadstofffreien Zukunft zu machen! Dank einer Flut von Tweets, Facebook-Posts und Detox-Sticker-Aktionen, hat H&M versprochen Informationen zu den Chemikalien, die von den Fabriken ihrer Liferanten ausgestossen werden, zu veröffentlichen und bis 2020 den Einsatz von schädlichen Chemikalien von ihren Versorgungsketten zu verbannen. Wer von unseren Mode-Schwergewichten macht wohl das Rennen und wird unser nächster Detox-Champion?

H&M

15. September 2011

H&M kriegt von Greenpeace-Aktivisten ein Rebranding in 12 Ländern, inklusive China, Frankreich, Deutschland und Schweden. Schau, wie wir riesige Sticker mit den Slogans "Detox our water" und "Detox the future"  auf H&M-Schaufenster geklebt haben.

 

 

View Rebranding H&M Stores in a larger map 

13. September 2011

Bereits 9 Wochen nach Kampagnenstart haben sich die drei weltweit grössten Sportmarken, Adidas, Nike und Puma, dazu verpflichtet, bis 2020 die Abgabe von schädlichen Chemikalien bei allen Produktlinien einzustellen.

Doch H&M, das grösste Modelabel in unseren Dirty Laundry und Dirty Laundry 2 -Berichten, weigert sich noch immer sich über angebliche Verbindungen zu wasserverschmutzenden Herstellern in China zu äussert.  Höchste Zeit, dass H&M der Modewelt zeigt, dass man auch giftfrei en vogue sein kann.

Toxic is so last season

31. August 2011

Hattrick! Adidas hat angekündigt bis 2020 giftfreie Produkte zu produzieren! Dank der #PeoplePower-Bewegung und betroffenen Markenfans hat sich der Sportbekleidungsriese dazu bereit erklärt die Detox-Herausforderung anzunehmen und sich Nike und Puma auf dem Weg in eine giftfreie Zukunft anzuschliessen.

Adidas

23. August 2011

Greenpeace präsentiert einen weiteren Dirty Laundry-Bericht mit neuen Untersuchungen, die zeigen wie Modelabels Nonylphenolethoxylate (NPE) verwenden, die im Herstellungsprozess zu giftigen Substanzen werden.

 

Es ist gut möglich, dass die Kleider die Sie tragen NPE enthalten, die in Kontakt mit Wasser Nonyphenol (NP) bilden, ein giftiges und hormonhemmendes Chemikalium. Schauen Sie sich den globalen  Giftkreislauf an:

 

Kleider und der weltweite Giftwasserkreislauf

1) Chemikalien wie Nonylphenolethoxylate (NPE) werden an die Kleiderhersteller

Will Adidas break the toxic chain and join Nike and Puma as champions of a toxic-free future?

19. August 2011

Greenpeace-Aktivisten und Freiwillige aus der ganzen Welt geben Adidas einen weiteren Anstoss indem sie Schaufenster und Türen mit riesigen 'Detox/#PeoplePower'-Sticker bekleben.

 

17. August 2011

Und noch ein Volltreffer! Nike schliesst sich Puma an und nimmt unsere Detox-Herausforderung an und verspricht bis 2020 alle schädlichen Chemikalien aus ihren Lieferketten und Herstellungsprozessen zu verbannen. Wird sich Adidas auch noch dazugesellen?

Nike

12. August 2011

Die Detox-Herausforderung ist ein Riesenerfolg in Shanghai am Zebra Music Festival, das ganz unter dem Thema Wasserschutz steht. Tausende machen mit und zeigen stolz ihre Detox-Tattoos.

11. August 2011

50'000 Menschen haben bis jetzt unsere Petition unterzeichnet und sind der Detox-Revolution beigetreten. In Hong-Kong brachte eine Ausstellung die Botschaft auf die Strasse, wo Passanten ihre Detox-Forderungen niederschreiben konnten.

detox petition

2. August 2011

Greenpeace lanciert einen Gestaltungswettbewerb. Teilnehmer können die Logos von Nike und Adidas neu entwerfen, mit dem Ziel ihre giftigen Verfahren besser zu wiederspiegeln und sie herauszufordern die Champions einer giftfreien Zukunft zu werden. Kai Guissepin's starke Illustration wurde zum Publikumsliebling.

Adidas

28. Juli 2011

Greenpeace fordert Anhänger dazu auf die Detox-Herausforderung im Twitterversum zu verbreiten mit kreativem Seitendesign, um grossen Labels wie Nike und Adidas zu zeigen, dass wir zusammen unschlagbar sind. Schauen Sie sich die Resultate an:

Adidas Nike

26. Juli 2011

Dank der globalen #PeoplePower-Bewegung kommt der erste Teilsieg weniger als zwei Wochen nach Beginn der Detox-Herausforderung! Puma verpflichtet sich als erstes Label, vor Nike und Adidas, bis 2020 alle schädlichen Chemikalien von seinen Lieferketten und Herstellungsprozessen zu entfernen und beginnt ein Wettrennen Richtung Veränderung im Kleidersektor.

23. July 2011

Unterdessen zeigen 33 Menschen ihre Detox-Tattoos und lassen im Chatuchak Markt in Bangkok die Hüllen fallen.

Detox striptease

Sie schliessen sich 600 Menschen an, die vor Adidas- und Nike-Läden auf der ganzen Welt am grössten koordinierten globalen Striptease teilnehmen, um die Sportbekleidungshersteller herauszufordern die Champions einer giftfreien Zukunft zu werden.

 



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15. Juli 2011

Die XM3N, Schaufensterpuppen die genug haben von ihrem Job, schliessen sich der Detox-Herausforderung an und werden an berühmten Schauplätzen rund um den Globus, nur mit dem Chinesischen Symbol für Wasser bekleidet, gesichtig

In den Tagen darauf erscheinen die XM3N überall von Manila bis Madrid und helfen sogar Greenpeace-Aktivisten in Thailand am Fluss Chao Phraya ein riesiges Detox-Menschenbanner zu machen.

 

13 Juli 2011

Greenpeace lanciert die Detox-Kampagne und fordert Nike und Adidas heraus die ersten Detox-Champions zu werden und mit ihren Lieferanten zusammen alle giftigen und hormonhemmenden Chemikalien von ihren Produkten und Herstellungsprozessen zu verbannen.

 

 

12 Juli 2011

Nach einer einjährigen Forschungsperiode, veröffentlicht Greenpeace den 'Dirty Laundry'-Report, der versteckte Verbindungen zwischen Kleiderherstellungsanlagen in China, die schädliche Chemikalien ins Wasser abgeben, und internationalen Labels, wie die Sportbekleidungsriesen Nike und Adidas.

Sehen Sie sich an wie wir der Giftspur folgten: von der Verschmutzung an der Leitung, zu den Fabriken die unsere Kleider herstellen, zu den internationalen Kleiderlabels, die die Macht haben eine Veränderung einzuleiten und unsere Zukunft zu entgiften:

 


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Schutz statt Profitgier

Weltweit schwinden die letzten verbliebenen intakten Regenwälder und trotzdem roden Konzerne skrupellos weiter. Doch es gibt auch Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften wollen. Greenpeace unterstützt sie beim Waldschutz.

Schutz der Tropenwälder stark reduziert

In waldreichen Tropenländern wie Indonesien und Brasilien fließen Milliarden-Subventionen in Industrien, die mit Waldzerstörung in Verbindung stehen – das belegt eine neue Studie. Waldschutzmaßnahmen hingegen erhalten vergleichsweise geringe Summen.

Auch in der Schweiz hat der Bund sein Engagement für den Schutz der Tropenwälder in den letzten Jahren stark reduziert und die Finanzierung des ITTO- Engagements (International Tropical Timber Organization) ersatzlos zurückgefahren.

Papier- und Palmöldektor am Scheideweg

Neben der Papier- und Zellstoffproduktion ist der Palmölsektor der größte Treiber der Waldzerstörung in Indonesien. Greenpeace setzt sich daher seit Jahren für eine Palmölproduktion ein, die nicht auf Kosten der verbliebenen Regenwälder und Torfmoore geschieht und soziale Aspekte berücksichtigt.

Insbesondere auf die großen Palmölabnehmer weltweit macht Greenpeace Druck. Mit Erfolg: Zahlreiche Unternehmen wie Mars, Ferrero, Unilever, Nestlé und Colgate Palmolive haben sich mittlerweile dazu verpflichtet, schmutziges Palmöl aus ihren Lieferketten zu verbannen. Auch große Palmölkonzerne wie Golden Agri Resources und der weltgrößte Palmölhändler Wilmar haben sich vergleichbare Ziele gesetzt. Dazu zählt neben sozialen Kriterien und dem Erhalt von Torfmooren unter anderem auch der Schutz von Wäldern mit hoher Kohlenstoffspeicherung, sogenannte High Carbon Stock (Abkürzung: HCS)

Anleitung für den Waldschutz in den Tropen

Um diese HCS Wälder zu identifizieren, hat Greenpeace in den vergangenen Jahren daran mitgearbeitet, eine entsprechende Methodik zu entwickeln. Außerdem unterstützt die Umweltschutzorganisation Unternehmen dabei, ihre Verpflichtungen zu entwaldungsfreien Lieferketten umzusetzen.

Um aus dem theoretischen Konzept eine konkrete Handreichung für Unternehmen zu entwickeln, wurde 2014 eine Steuergruppe gegründet. Diesem Gremium gehören neben Greenpeace auch andere Nichtregierungsorganisationen wie WWF und Rainforest Action Network an, aber auch Wilmar International Ltd., der weltgrösste Palmölhändler. Anfangs April 2015 wurde die erste Version des sogenannten HCS-Toolkits der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von der Theorie zur Praxis

Das Toolkit bietet Unternehmen eine praxisorientierte Anleitung, in ihren Nutzungsgebieten in tropischen Regionen Wälder zu identifizieren, die dauerhaft geschützt werden müssen. Außerdem lassen sich damit degradierte Gebiete ausmachen, die potenziell für eine landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stünden. Auch andere Instrumente zur Landnutzungsplanung wie soziale Aspekte, der Schutz von Torfmooren und Wäldern mit hohem Schutzwert (High Conservation Value Forests) stellt das Toolkit zur Verfügung.

„Das HCS-Toolkit bietet Unternehmen eine praxisorientierte Möglichkeit, ihre ökologischen und sozialen Verpflichtungen umzusetzen“, sagt Claudine Largo, Junior Forest Campaignerin von Greenpeace Schweiz. „Wir wünschen uns eine breite Anwendung des Ansatzes in den tropischen Waldregionen, in denen die Anlage von Plantagen derzeit viel zu häufig mit ökologischen und sozialen Konflikten einhergeht.“

Denn ob Palmöl- oder Papierproduktion: Konzerninteressen dürfen nicht die Lebensgrundlage von Millionen Menschen in den Waldregionen zerstören. Und sie dürfen auf keinen Fall unseren Planeten und dessen Klima rein wirtschaftlichen Zielen opfern.


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Das FSC-Label

Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 gegründet mit dem Ziel, KonsumentInnen und Unternehmen mit Produkten aus verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu garantieren. FSC ist das einzige Holz-Zertifizierungssystem, welches von Umweltverbänden und sozial engagierten NGOs anerkannt wird. Auch Greenpeace hat mitgeholfen, das FSC-System aufzubauen und zu verbreiten. Das Label sollte ein sowohl ökologisches, soziales als auch ökonomisch verantwortungsbewusstes Waldmanagement garantieren. Durch die breite Unterstützung der NGOs haben FSC-zertifizierte Produkte auf dem Markt eine stetig wachsende Nachfrage erfahren.

FSC kämpft mit Problemen

Greenpeace beobachtet jedoch mit grosser Sorge die rapide schwindende Integrität und Glaubwürdigkeit des FSC-Systems aufgrund einer schnell wachsenden Anzahl von umstrittenen Zertifizierungen in diversen Regionen. Der Expansiontrend des FSC in den vergangenen Jahren vermochte gerade in Hochrisikogebieten keine ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung sicherzustellen. In einigen Regionen werden besonders schützenswerte intakte Urwaldgebiete mit Hilfe des FSC-Labels degradiert und abgeholzt. Auch schwere Menschenrechtsverletzungen, soziale Konflikte und Verletzung von Indigenenrechten sind in einigen Ländern und Regionen an der Tagesordnung. Sowohl der FSC-Standard als auch dessen Umsetzung und Kontrolle sind oft unzureichend.

Dies zeigt eine Reihe von durch Greenpeace veröffentlichten, internationalen Fallstudien, die sowohl gute FSC-Praktiken als auch Negativ-Beispiele aufzeigen, bei denen dringend Verbesserungsmassnahmen erforderlich sind. Das FSC-System muss die «faulen Äpfel» auslesen und garantieren, dass seine Standards konsequent durchgesetzt und kontrolliert werden.

Greenpeace fordert Lösungen

Greenpeace ist über den momentanen Zustand sowie die schwindende Glaubwürdigkeit des FSC-Labels stark beunruhigt. Um weitere Missbräuche des FSC-Labels zu verhindern, fordert Greenpeace mit Unterstützung weiterer besorgter FSC-Mitglieder Massnahmen zur Lösung folgender zentraler Probleme:

Probleme

         Hier den ganzen Bericht «FSC at Risk» (engl.) lesen

Greenpeace ist nicht der Auffassung dass andere Systeme zur Zertifizierung von Forstwirtschaft, wie etwa das PEFC, besser in der Lage sind, eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung sicherzustellen. Labels wie PEFC fehlen schon die Grundvoraussetzungen für den Schutz sozialer und ökologischer Werte. Mehr dazu (in Englisch)


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Das Geheimnis der Bäume

Unter der Regie von Oscar-Preisträger Luc Jacquet (Die Reise der Pinguine) lädt DAS GEHEIMNIS DER BÄUME den Zuschauer in eine noch nie zuvor gesehene Welt natürlicher Wunder ein. Der Film basiert auf einer Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln. Mit der Erzählerstimme von Bruno Ganz..

 

Trailer zum Film

 

 Zusammenfassung


Der Regisseur Luc Jacquet am Set

Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Oscar®-Preisträger Luc Jacquet (Die Reise der Pinguine) lädt DAS GEHEIMNIS DER BÄUME den Zuschauer in eine noch nie zuvor gesehene Welt natürlicher Wunder ein. Der Film basiert auf einer Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln.

In DAS GEHEIMNIS DER BÄUME erzählt er die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und macht Bäume als Lebewesen begreifbar. Mit kuriosen Allianzen und überraschenden Täuschungsmanövern sichern sie seit Jahrhunderten ihre Existenz. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesenhafter Bäume, Insekten lassen sich von Pflanzen an der Nase herumführen und Urwaldgewächse fungieren als Regengötter. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und führt hinein in die Tiefen des tropischen Dschungels, in denen die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen.

Über Jahre hinweg hat Luc Jacquet das Publikum weltweit mit seinen intimen aber spektakulären Geschichten aus der Natur verzaubert. Für den Macher des Kinoerfolgs Die Reise der Pinguine war die Begegnung mit dem botanischen Pionier und Ökologen Francis Hallé die Geburtsstunde einer aussergewöhnlichen Erforschung des prähistorischen Regenwaldes – der grossen grünen Lunge unseres Planeten. Die Dreharbeiten fanden vom Juni bis zum November 2012 in Peru, Gabun und Frankreich statt.

Indem Luc Jacquet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen und atmosphärischer Musik verknüpft, macht er die Magie des Waldes akustisch und visuell erlebbar. Nur das Kino kann diese einzigartige Reise in ein komplett ungezähmtes Universum ermöglichen, in dem jedes Lebewesen – vom kleinsten bis zum grössten – eine essenzielle Rolle spielt. DAS GEHEIMNIS DER BÄUME beweist, dass Entwicklungsbiologie nicht in verstaubte Lehrbücher, sondern auf die grosse Leinwand gehört.

In der deutschen Synchronisation gibt der renommierte Schauspieler und leidenschaftliche Naturfreund Bruno Ganz (Der Untergang, Der Baader Meinhof Komplex) dem Botaniker Francis Hallé seine Stimme und macht DAS GEHEIMNIS DER BÄUME zu einem eindrucksvollen Plädoyer für den Waldschutz. Der Film zeichnet das Bild eines gefährdeten Naturwunders, das sich aus eigener Kraft erneuern und heilen kann – wenn ihm Zeit und Raum dafür gegeben werden.

Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Oscar®-Preisträger Luc Jacquet (Die Reise der Pinguine) lädt DAS GEHEIMNIS DER BÄUME den Zuschauer in eine noch nie zuvor gesehene Welt natürlicher Wunder ein. Der Film basiert auf einer Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln.
In DAS GEHEIMNIS DER BÄUME erzählt er die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und macht Bäume als Lebewesen begreifbar. Mit kuriosen Allianzen und überraschenden Täuschungsmanövern sichern sie seit Jahrhunderten ihre Existenz. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesenhafter Bäume, Insekten lassen sich von Pflanzen an der Nase herumführen und Urwaldgewächse fungieren als Regengötter. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und führt hinein in die Tiefen des tropischen Dschungels, in denen die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen.
Über Jahre hinweg hat Luc Jacquet das Publikum weltweit mit seinen intimen aber spektakulären Geschichten aus der Natur verzaubert. Für den Macher des Kinoerfolgs Die Reise der Pinguine war die Begegnung mit dem botanischen Pionier und Ökologen Francis Hallé die Geburtsstunde einer aussergewöhnlichen Erforschung des prähistorischen Regenwaldes – der grossen grünen Lunge unseres Planeten. Die Dreharbeiten fanden vom Juni bis zum November 2012 in Peru, Gabun und Frankreich statt.
Indem Luc Jacquet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen und atmosphärischer Musik verknüpft, macht er die Magie des Waldes akustisch und visuell erlebbar. Nur das Kino kann diese einzigartige Reise in ein komplett ungezähmtes Universum ermöglichen, in dem jedes Lebewesen – vom kleinsten bis zum grössten – eine essenzielle Rolle spielt. DAS GEHEIMNIS DER BÄUME beweist, dass Entwicklungsbiologie nicht in verstaubte Lehrbücher, sondern auf die grosse Leinwand gehört.
In der deutschen Synchronisation gibt der renommierte Schauspieler und leidenschaftliche Naturfreund Bruno Ganz (Der Untergang, Der Baader Meinhof Komplex) dem Botaniker Francis Hallé seine Stimme und macht DAS GEHEIMNIS DER BÄUME zu einem eindrucksvollen Plädoyer für den Waldschutz. Der Film zeichnet das Bild eines gefährdeten Naturwunders, das sich aus eigener Kraft erneuern und heilen kann – wenn ihm Zeit und Raum dafür gegeben werden.
- See more at: http://www.movies.ch/de/film/etaituneforet/#sthash.i78P8Vy4.dpuf
Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Oscar®-Preisträger Luc Jacquet (Die Reise der Pinguine) lädt DAS GEHEIMNIS DER BÄUME den Zuschauer in eine noch nie zuvor gesehene Welt natürlicher Wunder ein. Der Film basiert auf einer Idee des Botanikers Francis Hallé, der viele Jahre damit verbracht hat, die Regenwälder zu studieren und die Geheimnisse des Zusammenwirkens von Pflanzen und Tieren zu entschlüsseln.
In DAS GEHEIMNIS DER BÄUME erzählt er die Evolutionsgeschichte eines Urwalds und macht Bäume als Lebewesen begreifbar. Mit kuriosen Allianzen und überraschenden Täuschungsmanövern sichern sie seit Jahrhunderten ihre Existenz. Ameisen werden zu Untermietern und Verteidigern riesenhafter Bäume, Insekten lassen sich von Pflanzen an der Nase herumführen und Urwaldgewächse fungieren als Regengötter. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und führt hinein in die Tiefen des tropischen Dschungels, in denen die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen.
Über Jahre hinweg hat Luc Jacquet das Publikum weltweit mit seinen intimen aber spektakulären Geschichten aus der Natur verzaubert. Für den Macher des Kinoerfolgs Die Reise der Pinguine war die Begegnung mit dem botanischen Pionier und Ökologen Francis Hallé die Geburtsstunde einer aussergewöhnlichen Erforschung des prähistorischen Regenwaldes – der grossen grünen Lunge unseres Planeten. Die Dreharbeiten fanden vom Juni bis zum November 2012 in Peru, Gabun und Frankreich statt.
Indem Luc Jacquet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen und atmosphärischer Musik verknüpft, macht er die Magie des Waldes akustisch und visuell erlebbar. Nur das Kino kann diese einzigartige Reise in ein komplett ungezähmtes Universum ermöglichen, in dem jedes Lebewesen – vom kleinsten bis zum grössten – eine essenzielle Rolle spielt. DAS GEHEIMNIS DER BÄUME beweist, dass Entwicklungsbiologie nicht in verstaubte Lehrbücher, sondern auf die grosse Leinwand gehört.
In der deutschen Synchronisation gibt der renommierte Schauspieler und leidenschaftliche Naturfreund Bruno Ganz (Der Untergang, Der Baader Meinhof Komplex) dem Botaniker Francis Hallé seine Stimme und macht DAS GEHEIMNIS DER BÄUME zu einem eindrucksvollen Plädoyer für den Waldschutz. Der Film zeichnet das Bild eines gefährdeten Naturwunders, das sich aus eigener Kraft erneuern und heilen kann – wenn ihm Zeit und Raum dafür gegeben werden.
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Hier erfährst du, wie du helfen kannst und wo du die neusten Informationen zu Kampagnen und Themen bekommst.

1. Aktuelle Kampagnen

Werde aktiv und unterstütze uns bei unseren aktuellsten Kampagnen. 
Auf diesen Seiten kannst du mit wenigen Klicks - gemeinsam mit anderen Unterstützern - Grosses bewirken. Unterschreibe Petitionen und hilf uns neue Unterschriften zu Sammeln, denn mit jeder Unterschrift kommen wir unserem Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, ein kleines Stück näher.

 

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3. Informiere dich

Du möchtest umweltbewusster und grüner Leben, weisst aber nicht auf was zu achten ist? Informiere dich im grünen Nachschlagewerk von Greenpeace Schweiz. Begriffe, Ratschläge und Positionen sollen hier kurz und verständlich dargestellt werden. Selbstverständlich kannst  du auch mitdiskutieren und deine eigenen Erfahrungen und Ideen einbringen.

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4. Engagiere dich selber!

Was wäre Greenpeace ohne die vielen aktiven und initiativen Menschen, die in ihrer Freizeit beharrlich und mit viel Herzblut für unsere lokalen, nationalen und globalen Umweltanliegen kämpfen? Ohne deren selbstlosen Einsatz würden die begrenzten finanziellen Mittel von Greenpeace nicht ausreichen, den hohen Druck für unsere Forderungen und Anliegen aufrechtzuerhalten.

Umweltschutz beginnt bereits bei den kleinen Dingen des Alltags. Menschen, die sich darüber hinaus für unsere Umwelt engagieren möchten, bietet Greenpeace eine Vielzahl an Möglichkeiten. Komm an einen Infoabend für Freiwillige, informiere dich über unsere aktuellen Kampagnen, regionale AktivistInnen-Gruppen und Themen, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Schulen und Jugendlichen angehen.

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5. Mitglied werden

Werde Mitglied und unterstütze Greenpeace in den Kampagnen zum Schutz der Meere und im Kampf gegen deren Überfischung, für eine nachhaltige Energiepolitik und vieles mehr. Als Mitglied von Greenpeace mit einem Jahresbeitrag von mind. 72 Franken informieren wir dich mit unseren Kampagnenbriefen aus aktuellem Anlass sowie dreimal jährlich mit unserem Mitgliedermagazin.

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Haie – Die faszinierenden Jäger der Meere sind bedroht

Schon seit ca. 400 Millionen Jahren schwimmen sie durch die Weltmeere – lange bevor die ersten Saurier aus dem Ei schlüpften. Sie zählen zu den ältesten heute lebenden Wirbeltieren: Viele der eleganten Jäger existieren beinahe unverändert seit über 60 Millionen Jahren, als die Dinosaurier wieder von der Erde verschwanden.

 

Hohe Artenvielfalt

Gestalt, Sinnesorgane und Anpassungsfähigkeit machen Haie so erfolgreich, dass sie bis heute in grosser Artenzahl existieren: Wissenschaftler unterscheiden zur Zeit ca. 500 Arten, vom ca. 20 Zentimeter kleinen «Zwerglaternenhai» (Etmopterus perryi) bis zum etwa 14 Meter langen Walhai (Rhincodon typus) – dem grössten Fisch überhaupt. Lebensweise, Nahrung und Verhalten variieren sehr: Der Walhai und der Riesenhai filtrieren Plankton aus dem Wasser. Ein ungewöhnliches Aussehen zeigen zum Beispiel die Hammerhaie: Der breite Kopf ermöglicht ihnen vermutlich eine sehr gute Sinneswahrnehmung der Richtung nach.

Haie haben sich an nahezu jeden Meereslebensraum angepasst – von den sehr kalten polaren Gewässern über gemässigte Breiten bis in die Tropen. Auch Süsswasserbereiche haben sie erobert: Der Bullenhai (Carcharhinus leucas) wagt sich, vom salzigen Meerwasser weit entfernt, in Flüsse vor. Der bis zwei Meter lange Gangeshai (Glyphis gangeticus) lebt und gebärt seinen Nachwuchs wahrscheinlich im Süsswasser. Während viele Haiarten sowohl in Küstennähe als auch auf hoher See leben, oft aber nicht tiefer als 300 Meter tauchen, ist z.B. der Pazifische Schlafhai (Somniosus pacificus) in ca. 1'000 Metern Tiefe zu Hause. Sogar in der Ostsee wurden mindestens 18 Hai-Arten als «Gäste» nachgewiesen, die meisten im Skagerrak und Kattegat.

Der «Wolf» der Meere

In den Meeresökosystemen spielen viele Haie eine Schlüsselrolle. Die Beutegreifer stehen oben im Nahrungsnetz und bilden das Meeres-Pendant zu Wolf, Bär, Tiger oder Adler.

Da sich die Meeres-Ökosysteme über viele Millionen Jahre als Ganzes entwickelt haben, kommt jeder Art eine wichtige Funktion zu. Wenn Beutegreifer wie Haie im Nahrungsnetz verschwinden, kann es zur starken Vermehrung der Beutetiere kommen – das natürlich entwickelte Gleichgewicht gerät ins Wanken.

Langsame Fortpflanzung

Während die Weibchen der meisten Fischarten Tausende von Eiern produzieren, die im Wasser befruchtet werden, vermehren sich Haie ähnlich wie Säugetiere: Sie werden erst mit zehn bis zwölf Jahren oder deutlich später geschlechtsreif. Viele Arten haben nur alle zwei bis drei Jahre Nachkommen. Die Tragzeit dauert mit drei Monaten bis einem Jahr ausserdem sehr lange. Mit je nach Art meist nur einem bis dreissig Jungtieren pro Wurf haben sie sehr wenige Nachkommen. Der in der Nordsee heimische und stark gefährdete Dornhai wird sogar erst mit 20-25 Jahren geschlechtsreif, seine Jungen kommen nach einer Tragezeit von fast zwei Jahren zur Welt. Die Weibchen z.B. des Katzenhais legen wenige befruchtete Eier im Wasser ab. Eine ledrige Hülle schützt die Embryonen, die sich vom Eidotter ernähren. Andere Haiarten bringen voll entwickelte Junge zur Welt, wie z.B. Weiß-, Blau-, Hammer-, und Tigerhai. Wie bei Säugetieren verbindet eine Nabelschnur die Embryos mit der Mutter. Nach der Geburt sind sie jedoch sofort selbstständig, die Mutter schwimmt davon. Nur fünf Prozent der Haie gebären den Nachwuchs auf hoher See. Die meisten Haie sind auf intakte Lebensräume an den Küsten angewiesen, die als Geburts- und Kinderstuben dienen. Dies gilt genauso für die Nordsee wie für die Flachwasserzonen tropischer Mangrovenwälder.

Biologisch ungewöhnlich ist die in Aquarien bei manchen Haien beobachtete Geburt ohne vorherige Paarung (Parthenogenese).

Das Sinneswunder

Für Menschen ist es kaum vorstellbar, wie viele Sinneseindrücke gleichzeitig auf einen Hai wirken und sein Verhalten beeinflussen.

Unzählige Sinneszellen schicken Signale ans Gehirn, die von chemischen, optischen, akustischen, mechanischen und elektrischen Reizen ausgelöst werden. Geräusche, wie sie vom Zappeln eines verwundeten Fisches ausgehen, locken einen Hai aus grosser Entfernung an.

Das Gehör ist auf deutlich niedrigere Frequenzen ausgerichtet als das des Menschen. Wenn sich Haie einer Geräuschquelle nähern, nehmen sie Geruchsstoffe auf, was ihnen die Orientierung erleichtert. Mit Hilfe von Riechgruben an der Schnauze spüren sie chemische Substanzen, z.B. Blut, in extrem geringen Konzentrationen auf: Bestimmte Haiarten können solche Geruchsstoffe selbst in einer Verdünnung von 1 zu 10 Milliarden riechen. Etwa zwei Drittel des Hai-Gehirns ist auf Geruchswahrnehmung ausgerichtet.

In unmittelbarer Nähe nehmen Haie schwache elektrische Spannungsfelder wahr, die z.B. vom Herzschlag oder von Muskelkontraktionen einer möglichen Beute stammen. Dieses empfindliche Sinnesorgan, die «Lorenzinischen Ampullen», besteht aus dünnen, schleimgefüllten Kanälen, die über Poren mit der Hautoberfläche verbunden sind. Weitere Informationen gewinnt der Hai optisch, während er seine Beute umkreist, und über den Tastsinn, falls er sie mit der Schnauze anstösst.

«Monster»-Image zu unrecht

Für viele Menschen ist ein Hai der «Inbegriff des Schreckens», obwohl nur äusserst wenige Menschen zu Opfern werden. Zwischen 50 und 80 Haiangriffe weltweit werden dem International Shark Attack File, (www.sharkattackfile.net) dem globalen Sammelregister, pro Jahr gemeldet. Nur 5 bis 15 davon enden überhaupt tödlich. So tragisch dies im Einzelfall ist, sollte man die Relation im Auge behalten: Millionen Menschen baden und tauchen täglich im Meer – auch für sie ist das Risiko, von einem Hai gebissen zu werden, minimal. Es sterben pro Jahr mehr Menschen durch Bienenstiche oder Blitzschlag. Im Jahr 2000 wurden allein 150 Menschen durch herabfallende Kokosnüsse getötet.

Laut Unfallberichten sind ohnehin nur 44 der ca. 500 Hai-Arten als gelegentliche Angreifer bekannt. Dazu gehören der Weisse Hai, der Bullenhai, der Tigerhai sowie verschiedene Arten von Riffhaien. Der Weisse Hai, der im gleichnamigen Film als «mordende Fressmaschine» inszeniert wird, geht unter natürlichen Bedingungen nur alle ein bis zwei Monate auf Jagd.

Die berüchtigten Gruselbilder in Film und Fernsehen werden erst durch gezielte Provokation mit blutigen Ködern möglich. Mittlerweile gibt es ganz andere Begegnungen: erfahrene Hai-forscher tauchen ohne Käfig-Schutz im freien Wasser mit mehreren Weissen Haien – und werden nicht angegriffen!

Der Mensch gehört eben nicht zum Beutespektrum von Haien – die bevorzugte Beute sind z.B. Robben und Fische. Haie können einen Menschen dann angreifen, wenn er z.B. in ihr Territorium eindringt oder wenn Blut von harpunierten Fischen im Wasser verteilt ist etc. Gezielte Angriffe auf Taucher oder Surfer beruhen eher auf einer fatalen Verwechslung: wer bäuchlings auf einem Surfbrett paddelt, ähnelt aus Sicht des Hais einer Robbe an der Wasseroberfläche – und diese gehört zum Beuteschema. Was genau zu Haiunfällen führt, muss aber von Fall zu Fall betrachtet werden.

Haie sind Opfer des Menschen

Der Mensch dagegen jagt Haie in einer Grössenordnung, die viele Haiarten an den Rand der Ausrottung treibt. Über 70 Haiarten stehen bereits auf der internationalen Roten Liste der IUCN (www.iucnredlist.org).

Nach einer wissenschaftlichen Untersuchung sterben jährlich schätzungsweise 100 Millionen Haie durch die Fischerei. Massenhaft werden Haie allein durch die industrielle Langleinenfischerei auf Thunfisch und Schwertfisch z.B. von der spanischen und portugisischen Fischereiflotte getötet. Spanien gehört zu den drei grössten Haifang-Nationen weltweit. Haiprodukte verstecken sich auch hinter Phantasie-Bezeichnungen, so dass die Verbraucher häufig nicht wissen, was sie wirklich kaufen. Eine beliebte Delikatesse sind «Schillerlocken» – die geräucherten Bauchlappen des gefährdeten Dornhais, der in der Nordsee und im Nordost-Atlantik längst völlig überfischt ist.

Sein Rückenfilet bieten die Fischhändler als «See-Aal» an. Heringshai-Steak (Lamna nasus) läuft auch unter «Kalbsfisch», «Seestör» oder «Karbonadenfisch». Viele grosse Supermärkte und Restaurants haben leider zunehmend Haisteaks im Angebot.

Haie sind Opfer der modernen Fangmethoden mit immer grösseren Netzen und längeren Fangleinen. Früher galten sie oft als «unnützer Beifang», der zum Teil lebend wieder über Bord ging.

Heute werden sie vor allem wegen ihrer sehr lukrativen Flossen gejagt, die in Asien, aber auch in Nordamerika und Europa, als «Delikatesse» gelten. Dazu werden den meist lebenden Haien die Flossen abgeschnitten und die schwer verstümmelten Tiere anschliessend über Bord geworfen, so dass sie langsam und qualvoll sterben. Suppen mit Haiflossen gibt es auch in Deutschland, besonders in Läden mit asiatischen Lebensmitteln und China-Restaurants. Einen Geschmack erhält die knorpelige Haiflossensuppe allerdings nur durch die zugesetzten Gewürze!

Durch die zunehmende Fischerei in bisher unberührten Meeresregionen bis ca. 2'000 Meter Tiefe kommen unzählige Hoch- und Tiefseehaie als «Beifang» um, über deren Biologie niemand etwas genaues weiss. Im Golf von Mexiko ist nach Untersuchungen der Bestand des ehemals weit verbreiteten Weissspitzen-Hochseehais (Carchahinus longimanus) durch die Fischerei um bis zu 99 % zurückgegangen – dies kommt einem Verschwinden, bzw. nahezu einer Ausrottung – gleich ! Nach Meinung von Experten lässt sich bei dieser Hochsee-Haiart der starke Rückgang auch auf andere Meeresgebiete übertragen. Welche Konsequenzen im Ökosystem dies haben wird, kann noch niemand absehen.

Medizinischer Fortschritt durch Haiprodukte?

Das Skelett der Haie besteht nicht aus Knochen, sondern aus Knorpel. Da Haie ein hochent-wickeltes Immunsystem haben, versprechen sich Biomediziner von dessen Erforschung wichtige Erkenntnisse über die Funktion des menschlichen Immunsystems. Hai-Leberöl soll als aktive Substanz in Darm-Medikamenten wirken.

Schwindel mit «Gesundheitsprodukten»

Ein Grossabnehmer für Haiprodukte ist neben der Haiflossenindustrie auch die Pharma- und Kosmetikindustrie: Collagen, Zauberwort für viele «Schönheitscremes», gewinnen Hersteller auch aus Knorpelskeletten unzähliger Haie und Rochen. Die Leber, die bei Haien bis zu 20 Prozent des Körpergewichts ausmachen kann, enthält ein Naturöl, Squalen genannt. Es wird unter anderem für Salben und Cremes verwendet.

Angebliche «Antikrebspillen» aus getrocknetem Haiknorpel finden reissenden Absatz: Krebskranke in den USA und in Europa hoffen auf Hilfe durch diese vollkommen wirkungslosen Präparate. «Ebenso könnten Kurzsichtige versuchen, ihre Sehkraft durch den Verzehr von Adlerfleisch zu stärken», kommentiert Haiforscher und Biochemiker Carl Luer, der an einem Meeres-institut in Florida/USA Haiknorpel untersucht hat.

Einer der Hauptproduzenten von Haiknorpel in Costa Rica verarbeitet nach eigenen Angaben mehre hundert Tonnen Haie pro Monat. Der getrocknete Knorpel wird in die USA und nach Europa exportiert.

Solche Spezialverarbeiter gibt es viele in Mittelamerika. Viele Haie werden gefangen, bevor sie geschlechtsreif sind. Dies führt zu einer stark dezimierten Zahl der ausgewachsenen, fortpflanzungsfähigen Tiere, so dass mangels Nachwuchs ein Zusammenbruch der Bestände droht. Wissenschaftler warnen vor den Folgen für die sensiblen Ökosysteme tropischer Küstenmeere – die auch die Fischer von Speisefischen zu spüren bekommen werden.

Nur wenn die Fischereimethoden so verändert werden, dass die Hai-Bestände nicht mehr gefährdet und für die Zukunft gesichert sind, können Fischer weiter fischen.

Bei Haien ist es wie bei Walen: Sie zeigen den Zustand des Ökosystems. Wenn die Haie verschwinden, werden auch viele andere Arten verschwinden – und die Lebensvielfalt der Meere wird weiter verarmen. Es liegt in der Hand der Menschen – auch in der Hand jedes Einzelnen von uns – dies zu verhindern.

Gefährdung durch internationalen Schutz

Die Hai-Spezialisten-Gruppe (Shark specialist group SSG) der IUCN führt zur Zeit über 1'000 Hai- und Rochenarten (mit Haien eng verwandt) als bedroht auf. Darunter sind z.B. folgende Haiarten:

  • Dornhai (Squalus acanthias)
  • Walhai (Rhincodon typus)
  • Weisser Hai (Carcharodon carcharias)
  • Weissspitzen-Hochseehai (Carcharhinus longimanus)
  • Heringshai (Lamna nasus)
  • Riesenhai (Cetorhinus maximus)
  • Grossflossen- oder Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)
  • Düsterer Hai (Carcharhinus obscurus)
  • Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini)
  • Grosser Hammerhai (Sphyrna mokarran)
  • Glatter Hammerhai (Sphyrna zygaena)

2002 gab es auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (WA bzw. CITES) Schutzanträge auf Anhang II für Walhai und Riesenhai: Beide wurden angenommen – ein erster grosser Erfolg.

Auf der CITES-Konferenz 2004 wurde auch der Anhang-II-Antrag für den Weissen Hai bestätigt. Anhang II heisst, der Handel wird international kontrolliert und eingeschränkt, aber nicht komplett unterbunden. 2010 wurden – wie auch 2007 – Schutzanträge für den Dornhai, Weissspitzen-Hochseehai, Heringshai und Bogenstirn-Hammerhai abgelehnt.

Auf der CITES-Konferenz in Bangkok im März 2013 wurden endlich fünf Schutzanträge auf Anhang II für den Weißspitzen-Hochseehai, den Heringshai und drei Hammerhai-Arten angenommen.

Im November 2012 konnte der Haischutz-Dachverband SharkAlliance zusammen mit vielen Einzelorganisationen, darunter auch Greenpeace, einen grossen Erfolg zur Einschränkung des Hai-Finnings erreichen: Die seit 2003 in der EU geltende Finning-Regelung (die faktisch jedoch unwirksam war) wurde von der portugisischen und besonders von der weltweit operierenden spanischen Fischereiflotte missbraucht. Das EU-Parlament hat die Regelung (Verordnung Nr. 605/2013 des EU-Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013) nun so verschärft, dass zukünftig eine echte Kontrolle der Haifänge möglich ist: Das Über-Bord-werfen der Haikörper auf hoher See nach dem Abschneiden der Flossen ist nun generell für alle Fischereischiffe der EU ohne Ausnahme verboten – alle gefangenen Haie müssen komplett angelandet werden. Damit fehlt zukünftig ein erheblicher Anreiz zum massenhaften Haifang.

Greenpeace fordert:

  • Fischart, Fangmethode, Herkunftsland, Fanggebiet und Rückverfolgbarkeit müssen bei allen Fischprodukten eindeutig gekennzeichnet sein.
  • Politik, Fischindustrie und Handel müssen die industrielle Fischerei zu einer ökologisch verträglichen Fischerei verändern, damit auch Haie durch die Fischerei nicht mehr gefährdet werden.
  • Den Verzicht auf Hai-Produkte, bis garantiert werden kann, dass dadurch keine Hai-Bestände oder Hai-Arten bedroht werden.
  • Sofortiger Verzicht auf Produkte von gefährdeten Arten, wie z.B. Dornhai oder Heringshai.

Das können Sie tun:

  • Kaufen Sie grundsätzlich keine aus gefährdeten Tierarten hergestellten Produkte. Dazu gehören auch Hai-Produkte, wie z.B. «Schillerlocken», «Seeaal», «Königsaal», Haisteak und Haifischflossensuppe – ebenso Arzneimittel und Kosmetika, die Hai-Produkte enthalten, beispielsweise Hai-Leberöl.
  • Fragen Sie beim Handel nach, woher die Hai-Produkte kommen und warum diese angeboten werden. Schreiben Sie an den Bundesverband der deutschen Fischwirtschaft und fordern Sie den Verzicht auf Hai-Produkte.

Stand 08/2013 (Autor: Jörg Siepmann)


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Indian Ocean Tour 2013

Nach einer erfolgreichen Tour 2012 ist Greenpeace dieses Jahr erneut im Indischen Ozean unterwegs, um illegale Fischerei zu bekämpfen und sich für nachhaltige Fischerei einzusetzen.

Indian Ocean Tour leg 1

  

 

 

 

WARUM IST GREENPEACE IM INDISCHEN OZEAN?

Greenpeace ist zurück im Indischen Ozean, um sich für nachhaltige Fischerei einzusetzen. Damit knüpft Greenpeace an die Arbeit des letzten Jahres an, als die Rainbow Warrior im Kampf gegen die Überfischung in diesen Regionen unterwegs war.

In diesem Jahr ist es das Greenpeace-Schiff Esperanza – zu Deutsch bedeutet der Name «Hoffnung» – das in der Region rund um Madagaskar und Mauritius unterwegs ist, um gegen Fischfangflotten vorzugehen, die illegale Fischerei betreiben oder zerstörerische Fangmethoden einsetzen.

Aerial view of the Esperanza during sunny weather in the Indian Ocean.

Thunfischfang im Indischen Ozean

Die Jagd auf den Thunfisch im Indischen Ozean spielt eine zentrale Rolle in der globalen Thunfischindustrie. Schätzungsweise 21% des weltweiten Thunfischfangs stammt allein aus dieser Region.

Doch der Indische Ozean und die Thunfischbestände darin geraten zunehmend unter Druck, da sich immer mehr Schiffe in diese Multi-Milliarden-Dollar-Fischerei drängen. Es wird immer deutlicher, dass wir, wenn wir die Thunfischbestände im Indischen Ozean schützen wollen, dringende Massnahmen ergreifen und die Art und Weise der Fischereimethoden und -praktiken baldmöglichst ändern müssen.

 

Ausländische Fangflotten und destruktive Fischereimethoden

Fangflotten von reichen Industrienationen sind dabei eines der Hauptprobleme. So fischen riesige Schiffe aus Frankreich, Spanien, Taiwan, Korea, China und Japan beinahe 50% der gesamten Thunfischmenge und setzen dabei äusserst zerstörerische Fangmethoden ein (wie zum Beispiel die Ringwadenfischerei unter Einsatz von Fischsammlern, siehe hier). Diese Fangmethode, bei der ein grosses, kreisförmiges Netz um eine künstlich angelegte, schwimmende und Fische anziehende Plattform gelegt wird, ist bekannt durch eine extrem hohe Beifangquote: Denn auch Rochen, Haie, Meeresschildkröten, Wale, Delfine und Jungfische suchen unter den «Fischsammlern» Schutz und Nahrung und werden Opfer der Netze. Aber auch die Langleinenfischerei, eine weitere weitverbreitete und destruktive Fangmethode im Indischen Ozean, weist eine ähnlich hohe Beifangquote auf. Auch diese Fangpraxis müsste dringend verbessert werden, um eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Fischerei zu gewährleisten.

Somit zeigt sich, dass der wenig regulierte Thunfischfang nicht nur den Thunfisch, sondern viele weitere Arten bedroht und dadurch das marine Gleichgewicht des Indischen Ozeans gefährdet.

Schnell wachsende lokale Flotten

Das Problem der Überfischung ist jedoch nicht alleine ausländischen Fangflotten zuzuschreiben. Immer häufiger beanspruchen die Küstenregionen und Anrainerstaaten ihren Anteil an der Ressource Fisch und investieren in den Ausbau der eigenen Schiffflotten. Die Folge davon ist eine noch grössere Unübersichtlichkeit hinsichtlich der Anzahl Schiffe sowie der Menge des gefangenen Thunfisches. Eine weitere, besorgniserregende Entwicklung ist der Einsatz von verschiedenen, extrem destruktiven Fangmethoden wie die der Treibnetze, welche auf den Weltmeeren von den Vereinten Nationen eigentlich verboten worden sind.

French purse seiner vessel Trevignon hauls a catch of Skipjack and Yellowfin tuna in the Mozambique Channel.

Fehlendes Fischerei-Management

Die Auswirkungen der Überfischung und des Einsatzes destruktiver Fangmethoden werden durch fehlende Kontrollen und schwache Überwachung weiter verstärkt. Solange kein Umdenken stattfindet, werden die Thunfischbestände im Indischen Ozean nicht ausreichend geschützt sein.

Unsere Lösungsansätze

Greenpeace möchte diese Situation ändern. Neben der Dokumentation und der Aufzeichnung von illegalen Fischfangflotten und destruktiver Fischerei wird die Esperanza und das Team an Bord das diesjährige «Indian Ocean Tuna Commission (IOTC)»-Treffen in Mauritius, welches Anfangs Mai stattfinden wird, besuchen. Durch die Anwesenheit der für Thunfischfang verantwortlichen Deligierten, bietet das Meeting Greenpeace die perfekte Möglichkeit, eine klare Botschaft an die IOTC-Delegierten zu richten: Zählt eure Boote – Verbannt die Fischsammler (FADs).

Mehr Informationen zum IOTC und zum diesjährigen Treffen können hier gefunden werden.

Unsere Forderungen

Greenpeace verlangt, dass der Thunfischfang im Indischen Ozean endlich nachhaltig und fair verwaltet wird, sodass der Indische Ozean von den Exzessen der grossen Fischereiflotten geschützt ist, welche auf Kosten einer gesunden marinen Umwelt den raschen Profit suchen. Greenpeace verlangt das Ende der illegalen, beifangreichen und destruktiven Fischereimethoden von sowohl grossen als auch kleinen Flotten. Greenpeace will durch Fürsprache erreichen, dass statt den grossen asiatischen und europäischen Flotten endlich die Anrainerstaaten von den Fischressourcen in ihrer Umgebung profitieren.

Du kannst bei der Esperanza-Tour dabei sein, unsere Arbeit verfolgen und unsere wichtigen Forderungen unterstützen, indem du regelmässig Blogs und Updates besuchst.


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Auf Tour für nachhaltige Fischerei in Europa!

Die Arctic Sunrise hat ihre Tour für eine nachhaltige Fischerei entlang der europäischen Küste begonnen. Das europäische Greenpeace-Team an Bord wird in den kommenden Wochen von Hafen zu Hafen fahren, um kleingewerbliche Fischer zu unterstützen, mit Politikern und der Fischereiindustrie in Dialog zu treten und Stimmung für die wichtige Kehrtwende in der Gemeinsamen Europäischen Fischereipolitik (GFP) zu machen. Diese befindet sich gerade in einem Reform-Prozess - es liegt an uns allen, ein für Kleinfischerei und Meere verträgliches Ergebnis zu erzielen.

 

 

Nina Thüllen beim Tourstart in Konstanta/Rumänien
© Philip Reynaers / Greenpeace

Nina Thüllen aus dem österreichischen Greenpeace-Büro ist mit an Bord der Arctic Sunrise und teilt mit uns ihre Eindrücke der ersten Etappe der Reise in Blogposts.

Worum geht es?

Die aktuelle europäische Fischereipolitik begünstigt die einflussreichen und mächtigen Fangschiffe, die mehr Fisch fangen, als die Fischbestände aus eigener Kraft kompensieren können. Diese Schiffe werden von den Steuerzahlern über Wasser gehalten, während nachhaltige kleingewerbliche Fischer unter dem ungerechten System leiden. Sie fischen seit Generationen nachhaltig und sind nun in Gefahr, ihre Arbeit und ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Unsere Fische und unsere Meere sind bedroht, genauso wie die Gemeinschaften, die auf sie angewiesen sind.

Warum jetzt?

Zum ersten Mal in diesem Jahrzehnt wird die gemeinsame Fischereipolitik überprüft. Greenpeace arbeitet gemeinsam mit nachhaltigen Fischern daran, die Gesundheit unserer Meere und Fischbestände zum Kernthema der Diskussion zu machen. Vor Kurzem wurden bei einer historischen Wahl im EU-Parlament wichtige Schritte unternommen: Die Grösse der EU-Fischereiflotte soll reduziert werden, während die schonende kleingewerbliche Fischerei gefördert werden soll.

Was wir tun?

Es ist Zeit für eine grundlegende Veränderung. Die Arctic Sunrise macht sich mit ihrer Crew auf die Reise, um die immer stärker werdende Bewegung der europäischen kleingewerblichen Fischer zu unterstützen.


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Meeresschutzgebiete

Was an Land mit Nationalparks und Naturreservaten gut funktioniert um bedrohte Ökosysteme und Arten zu schützen, lässt sich auch im Meer realisieren. Doch während an Land bereits 18 Prozent der Fläche unter Schutz gestellt sind, sind bis heute nur 1 Prozent der Meere geschützt.

 

Um die Ozeane in ihrer Vielfalt zu bewahren oder zu regenerieren, sind Meeres-Schutzgebiete ein entscheidendes Werkzeug. Für einen wirksamen Schutz fordert Greenpeace Schutzgebiete für 40 Prozent der Meeresfläche weltweit! Für die Fischerei bedeutet das: Finger weg von ökologisch sensiblen Gebieten und überfischten Beständen! Auch andere industrielle Aktivitäten wie Öl- und Gasförderung, Sand- und Kiesabbau, Schiffsverkehr oder militärische Übungen müssen dort verboten sein.

Das Prinzip: Fischereifreie Zonen

Mindestens 40 Prozent der Meeresfläche müssen zur Sperrzone für die Fischerei und andere industrielle Nutzungen erklärt werden. Das Paradoxe dieser einschneidenden Massnahme: Vor allem die Fischindustrie wird davon profitieren, denn die Bestände von Nutzfischen werden ausserhalb der grossflächigen Schutzzonen rasant zunehmen.

Ein globales Netzwerk von Schutzgebieten

Ein Forscherteam der Universität York hat in Zusammenarbeit mit Greenpeace ausgerechnet, dass mindestens 40 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden müssen, um alle wichtigen Ökosysteme schützen zu können.

Das Paradoxe an dieser einschneidenden Massnahme: Vor allem die Fischereiindustrie wird davon profitieren, denn die Bestände von Nutzfischen werden ausserhalb der grossflächigen Schutzzonen rasant zunehmen. Um den Erfolg der Schutzgebiete zu gewährleisten, ist allerdings eine ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Nutzung der Meere außerhalb der Sperrzonen nötig - ohne zerstörerische Fangmethoden und verschwenderische Beifänge.

Die entscheidende Rolle von Meeresschutzgebieten wird von vielen Regierungen bereits anerkannt, in der Biodiversitätskonvention CBD haben sie sich verpflichet, bis 2012 ein weltweites Schutzgebiets-Netzwerk einzurichten. Doch wie so oft hinkt die Umsetzung den Zielen auf Papier weit hinterher. Höchste Zeit zu handeln!


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Geschichten von der Arctic Sunrise

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise ist derzeit in den Gewässern vor der westafrikanischen Küste unterwegs, um vor Ort die Praktiken der ausländischen Fischereiflotten zu dokumentieren.

Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn berichtet von Bord der Arctic Sunrise.

Geraubter Fisch -  geraubte Zukunft

Fisch ist eine der wertvollsten Nahrungsressourcen der Welt. Für eine Milliarde Menschen ist Fisch das vorrangige Nahrungsmittel. Doch massive Überfischung und umweltschädliche Fangmethoden haben dazu geführt, dass 85 Prozent der Fischbestände überfischt, komplett ausgebeutet oder erschöpft sind. Auf der Suche nach ertragreichen Fischgründen ziehen die industriellen Flotten in fremde Gewässer - zum Beispiel vor die Küste Westafrikas.

Der Reichtum vor ihren Küsten war bisher die wichtigste Lebensgrundlage für den Grossteil der westafrikanischen Bevölkerung. Inzwischen bleiben die Netze der Fischer aber immer häufiger leer. In ihren kleinen Pirogen konkurrieren sie machtlos gegen bis zu 140 Meter lange Supertrawler aus Europa, Russland, Asien. Laut den Vereinten Nationen werden bis zu 90 Prozent des Fischfangs vor Westafrika nicht von einheimischen Schiffen betrieben. Mitschuldig an der verheerenden Überfischung ist auch die EU, die seit Jahren in den Gewässern Senegals oder Mauretaniens Unmengen von Tunfisch, Makrele oder Sardinen fischt. Jeder der Supertrawler zieht dabei 300 Tonnen Fisch an Bord - täglich.

Greenpeace on Tour

Mehrmals war Greenpeace schon vor der Küste Westafrikas unterwegs, um gegen die Ausbeutung der Region zu protestieren. Auch 2012 ist die Arctic Sunrise nun erneut unterwegs. Gemeinsam mit Fischern aus dem Senegal will Greenpeace die Probleme aber nicht nur aufzeigen, sondern auch Lösungen aufzeigen.

Insbesondere der EU bietet sich mit der laufenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik die grosse Chance, den notwendigen radikalen Umschwung  ihrer Fischereipraxis zu vollziehen - auch in den Gewässer von Entwicklungsländern. Greenpeace fordert von den EU-Staaten den massiven Abbau von Fangkapazitäten, den Umbau der EU-Flotte zu schonenden Fangmethoden und effektive Kontrollen u.a. gegen illegale Fischerei.


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Solarenergie Global

Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Während in der Schweiz die Treibhausgasemissionen auf hohem Niveau stagnieren, steigen diese in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern stark an. Daher muss die Energiewende nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit umgesetzt werden.
Greenpeace Schweiz arbeitet in verschiedenen Projekten im globalen Süden zum Schutz des Klimas und der Regenwälder. Im Zentrum steht dabei jeweils die Bildung: praxisnahe methodische Trainings für Multiplikatorinnen, Ausbildung junger Solartechniker/innen und kommunaler Multiplikatoren im Bau von energieeffizienten Kochstellen.
Um die Wirkung längerfristig zu sichern, unterstützt Greenpeace auch kleine soziale Solarunternehmen beim Aufbau ihres Geschäftes. Greenpeace arbeitete dabei eng mit lokalen Organisationen zusammen und stellt Wissen, Netzwerk, Namen sowie vielfältige Erfahrungen zur Verfügung. Mehr Informationen und Unterlagen zur Verbreitung sind hier zu finden.

Klima-Karawane

In Kamerun befindet sich ein Teil des letzten grossen Urwaldes in Afrika – der tropische Regenwald des Kongobeckens. Dieser Lebensraum ist für Menschen und Tiere aufgrund seiner hohen Biodiversität und seiner Funktion als riesiger CO2-Speicher besonders wertvoll. Die indigene Bevölkerung ist auf die Ressourcen des Waldes angewiesen, denn sie lebt in abgelegenen Dörfern von kleinbäuerlicher Landwirtschaft oder als Nomaden mit wenig Einkommen und Infrastruktur.

Der Wald ist jedoch durch Holzschlag und Ackerlandgewinnung durch internationale Konzerne bedroht. Diese nutzen die schwache Rechtslage und die oft korrupten Verhältnisse aus, um ihr Rodungsgebiet oder das Gebiet für grossflächige Agrarflächen auszudehnen. Die Dorfgemeinschaften auf der anderen Seite sind zu wenig organisiert und vernetzt, um sich wirkungsvoll für ihren Lebensraum einsetzen zu können.

Ausgehend von der Überzeugung, dass langfristig nur die lokale Bevölkerung ihren Lebensraum schützen kann, setzt die Klima-Karawane bei der Stärkung der Dorfgemeinschaften an, die im und vom Wald leben. Dabei werden Projekte in den Dörfern umgesetzt, die sowohl die Lebensbedingungen verbessern als auch Klima und Wälder schützen. Die Solarenergie und energieeffiziente Kochstellen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein.

Das Projekt wurde 2011 von Greenpeace ins Leben gerufen und wird seit 2014 hauptsächlich von unserer Partnerorganisation Solafrica geführt.


Die Experten der Klima-Karawane bauen zusammen mit Dorfbewohnern in Kamerun eine Solaranlage.

 

Energieeffiziente Kochstellen

In traditionell lebenden Gemeinschaften und armen Familien wird überwiegend auf offenem Feuer gekocht. Der grösste Teil der Energie geht dabei allerdings als Abwärme verloren. Der Holzverbrauch dieser ineffizienten Kochmethode bedroht Bäume und Wald. Einfache, selber gebaute, energieeffiziente Kochstellen reduzieren den Verbrauch an Brennholz um mehr als 60% und verringern gleichzeitig die Menge an gesundheitsschädigendem Rauch.

Greenpeace hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen in den letzten Jahren in Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo mehrere Trainings für den Bau von energieeffizienten Kochstellen durchgeführt. Neben der Ausbildung der Teilnehmenden wurde gleichzeitig auch Know-how für diese Arbeit bei den Partnerorganisationen aufgebaut. Sie wirken nun als Multiplikatorinnen, indem sie die Verbreitung von energieeffizienten Kochstellen in ihr Programm aufgenommen haben. 


Eine Kamerunerin beim Kochen mit einer selbstgebauten energieeffizienten Kochstelle.

 

Training Solartechnik

Ausbildung in Solartechnik ist eine der wichtigsten Massnahmen für die Umsetzung der Energiewende. Greenpeace unterstützt Organisationen, die Kurse für angehende Solartechniker/innen anbieten und war ausserdem am Aufbau verschiedener Ausbildungszentren beteiligt.

So kann an der Berufsschule EPROBA in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, nun ein Ausbildungslehrgang in Solartechnik absolviert werden.

Am Sarah Obama Solar Learning Centre in Westkenia werden seit 2013 jährlich über zwanzig junge Frauen und Männer in Solartechnik ausgebildet.


Frisch ausgebildete Solartechniker in Kenia bauen eine Solaranlage

 

Scouts-go-solar

In Zusammenarbeit mit der internationalen Pfadibewegung und der Partnerorganisation Solafrica hat Greenpeace in Kandersteg eine solare Lernumgebung eingerichtet. Jährlich werden im Kandersteg International Scout Centre (KISC) ein Dutzend Scout Leaders aus allen Kontinenten in Solarenergie ausgebildet. Zurück in ihren Herkunftsländern ziehen sie als Solar-BotschafterInnen ihre Wirkungskreise und ermöglichen Tausenden Kindern und Jugendlichen weltweit die Solarenergie hautnah zu erleben:

 

Das globale Scouts-go-solar-Projekt wird mitgetragen von der World Organization of Scouts Movement (WOSM) und den Greenpeace Büros Südostasien und Japan. So haben namentlich auf den Philippinen schon mehrere Solar-Workshops stattgefunden. Auch in Pakistan, Brasilien, Peru, Kenia und weiteren Ländern wirkt die Pfadi als Promotor der Solarenergie. Ein paar Beispiele sind hier zusammengefasst, Hintergrundinformationen hier.


Solar-Art: Mit der Lupe und der Kraft der Sonne, ein Kunstwerk oder den eigenen Namen in ein Holzbrett brennen.

 

 

Vorzeigeprojekte Solarenergie

Vorzeigeprojekte sind wichtige Botschaftsträger für die Solarenergie. Daher unterstützt Greenpeace den Bau Fotovoltaikanlagen an ausgewählten Orten. 

DR KongoErste komplett solarbetriebene Radiostation.  Lernobjekt Solaranlage an der Berufsschule in Kinshasa, siehe hier.

Greenpeace Büro Senegal

 Im Jahr 2013 erhielten 12 Greenpeace-Freiwillige in Senegal eine Schulung in Solarenergie. Im Rahmen des Trainings wurde eine Solaranlage auf dem Greenpeace-Büro in Dakar installiert, die nun unabhängig und zuverlässig sauberen Strom liefert.
Kandersteg International Scout CentreDas internationale Pfadizentrum in Kandersteg ist Treffpunkt tausender Kinder und Jugendlicher aus aller Welt. Im Rahmen des Projektes Scouts go Solar wurde hier 2014 eine Solaranlage installiert. Nämlich jene, die zuvor auf dem Dach des Greenpeace Schweiz Hauptsitzes in Zürich war (siehe Film dazu).
BrasilienDie Jahrzehnte lange Erfahrung von Jugendsolar wurde genutzt um in Brasilien vergleichbare Projekt auf die Beine zu stellen - Brazil Juventude Solar 

 


Eine Gruppe von Greenpeace Freiwilligen baut auf dem Dach des Greenpeace Büros in Senegal eine Solaranlage.

 

Soziale Solarunternehmen

Um die Energiewende längerfristig und ohne Hilfe von aussen voranzutreiben, unterstützt Greenpeace kleine Solarunternehmen beim Aufbau ihres Geschäftes in Kenia, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo.


Ein Mitarbeiter des Solarunternehmens Cameroon Solar Solutions bei der Installation einer Fotovoltaikanlage.

 

 


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Zwei Jahre nach Fukushima – Wider das Vergessen

Am 11. März 2011 wurde Japan brutal aus dem Alltag gerissen, als nach einem schweren Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami das AKW in Fukushima ausser Kontrolle geriet. Die Katastrophe hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt und das Leben von Hundertausenden von Japanern und Japanerinnen für immer verändert.

 

2014: Fukushima-Opfer kämpfen gegen das Vergessen (Blog)

Hoffnungslosigkeit, Wut auf die Regierung und Angst um die Gesundheit prägen das Leben vieler Menschen in Fukushima. Drei Jahre nach dem verheerenden Atomunfall haben die Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern zugenommen.

Es ist aber noch zu früh, um Bilanz zu ziehen: Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, denn der Zugang zu den Reaktoren erweist sich weiterhin als schwierig. Und was die gesundheitlichen Folgen betrifft,  werden diese erst viel später in vollem Umfang abgeschätzt werden können. Schon jetzt ist aber klar, dass grosse Mengen an radioaktiver Strahlung unwiderruflich in die Umwelt und in die Gewässer gerieten.

Ähnlich wie Japan, hat die Schweiz aus Fukushima noch nicht die nötigen Lehren gezogen. Zwar wurde der Bau von neuen Atomkraftwerken gesetzlich gestoppt und die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung schätzt die Risiken der Kernenergie als nicht mehr tragbar ein. Aber ein grundsätzliches Umdenken bei den Entscheidungsträgern findet nur langsam statt: Betreiber, Aufsicht und Politik wiegen sich weiterhin in trügerischer Sicherheit und wollen bislang keine Laufzeitbeschränkung für die bestehenden Anlagen einführen.

Der Druck der Zivilgesellschaft für eine erneuerbare und nachhaltige Zukunft ist deshalb wichtiger denn je. Folgende Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen und dafür, dass aus den Trümmern von Fukushima doch noch etwas Positives hervorgeht: das Ende der Atom-Ära.