Dank dem internationalen Druck sind die Haftauflagen für die beiden japanischen Greenpeace-Mitarbeiter, die einen Walfleisch- Skandal aufdeckten, etwas gelockert worden.

Um die Fotogalerie anzusehen, brauchen Sie den Flash Player

Demnächst, am 20. Juni, jährt sich der Tag, an dem die beiden japanischen Greenpeace-Mitarbeiter Junichi Sato und Toru Suzuki verhaftet wurden. Sie hatten im letzten Frühsommer aufgedeckt, dass tonnenweise Walfleisch aus dem staatlich subventionierten «Forschungs-Walfang» über private Kanäle teuer verkauft wird. Nach fast einem Monat Haft wurden die beiden Walschützer unter härtesten Kautionsauflagen entlassen und stehen seitdem unter ständiger Polizeibewachung. Im Prozess, der diesen Herbst stattfinden wird, drohen ihnen zehn Jahre Gefängnis.

Es ist offensichtlich, dass dieses Verfahren politisch motiviert ist und dass damit nicht nur der Widerstand gegen das fragwürdige Walfangprogramm gebrochen, sondern auch vom eigentlichen Skandal, der kommerziellen Verwertung der angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten Wale, abgelenkt werden soll.

Regierungsvertreter unterminieren zudem die Unabhängigkeit der Justiz, indem sie gemäss japanischem Recht öffentlich zugängliche Akten, die für die Verteidigung der beiden Walschützer wichtig wären, bis zur totalen Unkenntlichkeit  einschwärzen. Dies verstösst gegen die von Japan mitunterzeichnete UNO-Menschenrechtskonvention.