Das Corona-Virus dürfte uns ein Weihnachtsfest der besonderen Art bescheren. In unsicheren Zeiten wie diesen rücken materielle Bedürfnisse weit in den Hintergrund – weshalb wir uns Geschenkideen überlegt haben, die uns verbinden. Miteinander, mit der Natur und mit dem Umweltschutz.

Miteinander

Aufgrund des Ausbruchs der Pandemie beschränkt sich unsere Zeit miteinander vorwiegend auf Unterhaltungen per Whatsapp und Rendezvous via Zoom. Vor allem Letzteres hat während Corona einen wahren Aufschwung erlebt. Seit wir soziale Kontakte und die physische Nähe begrenzen mussten, fällt auf, wie wichtig gerade die für unser tägliches Funktionieren sind. Doch sieht man sich die Prognosen für die nächsten Monate mit Corona an, dürfte schnell klar werden, dass wir auch in naher Zukunft vermutlich vermehrt auf Treffen im virtuellen Raum setzen müssen.

Wieso also nicht das virtuelle Beisammensein als Weihnachtsgeschenk nutzen? Den Eltern könnte man beispielsweise ein Büchlein mit zehn Fünfzehn-Minuten-Whatsapp-Plausch-Gutscheinen schenken, inklusive Versprechen, auch wirklich abzunehmen, wenn Mama oder Papa anruft. Natürlich ohne Ablaufdatum. Oder gleich die ganze Familie mit einem Zoom-Kochkurs beglücken: Am Donnerstag wird jedem Familienmitglied eine Zutatenliste und ein Zoom-Link geschickt, am Freitagabend dann gemeinsam per Video das vegane Lieblingsessen gekocht. Man kann es aber auch ganz simpel halten und beispielsweise den Grosseltern ein Videotelefonat pro Woche schenken. Hauptsache miteinander.

Mit der Natur

Es scheint fast so, als ob während Corona der Mensch die Natur wiederentdeckt hat. Zumindest kommt es einem so vor, wenn man mit dem Hund die alltägliche Route im benachbarten Wald abläuft und da, wo man wenige Wochen zuvor ganz zur Freude von Bello noch Eichhörnchen beobachten konnte, plötzlich Bollerwagenkolonien und Vitaparcoursverrückten in Massen ausweichen muss. Ist aber auch nicht weiter verwunderlich: Fällt einem zu Hause die (Corona-)Decke auf den Kopf, bietet die Natur die gewünschte Ruhe und Erholung.

Wieso also nicht diese wiederentdeckte Liebe zur Natur zum Weihnachtsgeschenk umfunktionieren? Dem Lieblingsmenschen beispielsweise eine Do-it-yourself-Wildkräuterwanderung schenken. Einfach eine Kräuter-App auf das Smartphone laden, gemeinsam in den Wald Kräuter sammeln gehen und abends etwas Leckeres damit kochen. Auch Kindern kann man mit einer DIY-Schnitzeljagd ganz leicht eine Freude machen. Hierzu gibt es ebenfalls unzählige Apps zum Downloaden, mit denen man ganz einfach auf den nächstgelegenen Wiesen und Feldern virtuelle Posten aufstellen kann. Oder simpel, ganz ohne Technologie: Der Familie einen Winterabendausflug in den Wald schenken inklusive Marshmallows grillieren und Gruselgeschichten erzählen. Zurück zur Natur.

Mit dem Umweltschutz

Wenn uns die nun seit gut zehn Monaten andauernde Pandemie eines gelehrt hat, dann, dass es das zu bewahren gilt, was uns in schwierigen Zeiten Zuflucht bietet: das soziale Umfeld und die Natur. Das geht aber nur auf einem gesunden Planeten. Und für einen gesunden Planeten braucht es uns alle. Aktivist*innen, die sich mutig vor Banken stellen. Tierschützer*innen, die vor Schlachthäusern eine Mahnwache halten. Oder Zero-Wasteler*innen, die auf jegliche Art von Einwegprodukten verzichten.

Wieso also nicht gute Taten für den Umweltschutz in einem Weihnachtsgeschenk bündeln? Mit einer Geschenkmitgliedschaft von Greenpeace unterstützt man die Bewegung für einen nachhaltigen Finanzplatz, eine ökologische Landwirtschaft und eine Welt ohne Einwegprodukte. Alles in allem den Einsatz für eine grüne und friedliche Zukunft. Und sorgt dafür – sollte die Corona-Pandemie irgendwann einmal vorbei sein –, dass wir nicht weitermachen wie zuvor. Dass die Delfine im Bosporus bleiben. Dass weniger Flugzeuge am Himmel zu sehen sind. Und dass die Gewässer dieser Erde sauber bleiben. Zum Schutze der Umwelt.