{"id":10083,"date":"2015-10-05T00:00:00","date_gmt":"2015-10-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10083\/glyphosat-eine-grosse-gefahr-fuer-mensch-und-tier\/"},"modified":"2019-07-09T14:04:49","modified_gmt":"2019-07-09T12:04:49","slug":"glyphosat-eine-grosse-gefahr-fuer-mensch-und-tier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10083\/glyphosat-eine-grosse-gefahr-fuer-mensch-und-tier\/","title":{"rendered":"Glyphosat eine grosse Gefahr f\u00fcr Mensch und Tier"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Untersuchungen der Universit\u00e4t Leipzig machen Glyphosat f\u00fcr missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. Zudem bringen sie schwere Gesundheitsprobleme beim Menschen mit dem Herbizid in Verbindung.\u00a0<\/b><\/p>\n\n<p>In den n\u00e4chsten Monaten werden die Beh\u00f6rden sowohl in der Schweiz wie auch in der EU \u00fcber die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/gesundheitsbehoerde-schlaegt-pestizid-alarm\/blog\/52482\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die WHO hat das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid als \u00abwahrscheinlich krebserregend\u00bb eingestuft.<\/a>&nbsp;Die kalifornische Umweltbeh\u00f6rde will es sogar als \u00abkrebserregend\u00bb einstufen. Doch damit nicht genug: Untersuchungen der Universit\u00e4t Leipzig machen das Herbizid auch f\u00fcr missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. Zudem bringen die Untersuchugen weitere schwere gesundheitliche Probleme beim Menschen mit Glyphosat in Verbindung.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Glyphosat stelle ein vernachl\u00e4ssigbares gesundheitliches Risiko dar, beschwichtigen die deutschen und Schweizer Beh\u00f6rden bisher.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.aefu.ch\/fileadmin\/user_upload\/aefu-data\/b_documents\/Aktuell\/M_151005_Glyphosat_-_Auszug_OEKOSKOP.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dem widerspricht&nbsp;die&nbsp;emeritierte Professorin Dr. Monika Kr\u00fcger (67) in einem Interview mit der Zeitschrift \u00d6KOSKOP.<\/a>&nbsp;Die ehemalige&nbsp;Direktorin des Instituts f\u00fcr Bakteriologie und Mykologie der veterin\u00e4rmedizischen Fakult\u00e4t an der Universit\u00e4t Leipzig&nbsp;nennt&nbsp;Glyphosat im Zusammenhang mit schweren Missbildungen bei Ferkeln. Sie stellt zudem beim Menschen einen Zusammenhang zu Autismus, Fettsucht, Demenz, Z\u00f6liakie, Morbus Crohn, Nierenversagen, Krebs sowie eingeschr\u00e4nkter Fruchtbarkeit her.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zulassungsbeh\u00f6rden beurteilen nur, was die Firmen einreichen<\/h2>\n\n<p>Kr\u00fcger kritisiert die Zulassungsbeh\u00f6rden scharf:&nbsp;Diese w\u00fcrden keine eigenen Untersuchungen vornehmen, sondern nur beurteilen, was ihnen die Firmen in ihren Zulassungsgesuchen einreichen. Das sind in der Regel toxikologische Studien, welche \u00fcber maximal 90 Tage laufen w\u00fcrden. Sie umfassen also beispielsweise weder Untersuchungen zu&nbsp;Fehlbildungen beim Embryo&nbsp;noch thematisieren sie die Wirkung einer Substanz auf das Immunsystem oder auf die Margen-Darm-Flora.&nbsp;\u00abDie Zulassung basiert also auf einer sehr beschr\u00e4nkten Abkl\u00e4rung\u00bb, bem\u00e4ngelt Kr\u00fcger.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es ist h\u00f6chste Zeit zu handeln<\/h2>\n\n<p>Glyphosat ist das weltweit am h\u00e4ufigsten verwendete Unkrautbek\u00e4mpfungsmittel.&nbsp;2013 wurden in der Schweiz 300 Tonnen verkauft. Es ist in \u00fcber 100 Produkten mit wohlklingenden Namen wie Roundup, Taifun, Well Kill, Touchdown, Glyphos oder Capito f\u00fcr den landwirtschaftlichen aber auch privaten Gebrauch enthalten. Es wird eingesetzt auf \u00c4ckern, in Nachbars Garten oder an Wegr\u00e4ndern in der Wohngemeinde. Weil es radikal alles wegputzt.<\/p>\n\n<p>Es zeigt sich immer deutlicher, dass das heutige Zulassungsverfahren f\u00fcr Pestizde nicht dazu geeignet sind, die Risiken ad\u00e4quat einzusch\u00e4tzen. Eine Verl\u00e4ngerung der Zulassung auf solch unvollst\u00e4ndigen Grundlagen kommt einem unverantwortlichen Experiment an Menschen und Tieren gleich.<\/p>\n\n<p>Greenpeace, die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr Umweltschutz (AefU) sowie die Stiftung f\u00fcr Konsumentenschutz SKS fordern mit der Petition&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/glyphosat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abGlyphosat verbieten \u2013 jetzt!\u00bb<\/a>&nbsp;ein Verbot von Glyphosat.&nbsp;Zudem fordern die Organisationen im Sinne des Vorsorgeprinzips konkrete Reduktionsmassnahmen f\u00fcr alle Pestizide im Rahmen des nationalen Aktionsplanes Pestizide.Statt weiterhin in eine Intensiv-Landwirtschaft zu investieren, braucht es die F\u00f6rderung und Weiterentwicklung \u00f6kologischer, chemiefreier Anbaumethoden, die Menschen und Tiere nicht krank machen, sondern sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Untersuchungen der Universit\u00e4t Leipzig machen Glyphosat f\u00fcr missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. 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