{"id":10202,"date":"2015-08-24T00:00:00","date_gmt":"2015-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10202\/die-oelindustrie-hat-einen-knall\/"},"modified":"2019-05-30T10:25:15","modified_gmt":"2019-05-30T08:25:15","slug":"die-oelindustrie-hat-einen-knall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10202\/die-oelindustrie-hat-einen-knall\/","title":{"rendered":"Die \u00d6lindustrie hat einen Knall"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit extrem lauten Schallkanonen wollen die \u00d6lkonzerne in der n\u00e4chsten Zeit vor Gr\u00f6nland herausfinden, wo in der Arktis sich \u00d6lbohrungen lohnen k\u00f6nnten. F\u00fcr die Tiere ist diese Dauerbel\u00e4rmung eine Qual. Viele Wale tragen zum Teil irreparable Sch\u00e4den davon.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Mit extrem lauten Schallkanonen wollen die \u00d6lkonzerne in der n\u00e4chsten Zeit vor Gr\u00f6nland herausfinden, wo in der Arktis sich \u00d6lbohrungen lohnen k\u00f6nnten. F\u00fcr die Tiere ist diese Dauerbel\u00e4rmung eine Qual. Viele Wale tragen zum Teil irreparable Sch\u00e4den davon.<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e0851cec-e0851cec-150824_delfin_floeten.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e0851cec-e0851cec-150824_delfin_floeten.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Montag, 24. August 2015<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Fl\u00f6tenkl\u00e4nge sorgen f\u00fcr eine Begegnung mit einem Delfin. Meeress\u00e4uger reagieren hochsensibel auf T\u00f6ne und vor allem auf Unterwasserl\u00e4rm.<br \/>\n\u00a9 Greenpeace \/ Rex Weyler\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Thor, Donnergott der nordischen Mythologie, f\u00fchrte stehts einen Hammer mit sich. Dass es in den n\u00e4chsten Wochen im hohen Norden sehr laut werden wird, ist allerdings nicht sein Werk. Es ist ein Frevel: Im Dienste der globalen \u00d6lindustrie f\u00fchrt das norwegische Unternehmen TGS NOPEC vor Gr\u00f6nland im f\u00fcnften Jahr in Folge seismische Tests durch. Auf Vermessungslinien von insgesamt 7000 Kilometer feuert es mit Schallkanonen in 10-Sekunden-Intervallen t\u00e4glich 24 Stunden mit einem Druckpegel von 259 Dezibel ins Meer. Die Schallwellen reisen bis zu 10 km unter dem Meeresboden und reflektieren den Meeresgrund. Die Daten helfen den \u00d6lkonzernen, Gebiete f\u00fcr lukrative Bohrungen zu identifizieren. Ob Thor das gutgeheissen h\u00e4tte? F\u00fcr die Tierwelt in diesem Gebiet ist der L\u00e4rm jedenfalls absolut verheerend und im wahrsten Sinne ohrenbet\u00e4ubend.<\/p>\n<p><strong>Extreme Lautst\u00e4rken und l\u00e4rmempfindliche Tiere<br \/><\/strong><\/p>\n<p>Zum Vergleich der Lautst\u00e4rke: Die 259 Dezibel entsprechen etwa 197,5 Dezibel in der Luft. Das ist acht Mal h\u00f6her als der Ton eines Flugzeugtriebwerks in 50 Meter Distanz. Die menschliche Schmerzgrenze ist bei 125 Dezibel erreicht, bei 140 Dezibel kann es zu einem Knalltrauma kommen. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Tiere in dem nun untersuchten Gebiet etliche gesundheitliche Sch\u00e4den davon tragen.<\/p>\n<p>Es gibt keine Langzeituntersuchungen der genauen Auswirkungen auf die Tierwelt. Durch die arktischen Gew\u00e4sser ziehen insbesondere viele Wale und andere Meeress\u00e4ugetiere: zum Beispiel die Einh\u00f6rner der Meere, die Narwale, aber auch der vom Aussterben bedrohten Gr\u00f6ndlandwale und Walr\u00f6sser. Alles Tiere, die \u00fcberaus empfindlich auf L\u00e4rm reagieren. Dr. Oliver Boisseau, leitender Wissenschaftler am Marine Conservation Research in England, sagt dazu: \u00abEs ist klar, dass der L\u00e4rm seismischer Aktivit\u00e4t negative Auswirkungen auf Wale hat. Es kann ihr Geh\u00f6r sch\u00e4digen, ihre F\u00e4higkeit zu kommunizieren unterbinden oder ihr Tauch-, F\u00fctterungs- und Migrationsmuster st\u00f6ren.\u00bb<\/p>\n<p>Ein Zusammenhang zwischen Walstrandungen und von Menschen verursachtem L\u00e4rm ist f\u00fcr eine ganze Reihe von Walspezies dokumentiert, vor allem f\u00fcr Buckelwale, Zwergwale und Schnabelwale. Bis heute gibt es noch keine Belege f\u00fcr Strandungen arktischer Wale, entweder weil dies noch nicht vorkam oder weil bisher niemand dar\u00fcber berichtet hat, aufgrund der Entlegenheit der Region oder der extrem geringen Bev\u00f6lkerungsdichte.<\/p>\n<p>Ein Greenpeace-Schiff ist derzeit auf dem Weg in die Gegend, um die gef\u00e4hrlichen seismischen Aktivit\u00e4ten zu dokumentieren. Sune Scheller, d\u00e4nischer Greenpeace-Mediensprecher an Bord des Eisbrechers Arctic Sunrise, sagt: \u00abDiese Schallwellen in den eisigen Gew\u00e4ssern ist eine von vielen umweltzerst\u00f6renden Aktivit\u00e4ten der \u00d6lkonzerne. Sie wollen, dass die Welt davon nichts erf\u00e4hrt. Und sie ignorieren die Gefahr f\u00fcr die Wale und andere Meerestiere. Wir sind hier, um diesen Wahnsinn zu entlarven und Zeugnis abzulegen von ihren gef\u00e4hrlichen Machenschaften.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Arktis muss gesch\u00fctzt werden<\/strong><\/p>\n<p>An kaum einem anderen Ort der Welt ist der Klimawandel deutlicher sichtbar als in der Arktis. \u00dcber 75 Prozent des arktischen Meereises ist in den letzten 30 Jahren verschwunden. Doch wir alle brauchen eine intakte Arktis. Sie reflektiert die Sonnenstrahlen ins All und k\u00fchlt unseren Planeten. Sie bestimmt das globale Wettersystem mit und erm\u00f6glicht weltweit stabile Ernten. Und sie ist eines der letzten intakten \u00d6kosysteme der Welt und bietet indigenen V\u00f6lkern und seltenen Tierarten ein Zuhause.<\/p>\n<p>Die \u00d6lindustrie will aus dem Verschwinden der Eismassen, das sie verursacht, Profit schlagen &#8211; das Wettrennen um das \u00d6l unter der Arktis hat begonnen. Unter dem arktischen Eis werden rund\u00a0 90 Milliarden Barrel \u00d6l (1 Barrel = 159 Liter) vermutet. Diese Menge deckt den weltweiten \u00d6lbedarf gerade einmal drei Jahre. Zudem sind die Lager der \u00d6lkonzerne schon jetzt \u00fcbervoll und ein Verbrauch der Reserven mit dem Ziel zur Klimaerw\u00e4rmung nicht zu vereinbaren.<\/p>\n<p>Der russische Konzern Gazprom bohrt bereits in der Arktis. Shell will trotz einer Pannenserie demn\u00e4chst in Alaska damit beginnen. <span>Es ist unm\u00f6glich, dauerhaft sicher in der Arktis \u00d6l und Gas zu f\u00f6rdern. Eiskaltes Wasser, Eisberge und extremes Wetter erschweren die Bohrbedingungen und erh\u00f6hen das Risiko. Bis zu einem Unfall ist es nur eine Frage der Zeit.<\/span> Jeder \u00d6lunfall in der Arktis w\u00e4re eine unermessliche Katastrophe in diesem empfindlichen Lebensraum. Die Beseitigung von ausgelaufenem \u00d6l ist unter den arktischen Bedingungen praktisch unm\u00f6glich. Eine \u00d6lpest w\u00fcrde das einzigartige \u00d6kosystem und das Leben der Menschen dort v\u00f6llig zerst\u00f6ren. In der Antarktis konnten wir den Abbau von Bodensch\u00e4tzen gemeinsam mit anderen Organisationen verhindern. Jetzt m\u00fcssen wir den Nordpol sch\u00fctzen. Hilf uns. <a class=\"zoom\" title=\"Save the arctic\" href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werde Arktissch\u00fctzerIn.<\/a><\/p>\n<\/p>\n<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><script>(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = \"\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v2.3\";  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));<\/script><\/p>\n<div class=\"fb-post\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/greenpeace.ch\/videos\/10153564570257766\/\" data-width=\"600\">\n<div class=\"fb-xfbml-parse-ignore\">\n<blockquote cite=\"https:\/\/www.facebook.com\/greenpeace.ch\/videos\/10153564570257766\/\">\n<p>Ein Knall, acht Mal lauter als ein D\u00fcsentriebwerk. Alle zehn Sekunden. 24 Stunden am Tag. Sieben Tage die Woche. Dies m\u00fc&#8230;<\/p>\n<p>Posted by <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/greenpeace.ch\">Greenpeace Switzerland<\/a> on\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/greenpeace.ch\/videos\/10153564570257766\/\">Dienstag, 25. August 2015<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzen Sie Greenpeace mit einer Mitgliedschaft, denn wir bleiben zum Schutze der Umwelt hartn\u00e4ckig am Ball:<\/p>\n<p><a title=\"Jetzt Mitglied werden!\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/membership\/\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.greenpeace.orghttps:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/116265_193809.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit extrem lauten Schallkanonen wollen die \u00d6lkonzerne in der n\u00e4chsten Zeit vor Gr\u00f6nland herausfinden, wo in der Arktis sich \u00d6lbohrungen lohnen k\u00f6nnten. 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