{"id":10236,"date":"2015-08-18T00:00:00","date_gmt":"2015-08-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10236\/feuer-und-eis-shell-darf-in-der-arktis-bohren\/"},"modified":"2019-05-30T10:26:17","modified_gmt":"2019-05-30T08:26:17","slug":"feuer-und-eis-shell-darf-in-der-arktis-bohren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10236\/feuer-und-eis-shell-darf-in-der-arktis-bohren\/","title":{"rendered":"Feuer und Eis: Shell darf in der Arktis bohren"},"content":{"rendered":"<p><b>Die US-Administration gibt Shell gr\u00fcnes Licht f\u00fcr seine hochriskanten \u00d6lbohrungen in Alaska. F\u00fcr die Natur, die indigene Bev\u00f6lkerung und die einzigartige Tierwelt der arktischen Region muss nun das Schlimmste bef\u00fcrchtet werden.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Die US-Administration gibt Shell gr\u00fcnes Licht f\u00fcr seine hochriskanten \u00d6lbohrungen in Alaska. F\u00fcr die Natur, die indigene Bev\u00f6lkerung und die einzigartige Tierwelt der arktischen Region muss nun das Schlimmste bef\u00fcrchtet werden.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/87a8f072-87a8f072-150818_shell.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/87a8f072-87a8f072-150818_shell.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 18. August 2015<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Greenpeace \/ Ex-Press \/ Flurin Bertschinger\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wenn sich der Energieverschwender Nr. 1 und einer der gr\u00f6ssten \u00d6lkonzerne zusammentun, haben es Opponenten schwer: Das US-amerikanische Bureau of Safety and Environmental Enforcement BSEE hat Shell in Washington gr\u00fcnes Licht gegeben f\u00fcr seine \u00d6lbohrungen in Alaska. Der britisch-niederl\u00e4ndische Konzern, der bereits mit Probebohrungen begonnen hat, hatte sich jahrelang um die Zulassung bem\u00fcht.<\/p>\n<p><span>Die jetzt erteilte Bewilligung ist nicht nachvollziehbar. Denn s<\/span>ollte Shell in der Tschuktschensee \u00d6l finden und mit der F\u00f6rderung beginnen, sch\u00e4tzt die US-Regierung selber die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen oder mehrere schwere Unf\u00e4lle w\u00e4hrend des vorgesehenen F\u00f6rderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent! \u00abEs ist unfassbar, dass Shell so skrupellos die Umwelt und ein so einzigartiges \u00d6kosystem wie die Arktis gef\u00e4hrdet \u2013 und daf\u00fcr auch noch die offizielle Genehmigung der US-Beh\u00f6rden bekommt\u00bb, sagt Thomas Stahel, Leiter der Arktiskampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abDie Lager der \u00d6lkonzerne sind schon jetzt \u00fcbervoll. Wenn wir die Klimaerw\u00e4rmung auf unter zwei Grad begrenzen wollen, d\u00fcrfen die arktischen \u00d6lvorkommen nicht ausgebeutet werden.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Gier siegt \u00fcber Demut<\/strong><\/p>\n<p>Shell produziert in seinem Arktis-Projekt seit Jahren <a title=\"Shells Pannenserie\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/arktis-anrainer-verbieten-industrie-fischerei\/blog\/53551\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">eine Panne nach der anderen<\/a>. Ein \u00d6lunfall k\u00f6nnte das arktische \u00d6kosystem f\u00fcr lange Zeit schwer sch\u00e4digen. Aufgrund der tiefen Temperaturen in der Arktis kann austretendes \u00d6l nur extrem langsam abgebaut werden. Gleichzeitig w\u00e4re es unm\u00f6glich, auslaufendes \u00d6l unter einer geschlossenen Eisdecke zu stoppen &#8211; weltweit gibt es bis heute keine Methode daf\u00fcr. Die indigene Bev\u00f6lkerung f\u00fcrchtet um ihre Lebensgrundlagen. Eine einzigartige, teils endemische Tierwelt ist massiv bedroht. Offenbar k\u00fcmmert das weder die US-Administration noch Shell. Die Gier scheint zu siegen. Mitkassieren will auch eine Schweizer Firma: Die \u00d6lplattform, die Shell f\u00fcr die riskanten Bohrungen in der Arktis benutzen will, stammt vom Zuger Konzern Transocean.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren explodierte in Golf von Mexiko dessen \u00d6lplattform Deepwater Horizon. Das Ungl\u00fcck machte einmal mehr deutlich, dass die \u00d6lindustrie keinen blassen Schimmer hat, wie sie solche Unf\u00e4lle vermeiden, geschweige denn in den Griff bekommen kann. Dennoch bohrt sie weiter.\u00a0Weltweit gibt es mehr als 6000 F\u00f6rderplattformen; allein \u00a0in der Nordsee sind es knapp 500. Auf den Plattformen vor den deutschen K\u00fcsten ereignen sich j\u00e4hrlich hunderte von Zwischenf\u00e4llen, bei denen \u2013 wie 2007 \u2013 mehrere tausend Tonnen \u00d6l ins Meer gelangen k\u00f6nnen. Hinzu kommt die Verunreinigung durch den allt\u00e4glichen Betrieb: im Jahr 2012 \u00fcber 8000 Tonnen. Die \u00d6ffentlichkeit erf\u00e4hrt jedoch nur von den grossen Katastrophen.<strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Zunehmende Opposition gegen Ausbeutung der Arktis<\/strong><\/p>\n<p>Weltweit w\u00e4chst der Protest gegen den \u00d6lmulti Shell. <a title=\"Proteste gegen Shell in den USA\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/kein-durchkommen-fuer-shells-arktis-eisbreche\/blog\/53655\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vor allem in den USA, wo die Flotte von Shell vor dem Start in die Arktis anlegte, fanden kreative Proteste statt. <\/a>Greenpeace-AktivistInnen versuchten mehrfach, Shells Schiffe und Plattformen zu besetzen und zu blockieren. <a title=\"Protest gegen Shell in Z\u00fcrich\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/shell-protest-zuerich\/blog\/53347\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Im Juni hatten besorgte Umweltsch\u00fctzerInnen an s\u00e4mtlichen Shell-Tankstellen Z\u00fcrichs protestiert<\/a>. Sogar bekannte US-PolitikerInnen der Demokratischen Partei wie Al Gore und Hillary Clinton \u00e4usserten j\u00fcngst Zweifel an der Sicherheit von \u00d6lbohrungen in der Arktis. Oregons Senator Jeff Merkley hat zusammen mit f\u00fcnf anderen US-Senatoren ein Gesetz gegen arktische \u00d6lbohrungen vorgeschlagen. Auch der russische Konzern Gazprom, der in der Arktis seit eineinhalb Jahren nach \u00d6l bohrt, sieht sich immer wieder mit Protesten konfrontiert.<\/p>\n<p>Bereits \u00fcber sieben Millionen Unterschriften f\u00fcr den Schutz der Arktis hat Greenpeace weltweit gesammelt. Unterzeichne auch du unsere Petitionen! Wir <span>setzen uns weiterhin ein f\u00fcr ein Verbot von \u00d6lbohrungen in \u00f6kologisch sensiblen Gebieten wie der\u00a0<\/span><a class=\"zoom\" title=\"Save the Arctic\" href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arktis<\/a><span> und f\u00fcr\u00a0<\/span><a title=\"Meeresschutzgebiete\" href=\"https:\/\/act.greenpeace.org\/ea-action\/action?ea.client.id=1844&amp;ea.campaign.id=27037&amp;ea.tracking.id=gpi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten<\/a><span>, das\u00a0<\/span><span>mindestens\u00a0<\/span><span>40 Prozent der Meeresfl\u00e4che umfasst.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzen Sie Greenpeace mit einer Mitgliedschaft, denn wir bleiben zum Schutze der Umwelt hartn\u00e4ckig am Ball:<\/p>\n<p><a title=\"Jetzt Mitglied werden!\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/membership\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/116265_193809.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Administration gibt Shell gr\u00fcnes Licht f\u00fcr seine hochriskanten \u00d6lbohrungen in Alaska. 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