{"id":10240,"date":"2015-08-11T00:00:00","date_gmt":"2015-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10240\/breiter-widerstand-gegen-japans-rueckkehr-zur-atomenergie\/"},"modified":"2019-05-30T10:26:23","modified_gmt":"2019-05-30T08:26:23","slug":"breiter-widerstand-gegen-japans-rueckkehr-zur-atomenergie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10240\/breiter-widerstand-gegen-japans-rueckkehr-zur-atomenergie\/","title":{"rendered":"Breiter Widerstand gegen Japans R\u00fcckkehr zur Atomenergie"},"content":{"rendered":"<p><b>Gegen den Widerstand der Bev\u00f6lkerung und jede Vernunft: Japans Regierung f\u00e4hrt den ersten Atomreaktor nach Fukushima wieder an. Dennoch k\u00e4mpft die japanische Atomindustrie ums \u00dcberleben.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3><span>Gegen den Widerstand der Bev\u00f6lkerung und jede Vernunft: Japans Regierung f\u00e4hrt den ersten Atomreaktor nach Fukushima wieder an. Dennoch k\u00e4mpft die japanische Atomindustrie ums \u00dcberleben.<\/span><\/h3>\n<p><span><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d457b9b9-d457b9b9-gp0stp9g2_web_size.jpg\" title=\"Protestkundgebung gegen das Wiederauffahren des AKW Sendai\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Protestkundgebung gegen das Wiederauffahren des AKW Sendai\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d457b9b9-d457b9b9-gp0stp9g2_web_size.jpg\" alt=\"Protestkundgebung gegen das Wiederauffahren des AKW Sendai\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Protestkundgebung gegen das Wiederauffahren des AKW Sendai<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung ist mehrheitlich dagegen, doch Japans Regierung f\u00e4hrt diese Woche den ersten Atomreaktor nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima wieder an. Der Neustart von Sendai 1 kann jedoch nicht \u00fcber den wahren Zustand am japanischen Energiemarkt hinwegt\u00e4uschen: Die Atomindustrie k\u00e4mpft um ihr \u00dcberleben. Massive Einnahmeverluste durch den fast zwei Jahre andauernden Stillstand aller AKW, zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr neue Sicherheitsstandards, erbitterter Widerstand der Bev\u00f6lkerung und die stark wachsende Konkurrenz durch Solarenergie sind die Realit\u00e4t in Japan.<\/p>\n<p>Der Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien ist seit Fukushima enorm: Allein im Jahr 2014 wurden \u00fcber neun Gigawatt neue Solarenergie-Kapazit\u00e4t zugebaut. Das entspricht der Kapazit\u00e4t von etwa zehn Atomreaktoren. Damit hat Japan weltweit den drittgr\u00f6ssten Solarpark nach Deutschland und China aufgebaut, Tendenz steigend.<\/p>\n<p>\u00abDas Wiederanfahren von Sendai ist ein herber Schlag ins Gesicht der Menschen in Japan, die mehrheitlich gegen Atomenergie sind\u00bb, sagt Andree B\u00f6hling, Greenpeace-Experte f\u00fcr Energie. \u00abZwei Jahre lang war Japan atomstromfrei und hat eindrucksvoll bewiesen, dass eine Energieversorgung ohne Atomkraft m\u00f6glich ist. Doch nun folgt die Regierung dem massiven Dr\u00e4ngen der Atomkonzerne, die seit 2011 riesige Einnahmeverluste haben. Eine verpasste Chance f\u00fcr eine echte Energiewende.\u00bb<\/p>\n<p><strong>AKW nicht gegen Erdbeben und Vulkanausbr\u00fcche gesichert\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die alternde Kraftwerksflotte weist enorme Sicherheitsm\u00e4ngel auf. Weniger als ein Viertel der nach Fukushima verbliebenen 43 Reaktoren d\u00fcrfte daher \u00fcberhaupt wieder ans Netz gehen. Viele AKW sind zudem nicht gen\u00fcgend gegen drohende Gefahren aufgrund von Erdbeben oder Vulkanausbr\u00fcchen gesichert. Auch f\u00fcr den erdbeben- und vulkangef\u00e4hrdeten Atomreaktor Sendai 1 hat es die japanische Atomaufsicht NRA vers\u00e4umt, robuste Sicherheitsmassnahmen anzuordnen. Das AKW steht seit Mai 2011 still.<\/p>\n<p>Eine von Greenpeace Japan im April 2015 <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/energy_mix_2030_-_reality_check_japans_collapse_in_nuclear_power_generation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ver\u00f6ffentlichte Analyse<\/a> zeigt, dass die Atomenergie im Jahr 2030 wahrscheinlich lediglich zwischen zwei und acht Prozent der Stromerzeugung liefern kann im Vergleich zum angek\u00fcndigten Regierungsziel von 22 Prozent. Im kommenden Jahr wird zudem der Strommarkt in Japan f\u00fcr Haushalte liberalisiert. Dann ist wie in Deutschland die freie Wahl eines Energieanbieters m\u00f6glich und die Atomkraftwerke konkurrieren mit den wachsenden Erneuerbaren Energien.<\/p>\n<p>Auch Japan muss CO2 einsparen, um seine Klimaziele zu erreichen. Doch der weitaus bessere Weg zu mehr Klimaschutz ist der Ausbau der Erneuerbaren. Das explosionsartige Wachstum bei der Photovoltaik setzt sich auch in 2015 weiter fort. 24 Gigawatt Solarenergie wurde seit April 2015 installiert, weitere 58 Gigawatt sind bereits zur Installation zugelassen. Japans Atomkraftwerke hatten vor der Fukushima-Katastrophe eine installierte Leistung von 45 Gigawatt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr>\n<p>Unterst\u00fctzen Sie Greenpeace mit einer Mitgliedschaft, denn wir bleiben zum Schutze der Umwelt hartn\u00e4ckig am Ball:<\/p>\n<p><a title=\"Jetzt Mitglied werden!\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/membership\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/116265_193809.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den Widerstand der Bev\u00f6lkerung und jede Vernunft: Japans Regierung f\u00e4hrt den ersten Atomreaktor nach Fukushima wieder an. Dennoch k\u00e4mpft die japanische Atomindustrie ums \u00dcberleben. 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