{"id":102526,"date":"2023-10-26T16:10:00","date_gmt":"2023-10-26T14:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=102526"},"modified":"2025-08-04T11:02:09","modified_gmt":"2025-08-04T09:02:09","slug":"bedrohungen-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/102526\/bedrohungen-meer\/","title":{"rendered":"Die Bedrohungen des Meeres"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klima und Meer<\/h2>\n\n<p>Mehr als 70 Prozent der Erdoberfl\u00e4che sind von Wasser bedeckt. Und dieses Wasser spielt eine enorm wichtige Rolle im W\u00e4rmehaushalt der Erde. Denn die Ozeane nehmen \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme aus der Atmosph\u00e4re auf und speichern sie. Unsere Weltmeere speichern aber auch CO<sub>2<\/sub>, sogar mehr als die Atmosph\u00e4re und die Biosph\u00e4re an Land zusammen. Bislang haben die Weltmeere \u00fcber 80 Prozent der W\u00e4rme, die wir dem Klimasystem zus\u00e4tzlich zugef\u00fchrt haben, sowie ungef\u00e4hr einen Drittel der von Menschen verursachten CO<sub>2<\/sub>-Menge aufgenommen und sich bis in eine Tiefe von 3000 Metern erw\u00e4rmt. Doch unser K\u00fchlsystem st\u00f6sst schon bald an seine Grenzen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gravierende Auswirkungen<\/h3>\n\n<p>Die massive Erw\u00e4rmung des Wassers hat gravierende Auswirkungen. Sie l\u00f6st ganze Artenverschiebungen aus: Fische und Meeress\u00e4ugetiere wandern polw\u00e4rts. Viele Korallen kommen mit der W\u00e4rme nicht klar und sterben. Und mit ihnen die Meeresbewohner, die von und in ihnen leben. Die zus\u00e4tzliche W\u00e4rme l\u00e4sst ausserdem die Eiskappen an den Polen schmelzen und den Meeresspiegel ansteigen. Steigt der Meeresspiegel aber nur wenige Meter an, werden ganze Inselstaaten und K\u00fcstenregionen \u00fcberflutet und Millionen von Menschen verlieren ihre Heimat.<\/p>\n\n<p>Die zus\u00e4tzlichen Mengen CO<sub>2<\/sub>&nbsp;verbinden sich ausserdem mit dem Wasser zu Kohlens\u00e4ure, der pH-Wert des Meerwassers sinkt, es wird sauer. Dieser Effekt hat schwerwiegende Folgen f\u00fcr Organismen mit kalkhaltigen Schalen. Ihr Schutzmantel wird von der S\u00e4ure angegriffen oder zerst\u00f6rt. Besonders Korallen und Kleinstlebewesen wie winzige Meeresschnecken und Zooplankton sind betroffen. Diese Arten stehen am Anfang der Nahrungskette und sind daher Lebensgrundlage f\u00fcr fast alle anderen Tierarten im Meer.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6sung: CO<sub>2<\/sub>-Reduktion<\/h3>\n\n<p>Mit dem Pariser Klimaabkommen, das im April 2016 von mehr als 170 Staaten unterzeichnet wurde, hat sich die Weltgemeinschaft f\u00fcr den Schutz des Klimas verpflichtet. Ihr Ziel: den weltweiten Temperaturanstieg auf ein Niveau von \u00abweit unter zwei Grad Celsius\u00bb zu begrenzen bzw. \u00abAnstrengungen zu unternehmen, einen Anstieg auf 1,5 Grad Celsius nicht zu \u00fcberschreiten\u00bb. In der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahrhunderts sollen die Treibhausgasemissionen auf Null absinken. Faktisch bedeutet dies einen vollst\u00e4ndigen Ausstieg aus fossilen Energien wie Kohle, \u00d6l und Gas bis zum Jahr 2050. Doch davon sind wir noch weit entfernt. Darum setzen wir uns in der Schweiz f\u00fcr einen&nbsp;<strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/explore\/klima\/\" target=\"_blank\">wirksamen Klimaschutz&nbsp;<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/themen\/klima\/\" target=\"_blank\">ein<\/a>.<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tiefseebergbau<\/h2>\n\n<p>Unter Wasser, hunderte Kilometer vom Festland entfernt, befindet sich eine uns kaum bekannte Welt. Dort wandern gewaltige Gesch\u00f6pfe durch die Ozeane, und Leben gedeiht in lichtloser Tiefe. Diese Vielfalt der Meere gilt es um jeden Preis zu sch\u00fctzen \u2013 dabei geht es um nicht weniger als den Fortbestand der Menschheit. Denn die Meere k\u00fchlen den Planeten. Doch sie sind aus dem Gleichgewicht geraten. \u00dcberfischung, Versauerung, M\u00fcllstrudel unter der Wasseroberfl\u00e4che sind nur einige Folgen des weltweiten \u00dcberkonsums. Und nun kommt noch eine weitere Bedrohung hinzu: Globale Konzerne wollen die Tiefsee ausbeuten. Sie m\u00f6chten m\u00f6glichst schnell in diesen nahezu unber\u00fchrten Lebensraum vordringen und Rohstoffe wie Mangan, Kobalt und Nickel abbauen. Doch die Vorhaben werden das \u00d6kosystem Tiefsee unwiederbringlich zerst\u00f6ren \u2013 noch bevor viele ihrer Lebewesen \u00fcberhaupt entdeckt wurden. Dies m\u00fcssen wir verhindern!<\/p>\n\t\t\t<section\n\t\t\tclass=\"boxout  \"\n\t\t\t\n\t\t>\n\t\t\t<a\n\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\tdata-ga-action=\"Image\"\n\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\tclass=\"cover-card-overlay\"\n\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/atmen\/?rnw-payment_type=onetime&amp;rnw-amount=90&amp;rnw-stored_campaign_id=701090000018c1TAAQ#spenden\" \n\t\t\t><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<img\n\t\t\t\t\t\tsrc=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/09\/0a845329-atmen-2.png\"\n\t\t\t\t\t\tsrcset=\"\"\n\t\t\t\t\t\tsizes=\"(min-width: 1000px) 358px, (min-width: 780px) 313px, 88px\"\n\t\t\t\t\t\talt=\"\" title=\"\"\n\t\t\t\t\/>\n            \t\t\t<div class=\"boxout-content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\tclass=\"boxout-heading medium\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-action=\"Title\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/atmen\/?rnw-payment_type=onetime&amp;rnw-amount=90&amp;rnw-stored_campaign_id=701090000018c1TAAQ#spenden\"\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\tWer atmet, braucht das Meer\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"boxout-excerpt\">Mit dem globalen Ozeanvertrag haben wir jetzt die historische Chance, umfangreiche Schutzzonen zu errichten.\u00a0Hilfst du mit?<\/p>\n\t\t\t\t                                    <a\n                        class=\"btn btn-primary\"\n                        data-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n                        data-ga-action=\"Call to Action\"\n                        data-ga-label=\"n\/a\"\n                        href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/atmen\/?rnw-payment_type=onetime&amp;rnw-amount=90&amp;rnw-stored_campaign_id=701090000018c1TAAQ#spenden\"\n                        \n                    >\n                        Jetzt spenden\n                    <\/a>\n                \t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/section>\n\t\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verschmutzung<\/h2>\n\n<p>Das Problem heisst Plastik. Seien es Plastiks\u00e4ckchen, Joghurtbecher, Flaschendeckel, alte Zahnb\u00fcrsten, Kinderspielzeug oder ganze M\u00f6belst\u00fccke. Pro Jahr gelangen rund neun Millionen Tonnen davon in die Ozeane. Schon jetzt schwimmt in den Meeren sechsmal mehr Plastik als Plankton. Erhebliche Mengen sammeln sich in grossen Str\u00f6mungswirbeln der Ozeane. Reste bedecken aber auch den Meeresboden und stecken in den Sedimenten. Viele der Plastikteile sind mit blossem Auge nicht zu erkennen. Denn viele Kosmetikhersteller mischen ihren Produkten, zum Beispiel der Zahnpasta oder Peelingcreme, feinste Plastikteilchen (Mikroplastik) bei.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6sung Zero Waste<\/h3>\n\n<p>Gesetzliche Vorgaben m\u00fcssen her, um Mikroplastik aus Verbrauchsg\u00fctern zu verbannen. Das gilt auch f\u00fcr Plastikverpackungen aller Art, wie etwa im Supermarkt. Jede und jeder kann schon jetzt mit einem bewussten Einkaufsverhalten viel Plastikm\u00fcll vermeiden. Oft gibt es gute und einfache Alternativen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcberfischung<\/h2>\n\n<p>Die Meere bergen eine riesige Artenvielfalt. Viele Tiere, vor allem in der Tiefsee, sind bis heute unentdeckt. Doch seit vielen Jahrzehnten ist ein regelrechter Wettlauf der Fischereien im Gang. Die industriellen Fischereiflotten haben fast alle Speisefischarten \u00fcberfischt. Nach Sch\u00e4tzung der Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO sind inzwischen 80 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbest\u00e4nde komplett ersch\u00f6pft.<\/p>\n\n<p>Doch es wird nicht nur zu viel Fisch gefangen, obendrein fehlen auf hoher See noch immer verbindliche Regeln. Das ruft Piratenfischer auf den Plan. Mittlerweile wird jeder f\u00fcnfte Fisch, der auf unseren Tellern landet, illegal gefangen.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beifang<\/h3>\n\n<p>Mit riesigen Schleppnetzen und Langleinen grasen die schwimmenden Fischfabriken unsere Meere ab. Dabei unterscheiden sie nicht zwischen Speisefischen, Haien, Schildkr\u00f6ten oder Walen. Was sich in den Netzen verf\u00e4ngt, wird mitgefangen und sterbend oder tot zur\u00fcck ins Meer geworfen. Und zwar in einem Gewichtsumfang von 20 Millionen Tonnen j\u00e4hrlich.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Industriegebiet Meer<\/h2>\n\n<p>Das Wettrennen der F\u00f6rderl\u00e4nder um die fossilen Energiereserven der Ozeane ist in vollem Gange. Ihr Ziel: die arktischen und antarktischen&nbsp; Meeresb\u00f6den. Die empfindlichsten \u00d6kosysteme der Erde sind bedroht.<\/p>\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Rund ein F\u00fcnftel der fossilen Energien wird derzeit aus dem Meeresboden gef\u00f6rdert, zum Teil aus Tiefen von 1500 Metern und mehr.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n<p>Greenpeace dokumentiert bereits seit Jahrzehnten das Ausmass der schleichenden \u00d6lverschmutzung durch marode Tanker und rostende Pipelines. Die F\u00f6rderung von Sand, Kies und Metallen vernichtet Lebensraum. Und auch die Suche nach fossilen Energien unter Wasser birgt enorme Gefahren.<\/p>\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erd\u00f6l und Gas<\/h4>\n\n<p>\u00d6lbohrinseln sind eine Risikotechnologie. Jahr f\u00fcr Jahr gelangen Tausende Tonnen Roh\u00f6l w\u00e4hrend des allt\u00e4glichen F\u00f6rderbetriebs durch das sogenannte Produktionswasser ins Meer. Weltweit gibt es etwa 6000 Offshore-Plattformen, allein rund 500 in der Nordsee.<\/p>\n\n<p>Sogar die noch fast unber\u00fchrte Arktis ist ins Visier der \u00d6l\u2011 und Gasindustrie ger\u00fcckt. Durch den Klimawandel&nbsp;schwindet das arktische Meereis, die nat\u00fcrliche Barriere gegen die Ausbeutung der Ressourcen schmilzt dahin. Greenpeace fordert daher ein internationales Abkommen, das den Schutz der Arktis sicherstellt.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als 70 Prozent der Erdoberfl\u00e4che sind von Wasser bedeckt. 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