{"id":103259,"date":"2023-10-12T15:50:46","date_gmt":"2023-10-12T13:50:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=103259"},"modified":"2023-10-12T15:50:50","modified_gmt":"2023-10-12T13:50:50","slug":"plastikproduktion-drei-viertel-weniger-bis-2040","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/103259\/plastikproduktion-drei-viertel-weniger-bis-2040\/","title":{"rendered":"Plastikproduktion: Drei Viertel weniger bis 2040 ist essentiell"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wir fordern von den Regierungen weltweit, dass sie die Plastikproduktion mit dem globalen Plastikabkommen bis 2040 um mindestens 75 Prozent reduzieren. Das Abkommen bietet eine einmalige Gelegenheit, Mensch und Planet vor der Klima- und Plastikkrise zu sch\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Daten sind eindeutig: Die weltweite Plastikproduktion hat sich zwischen 2000 und 2019 verdoppelt. 460 Millionen Tonnen Plastik wurden 2019 produziert. Handeln wir nicht, wird sich die Plastikproduktion bis 2050 fast verdreifachen. Das w\u00fcrde mindestens 13 Prozent des weltweiten CO<sub>2<\/sub>-Budgets verschlingen, das bleibt, wenn wir die Klimaerhitzung unter 1,5\u00b0 C halten m\u00f6chten.\u00a0<\/p>\n\n<p>Diese unkontrollierte Plastikproduktion beschleunigt die globale Dreifachkrise \u2013 Klima, Umweltverschmutzung und Artensterben \u2013, bedroht die menschliche Gesundheit und versch\u00e4rft Ungleichheiten.<\/p>\n\n<p>Wenn nun im November die dritte Verhandlungsrunde f\u00fcr ein globales Plastikabkommen in Kenia stattfindet, m\u00fcssen sich die Staats- und Regierungschef:innen der Welt \u00fcber eines im Klaren sein: Um die Plastikkrise zu l\u00f6sen, m\u00fcssen wir die Plastikproduktion begrenzen. Das ist die einzige M\u00f6glichkeit. Die verhandelnden Politiker:innen haben jetzt die Gelegenheit, ihren Ehrgeiz zu beweisen. Schaffen sie das nicht, verlieren wir alle.\u00a0<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reduktion um 75% verhindert das Schlimmste<\/h2>\n\n<p>Betrachten wir die Plastikkrise nur unter dem Klimaaspekt, m\u00fcssen wir bis 2050 75 Prozent weniger Plastik produzieren. Nur so k\u00f6nnen wir die Klimaerhitzung auf 1,5 \u00b0C begrenzen und die schlimmsten Folgen f\u00fcr den Planeten verhindern. Zu diesem Schluss kommen die vorliegenden Studien (<a href=\"https:\/\/www.eunomia.co.uk\/reports-tools\/is-net-zero-enough-for-the-materials-production-sector\/\">Eunomia<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pacificenvironment.org\/press-releases\/new-report-calls-for-at-least-75-reduction-of-plastics-by-2050-reveals-dire-connection-between-plastic-and-climate\/\">Pacific Environment<\/a>). Der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.wri.org\/insights\/explaining-global-stocktake-paris-agreement#:~:text=Established%20under%20Article%2014%20of,and%20its%20long%2Dterm%20goals.\">Global Climate Change Review <\/a>zeigt, dass sich das Zeitfenster f\u00fcr die Begrenzung der Klimaerhitzung auf 1,5 \u00b0C schnell schliesst. Das ist ein weiteres Alarmsignal: Die Welt muss viel mehr tun und viel schneller handeln, um die Lebewesen auf der Erde zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n<p>Die Plastikproduktion bis 2040 um mindestens 75 Prozent zu reduzieren, ist eine Antwort auf diesen Ruf nach ehrgeizigen internationalen Massnahmen. Die Reduktion wird den L\u00e4ndern dabei helfen, ihre Klimaziele zu erreichen. Ausserdem wird sie Arbeitspl\u00e4tze schaffen, Innovationen erm\u00f6glichen und echte L\u00f6sungen f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-arme, giftfreie und wiederverwendbare Volkswirtschaften vorantreiben.<\/p>\n\t\t\t<section\n\t\t\tclass=\"boxout  \"\n\t\t\t\n\t\t>\n\t\t\t<a\n\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\tdata-ga-action=\"Image\"\n\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\tclass=\"cover-card-overlay\"\n\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/wir-muessen-die-plastikproduktion-stoppen\/\" \n\t\t\t><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<img\n\t\t\t\t\t\tsrc=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1-1024x681.jpg\"\n\t\t\t\t\t\tsrcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/01\/d39ac6aa-gp1swzb4_medium_res-1.jpg 1200w\"\n\t\t\t\t\t\tsizes=\"(min-width: 1000px) 358px, (min-width: 780px) 313px, 88px\"\n\t\t\t\t\t\talt=\"\" title=\"\"\n\t\t\t\t\/>\n            \t\t\t<div class=\"boxout-content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\tclass=\"boxout-heading medium\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-action=\"Title\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/wir-muessen-die-plastikproduktion-stoppen\/\"\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\tStoppen wir die Plastikproduktion\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t                                    <a\n                        class=\"btn btn-primary\"\n                        data-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n                        data-ga-action=\"Call to Action\"\n                        data-ga-label=\"n\/a\"\n                        href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/wir-muessen-die-plastikproduktion-stoppen\/\"\n                        \n                    >\n                        Jetzt unterschreiben\n                    <\/a>\n                \t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/section>\n\t\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Abkommen f\u00fcr Menschen statt die fossile Industrie<\/h2>\n\n<p>Es \u00fcberrascht nicht, dass die Gas- und Erd\u00f6lunternehmen versuchen, das Plastikabkommen zu schw\u00e4chen. Sie versuchen, die Regierungen davon zu \u00fcberzeugen, dass nur m\u00f6glich ist, was ihre kurzfristigen Gewinne nicht einschr\u00e4nkt.\u00a0<\/p>\n\n<p>Mehrere der Berichte, die als Grundlage f\u00fcr die Vertragsverhandlungen dienen sollen, stammen von einem Berater, der mit der \u00d6l- und Gasindustrie verbunden ist. Die Staats- und Regierungschef:innen d\u00fcrfen sich nicht auf diesen mutlosen Ansatz einlassen.\u00a0<\/p>\n\n<p>Nach jahrzehntelangen Klimaverhandlungen wissen wir, dass es ehrgeizige, global g\u00fcltige Regeln braucht. Wir m\u00fcssen die Plastikproduktion reduzieren und einen sozial gerechten Wandel beschleunigen. Dabei m\u00fcssen wir die Interessen derjenigen priorisieren, die am wenigsten zu dieser Krise beigetragen haben, aber den h\u00f6chsten Preis daf\u00fcr zahlen.\u00a0<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-103266\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2023\/10\/77f8fea6-gp1swumx_medium_res.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Campaigner von Greenpeace T\u00fcrkei hinter einem Banner mit der Aufschrift \u00abVerschwendete Erde\u00bb. Er untersucht einen Abfallhaufen in Seyhan in der t\u00fcrkischen Provinz Adana. Im Februar 2022 zeigte ein Bericht von Greenpeace Mediterranean, wie europ\u00e4ische Plastikabfallexporte den Boden, die Luft und das Wasser in der T\u00fcrkei belasten. Das hat Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. L\u00e4nder wie Grossbritannien und Deutschland, die ihren Plastikabfall ins Ausland verschiffen, hinterlassen eine giftige Spur im t\u00fcrkischen Boden. Die Sch\u00e4den sind irreversibel. \u00a9 Caner GUEVERA \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die eigentliche Arbeit startet erst<\/h2>\n\n<p>Der erste Entwurf des Abkommens (oder \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/aotearoa\/press-release\/global-plastics-treaty-draft-is-out-now-the-real-work-must-begin\/\">zero draft<\/a>\u00bb) enth\u00e4lt die rechtlichen Grundlagen, um die Plastikproduktion global zu reduzieren. Der Stein ist ins Rollen gebracht: Jetzt m\u00fcssen wir den Mut haben, ehrgeizig zu sein.<\/p>\n\n<p>Das globale Plastikabkommen ist eine einmalige Gelegenheit, die Plastikkrise zu l\u00f6sen. Gemeinsam mit unseren Verb\u00fcndeten der Bewegung Break Free From Plastic und Millionen von engagierten Menschen k\u00f6nnen wir ein ehrgeiziges Abkommen erreichen, welches das Plastikzeitalter endlich beendet.<\/p>\n\n<p><em>Graham Forbes ist Leiter der Greenpeace-Delegation bei den Verhandlungen \u00fcber das globale Plastikabkommen und Leiter der Plastikkampagne von Greenpeace USA.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir fordern von den Regierungen weltweit, dass sie die Plastikproduktion mit dem globalen Plastikabkommen bis 2040 um mindestens 75 Prozent reduzieren. Das Abkommen bietet eine einmalige Gelegenheit, Mensch und Planet vor der Klima- und Plastikkrise zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":103261,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[37],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-103259","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-zero-waste","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103259"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103259\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103259"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=103259"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=103259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}