{"id":10357,"date":"2015-06-05T00:00:00","date_gmt":"2015-06-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10357\/sauregurkenzeit-an-der-expo-in-mailand\/"},"modified":"2022-02-28T14:16:11","modified_gmt":"2022-02-28T13:16:11","slug":"sauregurkenzeit-an-der-expo-in-mailand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10357\/sauregurkenzeit-an-der-expo-in-mailand\/","title":{"rendered":"Sauregurkenzeit an der Expo in Mailand"},"content":{"rendered":"<p><b>An der Expo in Mailand haben Agrarminister und Landwirtschaftsdelegierte aus rund 50 L\u00e4ndern \u00fcber Hunger und Ern\u00e4hrungssicherheit diskutiert. Greenpeace protestierte gegen das Diktat der Agrochemiekonzerne.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/22b98027-22b98027-zeppelin.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/22b98027-22b98027-zeppelin.jpg\" alt=\"\" \/><span class=\"date\"><br \/>\n<\/span><\/a><span class=\"date\">Donnerstag, 4. Juni 2015<\/span><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/22b98027-22b98027-zeppelin.jpg\"><br \/>\n<\/a><\/div>\n<\/div>\n<p>Unter dem Motto \u00abDen Planeten ern\u00e4hren, Energie f\u00fcr das Leben\u00bb setzt sich die Weltausstellung in Mailand bis Ende Oktober mit dem Thema Ern\u00e4hrung und Ern\u00e4hrungssicherheit auseinander. Ausgerechnet der Basler Agrochemiekonzern Syngenta &#8211; Sinnbild f\u00fcr ein krankes und krankmachendes Landwirtschaftssystem &#8211; tritt bei der Expo als Sponsor auf.<\/p>\n<p>Greenpeace hat das Agrarministertreffen in Mailand, wo die TeilnehmerInnen \u2013 auch aus der Schweiz &#8211; eine Charta f\u00fcr eine nachhaltigere Landwirtschaft verabschiedeten, zum Anlass genommen, um Taten einzufordern. Ein an eine Gurke erinnernder Zeppelin verbreitete die Botschaft \u00abDon\u2019t feed a broken system \u2013 make ecological farming fly\u00bb. Eine Charta unterzeichnen ist gut, reicht aber nicht. Die Schweizer Delegation darf sich von Syngenta nicht beeinflussen lassen und muss\u00a0 sich f\u00fcr eine \u00f6kologische Landwirtschaft einsetzen \u2013 in internationalen Gremien und Foren wie auch auf nationaler Ebene. Der massive Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden muss dringend reduziert werden. Es braucht gen\u00fcgend Mittel f\u00fcr Alternativen (z.Bsp. F\u00f6rderung von N\u00fctzlingen, Bodenfruchtbarkeit, Sortenvielfalt, Forschung im Bio-Landbau).<\/p>\n<p>Sauregurkenzeit ist ein sprichw\u00f6rtlicher Ausdruck, der urspr\u00fcnglich eine Epoche bezeichnete, in der es nur wenige Lebensmittel gab. Dies passt auch in die heutige Zeit. \u00dcberlassen wir die Ern\u00e4hrungssicherheit den Agrochemiekonzernen, wird die Lebensmittelvielfalt in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten noch dramatischer schwinden. Es ist Zeit, Syngenta und Co. die Hoheit \u00fcber die Ern\u00e4hrungssicherheit zu entreissen. Nur eine an \u00f6kologische Prinzipien ausgerichtete Landwirtschaft, welche auf Biodiversit\u00e4t basiert und Menschen, Tiere, Gew\u00e4sser und B\u00f6den sch\u00fctzt, kann die Weltern\u00e4hrung dauerhaft sichern. <a title=\"7 Prinzipien f\u00fcr Bio-Landwirtschaft\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/7principles_gpch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sieben Grunds\u00e4tze stehen f\u00fcr uns im Zentrum<\/a>.<\/p>\n<p>\u00abInnovative, \u00f6kologische Produktionsmodelle m\u00fcssen den einzelnen Menschen wieder ins Zentrum stellen\u00bb, sagt Marianne K\u00fcnzle, Leiterin der Landwirtschaftskampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abEs braucht Nahrung f\u00fcr alle \u2013 ohne die Umwelt zu belasten, ohne Menschen und Tiere unn\u00f6tigen Chemikalien und Medikamenten auszusetzen, ohne grossfl\u00e4chige Monokulturen, ohne Biodiversit\u00e4tsverluste. Die Bauern sollen nicht einfach Landarbeiter sein, sondern Fachleute, die unsere Lebensgrundlagen pflegen und gesunde Lebensmittel herstellen. \u00d6kologische Landwirtschaft sch\u00fctzt die Biodiversit\u00e4t statt sie zu zerst\u00f6ren. Sie verbindet wissenschaftliche Innovation mit dem Wissen lokaler Bauern.\u00bb<\/p>\n<p>\u00d6kologische Landwirtschaft ist modern, sie baut auf der Beziehung zwischen dir und den B\u00e4uerinnen und Bauern auf. Und auf der Beziehung mit der Natur. \u00d6kologische Landwirtschaft vereint Wissenschaft und Innovation mit Biodiversit\u00e4t. Sie tr\u00e4gt zur l\u00e4ndlichen Entwicklung bei und f\u00f6rdert die Lebensmittelsicherheit.\u00a0<a title=\"Bio-L\u00f6sungen\" href=\"http:\/\/bienenschutz.org\/loesungen\/\">Biob\u00e4uerinnen und Biobauern respektieren nat\u00fcrliche Kreisl\u00e4ufe<\/a>, sch\u00fctzen unsere Ressourcen, Bienen und andere wichtigen Best\u00e4uber. Zudem versorgen sie uns mit gesunden, schmackhaften Lebensmitteln.<\/p>\n<p><a title=\"do you know who grew it?\" href=\"http:\/\/www.iknowwhogrewit.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entziehen wir den grossen Agrochemiekonzernen die Kontrolle \u00fcber unser Essen. Werde Teil der globalen Bewegung f\u00fcr gesunde und \u00f6kologische Lebensmittel. Schliess dich uns an auf www.iknowwhogrewit.org.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Expo in Mailand haben Agrarminister und Landwirtschaftsdelegierte aus rund 50 L\u00e4ndern \u00fcber Hunger und Ern\u00e4hrungssicherheit diskutiert. Greenpeace protestierte gegen das Diktat der Agrochemiekonzerne. Donnerstag, 4. 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