{"id":10362,"date":"2015-06-03T00:00:00","date_gmt":"2015-06-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10362\/wie-viel-chemie-steckt-in-der-freien-natur\/"},"modified":"2022-02-28T14:15:40","modified_gmt":"2022-02-28T13:15:40","slug":"wie-viel-chemie-steckt-in-der-freien-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10362\/wie-viel-chemie-steckt-in-der-freien-natur\/","title":{"rendered":"Wie viel Chemie steckt in der freien Natur?"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p><strong>In vielen wasserdichten Outdoor-Kleidern verbergen sich potenziell gef\u00e4hrliche Chemikalien. Diese verseuchen nicht nur die Gew\u00e4sser in den Herstellungsl\u00e4ndern, sie gelangen auch hier in die freie Natur. Um die Tragweite dieses Problems zu erfassen, haben sich Greenpeace-Expeditionen auf den Weg in die entlegensten Winkel der Erde gemacht \u2013 auch in der Schweiz.<\/strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"events-content no-title\">\n<p>Wie unber\u00fchrt ist diese Landschaft tats\u00e4chlich? Greenpeace-Expedition im Sibillini-Nationalpark in Italien \u00a9 Greenpeace \/ Roberto Isotto<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Vor vier Jahren begann Greenpeace damit, die Bekleidungsindustrie zur Entgiftung zu bewegen. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/austria\/detox-catwalk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Detox-Verpflichtung ist mittlerweile f\u00fcr Textilien zum Industriestandard geworden<\/a>, und die beteiligten Firmen verweisen mit einigem Stolz auf ihr Mitmachen. Nun ist es an der Zeit, eine weitere Branche aufzur\u00fctteln: die Outdoor-Bekleidungsindustrie.<\/p>\n<p><strong>Chemie f\u00fcr jedes Wetter<\/strong><\/p>\n<p>In den Jahren 2012 und 2013 konnte Greenpeace Deutschland anhand von Untersuchungen nachweisen, dass die meisten Unternehmen der Outdoor-Branche sogenannte per- und polyflourierte Chemikalien (PFC) verwendeten, um ihre Outdoor-Bekleidung wasserdicht zu machen. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/schadstoffe-in-outdoor-kleidung\/blog\/42745\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Auch Textilien Schweizer Hersteller waren betroffen.<\/a><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>PFC sind langlebige Substanzen, die sich in unserem Trinkwasser und unserer Nahrung ansammeln. Hohe Konzentrationen von PFC werden mit einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen in Zusammenhang gebracht \u2013 etwa Hormonst\u00f6rungen und Auswirkungen auf das Reproduktions- und Immunsystem.<\/p>\n<p><strong>Sieben Expeditionen<\/strong><\/p>\n<p>Im Mai und Juni dieses Jahres suchten Greenpeace-Teams, teils in Zusammenarbeit mit alpinen Vereinigungen oder freiwilligen Gruppen, sieben abgelegene Gegenden auf, um Wasser- und Schneeproben zu sammeln und auf PFC-R\u00fcckst\u00e4nde zu untersuchen. Ziel dieser Expeditionen ist es zu zeigen, wie weit verbreitet das Problem der Verschmutzung mit PFC ist und dass auch fernab aller Zivilisation und schmutzigen Industrien gelegene Gebiete bereits davon betroffen sind.<\/p>\n<p>PFC k\u00f6nnen jahrelang in der Umwelt \u00fcberdauern und zuk\u00fcnftige Generationen werden ihnen via verseuchtes Wasser, kontaminierter Luft und Nahrung weiterhin ausgesetzt sein. Bereits sind diese Chemikalien in den Tiefen der Ozeane, auf Berggipfeln und in lebenden Organismen anzutreffen.<\/p>\n<p>Mitte Juni hat eine Expedition im hintersten Winkel des Schweizerischen Nationalparks Proben entnommen. In China f\u00fchrte Greenpeace Ostasien eine Expedition zu den Haba-Schneebergen durch; Greenpeace Italien tat dasselbe im Sibillini-Nationalpark im Apennin, Greenpeace Zentral- und Osteuropa in der hohen Tatra in der Slowakei und Greenpeace Russland in den goldenen Bergen des Altai in Russland.<\/p>\n<p>In Chile hat Greenpeace Andino Proben gesammelt in der \u00fcberw\u00e4ltigenden Berglandschaft der Torres del Paine in Patagonien. In Nordeuropa untersuchte Greenpeace den Treriksroset; die Stelle, wo Norwegen, Schweden und Finnland aneinanderstossen.<\/p>\n<p><strong>Besorgte Wissenschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Problematik der PFC wird auch der Wissenschaft zunehmend bewusst. <a href=\"http:\/\/greensciencepolicy.org\/madrid-statement\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Am 1. Mai dieses Jahres verabschiedeten mehr als 200 Wissenschafter aus 38 L\u00e4ndern die sogenannte \u00abErkl\u00e4rung von Madrid\u00bb<\/a>, in der sie ihrer Besorgnis \u00fcber die PFC Ausdruck geben und verlangen, dass Produktion und Gebrauch solcher Stoffe eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, dass sich auch die Konsumenten einschalten. Wir brauchen strengere Vorschriften zum Schutz von Umwelt und menschlicher Gesundheit. Es reicht nicht, bloss einzelne Substanzen zu kontrollieren, wie das heute auf internationaler Ebene geschieht. Greenpeace fordert, dass die gesamte Gruppe der PFC verboten und durch sicherere Alternativen ersetzt wird.<\/p>\n<div class=\"embedded-image-gallery promo general-form\">\n<div class=\"gallery\">\n<div class=\"img-nav\">\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"text\">\n<p class=\"description\">\n<p class=\"copyright\">\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen wasserdichten Outdoor-Kleidern verbergen sich potenziell gef\u00e4hrliche Chemikalien. Diese verseuchen nicht nur die Gew\u00e4sser in den Herstellungsl\u00e4ndern, sie gelangen auch hier in die freie Natur. 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