{"id":10369,"date":"2015-05-27T00:00:00","date_gmt":"2015-05-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10369\/greenpeace-indien-erhaelt-wieder-zugang-zu-seinen-geldern-mindestens-vorerst\/"},"modified":"2019-05-30T10:29:53","modified_gmt":"2019-05-30T08:29:53","slug":"greenpeace-indien-erhaelt-wieder-zugang-zu-seinen-geldern-mindestens-vorerst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10369\/greenpeace-indien-erhaelt-wieder-zugang-zu-seinen-geldern-mindestens-vorerst\/","title":{"rendered":"Greenpeace Indien erh\u00e4lt wieder Zugang zu seinen Geldern \u2013 mindestens vorerst"},"content":{"rendered":"<p><b>+++ Update vom 27. Mai 2015 +++<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><span>+++ Update vom 27. Mai 2015 +++<\/span><\/p>\n<p><strong>Greenpeace Indien erh\u00e4lt wieder Zugang zu seinen Geldern \u2013 mindestens vorerst<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Gericht in Delhi hat entschieden, dass Greenpeace Indien wieder Zugang zu einem Teil ihrer finanziellen Mittel erh\u00e4lt. Der definitive Entscheid, an dem das Weiterbestehen des indischen Greenpeace-B\u00fcros h\u00e4ngt, steht aber noch aus.<\/strong><\/p>\n<p>Samit Aich, Leiter von Greenpeace Indien, ist erleichtert \u00fcber den Entscheid des Gerichts: \u00abWir sind froh, dass uns das Gericht den Zugang zu einem Teil unserer Gelder zugesprochen hat. Damit sind wir endlich wieder im Stande unsere Kampagnenarbeit gegen Luftverschmutzung, f\u00fcr erneuerbare Energien und Waldschutz aufzunehmen. Gleichzeitig bereiten wir uns nat\u00fcrlich auf den Hauptprozess vor, der noch vor uns liegt. Wir hoffen, dass das Amt f\u00fcr innere Angelegenheiten die Entscheidung des Gerichts akzeptiert und uns nicht mit weiteren willk\u00fcrlichen Massnahmen konfrontiert\u00bb.<\/p>\n<p>Der Entscheid des Gerichts erlaubt Greenpeace Indien Zugang zu zwei ihrer nationalen Bankkonten, unter anderem zu den Spenden von indischen SupporterInnen. Zus\u00e4tzlich hat das Gericht dem verordnet, 25 Prozent der Geldmittel aus dem Ausland tempor\u00e4r freizugeben. Damit hat Greenpeace Indien wieder Zugang zum gr\u00f6ssten Teil der finanziellen Reserven.<\/p>\n<p>\u00abWir glauben und hoffen, dass das eine neue M\u00f6glichkeit ist, mit der Regierung in einen Dialog zu treten. Ich bin offen, den Minister f\u00fcr innere Angelegenheiten zu treffen und \u00fcber den Beitrag von Greenpeace zu diskutieren, den wir f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung von Indien spielen k\u00f6nnten\u00bb, so Samit Aich. \u00a0<\/p>\n<p>Greenpeace Indien hat in den letzten Monaten sehr viel Unterst\u00fctzung von Aussen erhalten \u2013 unter anderem von anderen NGOs. Und das Personal hat sich freiwillig entschieden, wegen der knappen Geldmittel einen Monat lang auf den Lohn zu verzichten. \u00abDas hat best\u00e4tigt, wie wichtig Greenpeace Indien f\u00fcr die Menschen im Land ist\u00bb, sagt Samit Aich. \u00abDer heutige Entscheid des Gerichts war positiv. Doch unsere Leidenschaft gilt immer noch unseren Kampagnen f\u00fcr den Umweltschutz und nicht dem Kampf im Gerichtssaal.\u00bb\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>+++ Update vom 21. Mai 2015 +++<\/p>\n<p><strong>Das Greenpeace-B\u00fcro in Indien ist weiterhin akut von der Schliessung bedroht, weil ihm die Regierung den Geldhahn zugedreht hat. Doch die Greenpeace-MitarbeiterInnen lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Um Zeit zu gewinnen in ihrem Kampf, verzichten sie kommenden Monat auf ihren Lohn \u2013 und bitten die UNO um Hilfe.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><strong><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/086f85a4-086f85a4-tiger_facebookpost.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/086f85a4-086f85a4-tiger_facebookpost.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\">Mittwoch, 6. Mai 2015<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Es sind bewegende Worte, die Samit Aich heute vorgetragen hat. Der Gesch\u00e4ftsleiter von Greenpeace Indien verlas an einer Medienkonferenz einen <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/india\/Global\/india\/2015\/Staff_Letter.pdf\">Brief seiner Belegschaft<\/a>, in der die MitarbeiterInnen erkl\u00e4ren, dass sie kommenden Monat ohne Bezahlung weiterarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Grosse Solidarit\u00e4tswelle<br \/> <\/strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/noch-30-tage-bis-zur-schliessung\/blog\/52812\/\">Seit die Gelder des indischen Greenpeace-B\u00fcros von der Regierung eingefroren wurden,<\/a> steckt dieses in einer existentiellen Krise. Seither sind jedoch auch bemerkenswerte Dinge geschehen. Dank einer grossen Solidarit\u00e4tswelle nicht nur von der Belegschaft sondern auch von anderen B\u00fcndnispartnern und NGOs sowie Unterst\u00fctzerInnen kann das B\u00fcro einen weiteren Monat offen bleiben.<\/p>\n<p>Der oberste Gerichtshof von Delhi hat eine Anh\u00f6rung f\u00fcr den kommenden Dienstag, 26. Mai, angesetzt. Das indische Greenpeace-B\u00fcro sch\u00e4tzt die Chancen als gut ein, dass der Prozess in ihrem Sinne endet. Das Gerichtsverfahren geht jedoch langsam voran \u2013 und mit jedem Tag, der vergeht, w\u00e4chst die Sorge um das \u00dcberleben von Greenpeace Indien.<\/p>\n<p><strong>Offener Brief<\/strong><br \/> Um ihrem Anliegen mehr Geh\u00f6r\u00a0zu verschaffen, wendet sich Greenpeace Indien in einem offenen Brief an UNO-Generalsekret\u00e4r Ban Ki-Moon. Ki-Moon wird darin gebeten, sich f\u00fcr die freie Meinungs\u00e4usserung und das Recht auf Widerstand in Indien einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Leihen auch Sie dem Kampf f\u00fcr freie Meinungs\u00e4usserung in Indien Ihre Stimme!<\/strong> <a href=\"https:\/\/secure.greenpeace.org.uk\/page\/s\/free-speech\">Unterschreiben Sie den offenen Brief an UNO-Generalsekret\u00e4r Ban Ki-Moon.<\/a> <em><br \/><\/em><\/p>\n<p>\u00a0_____________________________________________________________________<\/p>\n<p><strong>Noch 30 Tage bis zur Schliessung?<\/strong><\/p>\n<p><strong>In Indien k\u00e4mpft Greenpeace gegen Repressionen: Die Regierung sperrte Konten der Organisation, verweigerte Mitarbeitern die Ausreise und jetzt droht die Schliessung der NGO. Die Umweltorganisation soll als Staatsfeind gebrandmarkt werden. Der Grund: eigene Wirtschaftsinteressen. Doch Greenpeace l\u00e4sst sich nicht mundtot machen.<\/strong><\/p>\n<p>Noch ein Monat Zeit bleibt Greenpeace Indien, um die Schliessung abzuwenden \u2013 Ergebnis der scharfen Sanktion der indischen Regierung gegen die Zivilgesellschaft. Samit Aich, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpace Indien, sagte, die finanziellen R\u00fccklagen reichten nur noch 30 Tage lang, um Geh\u00e4lter und B\u00fcrokosten zu decken.<br \/>Greenpeace Indien wirft dem Innenministerium \u00abarglistige Unterdr\u00fcckung\u00bb vor und fordert die Beh\u00f6rde damit auf, willk\u00fcrliche Strafmassnahmen zu stoppen und endlich zuzugeben, dass diese harschen Mittel allein dazu dienen, Greenpeace mundtot zu machen. Grund f\u00fcr dieses Bestreben sind die erfolgreichen Kampagnen, die die Organisation im Land durchgef\u00fchrt hat.<br \/>Es ist das erste Mal seit fast f\u00fcnfzig Jahren, dass ein nationales Greenpeace-B\u00fcro gewaltsam geschlossen werden soll.<\/p>\n<p><strong>Konten erneut gesperrt<\/strong><\/p>\n<p>Indiens Innenminister Rajnath Singh hatte die inl\u00e4ndischen Bankkonten der Umweltorganisation sperren lassen. Diese Entscheidung k\u00f6nnte nicht nur 340 Greenpeace-MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz kosten, sondern auch das unmittelbare Aus f\u00fcr die laufenden Umweltschutz-Kampagnen bedeuten.<br \/>Samit Aich k\u00fcndigte seinen MitarbeiterInnen heute die eventuell bevorstehende Schliessung an. Die Organisation ist bereits seit 14 Jahren in Indien pr\u00e4sent. \u00abIch habe gerade die schwierigste Rede meines Lebens hinter mir\u00bb, so Aich. \u00abAber meine Kollegen haben es verdient, die Wahrheit zu erfahren. Wir haben nur noch einen Monat, um uns vor dem Aus zu bewahren und gegen die unvertretbare Entscheidung des Innenministers zu k\u00e4mpfen, der unsere Konten eingefroren hat.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Finanzmittel stammen auch aus inl\u00e4ndischen Spenden<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Indien ist schon lange das Opfer willk\u00fcrlicher Anschuldigungen, die die Finanzierung der Organisation betreffen. Die damit verbundenen Sanktionen wurden allesamt vom Innenministerium auferlegt, so auch der aktuelle Vorwurf. Die Gelder auf den gesperrten Konten stammen von 77&#8217;000 indischen Spendern. Bisher hat das Oberste Gericht in Delhi die Sanktionen jedoch immer wieder gekippt. <br \/>Derzeit bereitet Greenpeace Indien die formale Reaktion auf die Entscheidung des Innenministeriums und eine neue gerichtliche Auseinandersetzung vor. W\u00e4hrenddessen sorgt sich Aich darum, dass der Prozess die finanziellen M\u00f6glichkeiten von Greenpeace Indien bei weitem \u00fcbersteigen k\u00f6nnte. Die jetzigen Geldmittel f\u00fcr Personal- und B\u00fcrokosten reichten noch etwa 30 Tage, so Aich. \u00abDie Frage ist, warum 340 Menschen ihre Arbeit verlieren m\u00fcssen\u00bb, so der Greenpeace-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u00abIst es, weil wir \u00fcber pestizidfreien Tee reden? \u00dcber Luftverschmutzung und \u00fcber eine sauberere, gerechtere Zukunft f\u00fcr alle Inder?\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u00abAngst um die Zukunft\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Als Samit Aich vor seinen Mitarbeitenden sprach, war auch Priya Pillai dabei, Kampagnerin bei Greenpeace Indien. Auch sie war von den Sanktionen des Innenministeriums betroffen: Im Januar dieses Jahres wurde ihr die Ausreise aus Indien verweigert. Ihr Reise-Embargo wurde im M\u00e4rz vom Obersten Gericht in Delhi aufgehoben. \u00abIch habe Angst um meine eigene Zukunft\u00bb, sagts sie. \u00abDoch was mich noch mehr beunruhigt ist die Nachricht, die damit an die indische Zivilbev\u00f6lkerung geht. Der Innenminister ist zu weit gegangen mit dem Sperren unserer Konten, denn die Spenden stammen von indischen B\u00fcrgern. Wenn Greenpeace Indien die erste Organisation ist \u2013 welche ist dann die n\u00e4chste auf der Abschussliste?\u00bb<\/p>\n<p><strong>Recht auf freien Willen<\/strong><\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Aich hofft, vom Innenministerium die wahren Gr\u00fcnde f\u00fcr die Willk\u00fcr zu erfahren. \u00abDer Innenminister versucht uns das Messer in den R\u00fccken zu rammen. Denn er wei\u00df, dass ein generelles Verbot von Greenpeace verfassungswidrig ist\u00bb, so Aich. \u00abWir fordern ihn auf, endlich einzur\u00e4umen, dass er Greenpeace Indien verbieten will, um unsere Stimme zu unterdr\u00fccken. Die willk\u00fcrlichen Attacken k\u00f6nnten einen \u00e4usserst gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall schaffen. Jede zivile Organisation in Indien ist nun eine Zielscheibe.\u00bb<br \/>Die Stimme der Inder und Inderinnen darf nicht durch willk\u00fcrliche Entscheidungen und falsche Vorw\u00e4nde unterdr\u00fcckt werden. Deshalb m\u00fcssen die Gerichte ein f\u00fcr alle Mal entscheiden, dass solche Sanktionen wie die des Innenministeriums rechtswidrig sind.<\/p>\n<p><strong>WERDEN SIE AKTIV<\/strong><\/p>\n<p>Helfen Sie Greenpeace Indien: Unterzeichnen Sie jetzt die Unterst\u00fctzungserkl\u00e4rung!<\/p>\n<p><a title=\"Jetzt unterzeichnen!\" href=\"http:\/\/act.greenpeace.in\/freedomofspeech\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Jetzt unterzeichnen!\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/112739_185813.jpg\" alt=\"Unterst\u00fctzungerkl\u00e4rung unterzeichnen\" width=\"250\" height=\"50\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>+++ Update vom 27. 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