{"id":10373,"date":"2015-06-02T00:00:00","date_gmt":"2015-06-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10373\/iaea-spielt-folgen-der-fukushima-katastrophe-herunter\/"},"modified":"2019-05-30T10:29:59","modified_gmt":"2019-05-30T08:29:59","slug":"iaea-spielt-folgen-der-fukushima-katastrophe-herunter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10373\/iaea-spielt-folgen-der-fukushima-katastrophe-herunter\/","title":{"rendered":"IAEA spielt Folgen der Fukushima-Katastrophe herunter"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA verharmlost die katastrophalen Folgen des AKW-Ungl\u00fccks in Fukushima massiv. Das hat Greenpeace bei der Analyse eines noch unver\u00f6ffentlichten Berichts der IAEA festgestellt.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA verharmlost die katastrophalen Folgen des AKW-Ungl\u00fccks in Fukushima massiv. Das hat Greenpeace bei der Analyse eines noch unver\u00f6ffentlichten Berichts der IAEA festgestellt.<\/strong>\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3be13182-3be13182-gp02c35.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3be13182-3be13182-gp02c35.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Flucht vor dem Super-Gau: M\u00e4dchen in einer Notunterkunft nach der Katastrophe 2011 \u00a9 Christian \u00c5slund \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>L\u00fcckenhaft und irref\u00fchrend ist der Bericht der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) zur AKW-Katastrophe in Fukushima vor vier Jahren. Greenpeace liegt ein Entwurf des Berichts vor, der im September vorgestellt werden soll. Darin bleibt die IAEA in ihren Schlussfolgerungen h\u00e4ufig zu vage oder sogar widerspr\u00fcchlich. So stellt sie in ihrem Bericht beispielsweise fest, dass das wahre Ausmass der aus den havarierten Atomkraftwerken freigesetzten Strahlendosis noch gar nicht bekannt sei. Andererseits erwartet die Beh\u00f6rde jedoch keinerlei erkennbare Gesundheitsfolgen. Etwaige Auswirkungen auf die Tiere l\u00e4sst die IAEA zudem ausser Acht. Diese wurden allerdings von Wissenschaftlern bereits best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Auch bei der Ursachenforschung der Atomkatastrophe ist der Report l\u00fcckenhaft und irref\u00fchrend. Nicht entsprechend ber\u00fccksichtigt werden die Auswirkungen des gewaltigen Erdbebens der St\u00e4rke 9,0 auf der Richterskala, das die Fukushima-Region am 11. M\u00e4rz 2011 ersch\u00fctterte. Bestenfalls oberfl\u00e4chlich geht die IAEA auf die aktuelle Atomaufsicht in Japan ein. Noch schwerer wiegt jedoch ein weiterer grosser Fehler: Der Bericht wurde ohne ordnungsgem\u00e4sse Anh\u00f6rung der am st\u00e4rksten von dem Unfall Betroffenen erstellt \u2013 den Menschen in Fukushima.<\/p>\n<p><strong>\u00abMythos einer sicheren Atomenergie\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Das Fazit: Der IAEA-Report verfehlt die vollmundige Ank\u00fcndigung des Generaldirektors der Beh\u00f6rde, der eine \u00abwegweisende, sachliche und ausgewogene Bewertung\u00bb versprach. Greenpeace hat seine Analyse deshalb an die IAEA geschickt und fordert eine komplette \u00dcberarbeitung des Reports der Realit\u00e4t und den wissenschaftlichen Untersuchungen entsprechend.<\/p>\n<p>\u00abDie IAEA sucht verzweifelt nach einer Zukunft f\u00fcr die Atomkraft \u2013 nicht zuletzt in Japan\u00bb, sagte Shaun Burnie, Greenpeace-Experte f\u00fcr Atomenergie. Deshalb wolle sie das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit in nukleare Sicherheit und Regulierung wiederherstellen. \u00abDieser Bericht ist Teil ihrer Strategie, die Auswirkungen des Unfalls kleinzureden\u00bb, so Burnie. \u00abDie IAEA versuchte Gleiches in den Jahrzehnten nach Tschernobyl und spielt nun mit Fukushima das gleiche Spiel. Sie zeichnet den Mythos einer sicheren Atomkraft. Das ist gef\u00e4hrlich und wird nicht funktionieren.\u00bb<\/p>\n<p>Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 spielte die IAEA eine entscheidende Rolle bei dem Versuch, Gesundheits- und Umweltfolgen der Nuklearkatastrophe herunterzuspielen. Gleichzeitig liess die Beh\u00f6rde die Welt glauben, neue globale Sicherheitsstandards br\u00e4chten mehr atomare Verl\u00e4sslichkeit. Die Realit\u00e4t der Tschernobyl-Katastrophe sieht jedoch anders aus: Bis zum heutigen Tag leiden Tausende Menschen an den Folgen des Super-GAU; der nukleare Fallout erfordert an vielen Orten noch immer umfangreiche Schutzmassnahmen f\u00fcr die Menschen. Nach Tschernobyl haben IAEA und nationale Atomaufsichten es vers\u00e4umt, entsprechend aus der Katastrophe zu lernen. Eine Folge war der katastrophale Atomunfall in Fukushima-Daiichi im M\u00e4rz vor vier Jahren.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA verharmlost die katastrophalen Folgen des AKW-Ungl\u00fccks in Fukushima massiv. 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