{"id":10385,"date":"2015-05-21T00:00:00","date_gmt":"2015-05-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10385\/es-braucht-eine-tisch-revolution\/"},"modified":"2019-05-30T10:30:28","modified_gmt":"2019-05-30T08:30:28","slug":"es-braucht-eine-tisch-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10385\/es-braucht-eine-tisch-revolution\/","title":{"rendered":"Es braucht eine Tisch-Revolution!"},"content":{"rendered":"<p><b>Die negativen Folgen der industriellen Nahrungsmittelproduktion sind nicht akzeptabel. N\u00f6tig sind tiefgreifende Ver\u00e4nderungen. JedeR Einzelne kann mithelfen und Teil sein dieses Wandels. Es braucht eine Tisch-Revolution!<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f7654f3e-f7654f3e-150521_ffl.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f7654f3e-f7654f3e-150521_ffl.jpg\" alt=\"\" \/><span class=\"date\"><br \/>\n<\/span><\/a><span class=\"date\">Donnerstag, 21. Mai 2015 <\/span>Bio-Lebensmittel sind einfach lecker!<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die industrielle Landwirtschaft ist ein krankes und krankmachendes System. Monokulturen, Gentechnik, Kunstd\u00fcnger und der massive Einsatz von Pestiziden sind Symptome dieses Systems, das von wenigen internationalen Konzernen kontrolliert wird. Der Handel, industrielle Landwirtschaftsbetriebe und Chemiegiganten wie Syngenta, Bayer, BASF und Monsanto \u00fcben einen enormen Druck auf den Markt aus. Diese Art von Landwirtschaft zerst\u00f6rt nat\u00fcrliche Ressourcen: <a title=\"Pestizide t\u00f6ten Bienen\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/wissenschaftler-pestizide-toeten-bienen\/blog\/52554\/\">Sie vernichtet Flora und Fauna<\/a> \u2013 beispielsweise Bienen oder andere wichtige Best\u00e4uber \u2013 und vergiftet unser Wasser, unsere B\u00f6den und unsere Nahrung. <a title=\"Pestizide k\u00f6nnen schwer krank machen\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/krebs-als-parkinson-zusammenhang-mit-pestizid\/blog\/52858\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sie gef\u00e4hrdet unsere Gesundheit<\/a> und treibt B\u00e4uerinnen und Bauern in den Ruin. Und sie verringert unsere Lebensmittelvielfalt dramatisch. Wir m\u00fcssen aus diesem Teufelskreis heraustreten!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d5fe0c00-d5fe0c00-infograph_pestizid.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"471\" \/><\/p>\n<p>Wusstest du beispielsweise, dass die\u00a0industrielle Landwirtschaft 2007 st\u00fcndlich weltweit 269 Tonnen Pestizide verspr\u00fchte? Das entspricht neun vollbeladenen Containern pro Stunde. Oder wusstest du, dass rund ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion\u00a0auf dem Weg vom Feld zum Teller verdirbt und im Abfall landet? Allein mit den in Europa jedes Jahr verschwendeten Nahrungsmitteln k\u00f6nnten sich 149 Millionen Menschen ein Jahr lang ern\u00e4hren \u2014 beispielsweise die Gesamtbev\u00f6lkerung von Deutschland, Italien und \u00d6sterreich (oder der Schweiz) zusammen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/702a2097-702a2097-infograph_foodwaste.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"621\" \/><\/p>\n<p>Die Herstellung\u00a0der Fleisch- und Milchprodukte, die eine durchschnittliche Person pro Jahr konsumiert, verbraucht 403&#8217;000 Liter Wasser; damit k\u00f6nnte dieselbe Person ein Jahr lang t\u00e4glich 17 mal duschen. 2011 wurden in der EU 8481 Tonnen Antibiotika, das Gewicht von 706 Londoner Doppeldeckerbussen, f\u00fcr die industrielle Tierhaltung verkauft \u2013 dies obwohl Antibiotika-Resistenzen durch den massiven Einsatz der bakterienbek\u00e4mpfenden Medikamente weltweit zunehmen und viele Menschen bei Infektionen in Lebensgefahr bringen.<\/p>\n<p>Es ist fast unm\u00f6glich, auch nur ann\u00e4hernd alle Auswirkungen der industriellen und auf synthetischen Chemikalien basierenden Landwirtschaft zu erfassen. Die angef\u00fchrten Beispiele sind bloss die Spitze des Eisbergs. Diese Zahlenspielerei k\u00f6nnte endlos weitergef\u00fchrt warden. Zunehmend verstehen Menschen auf der ganzen Welt, dass dieses globale systemische Versagen nicht mehr weiter hingenommen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Das \u00dcbel muss an der Wurzel gepackt werden<\/strong><\/p>\n<p>Um dieses kranke System zu heilen, reicht kein Heftpflaster. Greenpeace ist \u00fcberzeugt, dass nur eine an \u00f6kologischen Prinzipien ausgerichtete Landwirtschaft, welche Menschen, Tiere, Gew\u00e4sser und B\u00f6den sch\u00fctzt, die Weltern\u00e4hrung dauerhaft sichern kann.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/7principles_gpch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sieben Grunds\u00e4tze stehen f\u00fcr uns im Zentrum:<\/a><\/p>\n<p class=\"Aufmacher\"><strong>1. Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die Erzeugung von Lebensmitteln:<\/strong><\/p>\n<p class=\"Aufmacher\">Die Kontrolle \u00fcber die komplette\u00a0 Produktionskette in der Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft liegt bei den Produzenten und Konsumenten. Sie\u00a0entscheiden, wie und was sie essen oder produzieren, nicht die allein an \u00f6konomischen Interessen ausgerichteten Konzerne.<\/p>\n<p><strong>2. Eintr\u00e4gliche Einkommen und l\u00e4ndliche Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zur Absurdit\u00e4t des aktuellen Systems agrarindustrieller Produktion, dass Bauern und Landarbeiter als Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte am meisten unter Armut und einem unzureichenden Zugang zu ausreichend hochwertigen Lebensmitteln leiden.<\/p>\n<p><strong>3. Stabile Ertr\u00e4ge und effiziente Nutzung:<\/strong><\/p>\n<p>Ausreichend Nahrungsmittel f\u00fcr eine wachsende Weltbev\u00f6lkerung zu erzeugen, verf\u00fcgbar zu machen, diese gerecht zu verteilen und dabei gleichzeitig die nat\u00fcrlichen Ressourcen zu schonen und zu erhalten, ist eine enorme Herausforderung. Diese zu meistern, kann nur gelingen, wenn mit \u00f6kologisch nachhaltigen Methoden ausreichend stabile Ertr\u00e4ge erwirtschaftet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>4. (Arten-)Vielfalt:<\/strong><\/p>\n<p>Vielfalt auf allen Ebenen der Produktion, vom Saatgut bis zur Landschaft, ist eine wesentliche Grundlage \u00f6kologischer Landwirtschaft. Die Biodiversit\u00e4t wird sowohl gesch\u00fctzt als auch genutzt. Mit ihrer Hilfe wird auch eine Vielfalt der Nahrung sichergestellt, die Basis einer ausgewogenen und gesunden Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p><strong>5. Gesunde B\u00f6den und sauberes, verf\u00fcgbares Wasser:<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6kologische Landwirtschaft erh\u00f6ht und erh\u00e4lt die Bodenfruchtbarkeit ohne den Einsatz von Agrochemikalien. B\u00f6den werden vor Erosion, Verschmutzung und Versauerung gesch\u00fctzt. Humusgehalt und Wasserhalteverm\u00f6gen erh\u00f6hen sich.<\/p>\n<p><strong>6. \u00d6kologische Kontrolle von Sch\u00e4dlingen:<\/strong><\/p>\n<p>Die Kontrolle von Sch\u00e4dlingen, Krankheiten und Unkr\u00e4utern gelingt in der \u00f6kologischen Landwirtschaft ohne Agrochemikalien.<\/p>\n<p><strong>7. Widerstandsf\u00e4higkeit der Produktionssysteme im Klimawandel:<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6kologische Landwirtschaft kann sich nicht nur besser auf den fortschreitenden Klimawandel einstellen, sie reduziert auch die Klimaeffekte der Landwirtschaft.<\/p>\n<p><strong>\u00d6kologische Landwirtschaft bedeutet Fortschritt<\/strong><\/p>\n<p>\u00abInnovative, \u00f6kologische Produktionsmodelle m\u00fcssen den einzelnen Menschen wieder ins Zentrum stellen\u00bb, sagt Marianne K\u00fcnzle, Leiterin der Landwirtschaftskampagne von Greenpeace Schweiz. \u00abEs braucht Nahrung f\u00fcr alle \u2013 ohne die Umwelt zu belasten, ohne Menschen und Tiere unn\u00f6tigen Chemikalien und Medikamenten auszusetzen, ohne grossfl\u00e4chige Monokulturen, ohne Biodiversit\u00e4tsverluste. Die Bauern sollen nicht einfach Landarbeiter sein, sondern Fachleute, die unsere Lebensgrundlagen pflegen und gesunde Lebensmittel herstellen. \u00d6kologische Landwirtschaft sch\u00fctzt die Biodiversit\u00e4t statt sie zu zerst\u00f6ren. Sie verbindet wissenschaftliche Innovation mit dem Wissen lokaler Bauern.\u00bb<\/p>\n<p>\u00d6kologische Landwirtschaft ist modern, sie baut auf der Beziehung zwischen dir und den B\u00e4uerinnen und Bauern auf. Und auf der Beziehung mit der Natur. \u00d6kologische Landwirtschaft vereint Wissenschaft und Innovation mit Biodiversit\u00e4t. Sie tr\u00e4gt zur l\u00e4ndlichen Entwicklung bei und f\u00f6rdert die Lebensmittelsicherheit. <a title=\"Bio-L\u00f6sungen\" href=\"http:\/\/bienenschutz.org\/loesungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Biob\u00e4uerinnen und Biobauern respektieren nat\u00fcrliche Kreisl\u00e4ufe<\/a>, sch\u00fctzen unsere Ressourcen, Bienen und andere wichtigen Best\u00e4uber. Zudem versorgen sie uns mit gesunden, schmackhaften Lebensmitteln.<\/p>\n<p><strong>Die gute Nachricht: Es ist zu schaffen!<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle k\u00f6nnen dazu beitragen: Indem wir \u00f6kologische, saisonale und lokale Nahrungsmittel kaufen, beispielsweise auf dem Markt, oder weniger tierische Produkte essen. Wir k\u00f6nnen politische Realit\u00e4ten ver\u00e4ndern. JedeR Einzelne garantiert Nachfrage; wo sie besteht, wird investiert und weiterentwickelt. Verhelfen wir einer \u00f6kologischen Landwirtschaft zum Durchbruch!<\/p>\n<p><a title=\"do you know who grew it?\" href=\"http:\/\/www.iknowwhogrewit.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entziehen wir den grossen Agrochemiekonzernen die Kontrolle \u00fcber unser Essen. Werde Teil der globalen Bewegung f\u00fcr gesunde und \u00f6kologische Lebensmittel. Schliess dich uns an auf www.iknowwhogrewit.org.<\/a><\/p>\n<p><a title=\"nimm die herausforderung an!\" href=\"http:\/\/iknowwhogrewit.org\/de-CH\/pledges\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/button_600_ikwgi.jpg\" alt=\"nimm die herausforderung an!\" width=\"600\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und unterschreibe unsere Petition <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/glyphosat\">\u00abGlyphosat verbieten \u2013 jetzt!\u00bb<\/a><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/glyphosat\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Jetzt unterzeichnen!\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/112739_185813.jpg\" alt=\"Jetzt unterzeichnen!\" width=\"250\" height=\"50\" \/><\/a>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die negativen Folgen der industriellen Nahrungsmittelproduktion sind nicht akzeptabel. 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