{"id":10402,"date":"2015-04-30T00:00:00","date_gmt":"2015-04-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10402\/strahlengefahr-durch-waldbraende-bei-tschernobyl\/"},"modified":"2019-05-30T10:30:51","modified_gmt":"2019-05-30T08:30:51","slug":"strahlengefahr-durch-waldbraende-bei-tschernobyl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10402\/strahlengefahr-durch-waldbraende-bei-tschernobyl\/","title":{"rendered":"Strahlengefahr durch Waldbr\u00e4nde bei Tschernobyl"},"content":{"rendered":"<p><b>Nahe des zerst\u00f6rten AKW Tschernobyl brennt der Wald. Aus den schwelenden Torfb\u00f6den kann Plutonium in die Luft gelangen \u2013 einer der giftigsten Stoffe, die es gibt.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Nahe des zerst\u00f6rten AKW Tschernobyl brennt der Wald. Aus den schwelenden Torfb\u00f6den kann Plutonium in die Luft gelangen \u2013 einer der giftigsten Stoffe, die es gibt.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d3b66e99-d3b66e99-waldbrand_tschernobyl.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d3b66e99-d3b66e99-waldbrand_tschernobyl.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Ein schwerer Waldbrand hat sich bis in die 30-Kilometer-Sperrzone um die Atomruine von Tschernobyl ausgebreitet. (\u00a9 Getty Images)\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Am 26. April \u00a0brach in der N\u00e4he der AKW-Ruine Tschernobyl der schwerste Waldbrand seit 1992 aus \u2013 genau am Jahrestag der Atomkatastrophe von 1986. In der 30-Kilometer-Sperrzone um den zerst\u00f6rten Reaktor waren Medienberichten zufolge rund 300 Helfer im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die ukrainische Regierung hat inzwischen Entwarnung gegeben, doch die Torfb\u00f6den in der Region k\u00f6nnen durch Schwelbr\u00e4nde weiter gef\u00e4hrlich bleiben. Brennender Torf ist sehr schwer zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p><strong>Radioaktiv belastete B\u00f6den und B\u00e4ume<br \/><\/strong>Nicht nur der zerst\u00f6rte Reaktor selber ist durch das Feuer zus\u00e4tzlich gef\u00e4hrdet. Boden und Vegetation um das AKW sind seit dem Super-GAU schwer kontaminiert. Neben geringer belasteten Stellen gibt es sogenannte Hotspots, die hochgradig verseucht\u00a0 sind. Ausser radioaktivem C\u00e4sium-137 und Strontium-90 ist dort auch Plutonium-239 zu finden, ein Abfallprodukt aus Atomkraftwerken. Plutonium ist nicht nur radioaktiv und besitzt eine Halbwertzeit von 24\u2019000 Jahren, es ist auch hochgiftig.<\/p>\n<p>\u00abViele der Feuerherde liegen s\u00fcdwestlich vom Reaktor, nur 15 bis 20 Kilometer entfernt\u00bb, erkl\u00e4rt Heinz Smital, Kernphysiker und Greenpeace-Experte f\u00fcr Atomenergie. \u00abIn dieser Gegend ist der Boden besonders hoch kontaminiert. Der Rauch kann daher stark radioaktiv belastet sein. Deshalb ist die Situation sehr ernst.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gefahr f\u00fcr Menschen in der Region<br \/><\/strong>Wald- und Torfbr\u00e4nde sind in der Gegend von Tschernobyl keine Seltenheit. Schon 2010 wurde bei einem Feuer ein Teil der im Boden gelagerten radioaktiven Stoffe freigesetzt. F\u00fcr die Menschen in der Region k\u00f6nnen die Br\u00e4nde dramatische Folgen haben. Mit dem Rauch k\u00f6nnten erneut radioaktiv verseuchte Russpartikel in ihre Atemluft gelangen, sich im Boden, auf Feldern und Pflanzen ablagern und so auch in die Nahrung gelangen \u2013 je nach Wetterlage auch grenz\u00fcberschreitend. Radioaktivit\u00e4t aus fr\u00fcheren Waldbr\u00e4nden bei Tschernobyl wurde noch in der T\u00fcrkei nachgewiesen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Maroder Sarkophag \u00fcber dem AKW<br \/><\/strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/verhuelltes-risiko\/blog\/52724\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Inzwischen droht der Sarkophag, der den havarierte Reaktor sch\u00fctzen soll, zusammenzubrechen; die neue Schutzh\u00fclle ist jedoch noch im Bau.<\/a> An einer Geberkonferenz wurde gestern Mittwoch immerhin mit rund 500 Millionen Euro der gr\u00f6sste Teil der fehlenden Geldmittel f\u00fcr die Fertigstellung der Schutzh\u00fclle gesprochen \u2013 85 Millionen Euro fehlen aber noch.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahe des zerst\u00f6rten AKW Tschernobyl brennt der Wald. 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