{"id":10406,"date":"2015-04-27T00:00:00","date_gmt":"2015-04-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10406\/syngentas-chemiekeulen-vergiften-die-umwelt\/"},"modified":"2019-08-09T10:31:22","modified_gmt":"2019-08-09T08:31:22","slug":"syngentas-chemiekeulen-vergiften-die-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10406\/syngentas-chemiekeulen-vergiften-die-umwelt\/","title":{"rendered":"Syngentas Chemiekeulen vergiften die Umwelt"},"content":{"rendered":"\n<p><b>EU-Wissenschaftler machen den Einsatz der Neonicotinoid-Pestizide f\u00fcr das Bienensterben verantwortlich. Sie best\u00e4tigen damit die Arbeit von Greenpeace.<\/b><\/p>\n\n<p>Erst hatte die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/gesundheitsbehoerde-schlaegt-pestizid-alarm\/blog\/52482\/\">WHO wegen des Total-Herbizids Glyphosat Alarm geschlagen<\/a>,&nbsp;und jetzt macht das EU-Wissenschaftsnetzwerk Easac deutlich,&nbsp;<a href=\"http:\/\/bienensterben.ch\/\">was Greenpeace schon seit Jahren sagt<\/a>: Pestizide aus der Neonicotinoid-Klasse verursachen ein Bienensterben und einen Biodiversit\u00e4tsverlust.<\/p>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.easac.eu\/home\/reports-and-statements\/detail-view\/article\/ecosystem-se.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Es gibt zunehmende Beweise f\u00fcr die negativen Auswirkungen auf andere Organismen durch Neonicotinoid-Insektizide, heisst es in einer neuen Easac-Studie<\/a>. In dem Bericht werden die Befunde einer Expertengruppe von 13 Forschern zusammengefasst. Das Netzwerk ber\u00e4t Entscheidungstr\u00e4ger in der EU. Die EU-Kommission \u00fcberpr\u00fcft bis Dezember die vor zwei Jahren verh\u00e4ngten Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Pflanzenschutzmittel, die \u00fcberwiegend von Bayer und dem Basler Konzern Syngenta produziert werden. Die Mittel werden in mehr als 120 L\u00e4ndern, darunter die Schweiz, eingesetzt.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auch Schmetterlinge und V\u00f6gel betroffen<\/h2>\n\n<p>Dem Bericht der Wissenschaftler zufolge sind vom Einsatz der Insektizide nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen best\u00e4uben. Auch auf insektenfressende V\u00f6gel h\u00e4tten die Pestizide Auswirkungen: Da immer mehr Nutzpflanzen ben\u00f6tigt werden, die auf Best\u00e4ubung angewiesen sind, gibt es ein zunehmendes Best\u00e4ubungs-Defizit.<\/p>\n\n<p>Die EU hatte 2013 als Reaktion auf das massenhafte Bienensterben den Gebrauch der umstrittenen Insektizide in der EU stark eingeschr\u00e4nkt. Ihr Einsatz bei der Behandlung von Saatgut, Ausbringung auf den Boden und beim Bespr\u00fchen von Pflanzen wurde weitgehend verboten.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/ngos-und-imker-verteidigen-eu-verbot-greenpea\/blog\/47706\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bayer und Syngenta<\/a>&nbsp;hatten dagegen geklagt. Auch in der Schweiz wurde der Einsatz dieser Pestizide teilweise eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n<p>Die Agrochemiebranche versucht, Imker davon zu \u00fcberzeugen, dass das Bienensterben durch die Varroamilbe, eine schlechte Ern\u00e4hrung oder irgendeinen anderen Faktor ausserhalb ihrer eigenen Verantwortung verursacht wird. Sie tut wissenschaftliche Studien als unwissenschaftlich ab. Gleichzeitig verkauft sie weiterhin Bienenkiller-Pestizide und greift EU-Bestimmungen an, die dem Schutz der Bienen dienen. Das ist heuchlerisch, eigenn\u00fctzig und kurzsichtig.<\/p>\n\n<p>Um die Teilverbote zu torpedieren, greifen die Agrochemiekonzerne gerne zu aufgebauschten Zahlen und paniksch\u00fcrenden Argumenten \u2013 darunter Behauptungen zu drastischen Ertragseinbr\u00fcchen und folgenschweren Arbeitsplatzverlusten in Europa. Um diese faule PR-Strategie zu entlarven, ver\u00f6ffentlichte Greenpeace 2014 den Bericht&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Landwirtschaft\/CorporateScienceFiction\/\">\u00abCorporate Science Fiction\u00bb<\/a>, eine kritische Beleuchtung der Strategien, die Bayer und Syngenta anwenden, um die wissenschaftliche, politische und \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber die Neonicotinoid-Pestizide zu beeinflussen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die L\u00f6sungen liegen auf der Hand<\/h2>\n\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Schweiz, sagt: \u00abSyngenta und andere Agrochemiekonzerne machen Kasse mit bienensch\u00e4digenden Chemiekeulen. Die Agrochemiekonzerne repr\u00e4sentieren das scheiternde System einer chemieintensiven Monokulturen-Landwirtschaft, die zu einem Verlust der Artenvielfalt und lebenswichtiger \u00f6kologischer Funktionen wie der Bienenbest\u00e4ubung f\u00fchrt.\u00bb&nbsp;Immer mehr Menschen stellen sich gegen dieses chemieintensive Landwirtschaftsmodell und fordern eine Umstellung hin zu \u00f6kologischen Praktiken, die auf gesunde Lebensmittel f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen setzen. Greenpeace fordert Syngenta auf, seine Angriffe auf die von der EU und der Schweiz verordneten Neonicotinoid-Teilverbote einzustellen und sein Gesch\u00e4ftsmodell, das inakzeptable Sch\u00e4den an Bienen, Menschen und dem Planeten verursacht, einzustellen. \u00abEs ist ein Hohn, wenn ausgerechnet eine Firma, welche mit Umweltzerst\u00f6rung Gesch\u00e4fte macht, als Sponsor an der Weltausstellung in Mailand auftritt\u00bb, so K\u00fcnzle.<\/p>\n\n<p>\u00dcber zwei Drittel des Pollens, den Bienen auf europ\u00e4ischen Feldern sammeln und in die Bienenst\u00f6cke zur F\u00fctterung der Larven bringen, sind mit einem Cocktail bestehend aus bis zu 17 verschiedenen toxischen Pestiziden kontaminiert, wie die Greenpeace-Untersuchung&nbsp;<a href=\"http:\/\/bienenschutz.org\/rapporte\/\">\u00abGiftiger Garten Eden\u00bb<\/a>&nbsp;zeigte. Die L\u00f6sungen liegen auf der Hand,&nbsp;<a href=\"http:\/\/bienenschutz.org\/loesungen\/\">einige Landwirte in ganz Europa praktizieren diese schon<\/a>&nbsp;und produzieren nicht nur giftfreie Lebensmittelproduktion, sondern leisten dar\u00fcber hinaus einen sehr wichtigen Beitrag f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t und das Leben.<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=Syngentas+Chemiekeulen+vergiften+die+Umwelt&amp;url=http%3A%2F%2Fbit.ly%2F31nBmh1&amp;via=greenpeace_ch\"><br><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU-Wissenschaftler machen den Einsatz der Neonicotinoid-Pestizide f\u00fcr das Bienensterben verantwortlich. Sie best\u00e4tigen damit die Arbeit von Greenpeace. EU-Wissenschaftler machen den Einsatz der Neonicotinoid-Pestizide f\u00fcr das Bienensterben verantwortlich. 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