{"id":10410,"date":"2015-05-12T00:00:00","date_gmt":"2015-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10410\/krebs-als-parkinson-faktor-pestizide\/"},"modified":"2020-10-15T16:59:53","modified_gmt":"2020-10-15T14:59:53","slug":"krebs-als-parkinson-faktor-pestizide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10410\/krebs-als-parkinson-faktor-pestizide\/","title":{"rendered":"Krebs, ALS, Parkinson: Faktor Pestizide"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Parkinson, Autoimmunerkrankungen, Lymphdr\u00fcsenkrebs, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sind Beispiele von Krankheiten, die unter anderem mit Pestiziden in Verbindung gebracht werden. Eine neue Greenpeace-Studie l\u00e4sst aufhorchen: Pestizide&nbsp;stellen ein grosses Gesundheitsrisiko dar.<\/b><\/p>\n\n<p>\u00abAn apple a day keeps the doctor away.\u00bb Der t\u00e4gliche Apfel, das Mittagsgem\u00fcse auf dem Teller \u2013 sie sind n\u00e4hrstoff- und vitaminreiche Lebensmittel. Und gesund. Das wurde uns so jedenfalls schon in Kindertagen eingebl\u00e4ut. Im Grundsatz stimmt das alles. Bloss: M\u00f6glicherweise gilt das nur f\u00fcr \u00f6kologisch produzierte Lebensmittel. Bei konventionell angebauter Ware k\u00f6nnte das anders aussehen.<\/p>\n\n<p>Auch bei uns sind verschiedene Pestizide in B\u00f6den, Gew\u00e4ssern, der Luft und im Essen nachweisbar. LandwirtschaftsvertreterInnen betonen immer wieder, wie nachhaltig die Schweizer Lebensmittelproduktion sei. Doch das ist ein Mythos: Die Schweiz schneidet punkto Pestizideinsatz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern Europas \u00fcberhaupt nicht besser ab.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.eawag.ch\/medien\/bulletin\/20140305\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">So ist die Belastung von Fliessgew\u00e4ssern&nbsp;beispielsweise enorm.&nbsp;<\/a><\/p>\n\n<p>Seit den 1950er-Jahren kommen chemisch-synthetische Pestizide in der industriellen Landwirtschaft weltweit zum Einsatz. Seither haben viele dieser Chemikalien infolge ihrer grossfl\u00e4chigen und h\u00e4ufigen Anwendung tief in unsere Lebensgrundlagen eingegriffen. Einige davon sind jahrzehntelang in der Umwelt nachweisbar. Inzwischen ist klar, dass diese Auswirkungen weitreichend und vielf\u00e4ltig sind.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/wissenschaftler-pestizide-toeten-bienen\/blog\/52554\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">So mehren sich wissenschaftliche Berichte, die das Ausbringen von bestimmten Pestiziden mit dem Bienensterben und dem Artenschwund in Verbindung bringen.<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kinder und Ungeborene besonders exponiert<\/h2>\n\n<p>Pestizide k\u00f6nnen aber auch uns Menschen krank machen.&nbsp;Kausalzusammenh\u00e4nge lassen sich in der medizinischen Forschung zwar nur schwer beweisen \u2013 aber auch nicht einfach so ausschliessen. Die Indizien daf\u00fcr, dass Pestizide krank machen k\u00f6nnen, h\u00e4ufen sich jedoch:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/gesundheitsbehoerde-schlaegt-pestizid-alarm\/blog\/52482\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erst k\u00fcrzlich hatte die WHO-Krebsagentur IARC wegen des Totalherbizides Glyphosat Krebsalarm geschlagen<\/a>. Und in Frankreich ist der Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson offiziell anerkannt.<\/p>\n\n<p>Die Weltgesundheitsbeh\u00f6rde steht damit nicht alleine da, wie die neue Greenpeace-Studie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/06\/c4a6c79f-gzd_greenpeace_de_pesticides-health-06.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abPestizide und unsere Gesundheit \u2013 die Sorge w\u00e4chst\u00bb<\/a> jetzt bekr\u00e4ftigt. Die Zusammenfassung der aktuellen medizinischen Literatur l\u00e4sst aufhorchen: Zwar sind die meisten Krankheiten wohl multifaktoriell bedingt, und es ist nicht einfach, eine Krankheit bestimmten Chemikalien oder einer Ursache zuzuordnen. Viele Studien verdeutlichen jedoch die statistischen Zusammenh\u00e4nge zwischen der Pestizidexposition und einem h\u00f6heren Risiko f\u00fcr Fehlentwicklungen, neurologische und immunologische St\u00f6rungen sowie einiger Krebsarten. Exponiert sind vor allem LandwirtInnen und G\u00e4rtnerInnen; besonders anf\u00e4llig sind Ungeborene und Kleinkinder. Zu den vielen aktiven Wirkstoffen, die potenziell gesundheitssch\u00e4dlich und in der Schweiz zugelassen sind, geh\u00f6ren beispielsweise Glyphosat oder Chlorpyrifos.<\/p>\n\n<p>\u00abDurch die aufgenommene Nahrung, aber auch \u00fcber die Luft und die Wasserwege, konsumiert die Bev\u00f6lkerung tagt\u00e4glich einen giftigen Pestizidcocktail. Menschen und Tiere m\u00fcssen gesch\u00fctzt und ein Erkrankungsrisiko ausgeschlossen werden. Der Pestizid-Wahnsinn auf \u00c4ckern, Bahnd\u00e4mmen sowie in Privatg\u00e4rten und Parks geh\u00f6rt verboten und muss durch chemiefreie Praktiken ersetzt werden!\u00bb, sagt Marianne K\u00fcnzle, Leiterin der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6kologischer Anbau sch\u00fctzt Mensch und Tier<\/h2>\n\n<p>Der einzig sichere Weg, die Exposition gegen\u00fcber giftigen Pestiziden zu verringern, ist die Umstellung auf einen langfristigen und nachhaltigen Ansatz in der Nahrungsmittelproduktion.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Landwirtschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Statt in eine Intensiv-Landwirtschaft zu investieren, braucht es die F\u00f6rderung und Weiterentwicklung \u00f6kologischer Anbaumethoden, die ohne synthetische Chemie auskommen.<\/a>&nbsp;Beh\u00f6rden und Politik m\u00fcssen die Lebensgrundlagen sowie die Menschen und Tiere vor den Risiken durch Pestizide sch\u00fctzen.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Landwirtschaft\/Pestizidreduktion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Es braucht einen griffigen nationalen Pestizidreduktionsplan.<\/a>&nbsp;Die L\u00f6sungen liegen auf der Hand,&nbsp;<a href=\"http:\/\/bienenschutz.org\/loesungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">einige Landwirte in ganz Europa praktizieren diese schon<\/a>&nbsp;und produzieren nicht nur giftfreie Lebensmittel, sondern leisten dar\u00fcber hinaus einen sehr wichtigen Beitrag f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.iknowwhogrewit.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Entziehen wir den grossen Agrochemiekonzernen die Kontrolle \u00fcber unser Essen. Werde Teil der globalen Bewegung f\u00fcr gesunde und \u00f6kologische Lebensmittel. Schliess dich uns an auf www.iknowwhogrewit.org.<\/a><\/p>\n\n<p>Und unterschreibe unsere Petition&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/glyphosat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abGlyphosat verbieten \u2013 jetzt!\u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parkinson, Autoimmunerkrankungen, Lymphdr\u00fcsenkrebs, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sind Beispiele von Krankheiten, die unter anderem mit Pestiziden in Verbindung gebracht werden. Eine neue Greenpeace-Studie l\u00e4sst aufhorchen: Pestizide\u00a0stellen ein grosses Gesundheitsrisiko dar. 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