{"id":10429,"date":"2015-04-21T00:00:00","date_gmt":"2015-04-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10429\/neue-initiative-nimmt-konzerne-in-die-pflicht\/"},"modified":"2019-05-30T10:31:36","modified_gmt":"2019-05-30T08:31:36","slug":"neue-initiative-nimmt-konzerne-in-die-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10429\/neue-initiative-nimmt-konzerne-in-die-pflicht\/","title":{"rendered":"Neue Initiative nimmt Konzerne in die Pflicht"},"content":{"rendered":"<p><b>Globale Gesch\u00e4fte, globale Verantwortung: Eine breite Koalition &#8211; Greenpeace ist mit dabei &#8211; hat die\u00a0Konzernverantwortungsinitiative lanciert. Schweizer Unternehmen sollen den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt verbindlich integrieren. Ab sofort werden Unterschriften gesammelt.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p class=\"Kovi-BERSCHRIFT2\"><strong><strong>Globale Gesch\u00e4fte, globale Verantwortung: Eine breite Koalition &#8211; Greenpeace ist mit dabei &#8211; hat die\u00a0Konzernverantwortungsinitiative lanciert. Schweizer Unternehmen sollen den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt verbindlich integrieren. Ab sofort werden Unterschriften gesammelt.<\/strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p class=\"Kovi-BERSCHRIFT2\"><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e30112f-7e30112f-150421_siforco.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e30112f-7e30112f-150421_siforco.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00abForest Crime Scene\u00bb &#8211; eine Aktion von Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>An einem August-Morgen vor neun Jahren f\u00fchlten sich Zehntausende von Menschen in Abidjan\/Elfenbeink\u00fcste pl\u00f6tzlich krank. Sie litten an \u00dcbelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen, Hautreizungen und Atemproblemen. Was sie nicht wussten: In der Nacht hatte der damalige Schweizer Konzern Trafigura via den Frachter Probo Koala an mindestens 18 verschiedenen Stellen illegal Giftm\u00fcll entsorgt. Die Firma musste daf\u00fcr nie gerade stehen.<\/p>\n<p>Das ist kein Einzelfall:\u00a0<span>Katastrophale Arbeitsbedingungen in Kleiderfabriken in Asien oder Osteuropa, missbr\u00e4uchliche Kinderarbeit bei der Kakaoproduktion in Westafrika, t\u00f6dliche Emissionen in Sambia:\u00a0<span>In solche Missst\u00e4nde sind durch ihre weltweite T\u00e4tigkeit \u00f6fters auch Schweizer Konzerne verwickelt.\u00a0<\/span><\/span>Deshalb hat eine breite Koalition unterschiedlicher Organisationen \u2013 darunter Greenpeace Schweiz \u2013 heute in Bern eine Volksinitiative lanciert.<\/p>\n<p><strong>Verpflichtung zum weltweiten Schutz von Menschenrechten und der Umwelt<\/strong><\/p>\n<p>Die <a title=\"Konzernverantwortungsinitiative\" href=\"http:\/\/www.konzern-initiative.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzernverantwortungsinitiative<\/a> will, dass alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu einer Sorgfaltspr\u00fcfung im Bereich Menschenrechte und Umwelt verpflichtet werden. Dieses Instrument orientiert sich an den 2011 verabschiedeten \u00abUNO-Leitprinzipien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte\u00bb. Demnach muss ein Konzern vorab all seine Gesch\u00e4ftsabl\u00e4ufe und -beziehungen durchleuchten, um m\u00f6gliche Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt zu identifizieren. Anschliessend muss es solch potenziell negative Auswirkungen seiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit mit wirksamen Gegenmassnahmen bek\u00e4mpfen. Und als dritten Schritt ist es verpflichtet, transparent \u00fcber allf\u00e4llig verletzte Rechte und die dagegen ergriffenen Vorkehrungen zu berichten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Um zu gew\u00e4hrleisten, dass alle Unternehmen ihre Sorgfaltspr\u00fcfungspflicht wahrnehmen, sollen Schweizer Konzerne auch f\u00fcr Menschenrechtsverletzungen oder Umweltsch\u00e4den haften, die von ihnen kontrollierte Firmen begehen. Kann ein Unternehmen aber glaubhaft nachweisen, dass es die Sorgfaltspr\u00fcfung umfassend durchgef\u00fchrt und alle n\u00f6tigen Massnahmen getroffen hat, ist es von der Haftung befreit. Die Initiative wirkt also pr\u00e4ventiv und gibt Unternehmen einen wirksamen Anreiz, das Richtige zu tun.<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\"><strong>Wirtschaftsstandort Schweiz profitiert<\/strong>\u00a0<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Cornelio Sommaruga, ehemaliger IKRK-Pr\u00e4sident und Mitglied im Initiativkomitee, sieht die Initiative als wichtigen Schritt f\u00fcr unseren Wirtschaftsstandort: \u00abDie Schweiz hat sowohl als Sitzstaat humanit\u00e4rer Organisationen wie auch als Heimat vieler transnationaler Konzerne eine hohe Verantwortung. Im Interesse der Reputation unseres Landes m\u00fcssen wir auch unsere Unternehmen in die Pflicht nehmen.\u00bb Auch andere Sitzstaaten global agierender Konzerne setzen auf Regulierung ihrer Unternehmen. In Frankreich hat etwa die Nationalversammlung Ende M\u00e4rz einen Gesetzesvorschlag gutgeheissen, der in die gleiche Richtung wie die Konzernverantwortungsinitiative weist. Antoinette Hunziker-Ebneter, Ex-Vorsitzende der Schweizer B\u00f6rse und heute CEO der Forma Futura Invest AG betont: \u00abMit dieser Initiative k\u00f6nnen wir eine neue Basis schaffen, auf der die zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen freiwilligen Initiativen und die staatlich regulierenden Bestrebungen zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt ineinandergreifen. Die Unternehmen erhalten so ein verbindliches Werkzeug, ihre Risiken zu minimieren. Dies st\u00e4rkt ihren Wert genauso wie ihre Wettbewerbskraft.\u00bb<\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\">Die 66 lancierenden Organisationen sammeln ab sofort Unterschriften f\u00fcr die <a title=\"Infobroschure\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KVI_Infobroschuere_D_def_lowres.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzernverantwortungsinitiative<\/a>.\u00a0Helfen Sie mit, unsere Konzerne auch im Ausland zu sozialen Standards und Umweltschutz zu verpflichten. Unterschreiben Sie, sammeln Sie Unterschriften. <a title=\"Bogen PDF\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kovi-Bogen-A4_DE.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die B\u00f6gen k\u00f6nnen Sie direkt runterladen.<\/a><\/p>\n<p class=\"Kovi-TEXT\"><a title=\"Infobrosch\u00fcre\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/KVI_Infobroschuere_D_def_lowres.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f4561241-f4561241-112204_184595.jpg\" alt=\"Globale Gesch\u00e4fte, globale Verantwortung - Konzernverantwortungsinitiative\" width=\"600\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Globale Gesch\u00e4fte, globale Verantwortung: Eine breite Koalition &#8211; Greenpeace ist mit dabei &#8211; hat die\u00a0Konzernverantwortungsinitiative lanciert. 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