{"id":10436,"date":"2015-04-23T00:00:00","date_gmt":"2015-04-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10436\/buergerklage-gegen-wiederanfahren-von-akw-in-japan-gescheitert\/"},"modified":"2019-05-30T10:31:48","modified_gmt":"2019-05-30T08:31:48","slug":"buergerklage-gegen-wiederanfahren-von-akw-in-japan-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10436\/buergerklage-gegen-wiederanfahren-von-akw-in-japan-gescheitert\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerklage gegen Wiederanfahren von AKW in Japan gescheitert"},"content":{"rendered":"<p><b>Regierungsinteressen best\u00e4tigt, B\u00fcrgerwillen ignoriert: Das japanische AKW Sendai soll wieder ans Netz. Ein Gericht wies die von Greenpeace unterst\u00fctzte Klage der Anwohner zur\u00fcck.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Regierungsinteressen best\u00e4tigt, B\u00fcrgerwillen ignoriert: Das japanische AKW Sendai soll wieder ans Netz. Ein Gericht wies die von Greenpeace unterst\u00fctzte Klage der Anwohner zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/358c7990-358c7990-gp0stoule.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/358c7990-358c7990-gp0stoule.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Die japanische Justiz ignoriert die Gefahr durch den Vulkan Sakurajima: Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen die Wiederinbetriebnahme\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Ein entt\u00e4uschendes Ergebnis f\u00fcr die B\u00fcrger der Pr\u00e4fektur Kagoshima im S\u00fcden Japans: Seit Anfang dieses Jahres hatten sie mit Unterst\u00fctzung von Greenpeace daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass das AKW Sendai nicht wieder ans Netz geht. Doch das Gericht entschied gegen den B\u00fcrgerwillen. Nun will AKW-Betreiber Kyushu Electric die zwei Reaktoren voraussichtlich\u00a0im Juli wieder in Betrieb nehmen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gericht ignoriert Beweise<br \/><\/strong>Und das, obwohl Greenpeace dem Gericht handfeste Beweise vorgelegt hatte. So geht etwa aus der\u00a0technischen Analyse, die Greenpeace von einem britischen Ingenieur und Atomexperten erstellen lie\u00df,\u00a0hervor, dass die Sicherheitsstandards Sendais die Vorgaben der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde nicht erf\u00fcllen. Die Anlage ist<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/energiewende\/atomkraft\/gefaehrliche-asche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00a0weder ad\u00e4quat gegen Vulkanausbr\u00fcche noch gegen Erdbeben gesichert<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Risiko durch N\u00e4he zum Vulkan<br \/><\/strong>Dabei spielt Sicherheit gerade beim AKW Sendai\u00a0eine wichtige Rolle: Der Standort ist nur 50 Kilometer vom Vulkan Sakurajima entfernt. Eine starke Eruption k\u00f6nnte im schlimmsten Fall dazu f\u00fchren, dass die ausgeschleuderte Asche das Dach des Kraftwerks zum Einst\u00fcrzen bringt; \u00a0wird die Asche nass, kann sie die Stromversorgung lahmlegen. Damit w\u00e4re eine Atomkatastrophe durch den Austritt radioaktiven Materials oder durch das \u00dcberhitzen des Reaktors wahrscheinlich.<\/p>\n<p><strong>Urteil unterst\u00fctzt Regierungskurs<br \/><\/strong>Mit seinem Urteil spielt das Gericht der Pr\u00e4fektur Kagoshima der japanischen Regierung unter Ministerpr\u00e4siden Abe in die H\u00e4nde. Der f\u00e4hrt trotz der Katastrophe in Fukushima auch weiterhin einen fatalen atomfreundlichen Kurs. Seit dem Nuklearunfall dort im M\u00e4rz 2011 sind alle 48 Atomkraftwerke in Japan stillgelegt; der Atomausstieg ist ein heftig diskutiertes Thema im Land. Trotzdem plant die Regierung, zur Atomkraft zur\u00fcckzukehren und dieser bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent im Energiemix des Landes einzur\u00e4umen. \u00a0<\/p>\n<p><strong>Vorgaben der Atomaufsicht zu lasch<br \/><\/strong>Doch das Urteilsverm\u00f6gen hat auch an anderen Stellen versagt. Verantwortlich f\u00fcr die Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung von Kraftwerken in Japan ist die Nuklearaufsicht NRA (Nuclear Regulation Authority). Sie wurde nach dem Ungl\u00fcck in Fukushima eingerichtet und entscheidet unter anderem \u00fcber die Reaktivierung von Kernkraftwerken. Von der NRA stammen auch die niedrigen Sicherheitsanforderungen, anhand derer das AKW Sendai \u00fcberpr\u00fcft wurde.<\/p>\n<p>Mit ihrem Kurs beweisen sowohl die Regierung Abe, als auch die japanische Atomaufsicht, dass sie aus den Folgen von Fukushima nicht gelernt haben. Das Gericht in Kagoshima winkt die Pl\u00e4ne von Kyushu Electric durch, statt auf den Willen der Bev\u00f6lkerung einzugehen und die Sicherheitslage ernsthaft zu ber\u00fccksichtigen. Eine Entscheidung nicht nur gegen den Willen der B\u00fcrger, sondern auch gegen jede Vernunft.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Regierungsinteressen best\u00e4tigt, B\u00fcrgerwillen ignoriert: Das japanische AKW Sendai soll wieder ans Netz. Ein Gericht wies die von Greenpeace unterst\u00fctzte Klage der Anwohner zur\u00fcck. 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