{"id":10440,"date":"2015-04-20T00:00:00","date_gmt":"2015-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10440\/wann-und-wo-kommt-die-naechste-oelkatastrophe\/"},"modified":"2019-05-30T10:31:54","modified_gmt":"2019-05-30T08:31:54","slug":"wann-und-wo-kommt-die-naechste-oelkatastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10440\/wann-und-wo-kommt-die-naechste-oelkatastrophe\/","title":{"rendered":"Wann und wo kommt die n\u00e4chste \u00d6lkatastrophe?"},"content":{"rendered":"<p><b>Vor genau f\u00fcnf Jahren explodierte die \u00d6lplattform Deepwater Horizon. Doch die \u00d6lindustrie macht weiter, als sei nichts geschehen \u2013 jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Zwischenf\u00e4lle.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><span><strong>Vor genau f\u00fcnf Jahren explodierte die \u00d6lplattform Deepwater Horizon. Doch die \u00d6lindustrie macht weiter, als sei nichts geschehen \u2013 jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Zwischenf\u00e4lle.<\/strong><\/span><\/strong><strong><br \/><\/strong><\/p>\n<p><strong><span><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8bfdc404-8bfdc404-150420_deepwaterhorizon.jpg\" title=\"Deepwater Horizon\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Deepwater Horizon\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/8bfdc404-8bfdc404-150420_deepwaterhorizon.jpg\" alt=\"Deepwater Horizon\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Deepwater Horizon<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Feuer war gewaltig, die L\u00f6scharbeiten erfolglos \u2013 das Ungl\u00fcck nahm am 20. April 2010 seinen Lauf: Elf Menschen starben, die Bohrinsel versank im Meer, mehr als 700 Millionen Liter \u00d6l flossen in den Golf von Mexiko.<\/p>\n<p>\u00abAn den Str\u00e4nden der von der \u00d6lpest betrofffenen US-Staaten liegen immer noch \u00d6lklumpen\u00bb, sagt J\u00f6rg Feddern, Biologe und Greenpeace-Experte f\u00fcr \u00d6l. \u00abDoch das meiste \u00d6l sehen wir nicht, es ist immer noch im Meer.\u00bb So zeigen neue Studien, dass der Meeresboden auf einer Fl\u00e4che von 3200 Quadratkilometern teilweise mit \u00d6l bedeckt sind. Es ist eine Mischung aus \u00d6l und Corexit. Corexit wurde eingesetzt, um das \u00d6l zu zersetzen \u2013 nicht nur an der Oberfl\u00e4che sondern auch in der Tiefsee. Von dort aus hat es sich offensichtlich grossfl\u00e4chig verteilt.<\/p>\n<p>Jetzt stellt sich heraus, dass es in Kombination mit \u00d6l f\u00fcr das dortige \u00d6kosystem noch viel giftiger ist als das \u00d6l selbst: Betroffene Bereiche der seltenen, kaum erforschten Kaltwasserkorallen sterben ab.\u00a0Und nicht nur die: Allein im Jahr 2013 starben dreimal mehr Delfine. Auch die in der Region beheimatete Meeresschildkr\u00f6te wurde weitaus h\u00e4ufiger tot aufgefunden. Forscher stellen einen Zusammenhang zur \u00d6lkatastrophe her.<\/p>\n<p><strong>Das Gesch\u00e4ft mit dem Risiko geht weiter<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDas Ungl\u00fcck macht einmal mehr deutlich, dass die \u00d6lindustrie keinen blassen Schimmer hat, wie sie solche Unf\u00e4lle vermeiden, geschweige denn in den Griff bekommen kann\u00bb, sagt Feddern. \u00abDennoch bohrt sie weiter.\u00bb<\/p>\n<p>Weltweit gibt es mehr als 6000 F\u00f6rderplattformen; allein \u00a0in der Nordsee sind es knapp 500. Auf den Plattformen vor den deutschen K\u00fcsten ereignen sich j\u00e4hrlich hunderte von Zwischenf\u00e4llen, bei denen \u2013 wie 2007 \u2013 mehrere tausend Tonnen \u00d6l ins Meer gelangen k\u00f6nnen. Hinzu kommt die Verunreinigung durch den allt\u00e4glichen Betrieb: im Jahr 2012 \u00fcber 8000 Tonnen. Die \u00d6ffentlichkeit erf\u00e4hrt jedoch nur von den grossen Katastrophen.<\/p>\n<p>Nicht jeder Zwischenfall endet in einem grossen Ungl\u00fcck \u2013 ein solches wird aber billigend in Kauf genommen. So kam es erst diesen Monat im Golf von Mexiko erneut zu einer <a title=\"Explosion Plattform Mexiko\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/oelplattform-im-golf-von-mexiko-explodiert\/blog\/52491\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Explosion auf einer Plattform<\/a>;\u00a0vier Arbeiter starben. Greenpeace-Experte Feddern macht deutlich, dass \u00d6lbohrungen hochriskant sind: \u00abEine kleine undichte Stelle, an der Gas oder \u00d6l ausstr\u00f6mt, und\u00a0 ein kleiner Funke k\u00f6nnen reichen um eine Katastrophe auszul\u00f6sen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>In der Arktis w\u00e4re ein Unfall verheerend<\/strong><\/p>\n<p>Gerade in schwer zug\u00e4nglichen Regionen wie der Tiefsee ist es kaum m\u00f6glich, die Folgen einzud\u00e4mmen. Der Wasserdruck ist so hoch, dass Menschen dort nicht arbeiten k\u00f6nnen und ferngesteuerte Roboter zum Einsatz kommen m\u00fcssen. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich in der Arktis: \u00a0Hier ist das Wetter rau, niedrige Temperaturen und umhertreibende Eisberge stellen ein erh\u00f6htes Risiko dar. Ein \u00d6lunfall ist in diesen Regionen nicht beherrschbar.<\/p>\n<p>So musste im Jahr 2012 der \u00d6lkonzern Shell nach einer Reihe von Pannen und Unf\u00e4llen auf seinen beiden Bohrplattformen die \u00d6lsuche in der Arktis aufgeben. Zu den Zwischenf\u00e4llen z\u00e4hlte auch ein gescheiterter Test einer \u00d6lbek\u00e4mpfungsvorrichtung, die eigentlich eine \u00e4hnliche Katastrophe wie im Golf von Mexiko verhindern sollte. In diesem Sommer will der <a title=\"Suche erneut starten\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/protest-am-stahlgiganten\/blog\/52529\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzern die Suche erneut starten<\/a>.<span style=\"color: #ff9900;\">\u00a0<\/span>\u00abDas Risiko von Unf\u00e4llen ist viel zu \u00bb, so Feddern. \u00abRegionen wie die Arktis, aber auch die Tiefsee m\u00fcssen f\u00fcr die \u00d6lindustrie gesperrt werden.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor genau f\u00fcnf Jahren explodierte die \u00d6lplattform Deepwater Horizon. Doch die \u00d6lindustrie macht weiter, als sei nichts geschehen \u2013 jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Zwischenf\u00e4lle. 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