{"id":10444,"date":"2015-04-20T00:00:00","date_gmt":"2015-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10444\/franzoesische-atomkrise-als-risiko-fuer-die-schweizer-akw\/"},"modified":"2019-05-30T10:31:59","modified_gmt":"2019-05-30T08:31:59","slug":"franzoesische-atomkrise-als-risiko-fuer-die-schweizer-akw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10444\/franzoesische-atomkrise-als-risiko-fuer-die-schweizer-akw\/","title":{"rendered":"Franz\u00f6sische Atomkrise als Risiko f\u00fcr die Schweizer AKW"},"content":{"rendered":"<p><b>Die franz\u00f6sische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN hat gravierende M\u00e4ngel festgestellt beim Bau des AKW Flamanville. Die Erkenntnisse k\u00f6nnten nicht nur das Ende dieses M\u00f6chtegern-Vorzeigereaktortyps bedeuten, sie k\u00f6nnten AKW-Hersteller Areva definitiv ruinieren. Das h\u00e4tte auch Folgen f\u00fcr die Schweiz.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Die franz\u00f6sische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN hat gravierende M\u00e4ngel festgestellt beim Bau des AKW Flamanville. Die Erkenntnisse k\u00f6nnten nicht nur das Ende dieses M\u00f6chtegern-Vorzeigereaktortyps bedeuten, sie k\u00f6nnten AKW-Hersteller Areva definitiv ruinieren. Das h\u00e4tte auch Folgen f\u00fcr die Schweiz.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b25c69a2-b25c69a2-gp0nff.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b25c69a2-b25c69a2-gp0nff.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            2007 blockierten Greenpeace-Aktivisten die AKW-Baustelle in Flamanville \u2013 nun k\u00f6nnte ein Baupfusch das definitive Ende des Prestigeprojekts bedeuten\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>EPR steht f\u00fcr European Pressurized Water Reactor. Der Name steht auch f\u00fcr die Tr\u00e4ume der Atomindustrie, mit diesem neuen Reaktortyp das AKW-Zeitalter noch einmal zu verl\u00e4ngern. Der EPR galt einst als Vorzeigemodell der neusten technischen Errungenschaften franz\u00f6sischer Atomtechnologie. Doch aus dem einstigen Traum wird immer mehr ein Albtraum.<\/p>\n<p><strong>Beim Herzst\u00fcck geschlampt<br \/><\/strong>Der j\u00fcngste Fall aus der Pannenserie des EPR ist besonders gravierend. Denn offenbar hat die Herstellerfirma Areva ausgerechnet beim Herzst\u00fcck der Anlage geschlampt: Das Reaktordruckgef\u00e4ss des im Bau befindlichen AKW Flamanville weist gem\u00e4ss der franz\u00f6sischen Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN \u00absehr ernste Anomalien\u00bb auf. Und wahrscheinlich ist Flamanville kein Einzelfall. Die ASN hat die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in China gewarnt, wo Reaktoren des gleichen Typs im Bau sind. Auch sie sind gem\u00e4ss ASN m\u00f6glicherweise betroffen, ebenso wie vorgefertigte Teile f\u00fcr geplante Neubauten in England und den USA.<\/p>\n<p>Das Reaktordruckgef\u00e4ss ist die wichtigste Sicherheitsbarriere eines AKW. Es muss auch bei schwersten Unf\u00e4llen den Austritt radioaktiver Stoffe in die Umwelt verhindern. Schon im Normalbetrieb ist das Gef\u00e4ss enormem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt. Ist es nicht absolut robust, kann das bei einem Unfall verheerende Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt haben.<\/p>\n<p><strong>Areva vor dem Aus<br \/><\/strong>Best\u00e4tigt sich der ernste Verdacht der franz\u00f6sischen Aufsichtsbeh\u00f6rde, so ist das ein weiterer herber Schlag f\u00fcr den ohnehin schon finanziell schwer angeschlagenen AKW-Bauer Areva. Die notwendigen Untersuchungen und Bauverz\u00f6gerungen werden dem franz\u00f6sischen Staatskonzern so oder so weitere Verluste in Milliardenh\u00f6he verursachen. Und nun ist offenbar selbst der franz\u00f6sische Staat nur noch beschr\u00e4nkt gewillt, solche Defizite zu tragen. In Finanzkreisen ist von einer Teil\u00fcbernahme der Areva durch die Energie de France (EdF) die Rede \u2013 das w\u00e4re lediglich eine weitere Etappe des Niedergangs von Areva.<\/p>\n<p><strong>Schweizer AKW abh\u00e4ngig von Areva<br \/><\/strong>Eine Pleite von Areva h\u00e4tte wohl Folgen f\u00fcr die Schweiz. Denn der franz\u00f6sische Konzern ist der wichtigste Lieferant der Schweizer AKW: von der Uranbeschaffung \u00fcber die Fertigung der Brennelemente und der \u00dcberpr\u00fcfung der technischen Sicherheit bis hin zu Nachr\u00fcstungen. Insbesondere bei den letzten zwei Punkten w\u00fcrde sich im Fall einer Pleite von Areva die Frage stellen, wer solche Arbeiten in Zukunft \u00fcbernehmen w\u00fcrde \u2013 und mit welchen Kosten dies verbunden w\u00e4re.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/videos.lesechos.fr\/news\/invite-des-echos\/pierre-franck-chevet-epr-de-flamanville-plusieurs-mois-de-tests-seront-necessaires-4178787442001.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Das Originalinterview mit ASN-Pr\u00e4sident Pierre-Franck Chevet auf \u00abLes Echos\u00bb (franz\u00f6sisch)<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die franz\u00f6sische Atomaufsichtsbeh\u00f6rde ASN hat gravierende M\u00e4ngel festgestellt beim Bau des AKW Flamanville. Die Erkenntnisse k\u00f6nnten nicht nur das Ende dieses M\u00f6chtegern-Vorzeigereaktortyps bedeuten, sie k\u00f6nnten AKW-Hersteller Areva definitiv ruinieren. 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