{"id":10452,"date":"2015-04-13T00:00:00","date_gmt":"2015-04-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10452\/protest-gegen-shells-arktis-bohrungen-geht-in-eine-naechste-runde\/"},"modified":"2019-05-30T10:32:18","modified_gmt":"2019-05-30T08:32:18","slug":"protest-gegen-shells-arktis-bohrungen-geht-in-eine-naechste-runde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10452\/protest-gegen-shells-arktis-bohrungen-geht-in-eine-naechste-runde\/","title":{"rendered":"Protest gegen Shells Arktis-Bohrungen geht in eine n\u00e4chste Runde"},"content":{"rendered":"<p><b>+++ Update 13. April 2015 +++<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>+++ Update 13. April 2015 +++<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die sechs Greenpeace-AktivistInnen, die im Nordpazifik seit Ostermontag fast eine Woche lang eine Bohrinsel des \u00d6lkonzerns Shell besetzt haben, sind zur\u00fcck auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/10af3d52-10af3d52-150413_shell.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/10af3d52-10af3d52-150413_shell.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00abWhen our governments buisnesses and leaders fall, we stand up und fight\u00bb\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Arktissch\u00fctzerInnen aus den USA, aus Deutschland, Neuseeland, Australien, Schweden und \u00d6sterreich mussten die Aktion gegen \u00d6lbohrungen in der Arktis wegen schlechten Wetters abbrechen. Zuvor hatten sie Shells Pl\u00e4ne von der Esperanza aus \u00f6ffentlich gemacht <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/thecrossing\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">#TheCrossing<\/a>. Shell l\u00e4sst die 38&#8217;000 Tonnen schwere Bohrinsel \u00abPolar Pioneer\u00bb, die dem Schweizer Konzern Transocean geh\u00f6rt, gerade in die Arktis schleppen, um im Sommer in einem der letzten intakten \u00d6kosysteme nach \u00d6l zu bohren \u2013 und damit die Lebensgrundlagen der indigenen Bev\u00f6lkerung und seltener Tierarten zu bedrohen.<\/p>\n<p><span><strong>\u00abAugen und Ohren der Gesellschaft\u00bb<\/strong><br \/><\/span>Shell versucht derweil, die Greenpeace-AktivistInnen juristisch zu belangen. Die Direktorin von Greenpeace USA, Annie Leonard, sagt: \u00abEs ist erstaunlich, dass Shell unsere Umwelt und unsere Wirtschaft in Gefahr bringen kann, ohne sich vor der Gesellschaft daf\u00fcr rechtfertigen zu m\u00fcssen. Sie bedankt sich bei den AktivistInnen, die als \u00abAugen und Ohren der Gesellschaft\u00bb auf die Plattform geklettert sind: \u00abSie haben den Leuten von Shell gezeigt, dass sie beobachtet werden.\u00bb<\/p>\n<p>Der Protest gegen Shells \u00d6lbohrungen in der Arktis ist damit nicht beendet, er geht nur in eine n\u00e4chste Runde.\u00a0Aliyah Field, US-Aktivistin sagt dazu: \u00abDer Protest ist mit dem Ende der Besetzung nicht fertig, sondern geht in eine neue Phase. Meine Stimme und die der Millionen von Arktissch\u00fctzerInnen, die sich weltweit f\u00fcr bessere, sichere und saubere Energieformen einsetzen, kann Shell nicht ersticken.\u00bb<\/p>\n<p><strong>___________________________________________________________________________<\/strong><\/p>\n<p><strong>Greenpeace-AktivistInnen besetzen im Nordpazifik die \u00d6lplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb, mit der Shell diesen Sommer in der Arktis nach \u00d6l bohren will. Sie geh\u00f6rt dem Schweizer Konzern Transocean.<\/strong><\/p>\n<p><strong><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e3f6000d-e3f6000d-polar-pioneer.jpg\" title=\"Protest an der \u00d6lbohrplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" title=\"Protest an der \u00d6lbohrplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e3f6000d-e3f6000d-polar-pioneer.jpg\" alt=\"Protest an der \u00d6lbohrplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 7. April 2015<\/span><br \/>\n        <strong>Protest an der \u00d6lbohrplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Sechs Greenpeace-AktivistInnen haben am Ostermontag die \u00abBlue Marlin\u00bb erklommen, das gr\u00f6sste Transportschiff der Welt. Es ist beladen mit einer kompletten, 38\u2019000 Tonnen schweren \u00d6lbohrplattform, der <a title=\"Polar Pioneer\" href=\"http:\/\/www.rigzone.com\/data\/offshore_drilling_rigs\/1095\/Semisub\/Transocean_Ltd\/Transocean_Polar_Pioneer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abPolar Pioneer\u00bb<\/a>. Besitzer der Plattform ist der Schweizer Konzern Transocean. Die Plattform ist unterwegs von Asien nach Alaska. Dort will Shell im Sommer nach \u00d6l bohren \u2013 eine grosse Gefahr f\u00fcr dieses sensible \u00d6kosystem, seine Menschen und Tiere.<\/p>\n<p>Die Plattform befindet sich derzeit etwa 1500 Kilometer nordwestlich von Hawaii, mitten im Nordpazifik. Mit Schlauchbooten fuhren die AktivistInnen an die \u00abBlue Marlin\u00bb heran und erkletterten dann die Bohrinsel. Sie haben Verpflegung f\u00fcr mehrere Tage dabei.<\/p>\n<p>In der arktischen Tschuktschensee will Shell die umstrittene Suche nach \u00d6l fortsetzen \u2013 in einer der letzten weitgehend unber\u00fchrten und zudem sensibelsten Regionen unseres Planeten. Auf der Strecke bleiben Natur und Klimaschutz.<\/p>\n<p>\u00abImmer wieder kommt es bei \u00d6lbohrungen zu schweren Unf\u00e4llen\u00bb, sagt Larissa Beumer, Greenpeace-Expertin f\u00fcr die Arktis. \u00abDeshalb m\u00fcssen gerade die besonders sensiblen Gebiete in der Arktis gesch\u00fctzt werden. Shells geplante \u00d6lsuche in der Tschuktschensee ist unverantwortlich. \u00bb<\/p>\n<p>Die Greenpeace-AktivistInnen berichten auf Twitter \u00fcber ihren Protest auf der \u00abPolar Pioneer\u00bb; \u00fcber den Hashtag <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/thecrossing\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">#TheCrossing<\/a> kann die Aktion live verfolgt werden.<\/p>\n<h4><span style=\"line-height: 1.1em;\"><strong>Genehmigungen f\u00fcr Arktis-Bohrungen trotz Unfallgefahr<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/erneuter-shell-unfall-in-der-arktis\/blog\/43541\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Im Jahr 2012 kam es bei Shells Arktisprojekt zu mehreren schweren Pannen und Unf\u00e4llen vor der K\u00fcste Alaskas<\/a>.\u00a0Danach musste der Konzern in den vergangenen zwei Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Dies lag unter anderem an einem Urteil eines US-Berufungsgerichts in San Francisco. Durch das Urteil wurde das US-Innenministerium angewiesen, <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/shell-keine-oelbohrungen-vor-alaska-in-2014\/blog\/48062\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">die f\u00fcr die Tschuktschensee vor Alaska ausgestellte Lizenz f\u00fcr \u00d6l- und Gasbohrungen (\u00ablease 193\u00bb) erneut zu \u00fcberpr\u00fcfen<\/a>. Diese Lizenzvergabe wurde jetzt als rechtm\u00e4ssig best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Damit kann die zust\u00e4ndige US-Beh\u00f6rde nun Shells Antr\u00e4ge f\u00fcr Probebohrungen offiziell pr\u00fcfen. Ein Ergebnis wird bis Ende April erwartet. Obwohl Shell also noch auf gr\u00fcnes Licht der US-Regierung warten muss, zieht das Unternehmen jetzt schon eine Flotte in Seattle zusammen, um von dort in die Arktis aufzubrechen. <span>Eine Bewilligung w\u00e4re nicht nachvollziehbar. Denn s<\/span>ollte Shell in der Tschuktschensee \u00d6l finden und mit der F\u00f6rderung beginnen, sch\u00e4tzt die US-Regierung selber die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen oder mehrere schwere Unf\u00e4lle w\u00e4hrend des vorgesehenen F\u00f6rderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent!\u00a0<\/p>\n<h4><strong>Shells Arktis-Projekt: eine Pannenserie<\/strong><\/h4>\n<p>Shell hat bereits sechs Milliarden US-Dollar in das Arktis-Projekt investiert. Der Konzern startete 2012 mit sogenannten Erkundungsbohrungen, um die vermuteten Reserven zu erschliessen. Geplant waren insgesamt zehn Bohrungen in zwei Jahren. F\u00fcr sein Vorhaben hatte Shell im hohen Norden eine Bohrplattform, die Kulluk, und ein Bohrschiff, die Noble Discoverer, vorgesehen. Die Bohrungen sollten Anfang Juli 2012 beginnen.<\/p>\n<p>Doch aus Shells Pl\u00e4nen wurde nichts. Widrige Wetterbedingungen, fehlende Genehmigungen und ein katastrophales Management f\u00fchrten dazu, dass Shell 2012 keine einzige \u00d6lbohrung durchf\u00fchren konnte. Die Pannenserie des Konzerns\u00a0zeigt, wie gef\u00e4hrlich seine Arktispl\u00e4ne sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.savethearctic.org\/de-CH\/live\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cbd43c95-cbd43c95-folge_den_aktivistinnen.png\" alt=\"Folge den Aktivistinnen\" width=\"300\" height=\"61\"><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/mrlhW9_ta0E\" width=\"560\" height=\"315\"><\/iframe><\/p>\n<p>Video: Der erste Aktivist erklettert die \u00d6lbohrplattform \u00abPolar Pioneer\u00bb.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>+++ Update 13. April 2015 +++ +++ Update 13. 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