{"id":104928,"date":"2023-12-13T11:06:33","date_gmt":"2023-12-13T10:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=104928"},"modified":"2023-12-13T11:17:17","modified_gmt":"2023-12-13T10:17:17","slug":"cop28-die-schweiz-hat-viel-zu-gewinnen-aber-auch-viel-zu-verlieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/104928\/cop28-die-schweiz-hat-viel-zu-gewinnen-aber-auch-viel-zu-verlieren\/","title":{"rendered":"COP28: Die Schweiz hat viel zu gewinnen, aber auch viel zu verlieren"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die COP28 ist zu Ende. <\/strong><strong>Der verabschiedete Text ist nicht das historische Abkommen, das die Welt braucht: Es gibt viele Schlupfl\u00f6cher. <\/strong><strong>Von einem \u00abAusstieg\u00bb aus fossilen Brennstoffen ist darin leider immer noch nicht die Rede. <\/strong><strong>Gleichwohl setzt der Text ein Zeichen f\u00fcr ein Ende der \u00c4ra der fossilen Brennstoffe und fordert die L\u00e4nder auf, erneuerbare Energien und die Effizienz in diesem Jahrzehnt massiv auszubauen.<\/strong><strong> Ein Weg, den die Schweiz schnell einschlagen muss, um endlich ihren R\u00fcckstand in der Klimapolitik aufzuholen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich die Schritte in Erinnerung zu rufen, die in den n\u00e4chsten vier Jahren zu gehen sind.<\/strong><\/p>\n\n<p><em>Kommentar von Georg Klingler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Schweiz:&nbsp;<\/em><\/p>\n\n<p>\u00abDie Schweiz hat viel zu gewinnen, wenn sie ihre Klimapolitik st\u00e4rkt und mit gutem Beispiel vorangeht, auch wenn sie nur einen kleineren Anteil an den weltweiten Kohlenstoffemissionen hat. Die wirtschaftlichen Chancen und die vielen neuen Arbeitspl\u00e4tze, die mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien und der Dekarbonisierung des Energiesystems verbunden sind, sind nur ein paar Beispiele. Ein reich ausgestattetes Land wie unseres hat alle Voraussetzungen, um eine ehrgeizige Klimapolitik zu betreiben. Wir haben hingegen alles zu verlieren, wenn wir die globale Erw\u00e4rmung weiter eskalieren lassen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Darum fordert Greenpeace Schweiz bez\u00fcglich Klimapolitik in der Legislaturperiode 2023 bis 2027:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das im vergangenen Juni an der Urne angenommene Klimaschutz-Gesetz soll im April 2024 in Kraft treten.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit dem neuen CO2-Gesetz muss die Schweiz verpflichtet werden, bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 60 Prozent zu reduzieren \u2013 und zwar im Inland. Der Bund darf seine Klimapolitik nicht weiter auf CO2-Kompensation im Ausland st\u00fctzen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Zus\u00e4tzlich zu diesen inl\u00e4ndischen Massnahmen muss die Schweiz umfangreiche Emissionsreduktionen im Ausland erm\u00f6glichen, welche in der Summe die Emissionen, die bis 2030 weiterhin innerhalb der Schweiz anfallen, \u00fcbersteigen. Unter dem Strich muss die Schweizer Bilanz der Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 also negativ ausfallen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Beitrag der Schweiz zum Gr\u00fcnen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) muss mindestens 1 Milliarde Franken pro Jahr betragen. Hinzu kommt der Beitrag zum Fonds f\u00fcr klimabedingte Verluste und Sch\u00e4den, der auf der COP 28 gegr\u00fcndet wurde. Diese beiden Beitr\u00e4ge d\u00fcrfen die Bem\u00fchungen des Landes im Bereich der \u00f6ffentlichen Entwicklungshilfe nicht ersetzen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Der Bund muss den Finanzplatz regulieren, damit dessen Akteure zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Schweiz muss ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr den Ausbau von Autobahnen aufgeben. Die Verkehrspolitik muss eine Verlagerung des Verkehrs auf sanfte Mobilit\u00e4t f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Hier finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/url8849.greenpeace.ch\/ls\/click?upn=XrTqo7msOq3WcnRYYU6Yg-2Bkp64vv9aPYBcp1cBwU8hjxqgekUIUDmxY0eWztKTrU5r0xfG6rK1GxHCIJAiEimmHWzV6iezm4UOmOYy1pHoRA4oEDN1eMfxcVQTE9wDn7k-2B5-2BNPITGA2WUiPt08B1pXqmVCEGPx7mzAFvPKo5MyaHUxb3pEHsYS79yJqQSDJ-2BiVkE_DPuOPTBx-2Bdl4-2FHhT9oiLygxWw-2F7AvbH9r-2FWd2kLQ3Xu4VTDl9iG4cPfGJ-2FIG6Y99tagy36OvsREMgrVVRvTiWVehVYMbstgnXYPdnPeWH6sMOx-2BoP4ZeVBgiD0lXnWLJykHJ3IFacHCwouJUCL-2B-2BQeF0j3I8R0AAeX8lAZWCUXFohahOGWFhqszr55jtII16bhfDMJtum9AvN7XerQ-2F9hM6zFPZuskrFwwSBfjaOv-2FUGSy-2FnLzlGPcch8ncZa9U9rOucTVK5AYzo7EQ8q6UIVotCrsJjxRmnbgARRkfW3U3yc9A8YjMGio4UzoD-2BnpHPV4O4BKkpMI7yooTZZnT2OQ6O2PAwHn93u12WmI5Vg7PPjMog-2FgcBXLyIpQg1xktZe8r4X0BQlbmKaK2MptQPP7dVQCgKfruB8qocxcuNN3csEhxPSdOJghT4PEFcouaZWEm-2FmgCkNS3iCkUqKgrEgqMd7DNXsNWJNQ6MD923IONUKtslFLExHzfH15p2jQrSZ3silWqoyhKBOUkinM8aFK6uzQ90zz1TpJ6r1WhuUDebaxNLFRTkJA5G66baH4lSMs8-2FcJe-2FSyDiFUnUmwkRxD8CmUXnnLrLdmdhwkzsZQfqiw6AmxNL6BramAo1DOM7g8Cni6doLAWLqwgwbyyzRvXpVH086fUxKb78xl0h4gbwzsiRsjFpOv3ZWc1nmm9YE1jAfyyzgGXxsXC9WPkKBXvYE8c-2F2rg2CC-2F6DT6yuMp0M4UFU1wwXnGQb1Z7UkzNX9YSWuoHvsEQngy3aquivX2iK6Se-2BsLXsY3kZKgc5lFoNshelltzzS48khxEI4QnJWi6IoknizeC6PNTaB6k7OQ0IzeBQCmtTaIrcA8vKbO5aeIOkXyuGAQBafEqHeGAI8s4dFvQllsSXiO00M-2F9CviMcxY3SWM1t26JgXi3nzU-3D\">die Reaktion von Greenpeace International<\/a>\u00a0auf das Ende der COP28.\u00a0<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte&nbsp;<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz, +41 79 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz: +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die COP28 ist zu Ende. 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