{"id":10511,"date":"2015-03-19T00:00:00","date_gmt":"2015-03-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10511\/suender-und-saubermaenner-textilindustrie-beginnt-zu-entgiften\/"},"modified":"2019-08-09T10:38:01","modified_gmt":"2019-08-09T08:38:01","slug":"suender-und-saubermaenner-textilindustrie-beginnt-zu-entgiften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10511\/suender-und-saubermaenner-textilindustrie-beginnt-zu-entgiften\/","title":{"rendered":"S\u00fcnder und Sauberm\u00e4nner: Textilindustrie beginnt zu entgiften"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Welche Modefirmen sind Vorreiter der Detox-Kampagne, welche Labels setzten weiter Giftstoffe ein? Greenpeace macht den Zwischencheck \u2013 mit einem Online-Catwalk.<\/b><\/p>\n\n<p>Greenpeace hat den grossen Modefirmen Druck gemacht: Im Zuge der Detox-Kampagne verpflichteten sich 30 Modelabels, bis 2020 auf eine saubere Textilproduktion umzusteigen. Nun stehen die Kleidungsfirmen auf dem Pr\u00fcfstand: Wer setzt die guten Vors\u00e4tze tats\u00e4chlich um?<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00abWandel zur giftfreien Kleidungsproduktion in vollem Gange\u00bb<\/h2>\n\n<p>Der<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/austria\/detox-catwalk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abDetox-Catwalk\u00bb<\/a>&nbsp;pr\u00e4sentiert die Untersuchungsergebnisse auf einem virtuellen Laufsteg. Spitzenreiter der Kampagne sind die Fast-Fashion-Ketten H&amp;M, Zara und Mango, die Sportartikelhersteller Puma und Adidas sowie elf weitere Firmen.<\/p>\n\n<p>Die Unternehmen haben besonders gef\u00e4hrliche Stoffe wie hormonell wirksame Alkylphenolethoxylate, Weichmacher sowie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) bereits aus ihrer Produktion verbannt und Abwasserdaten ver\u00f6ffentlicht. H&amp;M f\u00fchrt etwa in der Beseitigung von PFC: Als erste Firma nahm die schwedische Modekette diese krebserregenden und hormonell wirksamen Stoffe aus der Textilherstellung. Das spanische Label Zara f\u00fchrt beim Wasserschutz \u2013 die Firma legte Abwasserdaten von rund 100 Fabriken offen.<\/p>\n\n<p>\u00abDie meisten Firmen stehen zu ihrem Wort und beginnen&nbsp;Mode zu produzieren, die die Umwelt verkraften kann. Der Wandel zur giftfreien&nbsp;Kleidungsproduktion ist bereits in vollem Gange\u00bb, sagt Mirjam Kopp, Detox-Campaignerin von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Luxuslabels bleiben Schlusslichter\u00a0<\/h2>\n\n<p>Trotzdem haben einige Firmen bisher wenig Engagement gezeigt: Nike f\u00e4llt negativ auf, wie auch der chinesische Sportartikelriese Lining. Die Unternehmen lassen ihre Produkte weiterhin mit gef\u00e4hrlichen Schadstoffen produzieren, ihre Abwasserdaten haben sie nicht ver\u00f6ffentlicht. Sie werden als sogenannte&nbsp;\u00abGreenwasher\u00bb&nbsp;gef\u00fchrt, Umweltschutz und Nachhaltigkeit tragen sie nur zur Schau.<\/p>\n\n<p>Absolute Detox-Schlusslichter bleiben die Luxuslabels: Versace, Louis Vuitton, Herm\u00e8s und Co. haben noch nicht einmal versprochen, ihre Mode zu entgiften.&nbsp;\u00abDie angeblichen Edel-Marken scheren sich nicht um giftfreie&nbsp;Produktion. Gerade bei hohen Preisen muss Spielraum f\u00fcr saubere Produktion sein\u00bb,&nbsp;sagt Mirjam Kopp.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">15 Prozent der Modefirmen wollen entgiften<\/h2>\n\n<p>Damit bleiben die Luxusmarken bei einem globalen Trend zur\u00fcck: Neben internationalen Modelabels haben sich mittlerweile auch Discounter wie Lidl und Penny gegen\u00fcber Greenpeace zum Entgiften verpflichtet \u2013 insgesamt entspricht das rund 15 Prozent der weltweiten Textilproduktion.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/KR8c01NoNBw\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"KR8c01NoNBw\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Die Chemikalien, welche Modefirmen einsetzen um ihre Produkte zu f\u00e4rben oder auszur\u00fcsten, verschmutzen Gew\u00e4sser und bedrohen Trinkwasserbest\u00e4nde, insbesondere in den Herstellungsl\u00e4ndern. China ist global das Land mit der gr\u00f6ssten Textilproduktion; in mehr als 60 Prozent der grossen St\u00e4dte dort sind die Trinkwasserreserven ernsthaft belastet. Die chinesische Textilindustrie ist alleine f\u00fcr zehn Prozent der landesweiten industriellen Verschmutzung verantwortlich.&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=S%C3%BCnder+und+Sauberm%C3%A4nner%3A+Textilindustrie+beginnt+zu+entgiften&amp;url=http%3A%2F%2Fbit.ly%2F2RB8K09&amp;via=greenpeace_ch\"><br><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Modefirmen sind Vorreiter der Detox-Kampagne, welche Labels setzten weiter Giftstoffe ein? Greenpeace macht den Zwischencheck \u2013 mit einem Online-Catwalk. 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