{"id":105244,"date":"2024-01-09T11:30:00","date_gmt":"2024-01-09T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=105244"},"modified":"2024-01-09T16:00:15","modified_gmt":"2024-01-09T15:00:15","slug":"18715-menschen-fordern-ein-werbeverbot-fuer-tierprodukte-als-nahrungsmittel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/105244\/18715-menschen-fordern-ein-werbeverbot-fuer-tierprodukte-als-nahrungsmittel-2\/","title":{"rendered":"18\u2019715 Menschen fordern ein Werbeverbot f\u00fcr Tierprodukte als Nahrungsmittel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Werbung beeinflusst Kaufentscheide und f\u00fchrt zu mehr Konsum. Dennoch bewerben Detailh\u00e4ndler umwelt- und klimasch\u00e4dliche Tierprodukte mit grossen Werbebudgets. <\/strong><strong>18\u2019715<\/strong><strong> Menschen fordern darum mit einer Petition ein Werbeverbot f\u00fcr tierische Nahrungsmittel vom Parlament. Greenpeace Schweiz hat die entsprechende Petition heute eingereicht.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Produktion von Lebensmitteln aus und von Tieren wie Fleisch- und Milchprodukte hat erhebliche negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt: Sie verursacht deutlich mehr Treibhausgase und verbraucht mehr Wasser und Land als die Produktion pflanzlicher Lebensmittel. Expert:innen sind sich einig, dass der Konsum von Tierprodukten hinsichtlich der Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise deutlich reduziert werden muss. Aktuell \u00fcbersteigt unser Fleischkonsum die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung um fast das Dreifache. Auch der Bund weist in seiner k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten \u00abKlimastrategie f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung\u00bb auf Werbung als Einflussfaktor hin und weist auch dem&nbsp; Detailhandel eine wichtige Rolle im Hinblick auf eine ressourcenschonende Ern\u00e4hrung zu.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Migros und Coop hingegen werben weiter f\u00fcr Tierprodukte, locken die Menschen mit massiven Aktionen in die L\u00e4den und kurbeln damit den Konsum an: Gem\u00e4ss dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft erzielen die Detailh\u00e4ndler \u00fcber 45 Prozent ihres Umsatzes mit Fischprodukten und rund 41 Prozent ihres Fleischumsatzes mit Aktionen. Bereits vor Weihnachten zeigte eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/105006\/aktionslachs-bei-coop-und-migros-profit-auf-kosten-von-tier-und-umwelt\/\">Greenpeace-Recherche<\/a>, dass Detailh\u00e4ndler massive Preisreduktionen auf mitunter problematische Produkte wie Lachs anbieten.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Manipulative Techniken und grosse Budgets f\u00fcr Tierprodukt-Werbung<\/strong><\/h2>\n\n<p>Um den Konsum von Tierprodukten zu legitimieren und zu steigern, setzen Detailh\u00e4ndler und Interessenorganisationen wie Proviande und Swissmilk in ihrer Werbung auf manipulative Techniken. Sie bedienen beispielsweise Stereotypen und zementieren den Konsum von Tierprodukten als Norm, wie unsere <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/85093\/schweizer-studie-werbung-tierische-produkte\/\">Untersuchung<\/a> von 2022 zeigte. Eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/100036\/werbebedingte-emissionen-und-umweltbelastung-in-der-schweiz\/\">Studie<\/a> vom Herbst 2023 berechnete erstmals f\u00fcr die Schweiz, wie hoch die Emissionen des werbebedingten Mehrkonsums sind. Die Ergebnisse zeigen: Ein Werbefranken f\u00fcr Tierprodukte verursacht viermal mehr Treibhausgasemissionen als ein Werbefranken f\u00fcr vegane Ersatzprodukte.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Das steht in krassem Gegensatz zu den eingesetzten Werbegeldern der Detailh\u00e4ndler: Im Jahr 2021 bewarb die Coop-Gruppe Tierprodukte mit rund sechsmal mehr Geld als vegane Ersatzprodukte, die Migros-Gruppe mit ungef\u00e4hr dreimal mehr.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abSogar jetzt, im Veganuary, bewerben die Detailh\u00e4ndler Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier weiterhin. Mit dieser Werbung und Preisreduktionen setzen sie falsche Anreize und verf\u00fchren Kund:innen zum Kauf von Tierprodukten. Das ist mit Blick auf die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise unverantwortlich\u00bb, sagt Barbara Wegmann, Expertin f\u00fcr Konsum und Werbung bei Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p>18\u2019715 Personen st\u00f6ren sich an dieser intensiven Bewerbung von Tierprodukten als Nahrungsmittel und haben eine entsprechende Petition unterschrieben. Diese hat Greenpeace Schweiz heute morgen dem Schweizer Parlament \u00fcberreicht. Die Unterzeichnenden fordern ein Verbot von:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Werbung f\u00fcr Tierprodukte durch den Detailhandel und Interessenorganisationen. Vom Werbeverbot nicht betroffen w\u00e4ren Landwirt:innen, die ihre eigenen Produkte bewerben.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Sponsoring an \u00f6ffentlichen Veranstaltungen, Orten, in Nachrichtenmagazinen und anderen Brosch\u00fcren.<\/li>\n\n\n\n<li>Lobbyarbeit an Schulen, in Freizeitvereinen und \u00e4hnlichen Organisationen. Betroffen w\u00e4re beispielsweise Unterrichtsmaterial, das von Interessenorganisationen, wie Swissmilk, produziert wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Subventionen f\u00fcr Werbung f\u00fcr Tierprodukte, welche in der Produktion und Haltung dem Klima und der Biodiversit\u00e4t schaden oder Menschenrechte verletzen!<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/85093\/schweizer-studie-werbung-tierische-produkte\/\">Studie zur manipulativen Werbung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/100036\/werbebedingte-emissionen-und-umweltbelastung-in-der-schweiz\/\">Studie zu werbebedingten Emissionen und Umweltbelastung<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/werbeverbot-tierprodukte-nahrungsmittel\/\">Petitionstext<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Barbara Wegmann, Expertin f\u00fcr Konsum und Werbung<br><a href=\"mailto:barbara.wegmann@greenpeace.org\">barbara.wegmann@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 08<\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz<br><a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werbung beeinflusst Kaufentscheide. 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