{"id":105314,"date":"2024-01-10T13:58:45","date_gmt":"2024-01-10T12:58:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=105314"},"modified":"2024-01-13T13:36:31","modified_gmt":"2024-01-13T12:36:31","slug":"bye-bye-wachstumspolitik-wir-sollten-nicht-laenger-auf-das-falsche-pferd-wetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/105314\/bye-bye-wachstumspolitik-wir-sollten-nicht-laenger-auf-das-falsche-pferd-wetten\/","title":{"rendered":"Bye Bye Wachstumspolitik: Wir sollten nicht l\u00e4nger auf das falsche Pferd wetten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das World Economic Forum steht vor der T\u00fcr. Politiker:innen und CEOs machen sich in Davos f\u00fcr \u00abgr\u00fcnes Wachstum\u00bb stark. Doch dieser Fokus treibt Sozial- und Umweltkrisen an. Wachstum ist Teil des Problems, nicht der L\u00f6sung. Wollen wir eine \u00fcberlebensf\u00e4hige, gesunde Gesellschaft innerhalb der planetaren Grenzen, brauchen wir eine neue Wirtschaftspolitik \u2013 auch f\u00fcr die Schweiz. Eine Wirtschaftspolitik, die unsere Lebensf\u00e4higkeit st\u00e4rkt, statt sie gef\u00e4hrdet.<\/strong><strong> <\/strong><strong>Die Zeit ist reif, unsere Gesellschaft postwachstums-kompatibel zu machen.<\/strong><\/p>\n\n<p>N\u00e4chste Woche beginnt das 54. World Economic Forum (WEF). Alles, was in Politik und Wirtschaft&nbsp;Rang und Namen hat,&nbsp;str\u00f6mt wieder nach Davos. Der Bundesrat hat mindestens 40 bilaterale Treffen. Karin Keller-Sutter zum Beispiel wird gem\u00e4ss Medienmitteilung das WEF nutzen, um Entwicklungen im Bereich des Wirtschaftswachstums zu er\u00f6rtern. Und Wirtschaftsbundesrat Guy Parmelin nutzt das WEF, \u00abum verschiedene thematischen Schwerpunkte in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Forschung und Innovation voranzutreiben\u00bb.<sup>1<\/sup><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachhaltiger Wohlstand statt \u00abGr\u00fcnes Wachstum<\/strong>\u00bb<\/h2>\n\n<p>Alle besprochenen Massnahmen sind an eine Bedingung gekoppelt \u2013 sie m\u00fcssen mit dem \u00fcbergeordneten Ziel der bundesr\u00e4tlichen Wirtschaftspolitik vertr\u00e4glich sein. Sie m\u00fcssen den materiellen Wohlstand nachhaltig sichern, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit f\u00f6rdern und den Marktzugang st\u00e4rken: allesamt Massnahmen, um das Wirtschaftswachstum zu sichern.<sup>2<\/sup> Das Wunschziel heisst \u00abgr\u00fcnes Wachstum\u00bb, das Versprechen ist \u00abWohlstand\u00bb.<\/p>\n\n<p>\u00abGr\u00fcnes Wachstum\u00bb hofft auf die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Naturbelastung. Um nachhaltig zu sein, muss die Entkoppelung rasch&nbsp;stattfinden, so dass sie unsere globale Lebensgrundlage und die k\u00fcnftiger Generationen&nbsp;vor dem Umweltkollaps sch\u00fctzt. Studien zeigen, dass eine solche Entkoppelung bisher noch nicht nachgewiesen werden konnte.<sup>3<\/sup> Bei einer gr\u00fcnen, aber weiter wachsenden Wirtschaft nimmt der Ressourcenverbrauch zwar weniger stark zu, aber er nimmt immer noch zu. Werden schmutzige Volkswirtschaften gr\u00f6sser, tun dies auch Umweltkrisen. Das Wachstum mag gr\u00fcner sein, nachhaltig ist es nicht.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"672\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt-1024x672.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-105366\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt-1024x672.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt-300x197.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt-768x504.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt-510x335.png 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/3426abc2-rauchende-stadt.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Tracy Matsue Loeffelholz<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Problem: Wir stecken in der Wachstumsfalle<\/h2>\n\n<p>Die Welt krankt am wirtschaftspolitischen Wachstumsdrang von L\u00e4ndern wie der Schweiz. Eine<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/97173\/die-schweiz-ueberbordet\/\" target=\"_blank\"> Greenpeace-Studie vom vergangenen Jahr<\/a> zeigt:&nbsp;Die Schweizer Volkswirtschaft (alle Haushalte, Unternehmen und Beh\u00f6rden) \u00fcberschreitet die planetaren Grenzen.<\/p>\n\n<p>Was bedeutet das? Die neun planetaren Grenzen beschreiben die sichere Zone f\u00fcr die menschliche Zivilisation. Wird auch nur eine dieser Grenzen f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit \u00fcberschritten, ist das weitere Bestehen menschlicher Zivilisationen nicht mehr gesichert. Je mehr Grenzen \u00fcberschritten sind, und je st\u00e4rker diese \u00fcberschritten sind, desto gr\u00f6sser ist das Risiko f\u00fcr zivilisationsgef\u00e4hrdende \u00f6kologische Kollapse.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-105369\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt-300x200.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt-768x512.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt-510x340.png 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/72ecbebe-zeltstadt.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Tracy Matsue Loeffelholz<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Die Schweiz \u00fcberschreitet derzeit nicht nur eine, sondern mindestens vier der neun planetaren Grenzen. Die Schweizer Volkswirtschaft tr\u00e4gt dazu bei, die Welt zu einem weniger sicheren, weniger freien und weniger bewohnbaren Ort zu machen. Die Schweiz steckt in der Wachstumsfalle: ihre Volkswirtschaft wird effizienter, aber auch immer gr\u00f6sser. Damit nimmt auch ihre Belastung auf die planetaren Grenzen insgesamt zu, statt dass sie sinkt.<sup>4<\/sup><\/p>\n\n<p>Das bedeutet: Unsere Volkswirtschaft tr\u00e4gt uns Jahr f\u00fcr Jahr weiter weg von einer sicheren und gerechten Zukunft, und das in immer gr\u00f6sseren Schritten. Die Schweizer Wirtschaftspolitik gef\u00e4hrdet unseren Wohlstand, anstatt ihn zu sichern. Mit ihrem gr\u00fcnen Wachstumswunsch wettet sie auf ein Pferd, das noch kein Rennen gewonnen hat. Kein Wunder: Es rennt in die falsche Richtung<strong>.<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gefangen in der Wachstumsabh\u00e4ngigkeit<\/strong><\/h2>\n\n<p>Doch weshalb ist die schweizerische Wirtschaftspolitik so auf Wachstum versessen? Ein Grund liegt in dessen Geschichte, und die ist gar nicht so alt. Denn erst seit den 1950-er Jahren setzten viele L\u00e4nder zunehmend auf wirtschaftliches Wachstum. Seither wird der Erfolg eines Landes haupts\u00e4chlich daran gemessen, wie stark sein Wachstum ist \u2013 egal, wie es dabei um Ungleichheit, Umweltzerst\u00f6rung, Demokratie, Gesundheit und Zufriedenheit steht.<\/p>\n\n<p>Gut 70 Jahre Wachstumspolitik hat nicht nur in der Umwelt Spuren hinterlassen. Diese Politik hat eine neue, wachstumsabh\u00e4ngige Gesellschaft geschaffen. Kernaufgaben wie die Altersvorsorge und das Gesundheitswesen werden zunehmend \u00fcber das erwartete Wirtschaftswachstum finanziert. In ihrer heutigen Form sind sie wachstumsabh\u00e4ngig. Das heisst, w\u00fcrde unsere Wirtschaft \u00fcber l\u00e4ngere Zeit schrumpfen, etwa weil pl\u00f6tzlich alle Menschen ihre privaten G\u00fcter reparieren statt neu kaufen, w\u00fcrde dies eine soziale Krise ausl\u00f6sen.&nbsp;Wir brauchen stattdessen einen Systemwandel. Was wir damit meinen, zeigen wir in diesem Video:<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/W1sPAls1vB4\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"W1sPAls1vB4\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konsequenzen und Chancen: <br>Wachstum neu denken und umsetzen<\/h2>\n\n<p>Schrumpfen <em>des jetzigen Systems<\/em> ist also keine L\u00f6sung. \u00abWeiter wie bisher\u00bb geht auch nicht. Was wir brauchen, ist ein Umbau unserer Institutionen, so dass sie unabh\u00e4ngig vom Wachstum funktionieren. Mit anderen Worten: Sie m\u00fcssen postwachstum-kompatibel werden. Klingt m\u00fchselig. Doch das Gegenteil ist der Fall: Viele Institutionen erreichen ihre Ziele besser, wenn sie sich auf ihre haupts\u00e4chlichen Aufgaben konzentrieren k\u00f6nnen. Beispiel&nbsp;\u00f6ffentliche Bildung: Es ist vielfach erwiesen, dass ausreichend finanzierte \u00f6ffentliche Schulen bessere Resultate erzielen, als ein profitorientiertes, privates Bildungswesen.<\/p>\n\n<p>Weitere Beispiele: In L\u00e4ndern mit starker gemeinschaftlicher Gesundheitsversorgung ist die Lebenserwartung h\u00f6her als in jenen ohne. Bezahlbarer \u00f6ffentlicher Nahverkehr bef\u00f6rdert mehr Leute und ist platzsparender und umweltfreundlicher als der privatisierte Verkehr. Und: Kostenlose Freib\u00e4der bieten mehr Menschen einen Badeplausch als haufenweise Privatpools.&nbsp;<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-alignment-left\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-1024x768.png\" alt=\"Aquarell illustration of a whale and butterflies\" class=\"wp-image-105378\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-300x225.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-768x576.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-1536x1152.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling-453x340.png 453w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/9fc68cc2-walmitschmetterling.png 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Tracy Matsue Loeffelholz<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Darin liegt die grosse Chance: Wir k\u00f6nnen ein breiteres, gesellschaftliches Wohlergehen erreichen, wenn wir uns vom Wachstum verabschieden. Wohlstand f\u00fcr mehr Menschen und auf Dauer, statt mehr Wohlstand f\u00fcr wenige und nur noch f\u00fcr kurze Zeit. Hierf\u00fcr gibt es eine Reihe von Massnahmen und<a href=\"https:\/\/sites.google.com\/greenpeace.org\/alternative-futures-allies\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> L\u00f6sungen<\/a>:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Universal Basic Services (universelle \u00f6ffentliche Versorgung)<\/strong>: Indem wir die gemeinschaftliche Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen&nbsp;und G\u00fctern st\u00e4rken, entziehen wir immer mehr Lebensbereiche dem Markt und damit der Wachstumslogik. Beispiele: Kostenloser \u00f6ffentlicher Nahverkehr, lokale Energieinfrastruktur, sozialer Wohnungsbau.<\/li>\n\n\n\n<li><strong><a href=\"https:\/\/weall.org\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/weall.org\/\">Wellbeing-Indikatoren<\/a><\/strong>: Anstatt das Wirtschaftswachstum mit dem Bruttoinlandprodukt (BIP) zu messen, entscheiden wir uns f\u00fcr andere Indikatoren. Wie steht es um die Zufriedenheit und die Ungleichheit? Hat unsere Volkswirtschaft einen netto-negativen oder einen netto-positiven Effekt auf die Umwelt? Nimmt die Armut zu oder ab? Wie steht es um die Gleichstellung oder um die Wohnungsnot? All diese Parameter k\u00f6nnen wir mit Wellbeing-Indikatoren messen und bewerten. \u00dcber diese Indikatoren k\u00f6nnen wir in einem demokratischen Prozess diskutieren und sie einf\u00fchren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.treasury.govt.nz\/sites\/default\/files\/2019-05\/b19-wellbeing-budget.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.treasury.govt.nz\/sites\/default\/files\/2019-05\/b19-wellbeing-budget.pdf\">Wellbeing-Budget<\/a><\/strong>: Wir nehmen Wellbeing-Indikatoren als Basis f\u00fcr die Ausrichtung des Staatsbudgets. \u00dcbergeordnetes Ziel ist das gesellschaftliche Wohlergehen. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Unternehmen m\u00fcssen nicht rendite-orientiert gef\u00fchrt werden.<\/strong> Sie m\u00fcssen sich nicht dem Wettbewerbszwang \u2013 und damit dem Wachstumszwang \u2013 aussetzen. Stattdessen k\u00f6nnen sie zum Beispiel auf <a href=\"https:\/\/purpose-schweiz.org\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/purpose-schweiz.org\/\">Verantwortungseigentum<\/a> basieren und kooperativ oder gemeinschaftlich organisiert sein. Das gilt auch f\u00fcr Banken- und das Finanzsystem.<sup>5<\/sup><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Jene Arbeitsbereiche ausbauen<\/strong>, die 1) dem gesellschaftlichen Wohlergehen dienen und 2) umweltschonend- oder regenerierend sind. Dazu geh\u00f6ren der Pflege- und Gesundheitsbereich, die regenerative Landwirtschaft oder ein auf Kreislaufwirtschaft und Renovationen ausgerichteter Bausektor.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Arbeit weniger besteuern<\/strong>, daf\u00fcr Verm\u00f6gen, Erbschaften und den Verbrauch von Prim\u00e4rressourcen st\u00e4rker belasten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Make Polluters Pay<\/strong>: Geld von umweltzerst\u00f6rerischen, kreislauf-untauglichen Bereichen, wie etwa der Rohstoffindustrie, in regenerative Bereiche umlenken.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Kurz: Life over Growth! Don\u2019t grow a broken system, change it! Wir haben mehr zu gewinnen, als uns vielleicht bewusst ist.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-1024x512.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-105375\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-1024x512.png 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-300x150.png 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-768x384.png 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-1536x768.png 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web-510x255.png 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/01\/b3e9a613-peopleprotest_web.png 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Tracy Matsue Loeffelholz<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fussnoten<\/h2>\n\n<p><sup>1<\/sup> admin.ch; <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen\/bundesrat.msg-id-99681.html\">Das Programm der Mitglieder des Bundesrates am WEF-Jahrestreffen 2024.<\/a>, Stand 12.1.2024.<\/p>\n\n<p><sup>2<\/sup> admin.ch; <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-92499.html\">Bundesrat verabschiedet die Leitlinien und Ziele f\u00fcr die Legislaturplanung 2023\u20132027.<\/a>, Stand 4.1.2024.<\/p>\n\n<p><sup>3<\/sup> Haberl, H. et. al. (2020) <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1088\/1748-9326\/ab842a\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">A systematic review of the evidence on decoupling of GDP, resource use and GHG emissions, part II: synthesizing the insights.<\/a> Parrique, T. et. al. (2019) <a href=\"https:\/\/eeb.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Decoupling-Debunked.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Decoupling Debunked, Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability<\/a> Vogel, J. &amp; Hickel, J. (2023) <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/action\/showPdf?pii=S2542-5196%2823%2900174-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Is green growth happening? An empirical analysis of achieved versus Paris-compliant CO2\u2013GDP decoupling in high-income countries<\/a>, Stand 4.1.2024.<\/p>\n\n<p><sup>4<\/sup> Mit Bev\u00f6lkerungswachstum hat dies wenig zu tun. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/docs.google.com\/document\/u\/0\/d\/16MpYNQBsmZ6nK4qNFiit7s3dsAVoK0LwXUdygc0KdOg\/edit\" target=\"_blank\">Verm\u00f6gende sch\u00e4digen die Umwelt sehr viel st\u00e4rker als nicht Verm\u00f6gende<\/a>. Weltweit sind die Emissionen in den vergangenen 20 Jahren gewachsen. Die \u00e4rmere H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung hat zusammen aber nur 16% dieser Zunahme verursacht, w\u00e4hrend das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/wir2022.wid.world\/chapter-6\/\" target=\"_blank\">reichste 1%&nbsp;f\u00fcr \u00fcber 21% der Zunahme verantwortlich ist<\/a>. Bei ersteren geht die Zunahme auf die Verbesserung der grunds\u00e4tzlichen Lebensbedingungen zur\u00fcck, bei letzteren haupts\u00e4chlich auf wachstumstreibende Investitionen und Luxuskonsum. Das bedeutet, nicht das Bev\u00f6lkerungswachstum ist der zentrale, sozio\u00f6konomische Ausl\u00f6ser der Umweltkrisen, sondern Ungleichheit und Wachstumslogik. Anders gesagt: Sehr wenige Menschen sind verantwortlich f\u00fcr sehr viel Krise.<\/p>\n\n<p><sup>5<\/sup> Greenpeace, Haberstich (2023): <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/101528\/warum-banken-auf-wachstum-verzichten-muessen\/\" target=\"_blank\">Warum Banken postwachstum-kompatibel werden sollten<\/a>, Stand 4.1.2024.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politiker:innen und CEOs machen sich an World Economic Forum in Davos f\u00fcr \u00abgr\u00fcnes Wachstum\u00bb stark. Doch dieser Fokus treibt Sozial- und Umweltkrisen an. <\/p>\n","protected":false},"author":111,"featured_media":105315,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[234,1],"tags":[227],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-105314","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-change","category-unkategorisiert","tag-change","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/111"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105314"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105508,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105314\/revisions\/105508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/105315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105314"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=105314"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=105314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}