{"id":10589,"date":"2015-01-30T00:00:00","date_gmt":"2015-01-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10589\/shell-treibt-risiko-projekt-in-der-arktis-voran\/"},"modified":"2019-05-30T10:35:46","modified_gmt":"2019-05-30T08:35:46","slug":"shell-treibt-risiko-projekt-in-der-arktis-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10589\/shell-treibt-risiko-projekt-in-der-arktis-voran\/","title":{"rendered":"Shell treibt Risiko-Projekt in der Arktis voran"},"content":{"rendered":"<p><b>Der \u00d6lkonzern Shell will dieses Jahr in der Arktis mit \u00d6lbohrungen beginnen. Derweil verzichtet das norwegische Unternehmen Statoil noch darauf, nachdem mehrere \u00d6lfirmen ihre Arktispl\u00e4ne auf Eis gelegt hatten.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Der \u00d6lkonzern Shell will dieses Jahr in der Arktis mit \u00d6lbohrungen beginnen. Derweil verzichtet das norwegische Unternehmen Statoil noch darauf, nachdem mehrere \u00d6lfirmen ihre Arktispl\u00e4ne auf Eis gelegt hatten.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9adffbab-9adffbab-150130_shell.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9adffbab-9adffbab-150130_shell.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 30. Januar 2015<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            &#8218;Save the Arctic&#8216; LEGO Scene in Spain \u00a9 Pedro Armestre \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Shell buhlt bei der US-Regierung um eine Lizenz f\u00fcr \u00d6lbohrungen in der Arktis. Der niederl\u00e4ndisch-britische Konzern will im Sommer vor der K\u00fcste Alaskas nach \u00d6l bohren. Es ist zu bef\u00fcrchten, dass er sein Ziel erreicht:\u00a0Knapp f\u00fcnf Jahre nach der \u00d6lkatastrophe im Golf von Mexiko sind weitere Bohrungen f\u00fcr die USA offenbar kein Tabu mehr. Die Regierung hat neue Regionen f\u00fcr die Vergabe von Bohrlizenzen vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Ein in Washington vorgestellter Plan zur Energief\u00f6rderung f\u00fcr die Jahre 2017 bis 2022 sieht vor, dass in zwei ebenso abgelegenen wie sensiblen Meeresgebieten nach \u00d6l gesucht werden darf: in der Beaufort- und der Tschuktschensee n\u00f6rdlich von Alaska. In diesen Regionen w\u00e4ren nur kleine Gebiete von der Lizenzvergabe ausgenommen und somit gesch\u00fctzt.<\/p>\n<h3>Wahrscheinlichkeit f\u00fcr \u00d6lunfall: 75 Prozent\u00a0<\/h3>\n<p>Beide Regionen verf\u00fcgen weder \u00fcber eine ausreichende Pr\u00e4senz der K\u00fcstenwache noch \u00fcber die n\u00f6tige Infrastruktur, um angemessen auf ein m\u00f6gliches \u00d6lungl\u00fcck zu reagieren. Dabei sch\u00e4tzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen oder sogar mehrere schwere Unf\u00e4lle bei Bohrungen auf 75 Prozent. \u00abEs ist unverantwortlich, angesichts dieser enormen Risiken weitere Gebiete der Arktis f\u00fcr die \u00d6lindustrie freizugeben\u00bb, sagt Lisa Maria Otte, Greenpeace-Expertin f\u00fcr die Arktis. <a title=\"Shell-Pannenserie\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/shells-arktisteam-macht-erneut-negativ-schlag\/blog\/51647\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erst 2012 hatte Shell mit einer unvergleichlichen Pannenserie in den Gew\u00e4ssern Alaskas gezeigt, dass weder Konzerne noch Regierungen den Herausforderungen der Arktis gewachsen sind.<\/a> \u00abObama muss Shell jetzt eine Absage f\u00fcr die Arktis-Bohrungen in diesem Jahr erteilen!\u00bb, so Otte.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident hatte sich erst zu Beginn dieser Woche in einer\u00a0<a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/energy-environment\/wp\/2015\/01\/25\/obama-administration-to-propose-new-wilderness-protections-in-arctic-refuge-alaska-republicans-declare-war\/?tid=HP_lede&amp;tid=HP_breaking?tid=HP_lede&amp;tid=HP_breaking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Videobotschaft<\/a>\u00a0f\u00fcr einen verst\u00e4rkten Schutz von rund f\u00fcnf Millionen Hektar Land im Arctic National Wildlife Refuge ausgesprochen. \u00abMit der Ausweitung der \u00d6lbohrungen im Arktischen Ozean macht er sich nun absolut unglaubw\u00fcrdig\u00bb, so Otte.<\/p>\n<h3>Pl\u00e4ne untergraben Klimaschutz<\/h3>\n<p>Damit unterl\u00e4uft die US-Regierung auch ihre eigenen Bem\u00fchungen f\u00fcr einen verst\u00e4rkten Klimaschutz. Eine erst k\u00fcrzlich in der Fachzeitschrift \u00abNature\u00bb ver\u00f6ffentlichte\u00a0<a href=\"http:\/\/www.nature.com\/nature\/journal\/v517\/n7533\/full\/nature14016.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wissenschaftliche Studie<\/a>\u00a0best\u00e4tigt: Wenn wir dem Klimawandel entgegensteuern und daf\u00fcr den Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius halten wollen, muss das \u00d6l aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben.<\/p>\n<p><span>Dessen ungeachtet treibt Shell seine Arktispl\u00e4ne weiter voran. Wie Gazprom: Der russische Staatskonzern ist bisher der erste und einzige, der n\u00f6rdlich der arktischen Eisgrenze nach \u00d6l bohrt. Beide setzen sie eine einzigartige, sensible Region aufs Spiel; die Arktis ist die Heimat indigener V\u00f6lker und endemischer Tierarten wie der Eisb\u00e4ren oder der Narwale.<\/span><\/p>\n<p>Doch es gibt auch Hoffnung auf eine Trendwende bei der Ausbeutung arktischer Ressourcen: <a title=\"\u00d6lfirmen ziehen Arktispl\u00e4ne zur\u00fcck\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/weitere-drei-oelfirmen-legen-arktisplaene-auf\/blog\/51869\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vor Gr\u00f6nland verlassen \u00d6lfirmen gerade die Arktis und geben ihre Bohrlizenzen zur\u00fcck. <\/a>Und der norwegische Konzern Statoil gab j\u00fcngst bekannt, seine Arktis-Pl\u00e4ne mindestens f\u00fcr dieses Jahr auf Eis zu legen. Die Konzerne erkennen, dass ihre \u00d6l-Ambitionen dort nicht profitabel und zu riskant sind. Bleibt zu hoffen, dass auch Shell zur Einsicht kommt und seine Pl\u00e4ne f\u00fcr Alaska aufgibt.<\/p>\n<p><span>Helfen Sie uns, die Arktis vor der Gier der \u00d6lkonzerne zu bewahren.\u00a0<\/span><a class=\"zoom\" title=\"Save the arctic\" href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werden Sie Arktissch\u00fctzerIn.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00d6lkonzern Shell will dieses Jahr in der Arktis mit \u00d6lbohrungen beginnen. Derweil verzichtet das norwegische Unternehmen Statoil noch darauf, nachdem mehrere \u00d6lfirmen ihre Arktispl\u00e4ne auf Eis gelegt hatten. Der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":10591,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-10589","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10589"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10589\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10589"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=10589"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=10589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}