{"id":106448,"date":"2024-03-09T10:55:29","date_gmt":"2024-03-09T09:55:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=106448"},"modified":"2024-03-09T10:55:35","modified_gmt":"2024-03-09T09:55:35","slug":"unscheinbarer-superheld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/106448\/unscheinbarer-superheld\/","title":{"rendered":"Unscheinbarer Superheld"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Auf den ersten Blick wirkt es wenig aufregend. Dabei z\u00e4hlt es zu den produktivsten Lebensr\u00e4umen der Erde \u2013 und k\u00f6nnte eine entscheidende Rolle bei der Gesundung der Meere und K\u00fcstenr\u00e4ume spielen. Doch dem Seegras geht es schlecht. Forschende aus Deutschland versuchen, die Unterwasserwiesen in der Ostsee wieder anzupflanzen und so Best\u00e4nden auf der ganzen Welt zu helfen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Wenn Maike Paul und Philipp Schubert an die Arbeit gehen, helfen sie nicht nur den Meeren, sondern auch dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz. Der n\u00e4mlich verpflichtet sich im aktuellen Koalitionsvertrag zu einer Naturschutzma\u00dfnahme, die es vorher noch nie in ein deutsches Regierungsprogramm schaffte: \u00abDie nat\u00fcrliche CO<sub>2<\/sub>-Speicherf\u00e4higkeit der Meere werden wir durch ein gezieltes Aufbauprogramm verbessern (Seegras-Wiesen, Algen-W\u00e4lder)\u00bb, hei\u00dft es dort. An einem dieser Aufbauprogramme arbeiten die K\u00fcstenforscherin Maike Paul und der Meeresbiologe Philipp Schubert.<\/p>\n\n<p>\u00abEs ist sch\u00f6n, dass die Politik die immense Bedeutung von Seegras f\u00fcr den Klimaschutz erkannt hat. Doch dieser Satz im Koalitionsvertrag allein reicht nicht aus\u00bb, sagt Schubert, Doktorand am Geomar Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel und einer der f\u00fchrenden Seegrasexperten Deutschlands. Der 47-J\u00e4hrige steht am Steuerrad der Mola Mola. An einem k\u00fchlen, sonnigen Morgen im April f\u00fchrt er das Boot, das er gemeinsam mit seinen Kolleg:innen f\u00fcr Tauch- und Forschungseins\u00e4tze nutzt, vom Olympiahafen Schilksee hinaus in die Kieler F\u00f6rde. Nach gut zehn Minuten drosselt er den Motor. Eigentlich m\u00fcsste man hier das Seegras sehen. Die Ostsee ist an dieser Stelle nur drei, vier Meter tief. Doch der Blick \u00fcber die Bordwand zeigt nur eine milchige, gr\u00fcngraue Wasseroberfl\u00e4che. Warum Schubert das Seegras nicht sieht, dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n<p>Direkt unter dem Bootsrumpf w\u00e4chst eine Seegraswiese etwa so gro\u00df wie 140 Fu\u00dfballfelder. Der Meeresbiologe geht ans Heck der Mola Mola und l\u00e4sst behutsam eine Spezialkamera ins Wasser. Ein langes Kabel verbindet sie mit einem Monitor im Steuerhaus. Dann gibt Schubert vorsichtig Gas und das Boot schiebt sich beh\u00e4big durch die F\u00f6rde. Links neben sich sieht er die \u00dcbertragung der Kamerabilder: hellgr\u00fcne, gut 30 Zentimeter lange Grashalme, die sanft von links nach rechts wiegen. Das Wasser ist tr\u00fcb vom umhertreibenden Plankton. Alle paar Meter wechselt die Szenerie zwischen dichtem Bewuchs und karger Unterwasserw\u00fcste. F\u00fcr Schubert kein Grund zur Sorge: \u00ab\u00dcber den Winter verliert diese Seegrasart fast alle Halme. Sobald der Fr\u00fchling beginnt, f\u00e4ngt sie wieder an zu wachsen.\u00bb Diese Wiese sei gesund, res\u00fcmiert er zufrieden und sagt: \u00abDavon br\u00e4uchten wir in Deutschland \u2013 und weltweit \u2013 viel, viel mehr.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106471\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-1025x1366.jpg 1025w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-255x340.jpg 255w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/38f58989-benjamin-l-jones-n347mwm0mag-unsplash-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Raubfische wie Aale und Schollen finden in Seegraswiesen einen Gro\u00dfteil ihrer Nahrung. \u00a9 Benjamin Jones<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00e4ser mit Superkr\u00e4ften<\/h2>\n\n<p>Seegraswiesen z\u00e4hlen zu den produktivsten Lebensr\u00e4umen, die es auf der Erde gibt. Bis zu 100 Tierarten leben in diesem Unterwasserhabitat in der sonst so artenarmen Ostsee. Sie dienen Seenadeln, Dorschen und zahllosen anderen Fischen als Fortpflanzungs- und Laichgebiet, als Aufzuchtsort f\u00fcr den Nachwuchs. Raubfische wie Aale und Schollen finden hier einen Gro\u00dfteil ihrer Nahrung, andere suchen Zuflucht. Au\u00dferdem sch\u00fctzt Seegras die K\u00fcsten, weil die Wurzeln Erosion minimieren und Halme die Kraft der Wellen um bis zu 40 Prozent senken. Es filtert Bakterien aus dem Wasser, zieht N\u00e4hrstoffe an und speichert Kohlenstoff in Halmen und Wurzeln.<\/p>\n\n<p>Forschende wie Schubert und Paul wissen seit Jahren um die Superkr\u00e4fte dieser unscheinbaren Pflanze. Doch au\u00dferhalb der Wissenschaft wurde ihre heilsame Wirkung f\u00fcr den Planeten lange untersch\u00e4tzt. Auch deshalb ist Seegras weitaus weniger erforscht als vergleichbare marine \u00d6kosysteme wie Korallenriffe oder Mangrovenw\u00e4lder. Dabei w\u00e4chst die Pflanze in 159 L\u00e4ndern und an fast allen K\u00fcsten der Erde. Sie bedeckt etwa 0,1 Prozent des Meeresbodens und alle Seegraswiesen weltweit sind mit 317&#8217;000 Quadratkilometern fast so gro\u00df wie Deutschland. Mindestens 65 Arten wurden bislang klassifiziert. Die genaue Zahl ist umstritten. Zostera marina, die Art, die gerade an Schuberts Kamera vorbeifliegt, ist die am weitesten verbreitete. Sie existiert auf der gesamten Nordhalbkugel, w\u00e4chst nicht nur vor Kiel, sondern auch vor Island, Japan und Alaska. Vor Algerien, Spanien und Mexiko.<\/p>\n\n<p>Doch das Seegras ist in Not. Jedes Jahr schrumpfen die weltweiten Best\u00e4nde um etwa sieben Prozent. Allein in Europa gingen zwischen 1869 und 2016 fast 36&#8217;000 Hektar verloren. Eine Fl\u00e4che halb so gro\u00df wie Hamburg. Zwar erholen sich einige Wiesen von allein, das aber ist die Ausnahme.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"666\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-666x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106480\" style=\"width:666px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-666x1024.jpg 666w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-195x300.jpg 195w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-768x1181.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-999x1536.jpg 999w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-1332x2048.jpg 1332w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-888x1366.jpg 888w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-221x340.jpg 221w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/6f560fd1-caleb-kastein-yq1mmef_7is-unsplash-scaled.jpg 1665w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seegr\u00e4ser weltweit k\u00e4mpfen ums \u00dcberleben. \u00a9 Caleb Kastein<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den Verlust des Seegrases: die \u00dcberd\u00fcngung in der Landwirtschaft. Auf den Feldern werden zu viele N\u00e4hrstoffe ausgebracht, die durch Regen und Abw\u00e4sser in die Fl\u00fcsse und letztlich die Ozeane gelangen. Dort befeuern Kalium, Phosphor und Stickstoff die Algenbl\u00fcte, sodass dem Seegras das Licht f\u00fcr die lebenswichtige Fotosynthese genommen wird. \u00abAls mein Vater in den F\u00fcnfzigerjahren als Kind in Friedrichsort n\u00f6rdlich von Kiel auf der Kaimauer stand, sah er, wie in elf Metern Wassertiefe die Aale durch das Seegras schwammen\u00bb, sagt Schubert, w\u00e4hrend er die Kamera wieder aus dem tr\u00fcben Wasser holt. Heute sei das in der Ostsee undenkbar. Selten w\u00e4chst Zostera marina tiefer als sechs oder sieben Meter. Die Art braucht mindestens zehn Prozent des Tageslichts, sonst verk\u00fcmmert sie. Dort, wo das Seegras noch w\u00e4chst, zerst\u00f6rt oft die Fischerei die Wiesen. Noch dazu lassen steigende Wassertemperaturen \u2013 Stichwort Klimawandel \u2013 die Gr\u00e4ser absterben.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Komplizierte Renaturierung<\/h2>\n\n<p>Vom k\u00fcstenfernen Hannover aus k\u00fcmmert sich Maike Paul darum, dass in der schleswig-holsteinischen Ostsee in Zukunft wieder mehr Seegraswiesen gedeihen. Die 44-j\u00e4hrige Geo\u00f6kologin der Leibniz Universit\u00e4t Hannover leitet das Projekt \u00abSeaStore\u00bb. An dem vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderten Projekt sind sechs Institutionen aus ganz Deutschland beteiligt, unter anderem das Geomar sowie das Institut f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel, die Universit\u00e4t Greifswald und die Technische Universit\u00e4t Braunschweig. \u00abWir wollen Methoden entwickeln, wie sich bestehende Seegraswiesen in der s\u00fcdlichen Ostsee m\u00f6glichst effizient sch\u00fctzen und neue wieder ansiedeln lassen\u00bb, sagt Paul.<\/p>\n\n<p>Insbesondere die Renaturierung von Seegraswiesen ist kompliziert. Man k\u00f6nnte sogar sagen: Sie gleicht einem Gl\u00fccksspiel. Erste Versuche, Zostera marina in Deutschland wieder anzupflanzen, gab es bereits in den 1950er-Jahren. Sie blieben ohne Erfolg. Auch weltweit sind die Anwuchsraten und der langfristige Erhalt neuer Wiesen unterdurchschnittlich. Die meisten verk\u00fcmmern sp\u00e4testens nach einigen Jahren. Woran das liegt, wei\u00df niemand genau. Seegras scheint sehr w\u00e4hlerisch.<\/p>\n\n<p>Paul und ihr Team haben bislang Gl\u00fcck. Allen drei Wiesen, die sie 2021 und 2022 neu gesetzt haben, geht es gut. Einerseits lag das wohl an der guten Standortwahl. Sowohl in der Kieler F\u00f6rde als auch der Schleim\u00fcndung bei Maasholm und in der Geltinger Bucht gab es fr\u00fcher Seegraswiesen. Ein wichtiges Indiz, ob die Anwuchs-Chancen f\u00fcr neue Setzlinge besonders hoch sind. Um diese Standorte zu identifizieren und generell eine Vorstellung vom Seegrasbestand zu bekommen, hat Schubert mit seinen Kolleg:innen die gesamte Ostseek\u00fcste zwischen Flensburg und Travem\u00fcnde kartiert. \u00dcber 800 Kilometer Meeresboden filmten sie mit ihrer Schleppkamera. Die Auswertung der Daten zeigte ihnen nicht nur, wo derzeit Seegras w\u00e4chst. Modellierungen lassen auch erahnen, wo es potenziell Wiesen geben k\u00f6nnte, derzeit aber keine wachsen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106477\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-1821x1366.jpg 1821w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/9f381b99-benjamin-l-jones-v77svymwwtg-unsplash-453x340.jpg 453w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seegraswiesen zu z\u00fcchten ist gar nicht so einfach. \u00a9 Benjamin Jones<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aussaat im Meer oder an Land<\/h2>\n\n<p>Ein zweiter Grund f\u00fcr den Erfolg der neuen Unterwasserwiesen in der Ostsee: die Pflanzmethode. Momentan kennt die Wissenschaft drei verschiedene. Theoretisch reicht es, die Samen ins Meer zu werfen. Die Str\u00f6mung treibt sie fort und mit etwas Gl\u00fcck keimen sie im Meeresboden. Die Anwuchsraten aber liegen bei unter zehn Prozent. Das bedeutet auch: Um auf diese Art erfolgreich eine Wiese anzusiedeln, braucht es Millionen Samen. Renaturierungsprojekte in den Niederlanden und den USA arbeiten auf diese Weise.<\/p>\n\n<p>Alternativ k\u00f6nnen die Samen an Land in einem Wasserbecken auf einem Raster eingepflanzt werden. Sobald die Keime ausgetrieben sind, setzt man das Gitter auf den Meeresgrund und hofft, dass die Pflanzen dort weiterwachsen. Das Project Seagrass in Wales geht so vor. In der Theorie lassen sich damit sehr schnell gro\u00dfe Fl\u00e4chen bepflanzen. Doch auch hier sind die Erfolgschancen bislang m\u00e4\u00dfig.<\/p>\n\n<p>Wissenschaftler:innen der Universit\u00e4t Hannover entwickeln derzeit Anwuchshilfen. Matten, aus denen halm\u00e4hnliche Strukturen herausragen, sollen die Wasserbewegung d\u00e4mpfen und einen beruhigten Bereich kreieren, in dem die ausges\u00e4ten Samen besser keimen und anschlie\u00dfend die Wurzeln der gepflanzten Sprossen nach der Umsetzung besser im Sediment haften. Mit Tests in 3D-Wellen-Str\u00f6mungsbecken wird die Wirksamkeit unter Realbedingungen erprobt. Noch ist die Entwicklungsphase nicht abgeschlossen. Paul und ihr Team suchen nach einem nachhaltigen Material f\u00fcr die k\u00fcnstlichen Seegrashalme: \u00abPlastik wollen wir auf keinen Fall in die Meere setzen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Die dritte Methode \u2013 sie wird von Paul und Schubert angewandt \u2013 ist mit Abstand die aufwendigste und teuerste. Wie Unterwasserg\u00e4rtner:innen haben Schubert und seine drei Kolleg:innen vom Taucherkollektiv Submaris mit einer kleinen Handschaufel mehr als 36&#8217;000 Seegraspflanzen in den Ostseeboden gedr\u00fcckt. Spross f\u00fcr Spross. Seegras f\u00fcr Seegras. Auf einer Fl\u00e4che von 3000 Quadratmetern. Winzig im Vergleich zur Gr\u00f6\u00dfe bestehender Wiesen. Noch dazu mussten die Setzlinge f\u00fcr die Pflanzung zun\u00e4chst aus einer gesunden Spenderwiese entnommen, an Bord des Bootes sortiert und dann m\u00f6glichst schnell am Zielort wieder eingesetzt werden. Doch der Erfolg gibt ihnen Recht. \u00ab\u00dcber 90 Prozent der Pflanzen sind angewachsen. Deswegen haben wir diesen aufwendigen Weg gew\u00e4hlt\u00bb, sagt Schubert. Erstaunlich ist auch wie wenig Pflanzen n\u00f6tig sind, um eine neue Wiese zu bilden. Eine gesunde Wiese z\u00e4hlt zwischen 400 und 1000 Pflanzen pro Quadratmeter. Wird ein neues Habitat in einem Schachbrettmuster angelegt, reicht es, jeden zweiten Quadratmeter mit lediglich acht Pflanzen zu best\u00fccken. Schon nach wenigen Jahren hat sich das Seegras ganz von allein auch in den vormals leeren Zwischenr\u00e4umen angesiedelt.<\/p>\n\n<p>Der Materialeinsatz also ist gering, der Aufwand enorm. Derzeit testet das Team, ob sich die Methode \u00fcber Citizen-Science-Projekte mit engagierten und speziell geschulten Taucher:innen aus Vereinen oder Naturschutzorganisationen skalieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106483\" style=\"width:736px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/7a9549b7-oleksandr-sushko-jj9siqckvw4-unsplash-510x287.jpg 510w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verschiedene Pflanzmethoden machen Hoffnung. \u00a9 Oleksandr Sushko<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heimat f\u00fcr Garnelen und Co. <\/h2>\n\n<p>Von der Pflanzung abgesehen, geht es auch darum, die Entwicklung der transplantierten Wiesen zu dokumentieren. Daf\u00fcr ist ein Teil der Pflanzen nummeriert. Beobachtungen zeigen, dass sich schon nach wenigen Wochen neues Leben in den Habitaten ansiedelt, etwa Seenadeln, Grundeln oder Garnelen, die vorher nirgends auf den Sandfl\u00e4chen gesichtet wurden. Studien legen allerdings nahe, dass neue Wiesen erst nach gut zw\u00f6lf Jahren vollends dieselben \u00d6kosystemdienstleistungen erbringen k\u00f6nnen wie bereits bestehende.<\/p>\n\n<p>Dass ein langfristiger Erhalt m\u00f6glich ist, zeigt ein Blick in die Geschichte. \u00abSeegraswiesen gibt es in der Ostsee mindestens seit der letzten Eiszeit. Die \u00e4lteste nachgewiesene Wiese steht vor der finnischen K\u00fcste und ist \u00fcber 1000 Jahre alt\u00bb, sagt Schubert. Er sitzt an Deck der Mola Mola, die er gerade an ihrem Liegeplatz im Hafen festgemacht hat. Die Unterwasserkamera ist verstaut, der Motor ausgeschaltet und zwei gro\u00dfe Fender, so hei\u00dfen die robusten, luftgef\u00fcllten Gummik\u00f6rper, sch\u00fctzen die silberne Aluh\u00fclle des Bootes vor Besch\u00e4digungen durch die Kaimauer.<\/p>\n\n<p>Um die Seegrasbest\u00e4nde zu f\u00f6rdern und die Wissensl\u00fccken zu schlie\u00dfen, ist beim reinen Anpflanzen l\u00e4ngst nicht Schluss. Der SeaStore-Forschungsverbund nutzt Licht- und Str\u00f6mungssensoren in den neu angelegten Wiesen, um wichtige Daten \u00fcber die Umweltbedingungen und ihre Ver\u00e4nderungen an den jeweiligen Standorten zu bekommen. Analysen zum Mikrobiom von Seegras sollen Aufschluss dar\u00fcber geben, inwiefern sich die Mikroorganismen neuer Wiesen von denen alter Wiesen unterscheiden und \u00fcber die Zeit angleichen. Durch die Ansiedlung von Miesmuscheln \u2013 sie filtern Schwebstoffe aus dem Wasser, verringern dessen Tr\u00fcbungsgrad und erleichtern die Fotosynthese \u2013 pr\u00fcfen die Wissenschaftler:innen, ob sich die Gesundheit der Seegraswiesen weiter verbessern l\u00e4sst.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-106456\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-1025x1366.jpg 1025w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-255x340.jpg 255w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/03\/887c3c54-benjamin-l-jones-b5sj2rlrdfy-unsplash-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seegraswiesen sind Heimat und bieten Schutz f\u00fcr Gross und Klein. \u00a9 Benjamin Jones<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es braucht auch die Politik<\/h2>\n\n<p>Trotz der intensiven Forschung wissen Paul, Schubert und ihre Kolleg:innen noch immer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig \u00fcber diese so allgegenw\u00e4rtige Pflanze. Der Austausch mit \u00e4hnlichen Projekten, etwa an der University of Southern Denmark in Odense, der Universit\u00e4t G\u00f6teborg in Schweden oder dem Project Seagrass in Gro\u00dfbritannien, soll weitere Erkenntnisse bringen und aus dem vermeintlichen Gl\u00fccksspiel der Renaturierung ein kalkuliertes Vorgehen machen.<\/p>\n\n<p>Schubert will derweil bald die n\u00e4chste Kartierung starten und pr\u00fcfen, ob sich die Best\u00e4nde erholen oder weiter schrumpfen. Daf\u00fcr wird er wieder wochenlang mit der Mola Mola und der Schleppkamera im Schneckentempo die schleswig-holsteinische K\u00fcste entlang tuckern. Unterst\u00fctzung bekommt er dabei wom\u00f6glich von ganz oben. Ein M\u00fcnchner Unternehmen verspricht, dass es die Wiesen per Satellit dokumentieren kann. Spezielle Kameras sollen daf\u00fcr bis zu zehn Meter unter die Wasseroberfl\u00e4che sehen. Bislang galt die Luft-Wasser-Grenze als un\u00fcberwindbare Barriere f\u00fcr genaue bildgebende Verfahren. \u00abIch habe erste Modellrechnungen gesehen und bin wirklich \u00fcberrascht. Das k\u00f6nnte uns tats\u00e4chlich helfen\u00bb, sagt Schubert.<\/p>\n\n<p>Hilfe br\u00e4uchten er, Paul und ihr Team allerdings auch von der Politik. Ohne strengere Regeln \u2013 oder gar Verbote \u2013 f\u00fcr die Landwirtschaft und Fischerei wird es schwierig, die Seegraswiesen langfristig effektiv zu sch\u00fctzen. Dann h\u00e4tten nicht nur Schubert und Paul ihr Ziel verfehlt, sondern auch der Bundeskanzler.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<p>Diese und weitere Geschichten \u00fcber den Schutz von Ostsee, Nordsee und Nordatlantik gibt es in Florian Sturms Buch \u00abEin Leben f\u00fcr den Ozean. 10 Geschichten von den Helden der Meere\u00bb. Zu finden unter <a href=\"http:\/\/www.ein-leben-fuer-den-ozean.de\">ein-leben-fuer-den-ozean.de<\/a>.<\/p>\n\t\t\t<section\n\t\t\tclass=\"boxout post-102566 \"\n\t\t\t\n\t\t>\n\t\t\t<a\n\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\tdata-ga-action=\"Image\"\n\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\tclass=\"cover-card-overlay\"\n\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/schutz-fuer-unseren-blauen-planeten\/\" \n\t\t\t><\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<img\n\t\t\t\t\t\tsrc=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/01\/1ac97a3b-gp1ta60b-1024x683-1.jpg\"\n\t\t\t\t\t\tsrcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/01\/1ac97a3b-gp1ta60b-1024x683-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/01\/1ac97a3b-gp1ta60b-1024x683-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/01\/1ac97a3b-gp1ta60b-1024x683-1-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/01\/1ac97a3b-gp1ta60b-1024x683-1.jpg 1024w\"\n\t\t\t\t\t\tsizes=\"(min-width: 1000px) 358px, (min-width: 780px) 313px, 88px\"\n\t\t\t\t\t\talt=\"\" title=\"\"\n\t\t\t\t\/>\n            \t\t\t<div class=\"boxout-content\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a\n\t\t\t\t\t\tclass=\"boxout-heading medium\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-action=\"Title\"\n\t\t\t\t\t\tdata-ga-label=\"n\/a\"\n\t\t\t\t\t\thref=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/schutz-fuer-unseren-blauen-planeten\/\"\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\tSchutz f\u00fcr unseren blauen Planeten\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"boxout-excerpt\">Fordere die f\u00fchrenden Politiker:innen dazu auf, neue Meeresschutzgebiete zu schaffen und unseren blauen Planeten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\t\t\t\t                                    <a\n                        class=\"btn btn-primary\"\n                        data-ga-category=\"Take Action Boxout\"\n                        data-ga-action=\"Call to Action\"\n                        data-ga-label=\"n\/a\"\n                        href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/schutz-fuer-unseren-blauen-planeten\/\"\n                        \n                    >\n                        Mitmachen\n                    <\/a>\n                \t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/section>\n\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Seegras geht es schlecht. Forschende aus Deutschland versuchen, die Unterwasserwiesen in der Ostsee wieder anzupflanzen und so Best\u00e4nden auf der ganzen Welt zu helfen.<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":106459,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41,50],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[196],"class_list":["post-106448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","tag-klima","p4-page-type-hintergrund","gpch-article-type-reportage"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106448"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106589,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106448\/revisions\/106589"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/106459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=106448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=106448"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=106448"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=106448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}