{"id":10697,"date":"2014-12-03T00:00:00","date_gmt":"2014-12-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10697\/cofrentes-17-in-spanien-vor-gericht\/"},"modified":"2019-05-30T10:38:58","modified_gmt":"2019-05-30T08:38:58","slug":"cofrentes-17-in-spanien-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10697\/cofrentes-17-in-spanien-vor-gericht\/","title":{"rendered":"\u00abCofrentes 17\u00bb in Spanien vor Gericht"},"content":{"rendered":"<p><b>Sie haben ein friedliches Zeichen gegen Atomkraft gesetzt \u2013 jetzt stehen sie in Spanien vor Gericht: 16 Greenpeace-AktivistInnen und einem Fotografen drohen mehr als zweieinhalb Jahre Haft.<\/p>\n<p>            Zoom<\/p>\n<p>        Mittwoch, 3. Dezember 2014<br \/>\n        Es ist unsere Pflicht die Umwelt zu sch\u00fctzen, es ist unser Recht zu demonstrieren<\/p>\n<p>            Die Mitarbeiter von Greenpeace Schweiz zeigen ihre Solidarit\u00e4t zu den Cofrentes17.<\/p>\n<p>\u00a015. Februar 2011: 16 Greenpeace-AktivistInnen und ein unabh\u00e4ngiger Fotojournalist dringen auf das Gel\u00e4nde des veralteten Atomkraftwerkes Cofrentes im Osten Spaniens vor. Sie klettern auf den K\u00fchlturm und malen den Schriftzug \u00abPeligro Nuclear\u00bb (Nukleare Gefahr) in grossen Buchstaben an die Betonwand. Mit gutem Grund:\u00a0Der Meiler ist vollkommen veraltet, die Betriebsgenehmigung sollte eigentlich am 19. M\u00e4rz 2011 auslaufen. Stattdessen entschied sich die sozialistische Regierung des Landes f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung \u2013 obwohl es in der Anlage bereits mehrere Zwischenf\u00e4llen gab und die Sicherheitsvorkehrungen offensichtlich mangelhaft waren.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p data-edit-field-id=\"node\/15232\/title\/de\/full\"><strong>Sie haben ein friedliches Zeichen gegen Atomkraft gesetzt \u2013 jetzt stehen sie in Spanien vor Gericht: 16 Greenpeace-AktivistInnen und einem Fotografen drohen mehr als zweieinhalb Jahre Haft.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2f8b372e-2f8b372e-cofrentes17_ch.jpg\" title=\"Es ist unsere Pflicht die Umwelt zu sch\u00fctzen, es ist unser Recht zu demonstrieren\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Es ist unsere Pflicht die Umwelt zu sch\u00fctzen, es ist unser Recht zu demonstrieren\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2f8b372e-2f8b372e-cofrentes17_ch.jpg\" alt=\"Es ist unsere Pflicht die Umwelt zu sch\u00fctzen, es ist unser Recht zu demonstrieren\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Mittwoch, 3. Dezember 2014<\/span><br \/>\n        <strong>Es ist unsere Pflicht die Umwelt zu sch\u00fctzen, es ist unser Recht zu demonstrieren<\/strong><\/p>\n<p>\n            Die Mitarbeiter von Greenpeace Schweiz zeigen ihre Solidarit\u00e4t zu den Cofrentes17.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<br \/><\/strong>15. Februar 2011: 16 Greenpeace-AktivistInnen und ein unabh\u00e4ngiger Fotojournalist dringen auf das Gel\u00e4nde des veralteten Atomkraftwerkes Cofrentes im Osten Spaniens vor. Sie klettern auf den K\u00fchlturm und malen den Schriftzug \u00abPeligro Nuclear\u00bb (Nukleare Gefahr) in grossen Buchstaben an die Betonwand. Mit gutem Grund:\u00a0Der Meiler ist vollkommen veraltet, die Betriebsgenehmigung sollte eigentlich am 19. M\u00e4rz 2011 auslaufen. Stattdessen entschied sich die sozialistische Regierung des Landes f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung \u2013 obwohl es in der Anlage bereits mehrere Zwischenf\u00e4llen gab und die Sicherheitsvorkehrungen offensichtlich mangelhaft waren.<\/p>\n<div class=\"field--body ugc\" data-edit-field-id=\"node\/15232\/field_body\/und\/full\">\n<h3>Umweltschutz ist Recht und Pflicht<\/h3>\n<p>Mit ihrer Aktion nahmen die Greenpeace-AktivistInnen ein spanisches Verfassungsrecht wahr: Der Artikel 45 garantiert den Anspruch \u00abauf eine Umwelt, die f\u00fcr die Entwicklung jedes Individuums geeignet ist, und die Pflicht, diese zu erhalten\u00bb.\u00a0Dennoch drohen den 17 Angeklagten jeweils bis zu 32 Monate Haft. Das spanische Greenpeace-B\u00fcro sieht in der Anklage einen Angriff auf das Demonstrationsrecht. Deshalb mobilisiert es die \u00d6ffentlichkeit: TwittererInnen sprechen mit einer Bildaktion unter dem Hashtag\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/cofrentes17?f=realtime\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">#Cofrentes17<\/a>\u00a0weltweit ihre Solidarit\u00e4t aus und fordern Straffreiheit f\u00fcr die AktivistInnen.<\/p>\n<p>Am 4. Dezember beginnt nun der Prozess gegen die \u00abCofrentes 17\u00bb. Die Angeklagten sind V\u00e4ter und M\u00fctter, SozialarbeiterInnen und BiologInnen \u2013 Menschen verschiedenster Berufsgruppen und unterschiedlichen Alters, die sich aus \u00dcberzeugung f\u00fcr den Schutz der Umwelt eingesetzt haben. Ihnen wird \u00f6ffentliche Unruhestiftung , Sachbesch\u00e4digung und K\u00f6rperverletzung vorgeworfen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnte auf Greenpeace\u00a0 eine Geldstrafe von umgerechnet rund 433&#8217;000 Franken zukommen.<\/p>\n<h3>Beunruhigende Tendenz<\/h3>\n<p>Zus\u00e4tzlich \u00fcberschatten\u00a0weitere Repressalien gegen Greenpeace-AktivistInnen\u00a0das Verfahren. <a href=\"\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-eilt-kanaren-zu-hilfe-verletzte-na\/blog\/51371\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Als Meeressch\u00fctzerInnen im November gegen unverantwortliche \u00d6lbohrungen vor den Kanaren protestierten<\/a>\u00a0ging die spanische Marine aggressiv gegen sie vor und rammte deren Schlauchboote; drei AktivistInnen wurden verletzt. Das Greenpeace-Schiff \u00abArctic Sunrise\u00bb setzten die spanischen Beh\u00f6rden im Hafen fest.<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen gegen UmweltaktivistInnen darf keine Regel werden. Menschen, die sich friedlich daf\u00fcr einsetzen, dass die Umwelt f\u00fcr sie selbst und nachfolgende Generationen erhalten bleibt, d\u00fcrfen nicht mit Gef\u00e4ngnis bestraft werden. Das spanische Gericht setzt nun hoffentlich ein Zeichen f\u00fcr das Demonstrationsrecht und unterstreicht die Bedeutung des Artikels 45 der spanischen Verfassung. Denn: Umweltschutz ist unser Recht und unsere Pflicht!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie haben ein friedliches Zeichen gegen Atomkraft gesetzt \u2013 jetzt stehen sie in Spanien vor Gericht: 16 Greenpeace-AktivistInnen und einem Fotografen drohen mehr als zweieinhalb Jahre Haft. 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