{"id":10701,"date":"2014-12-01T00:00:00","date_gmt":"2014-11-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10701\/energiewende-oder-energiewendchen\/"},"modified":"2019-05-30T10:39:04","modified_gmt":"2019-05-30T08:39:04","slug":"energiewende-oder-energiewendchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10701\/energiewende-oder-energiewendchen\/","title":{"rendered":"Energiewende oder Energiewendchen?"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute startet im Nationalrat eine geradezu historische Debatte \u2013 die Parlamentarier haben es w\u00e4hrend einer 20-st\u00fcndigen Marathon-Sitzung in der Hand, wichtige Pfl\u00f6cke einzuschlagen f\u00fcr die Energiewende. Es geht unter anderem um F\u00f6rdergelder f\u00fcr erneuerbare Energie und um mehr Energieeffizienz. Kr\u00f6nender Abschluss ist dann die Debatte um den Atomausstieg.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\u00a9 2011 B\u00e9atrice Dev\u00e8nes, Photomontage Greenpeace\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/457e7f1f-457e7f1f-nationalratssaal-wind.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" title=\"\u00a9 2011 B\u00e9atrice Dev\u00e8nes, Photomontage Greenpeace\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/457e7f1f-457e7f1f-nationalratssaal-wind.jpg\" alt=\"\u00a9 2011 B\u00e9atrice Dev\u00e8nes, Photomontage Greenpeace\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"frame\"><strong>\u00a9 2011 B\u00e9atrice Dev\u00e8nes, Photomontage Greenpeace<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<p>Die Energiestrategie 2050, die der Nationalrat ber\u00e4t, ist ein dickes B\u00fcndel Papier mit unz\u00e4hligen Antr\u00e4gen, Vorschl\u00e4gen und Themen. Drei der aus Sicht von Greenpeace wichtigsten Diskussionspunkte werden hier kurz erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p><strong>Mehr Geld f\u00fcr Erneuerbare<\/strong><\/p>\n<p>Lohnt es sich, eine Solaranlage aufs Dach zu bauen? Aus Sicht der Umwelt: selbstverst\u00e4ndlich. Aber kann man sich das auch leisten? Um auch diese Frage mit \u00abJa\u00bb beantworten zu k\u00f6nnen, gibt es das System der Kostendeckenden Einspeiseverg\u00fctung (KEV) \u2013 mit dieser klingelt es in der Kasse f\u00fcr jede Kilowattstunde Solarstrom von der eigenen Photovoltaik-Anlage. Nur: F\u00fcr die Finanzierung dieser Projekte steht zu wenig Geld zur Verf\u00fcgung; die Warteliste ist mit fast 33&#8217;000 angemeldeten Projekten riesig. Mit einer Erh\u00f6hung des sogenannten Netzzuschlags von heute maximal 1.5 auf 2.3 Rappen pro Kilowattstunde soll dieser Engpass beseitigt werden. Sagt der Nationalrat Ja zu dieser Erh\u00f6hung wird zwar der Strom aus der Steckdose f\u00fcr uns alle etwas teurer. Total w\u00fcrde uns der Netzzuschlag monatlich etwa 3.50 Franken pro Person kosten. Mit andere Worten: F\u00fcr den Preis einer Tasse Kaffee im Monat steht endlich mehr Geld f\u00fcr Solaranlagen und andere erneuerbare Energien zur Verf\u00fcgung. Kein schlechter Deal, oder?<\/p>\n<p><strong>Effizient in die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Keine Energie ist umweltschonender und g\u00fcnstiger als eingesparte Energie. Doch Energieversorger wie Axpo, BKW, EWZ und andere verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von Strom. Ein falscher Anreiz f\u00fcr die Energiewende. Abhilfe schafft der Stromsparbonus: Die Energieversorger werden f\u00fcr gesteigerte Effizienz bei ihren Kunden finanziell belohnt. Und wer bezahlt das? Auf die gesamte Volkswirtschaft betrachtet, stellt sich die Frage gar nicht, denn durch die eingesparte Energie k\u00f6nnen Baukosten f\u00fcr neue Kraftwerke eingespart werden. Ein solcher Bonus ist unter anderem in D\u00e4nemark bereits erfolgreich eingef\u00fchrt worden. \u00c4hnliche Mechanismen gibt es auch in anderen EU-L\u00e4ndern, in Nordamerika sowie in China.<\/p>\n<p><strong>Atomausstieg? Aber bitte richtig!<\/strong><\/p>\n<p>\u00abFukushima? Was war da nochmal?\u00bb Etwa so scheinen viele Parlamentarier weniger als vier Jahr nach der Atom-Katastrophe in Japan zu denken. Statt endlich die Konsequenzen zu ziehen \u2013 will sagen: den AKW den Stecker \u2013 schaut man tatenlos zu, wie diese immer \u00e4lter und unsicherer werden. Als kr\u00f6nenden Abschluss der epischen Energiewende-Debatte hat es der Nationalrat in der Hand, endlich einen raschen und konsequenten Atomausstieg zu beschliessen. Ob er es tats\u00e4chlich tun wird, ist aber leider fraglich. Als Favorit gehandelt wird eine Variante, bei denen der Staat den AKW-Betreibern punkto Sicherheit zwar etwas mehr Vorschriften macht \u2013 ein Abschaltdatum fehlt in dieser Variante aber noch immer. Die Uralt-Reaktoren in Beznau und M\u00fchleberg k\u00f6nnten also weiter vor sich hin rosten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute startet im Nationalrat eine geradezu historische Debatte \u2013 die Parlamentarier haben es w\u00e4hrend einer 20-st\u00fcndigen Marathon-Sitzung in der Hand, wichtige Pfl\u00f6cke einzuschlagen f\u00fcr die Energiewende. 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