{"id":10726,"date":"2014-11-19T00:00:00","date_gmt":"2014-11-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10726\/public-eye-abstimmung-fuer-schlussbouquet-in-davos-eroeffnet\/"},"modified":"2019-05-30T10:39:42","modified_gmt":"2019-05-30T08:39:42","slug":"public-eye-abstimmung-fuer-schlussbouquet-in-davos-eroeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10726\/public-eye-abstimmung-fuer-schlussbouquet-in-davos-eroeffnet\/","title":{"rendered":"Public Eye: Abstimmung f\u00fcr Schlussbouquet in Davos er\u00f6ffnet"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach 15 Jahren Public Eye ziehen die Erkl\u00e4rung von Bern und Greenpeace Schweiz ihre Schlussbilanz und zeichnen einen Konzern f\u00fcr dessen unternehmerisches Lebens(un)werk mit einem besonderen Schm\u00e4hpreis aus.\u00a0Zur Wahl des\u00a0Online-Voting stehen mit Chevron, Dow Chemical, Gazprom, Glencore, Goldman Sachs und Walmart sechs fr\u00fchere Public Eye Award Gewinner \u2013 allesamt Firmen, deren unverantwortliche Gesch\u00e4ftspraktiken ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt sind.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Nach 15 Jahren Public Eye ziehen die Erkl\u00e4rung von Bern und Greenpeace Schweiz ihre Schlussbilanz und zeichnen einen Konzern f\u00fcr dessen unternehmerisches Lebens(un)werk mit einem besonderen Schm\u00e4hpreis aus.\u00a0Zur Wahl des\u00a0<a title=\"Public Eye\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Voting<\/a> stehen mit Chevron, Dow Chemical, Gazprom, Glencore, Goldman Sachs und Walmart sechs fr\u00fchere Public Eye Award Gewinner \u2013 allesamt Firmen, deren unverantwortliche Gesch\u00e4ftspraktiken ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt sind.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Jetzt Abstimmen\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1472b554-1472b554-pea-newsblog.jpg\" alt=\"Jetzt Abstimmen\" width=\"616\" height=\"270\"><\/strong><\/a><\/p>\n<p>Der \u00abPublic Eye Lifetime Award\u00bb wird am 23. Januar 2015 im Rahmen einer prominent besetzten Abschiedsveranstaltung in Sichtweise des World Economic Forum \u00fcbergeben &#8211; falls sich das gek\u00fcrte Unternehmen ans Public Eye traut.<\/p>\n<p>Die\u00a0finale Internet-Abstimmung\u00a0\u00fcber das sozial und\/oder \u00f6kologisch verantwortungsloseste Unternehmen seit dem Start der Public Eye Awards 2005 versammelt sechs altbekannte Firmen. Unter den von einer Fachjury sorgsam aus allen bisherigen Preistr\u00e4gern ausgew\u00e4hlten Shortlist-F\u00e4llen ist der gr\u00f6sste Industrieunfall der Geschichte im indischen Bhopal. Auch 30 Jahre danach lehnt der US-Konzern Dow Chemical immer noch jede Verantwortung f\u00fcr ein Ungl\u00fcck ab, bei dem bis heute 25&#8217;000 Menschen ums Leben kamen. Der texanische \u00d6lkonzern Chevron wiederum ist verantwortlich f\u00fcr die Verpestung riesiger Fl\u00e4chen unber\u00fchrten Urwalds im Norden Ecuadors und somit f\u00fcr eine der schlimmsten Umweltkatastrophen \u00fcberhaupt. Und der russische Energieriese Gazprom bohrt unter Missachtung internationaler Sicherheitsstandards in der Arktis nach \u00d6l und gef\u00e4hrdet damit indigene Gemeinschaften, die lokale Tierwelt und das gesamte arktische \u00d6kosystem.Ebenfalls zur Wahl steht Goldman Sachs f\u00fcr ihren Beitrag zur Eurokrise und das Profitieren von finanziellen Staatskrisen (z.B. in Griechenland), welche die US-Investmentbank selbst mitverursacht hat.<\/p>\n<p>Nominiert ist auch Glencore, weil der Schweizer Rohstoffkonzern u.a. in Kolumbien, Sambia und Kongo systematisch schwache Regulierungen ausnutzt und durch Umweltverschmutzungen die Gesundheit der lokalen Bev\u00f6lkerung gef\u00e4hrdet. Komplettiert wird das globale \u00abWorst in Class\u00bb durch Walmart. Der weltgr\u00f6sste Detailh\u00e4ndler verletzt entlang seiner Wertsch\u00f6pfungskette vielerorts elementare Menschen- und Arbeitsrechte und unterminiert durch sein Pseudo-Sicherheitsprogramm zudem effektive Reformbem\u00fchungen in der Textilindustrie.<\/p>\n<p>Das Public Eye sorgte 15 Jahre lang f\u00fcr eine innovative Gegen\u00f6ffentlichkeit zum WEF, zehn davon mit seinen stilbildenden Negativpreisen f\u00fcr die gravierendsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen durch Unternehmen. Im kommenden Januar machen die beiden Tr\u00e4gerorganisationen mit dem \u00abLifetime Award\u00bb nun den Sack zu. Der Hauptgrund f\u00fcr den Abschied von EvB und Greenpeace aus Davos ist die Ankunft einer breiteren konzernkritischen NGO-Koalition in Bundesbern: Mit der Pr\u00fcfung einer Volksinitiative, die rechtlich verbindliche Regeln f\u00fcr die weltweite Respektierung von Menschenrechten und Umwelt durch Schweizer Unternehmen erreichen will, ist die politische Kernforderung des Public Eye auf gutem Weg. Zudem hat die Privatveranstaltung WEF stark an Relevanz verloren und ist der falsche Ort f\u00fcr politische Forderungen, die sich an (im Unterschied zum WEF) demokratisch legitimierte Entscheidungstr\u00e4gerInnen richten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f91a0b2b-f91a0b2b-jetzt-abtsimmen.jpg\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"53\"><\/a>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 15 Jahren Public Eye ziehen die Erkl\u00e4rung von Bern und Greenpeace Schweiz ihre Schlussbilanz und zeichnen einen Konzern f\u00fcr dessen unternehmerisches Lebens(un)werk mit einem besonderen Schm\u00e4hpreis aus.\u00a0Zur Wahl des\u00a0Online-Voting&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":10728,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-10726","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10726"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=10726"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=10726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}