{"id":107507,"date":"2024-04-24T09:53:35","date_gmt":"2024-04-24T07:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=107507"},"modified":"2024-04-24T09:53:39","modified_gmt":"2024-04-24T07:53:39","slug":"ubs-stop-gambling-with-our-ecosystems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/107507\/ubs-stop-gambling-with-our-ecosystems\/","title":{"rendered":"\u00abUBS, stop gambling with our ecosystems!\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Kollektiv BreakFree Schweiz, Protect VIP Network (Philippinen), Campax Schweiz, Greenpeace Schweiz und die Klima-Allianz Schweiz f\u00fchren heute Morgen eine gemeinsame Protestaktion vor der St. Jakobshalle in Basel durch, wo die j\u00e4hrliche Generalversammlung der UBS stattfindet. Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Grossbank sich weigert, ihre Verantwortung angesichts der Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise und deren Auswirkungen auf die Menschenrechte zu \u00fcbernehmen. Die Aktivist:innen stellen ein riesiges Kartenhaus vor dem Eingang des Geb\u00e4udes auf: Es ist Symbol f\u00fcr die Zerbrechlichkeit der \u00d6kosysteme und der Gesellschaft \u2013 bedroht durch die UBS. Expert:innen von Greenpeace Schweiz sowie dem Protect VIP Network sind vor Ort und werden die UBS-F\u00fchrung an der Generalversammlung zur Rede stellen. Sie stehen f\u00fcr Interviews zur Verf\u00fcgung.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die UBS hat sich zu einem Netto-Null-Ziel verpflichtet. Sie profitiert aber von Unternehmen, deren Gesch\u00e4ftsmodelle nicht vereinbar sind mit dem Ziel, die globale Erw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C zu begrenzen. Zudem verfolgt die UBS weiterhin nur f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Sektoren und Gesch\u00e4ftsbereiche konkrete Klimaziele. Im Asset-Management unterliegen nur 20 Prozent der Kundengelder (AUM) einem Klimaziel f\u00fcr 2030. Und im Kreditportfolio fehlen Ziele f\u00fcr Sektoren wie Landwirtschaft (insb. Fleischproduktion), Automobilindustrie und Aluminiumproduktion, die besonders sch\u00e4dlich f\u00fcr Klima und Biodiversit\u00e4t sind.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Bank erkl\u00e4rt, dass sie sich bei den Unternehmen, in die sie die von ihr verwalteten Verm\u00f6genswerte investiert, mittels Stewardship-Massnahmen f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit einsetzt. Die Erwartungen an die investierten Unternehmen sowie die Konsequenzen, falls diese nicht erf\u00fcllt werden, werden aber nicht klar formuliert. Eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/106605\/asset-management-schweizer-banken-und-versicherungen-stimmen-fuer-die-zerstoerung-von-klima-und-biodiversitaet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aktuelle Analyse von Greenpeace Schweiz<\/a> belegt, dass die UBS dem Management von umweltsch\u00e4dlichen Unternehmen wie Exxon Mobil oder TotalEnergies weiterhin das Vertrauen schenkt sowie deren Strategien unterst\u00fctzt.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Die UBS schafft nicht die notwendigen Kapitalreserven, um reagieren zu k\u00f6nnen im Falle einer Trendwende, die die Aktivit\u00e4ten mit hohem Treibhausgasausstoss, in denen ihr Anlageportfolio engagiert ist, stark beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte. Der Weltklimarat IPCC sch\u00e4tzt, dass die Verluste f\u00fcr den Finanzsektor zwischen 1 und 4 Billionen US-Dollar betragen werden, wenn die Regierungen aufgrund wiederkehrender Klimakatastrophen handeln m\u00fcssen, bevor diese ausser Kontrolle geraten (in einem Umfeld, in dem 55 Prozent des weltweiten BIP von der Natur abh\u00e4ngen, wie die UBS selbst zugibt).<\/li>\n\n\n\n<li>Die UBS f\u00f6rdert die Zerst\u00f6rung wichtiger \u00d6kosysteme, darunter den Amazonas-Regenwald und die umliegenden W\u00e4lder. Die Bank investiert in brasilianische Unternehmen wie Suzano (Zelluloseproduktion durch riesige Eukalyptusplantagen), die an der Abholzung beteiligt sind. Die UBS hat zudem mit der Banco do Brasil Finanzprodukte geschaffen, die BrasilAgro oder Caramuru Alimentos und damit Antonio Galvan, den Pr\u00e4sidenten der brasilianischen Sojaproduzenten, mit Kapital versorgen. Sie alle sind an der Verw\u00fcstung des Amazonas und des Cerrado beteiligt.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die UBS ist auch an der Zerst\u00f6rung des \u00abAmazonas der Meere\u00bb beteiligt. Die Isla-Verde-Strasse (Verde Island Passage VIP) auf den Philippinen liegt im Herzen des Korallendreiecks im Pazifik. Dieses \u00d6kosystem beherbergt 60 Prozent aller Arten von K\u00fcstenfischen der Region und \u00fcber 300 Korallenarten. Zwei Millionen Menschen sind davon abh\u00e4ngig. Der philippinische Konzern San Miguel Corporation und andere Unternehmen wollen in diesem Paradies der biologischen Vielfalt vier Importterminals f\u00fcr Fl\u00fcssiggas (LNG) und neun gasbetriebene Kraftwerke bauen. Mit Anleihen im Wert von 24 Millionen US-Dollar ist die UBS die zweitgr\u00f6sste europ\u00e4ische Investorin in das San-Miguel-Unternehmen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Kommentar von Peter Haberstich, Experte f\u00fcr eine nachhaltige Finanzwirtschaft bei Greenpeace Schweiz:&nbsp;<\/strong>\u00abJahrzehntelang hat die UBS die Gewinne von Unternehmen eingestrichen, die die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen pl\u00fcndern. Eigentum verpflichtet. Die Bank muss die Verantwortung f\u00fcr die Umweltauswirkungen der Unternehmen \u00fcbernehmen, von denen sie profitiert. Dazu muss sie sich konkrete und verbindliche Reduktionsziele f\u00fcr die finanzierten Emissionen in allen Gesch\u00e4ftsbereichen setzen. Die Grossbank muss die Unternehmen, in die sie investiert, dazu verpflichten, die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen zu sch\u00fctzen.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Kommentar von Christian Alther, Mitglied des Kollektivs BreakFree Schweiz:&nbsp;<\/strong>\u00abDie Blindheit eines Finanzriesen wie der UBS gegen\u00fcber den Auswirkungen ihrer Investitionen auf die Abholzung des Amazonas, die globale Klimazerst\u00f6rung und die damit verbundenen sozio\u00f6konomischen Risiken ist \u00e4usserst schwerwiegend. Es zeigt, dass wir der Bank unbedingt Leitplanken auferlegen m\u00fcssen, damit wir nicht bald daf\u00fcr bezahlen m\u00fcssen, und die Kosten, die Dutzende Millionen Menschen bereits jetzt tragen, nicht noch weiter steigen.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Kommentar von Angelica Dacanay, Leiterin der Kampagne \u00abSoutheast Asia Just Energy Transition\u00bb f\u00fcr das philippinische Zentrum f\u00fcr Energie, \u00d6kologie und Entwicklung (CEED) und Partnerin des Protect VIP Network, kommentiert:&nbsp;<\/strong>\u00abDie Philippinen sind nicht nur ein Paradies f\u00fcr Biodiversit\u00e4t, sondern auch ein Paradies f\u00fcr erneuerbare Energien und verf\u00fcgen \u00fcber reichlich Ressourcen, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Wir brauchen kein Gas in unserem Land und die UBS muss die Konsequenzen daraus ziehen. Die UBS muss sich aus San Miguel zur\u00fcckziehen, um die Isla-Verde-Strasse zu sch\u00fctzen und dazu beizutragen, dass unser Land nicht f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte auf die Stromerzeugung aus Gas angewiesen ist.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fotos und Videos von der Aktion<\/strong><\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1r0ckiF7SL8CSE470JKzwytF1dZOCVZLv?usp=sharing\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1r0ckiF7SL8CSE470JKzwytF1dZOCVZLv?usp=sharing<\/a><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Greenpeace Schweiz<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Peter Haberstich, Experte f\u00fcr eine nachhaltige Finanzwirtschaft, Greenpeace Schweiz: +41 76 337 44 49, <a href=\"mailto:peter.haberstich@greenpeace.org\">peter.haberstich@greenpeace.org<\/a> (Antwort auf Deutsch und Englisch)<\/li>\n\n\n\n<li>Mathias Schlegel, Pressesprecher, Greenpeace Schweiz, +41 79 794 61 23, <a href=\"mailto:mathias.schlegel@greenpeace.org\">mathias.schlegel@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Kollektiv BreakFree Schweiz<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Christian Alther, Mitglied des Kollektivs BreakFree Schweiz, +41 79 935 08 27, <a href=\"mailto:chrigi.alther@gmail.com\">chrigi.alther@gmail.com<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Protect VIP Network<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Angelica Dacanay, Leiterin der Kampagne \u00abSoutheast Asia Just Energy Transition\u00bb f\u00fcr das philippinische Zentrum f\u00fcr Energie, \u00d6kologie und Entwicklung (CEED) und Partnerin des Protect VIP Network, +63 915 782 8118, <a href=\"mailto:adacanay@ceedphilippines.com\">adacanay@ceedphilippines.com<\/a>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kollektiv BreakFree Schweiz, Protect VIP Network (Philippinen), Campax Schweiz, Greenpeace Schweiz und die Klima-Allianz Schweiz f\u00fchren heute Morgen eine gemeinsame Protestaktion vor der St. Jakobshalle in Basel durch, wo&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":107514,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[35,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-107507","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-nachhaltiger-finanzplatz","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107507"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107507\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107511,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107507\/revisions\/107511"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=107507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107507"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=107507"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=107507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}