{"id":10761,"date":"2014-11-24T00:00:00","date_gmt":"2014-11-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10761\/japan-bleibt-stur-und-will-weiter-wale-jagen\/"},"modified":"2019-05-30T10:40:27","modified_gmt":"2019-05-30T08:40:27","slug":"japan-bleibt-stur-und-will-weiter-wale-jagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10761\/japan-bleibt-stur-und-will-weiter-wale-jagen\/","title":{"rendered":"Japan bleibt stur und will weiter Wale jagen"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>        Montag, 24. November 2014<\/p>\n<p>            \u00a9 Doug Perrine \/ Greenpeace<\/p>\n<p>Japan will den Walfang nicht aufgeben. Selbst ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes kann die fadenscheinigen Pl\u00e4ne der japanischen Regierung nicht stoppen, tausende Minkewale zu t\u00f6ten.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19836449-19836449-minke.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19836449-19836449-minke.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Montag, 24. November 2014<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Doug Perrine \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/strong><strong>Japan will den Walfang nicht aufgeben. Selbst ein Urteil des Internationalen Gerichtshofes kann die fadenscheinigen Pl\u00e4ne der japanischen Regierung nicht stoppen, tausende Minkewale zu t\u00f6ten.<\/strong><\/p>\n<p><span>In den kommenden zw\u00f6lf Jahren will Japan im Rahmen eines so genannten antarktischen Wissenschaftsprogramms j\u00e4hrlich 333 Wale t\u00f6ten.\u00a0<\/span>Damit erweckt die Regierung zwar den Eindruck die Fangquote gegen\u00fcber dem vergangenen Programm reduziert zu haben. Doch auch das ist nicht mehr als eine Farce. Denn in den vergangenen Jahren erreichten die japanischen Walf\u00e4nger nie die selbst verordnete Quote von 880 Minkewalen. W\u00e4hrend sie in der Saison 2010\/11 mit dem Fleisch von 170 Tieren nach Hause kehrten, waren es 2011\/12 266 Tiere, im Jahr darauf 103 und in der diesj\u00e4hrigen Saison 251 Minkewale, die f\u00fcr die zweifelhafte Forschung ihr Leben lassen mussten. Walfang unter absurden Vorw\u00e4nden.<\/p>\n<p>Japan hatte die Anzahl ohnehin nur reduziert, um die Internationale Walfangkommission (IWC) zu beschwichtigen. Denn die muss das vermeintliche Forschungsprogramm absegnen. Und tendiert eher zur Ablehnung.<\/p>\n<p>\u00abEs ist gerade einmal zwei Monate her, dass die IWC Japan f\u00f6rmlich aufgefordert hat, das Programm nicht weiter zu verfolgen, bis es in der Vollversammlung bewertet wird\u00bb, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. \u00abNun versucht Japan vor der n\u00e4chsten IWC-Tagung 2016 noch rasch seine eigenen Interessen durchzusetzen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Regierungspl\u00e4ne sehen zwar vor, Finn- und Buckelwale nicht zu jagen, dennoch w\u00fcrden sie bei Aussch\u00f6pfung der Quote den Tod von 3396 Minkewalen bedeuten. \u00abSollte Japan ernst machen, w\u00e4re dies ein Schlag ins Gesicht der internationalen V\u00f6lkergemeinschaft\u00bb, so Maack. Denn die Gew\u00e4sser der Antarktis sind ein Walschutzgebiet, alle angrenzenden Staaten lehnen den Fang der Tiere strikt ab.<\/p>\n<p>Besonders absurd am japanischen Programm: Der Grossteil des Walfleisches wird nicht gegessen, sondern eingelagert. \u00abIn Japan gibt es Hallen voller Walfleisch, das niemand will\u00bb, sagt Maack. Jede Wal-Expedition in die Antarktis macht Verluste in Millionenh\u00f6he; ohne Subventionen der Regierung w\u00e4ren diese Touren \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Tausende tote Wale, wenig Forschung<\/strong><\/p>\n<p>Auch aus wissenschaftlicher Sicht sind die Expeditionen sinnlos. Das war auch der Hauptgrund f\u00fcr das Verbot durch den Internationalen Gerichtshof: Zu viele Wale m\u00fcssen sterben, zu d\u00fcrftig sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Jagd. Das belegt, dass Japan mit dem Programm lediglich das seit 1986 bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs umgehen will. Wenn das Land tats\u00e4chlich an Forschung interessiert w\u00e4re, k\u00f6nnte es sich den verschiedenen internationalen Forschungsgruppen anschliessen. Die produzieren permanent wissenschaftliche Daten \u2014 ohne daf\u00fcr auch nur einen einzigen Wal zu t\u00f6ten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Montag, 24. November 2014 \u00a9 Doug Perrine \/ Greenpeace Japan will den Walfang nicht aufgeben. 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