{"id":10778,"date":"2014-11-10T00:00:00","date_gmt":"2014-11-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10778\/im-netz-der-monster\/"},"modified":"2019-05-30T10:40:55","modified_gmt":"2019-05-30T08:40:55","slug":"im-netz-der-monster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10778\/im-netz-der-monster\/","title":{"rendered":"Im Netz der Monster"},"content":{"rendered":"<p><b>Riesige Industrie-Fangschiffe pl\u00fcndern die Meere, 90 Prozent der Fischbest\u00e4nde sind ausgebeutet. Ein neuer Greenpeace-Report\u00a0benennt die Monster-Schiffe und deren Betreiber.Unsere Ozeane sind in einer Krise: \u00dcberdimensionierte Fangflotten jagen mehr Fisch, als nachwachsen kann. Doch nicht nur die Fischbest\u00e4nde sind bedroht. \u00abDen Kleinfischern an den K\u00fcsten geht nichts mehr ins Netz, w\u00e4hrend die Fischerei-Monster weltweit riesige Mengen Fisch und Beifang aus den Meeren holen\u00bb, sagt Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Riesige Industrie-Fangschiffe pl\u00fcndern die Meere, 90 Prozent der Fischbest\u00e4nde sind ausgebeutet. Ein neuer Greenpeace-Report<span>\u00a0<span>benennt die Monster-Schiffe und deren Betreiber.<br \/><\/span><\/span><\/strong><br \/><span>Unsere Ozeane sind in einer Krise: \u00dcberdimensionierte Fangflotten jagen mehr Fisch, als nachwachsen kann. Doch nicht nur die Fischbest\u00e4nde sind bedroht. \u00abDen Kleinfischern an den K\u00fcsten geht nichts mehr ins Netz, w\u00e4hrend die Fischerei-Monster weltweit riesige Mengen Fisch und Beifang aus den Meeren holen\u00bb, sagt Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace.\u00a0<br \/><\/span><\/p>\n<p><span><span><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/79deb011-79deb011-gp04bt9.jpg\" title=\"Faires Fischen bedeutet, nur so viel zu fangen, wie man braucht, und nicht mehr.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Faires Fischen bedeutet, nur so viel zu fangen, wie man braucht, und nicht mehr.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/79deb011-79deb011-gp04bt9.jpg\" alt=\"Faires Fischen bedeutet, nur so viel zu fangen, wie man braucht, und nicht mehr.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Montag, 10. November 2014<\/span><br \/>\n        <strong>Faires Fischen bedeutet, nur so viel zu fangen, wie man braucht, und nicht mehr.<\/strong><\/p>\n<p>\n            Hunderttausende hart arbeitender Handwerksfischer tun genau das, indem sie Fangger\u00e4te verwenden, die minimale Auswirkungen auf die Meeresumwelt haben. Diese Fischer werden jedoch aus ihrem Beruf verdr\u00e4ngt, wegen grosser Fischereifahrzeuge wie den Fischereimonstern.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00dcberfischung ist ein globales Problem mit unbestreitbaren Folgen:\u00a0<span>Fast 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbest\u00e4nde sind \u00fcberfischt \u2013 61 Prozent sogar in kritischem Masse<\/span>. Ein Grossteil der EU-Fischereirechte liegt in den H\u00e4nden nur weniger Unternehmen. Millionenschwere Fischerei-Baronen pl\u00fcndern die Ozeane ohne R\u00fccksicht auf \u00f6kologische und soziale Belange.\u00a0<\/p>\n<p><span>F\u00fcr grosses Aufsehen sorgte Undercover-Videomaterial vom Alltag auf einem Industriefischerboot, das Greenpeace zugespielt wurde. Die Szenen zeigen wie mit jedem Fang<\/span><span class=\"text_exposed_show\">\u00a0auch Unmengen an Beifang &#8211; darunter Schildkr\u00f6ten, Haie, Speerfische und sogar Walhaie \u2013 an Bord der Thunfischf\u00e4nger verenden.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"text_exposed_show\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/eujXzePTIJQ\" width=\"598\" height=\"336\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p><a class=\"download\" title=\"Greenpeace-Report\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20141107_greenpeace-report-fischereimonster.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Der neue Greenpeace-Report<\/a>\u00a0<span>liefert Daten \u00fcber die 20 schlimmsten europ\u00e4ischen Fangschiffe<\/span>: Gr\u00f6sse, Fangmethode, Finanzierung und Beflaggung. Unter den Fischerei-Monstern ist zum Beispiel das 116 Meter lange deutsche Schiff \u00abHelen Mary\u00bb \u2013 subventioniert mit Steuergeldern: \u00dcber 6,2 Millionen Euro steuerte die EU f\u00fcr den Bau bei, sp\u00e4ter noch einmal 130&#8217;000 Euro f\u00fcr Modernisierungen.<\/p>\n<p>Vor Westafrika ist das Schiff auf der Jagd nach Heringen, Makrelen und Sardinen. Als Beifang gehen ihm auch Hammerhaie, Manta-Rochen und Delphine ins Netz \u2013 f\u00fcr die Tiere der sichere Tod.<\/p>\n<h3>Die Tricks der Fischerei-Monster<\/h3>\n<p>Der Bericht zeigt auch die Tricks der Fangflotten-Eigent\u00fcmer zur Gewinnmaximierung: Schiffe wechseln die Flaggen, um Zug\u00e4nge zu Fanggr\u00fcnden zu bekommen. Mit Tarnfirmen und in Steueroasen werden Vorschriften umgangen. Die Regierungen sehen tatenlos zu.<\/p>\n<h3>L\u00f6sung in Sicht<\/h3>\n<p>Greenpeace zeigt mit dem Report aber auch, dass es L\u00f6sungen gibt, damit sich die Fischbest\u00e4nde wieder erholen k\u00f6nnen: Abbau der EU-Fangflotten, verst\u00e4rkte Subventionierung sowie F\u00f6rderung von Arbeitspl\u00e4tzen in der handwerklichen Fischerei. Daf\u00fcr muss aber auch die Politik ihre Verantwortung \u00fcbernehmen.\u00a0<a class=\"download\" title=\"Fischerei-Report -Monsterboats\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/20141107_greenpeace-report-fischereimonster.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hier gehts zum Report.<\/a><\/p>\n<p>In den kommenden Monaten legen die Fischereiminister der Europ\u00e4ischen Union die Fangmengen f\u00fcr das Jahr 2015 fest. Greenpeace fordert die Regierungen auf, <br \/>Meere und Menschen ernsthaft zu sch\u00fctzen, die Kleinfischerei zu f\u00f6rdern und die Unternehmen der zerst\u00f6rerischen Fabrikschiffe zur Verantwortung ziehen.<\/p>\n<p id=\"a1\"><span style=\"font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, sans-serif;\">Unsere Ozeane brauchen unsere Hilfe!\u00a0<span>Unternimm was gegen Fischereimonster und hilf mit, unsere Meere zu sch\u00fctzen:<\/span><\/span><\/p>\n<p><a title=\"Sch\u00fctze die Meere!\" href=\"http:\/\/act.greenpeace.org\/ea-action\/action?ea.client.id=1878&amp;ea.campaign.id=32944\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"font-family: 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Zur-Petition-gr\u00fcn.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"50\"><\/span><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Riesige Industrie-Fangschiffe pl\u00fcndern die Meere, 90 Prozent der Fischbest\u00e4nde sind ausgebeutet. 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