{"id":10843,"date":"2014-10-24T00:00:00","date_gmt":"2014-10-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10843\/eu-klimapolitik-limbo-statt-hochsprung\/"},"modified":"2019-05-30T10:42:44","modified_gmt":"2019-05-30T08:42:44","slug":"eu-klimapolitik-limbo-statt-hochsprung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10843\/eu-klimapolitik-limbo-statt-hochsprung\/","title":{"rendered":"EU-Klimapolitik: Limbo statt Hochsprung"},"content":{"rendered":"<p><b>Schrittmacher beim Klimaschutz? Hinter diesem Anspruch bleibt die Europ\u00e4ische Union weit zur\u00fcck. Mit entt\u00e4uschenden Klima- und Energiezielen f\u00fcr das Jahr 2030 verspielt sie eine historische Chance.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h2><span>Schrittmacher beim Klimaschutz? Hinter diesem Anspruch bleibt die Europ\u00e4ische Union weit zur\u00fcck. Mit entt\u00e4uschenden Klima- und Energiezielen f\u00fcr das Jahr 2030 verspielt sie eine historische Chance.<\/span><\/h2>\n<p><span><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d9e9549b-d9e9549b-eeg-reform2.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d9e9549b-d9e9549b-eeg-reform2.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Europ\u00e4ische Energiewende: wenig ambitioniert.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die gute Nachricht zuerst: Europa hat sich, gegen erheblichen Widerstand aus einigen L\u00e4ndern, auf drei Ziele bis zum Jahr 2030 geeinigt: eines f\u00fcr weniger Treibhausgase, eines f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren und eines f\u00fcr Energieeinsparung. Die schlechte lautet: Diese Ziele sind so niedrig, dass Europa den Ausbau der Erneuerbaren ausbremst, sich unn\u00f6tig lange an teure und schmutzige Energieimporte kettet &#8211; und dadurch weit weniger f\u00fcr den Klimaschutz tut, als n\u00f6tig und m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wie schwach das Ergebnis der langwierigen Verhandlungen tats\u00e4chlich ist, wird am deutlichsten beim Ausbauziel f\u00fcr Erneuerbare Energien. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil sauberer Energien etwa aus Wind- und Solaranlagen in Europa bei mindestens 27 Prozent liegen. Dabei geht die EU-Kommission bei der gegenw\u00e4rtigen Entwicklung bereits f\u00fcr das Jahr 2020 von einem Anteil von 25 Prozent aus.\u00a0\u00abWenn der Anteil der derzeit kr\u00e4ftig wachsenden Erneuerbaren zwischen 2020 und 2030 gerade mal zwei Prozentpunkte zulegen soll, dann wird Europas Energiewende damit faktisch ausgebremst<span>\u00bb<\/span>, sagt Andree B\u00f6hling, Energieexperte von Greenpeace Deutschland.<\/p>\n<p>Ein energischerer Ausbau der Erneuerbaren h\u00e4tte mehrere positive Effekte: Er w\u00fcrden neue Jobs schaffen, die Abh\u00e4ngigkeit von schmutzigen und teuren Energieimporten senken und den Klimawandel begrenzen. \u00abMit dem schwachen Erneuerbaren-Ziel verschenkt Europa seinen technologischen Vorsprung und kettet sich weiter an teure und schmutzige Energieimporte aus Krisenregionen\u00bb, so B\u00f6hling.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den laufenden Klimaprozess, der Ende kommenden Jahres in Paris in einem neuen Klimavertrag m\u00fcnden soll, sind das schlechte Nachrichten. Das vereinbarte CO2-Einsparziel von 40 Prozent erfordert kaum mehr als business as usual. Bereits mit den schon heute eingeleiteten Massnahmen w\u00fcrde die EU bei 32 Prozent landen, hatte die EU-Kommission errechnet. Dabei sind Klimaverhandlungen wie Mikado spielen: Niemand will sich zuerst bewegen. Entsprechend herrschte in den vergangenen Jahren frustrierende Stagnation.<\/p>\n<p>Beim Gipfeltreffen in Br\u00fcssel h\u00e4tten Europas Staats- und Regierungschefs diese Blockade aufheben und dem Klimaprozess dringend n\u00f6tigen Schwung geben k\u00f6nnen. Dass auch das Einsparziel in letzter Minute von 30 auf 27 Prozent gesenkt wurde, st\u00fctzt dabei den Eindruck: Der Klimagipfel in Br\u00fcssel war keine Versammlung von Hochspringern, sondern ein Treff von Limbo-T\u00e4nzern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schrittmacher beim Klimaschutz? Hinter diesem Anspruch bleibt die Europ\u00e4ische Union weit zur\u00fcck. 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