{"id":10911,"date":"2014-09-20T00:00:00","date_gmt":"2014-09-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10911\/fsc-soll-intakte-urwaldgebiete-in-ruhe-lassen\/"},"modified":"2019-05-30T10:45:25","modified_gmt":"2019-05-30T08:45:25","slug":"fsc-soll-intakte-urwaldgebiete-in-ruhe-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10911\/fsc-soll-intakte-urwaldgebiete-in-ruhe-lassen\/","title":{"rendered":"FSC soll intakte Urwaldgebiete in Ruhe lassen"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>        Freitag, 19. September 2014<\/p>\n<p>            \u00a9 Greenpeace \/ Daniel Beltr\u00e1<\/p>\n<p>An seiner Vollversammlung hat der Forest Stewardship Council (FSC) Entscheidungen getroffen, die dem G\u00fctesiegel f\u00fcr Holzprodukte wieder mehr Glaubw\u00fcrdigkeit verleihen k\u00f6nnten &#8211;\u00a0 falls sie auch umgesetzt werden.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9f85a935-9f85a935-140921_fsc.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9f85a935-9f85a935-140921_fsc.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 19. September 2014<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Greenpeace \/ Daniel Beltr\u00e1\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/strong><strong>An seiner Vollversammlung hat der <a title=\"FSC\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Thoreau\/FSC\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forest Stewardship Council (FSC) <\/a>Entscheidungen getroffen, die dem G\u00fctesiegel f\u00fcr Holzprodukte wieder mehr Glaubw\u00fcrdigkeit verleihen k\u00f6nnten &#8211;\u00a0 falls sie auch umgesetzt werden.<\/strong><\/p>\n<p>Die Einigung zum Urwaldschutz war nicht leicht: Die Mitglieder des FSC sind so unterschiedlich wie ihre Interessen. Zur Vollversammlung in Sevilla kamen VertreterInnen aus aller Welt &#8211; Indigene, ManagerInnen, Umweltsch\u00fctzerInnen. Und dennoch ist der Antrag von Greenpeace International, die verbleibenden urspr\u00fcnglichen Waldgebiete (IFL &#8211; Intact Forest Landscapes \u2013 dt. intakte Waldlandschaften) zu sch\u00fctzen, nach langen Verhandlungen mit grosser Mehrheit beschlossen worden.<\/p>\n<p>Erst letzte Woche hatte Greenpeace zusammen mit der University of Maryland und dem World Resources Institute\u00a0 eine <a href=\"http:\/\/www.intactforests.org\/\">Karte ver\u00f6ffentlicht<\/a>, welche die rasante Zerst\u00f6rung der letzten intakten Waldwildnis in den letzten dreizehn Jahren dokumentiert.<\/p>\n<p>\u00abDas Ergebnis der FSC-Vollversammlung ist ein erster Schritt in die notwendige Richtung\u00bb, sagt Asti Roesle, Waldexpertin von Greenpeace. \u00abDie meisten FSC-Mitglieder sind sich einig, dass es so nicht weiter gehen darf. FSC darf nicht zum Treiber von Urwalddegradierung und -zerst\u00f6rung werden.\u00bb<\/p>\n<p>Neben zahlreichen Gespr\u00e4chen mit FSC-Mitgliedern h\u00e4ngten Greenpeace-AktivistInnen Ruheschilder an Hotelzimmert\u00fcren (\u00abdo not disturb the last Intact Forest Landscapes\u00bb), liessen einen Herbststurm an Bl\u00e4ttern auf die Mitglieder flattern oder reichten Cocktails und F\u00e4cher, um die erhitzten Gem\u00fcter abzuk\u00fchlen. Kumi Naidoo, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace International, machte in seiner Rede deutlich, dass der Schutz der letzten intakten Waldlandschaften auf unserem Planeten f\u00fcr die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder dringend notwendig ist.<\/p>\n<p>Greenpeace hatte den FSC vor 20 Jahren mitgegr\u00fcndet, um eine L\u00f6sung f\u00fcr die Bewirtschaftung von W\u00e4ldern zu suchen, die st\u00e4ndig im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen liegen. Damals waren es noch Nischenprodukte, die das Siegel trugen. Heute k\u00f6nnen VerbraucherInnen auf vielen Produkten &#8211; vom Besenstil bis zum Holzfussboden &#8211; das FSC-Logo finden und sich mit dem Einkauf bewusst f\u00fcr eine verantwortungsvolle Nutzung von W\u00e4ldern einsetzen.<\/p>\n<p>Durch das schnelle Wachstum ist der FSC aber auch in Regionen der Welt vorgedrungen, in denen eine glaubw\u00fcrdige FSC-Zertifizierung \u00e4usserst schwer umzusetzen ist. Korruption und mangelnde Rechtdurchsetzung machen eine erfolgreiche, transparente Zertifizierung in Regionen wie dem Kongobecken oder Russland sehr schwierig. Ohne konkrete Vorsichtsmassnahmen und Regelungen geht der FSC hier ein grosses Glaubw\u00fcrdigkeitsrisiko ein.\u00a0\u00abWir haben aber auch in L\u00e4ndern wie Finnland oder Kanada, welche weniger als Hochrisikogebiete gelten, nachgewiesen, dass der Schutz der verbleibenden Urw\u00e4lder im Rahmen der <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/fsc-der-krise\">FSC-Zertifizierung nicht ausreichend<\/a> ist. Und den FSC damit konfrontiert\u00bb, sagt Roesle.<\/p>\n<p>Da es jedoch weiterhin weltweit kein besseres Zertifizierungssystem f\u00fcr Waldbewirtschaftung als das FSC-Label gibt, k\u00e4mpft Greenpeace f\u00fcr dessen St\u00e4rkung, damit den KonsumentInnen ein glaubw\u00fcrdiges Siegel zur Verf\u00fcgung steht.\u00a0Mit der Entscheidung der letzten Woche ist daf\u00fcr eine neue Grundlage gelegt: Der FSC muss nun Massnahmen ergreifen, damit der Beschluss zum Schutz der verbleibenden Urwaldgebiete zeitnah umgesetzt wird.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Freitag, 19. 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