{"id":10920,"date":"2014-09-26T00:00:00","date_gmt":"2014-09-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10920\/oberster-indischer-gerichtshof-macht-essars-plaene-zunichte\/"},"modified":"2019-05-30T10:45:39","modified_gmt":"2019-05-30T08:45:39","slug":"oberster-indischer-gerichtshof-macht-essars-plaene-zunichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10920\/oberster-indischer-gerichtshof-macht-essars-plaene-zunichte\/","title":{"rendered":"Oberster Indischer Gerichtshof macht Essars Pl\u00e4ne zunichte"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Oberste Gerichtshof Indiens hat 214 Kohleabbau-Lizenzen, die seit 1993 im Besitz von Privatfirmen sind, f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt. Eine dieser Kohleminen bringt uns zur Geschichte von Mahan, einem der \u00e4ltesten Salbaumw\u00e4lder Asiens und Lebensraum von \u00fcber 50&#8217;000 Menschen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Der Oberste Gerichtshof Indiens hat 214 Kohleabbau-Lizenzen, die seit 1993 im Besitz von Privatfirmen sind, f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt. Eine dieser Kohleminen bringt uns zur Geschichte von Mahan, einem der \u00e4ltesten Salbaumw\u00e4lder Asiens und Lebensraum von \u00fcber 50&#8217;000 Menschen.<\/strong><\/p>\n<p>Mahan war schon immer ein Paradebeispiel f\u00fcr Illegalit\u00e4t und Regelwidrigkeiten im Kohlegesch\u00e4ft. Von Beginn weg und bis heute war die Geschichte Mahans gezeichnet von Korruption, schmutzigen Gesch\u00e4ften und Einsch\u00fcchterungstaktiken. Die Vergabe der Mine an Essar, welche vom Obersten Indischen Gerichtshof sp\u00e4ter als \u00abillegal\u00bb eingestuft worden war, stellte f\u00fcr den Fall Mahan die \u00d6ffnung der Pandora-B\u00fcchse dar.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/98f0bc69-98f0bc69-gp0stoitq.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/98f0bc69-98f0bc69-gp0stoitq.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 26. September 2014<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Die Einwohner Mahans k\u00f6nnen vorerst aufatmen.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>1. Die lange und komplizierte Mahan-Saga spielt in der Indischen Provinz Madhya Pradesh. Sie beginnt mit dem Protest des ehemaligen Umweltministers f\u00fcr den vor Artenvielfalt strotzenden Mahan-Wald und gegen den Grosskonzern Essar, der alle Hebel in Bewegung setzte, um die Kohlevorkommen im Mahan-Wald ausbeuten zu k\u00f6nnen. Das Ausmass und die Schlagkraft der Lobbyarbeit spiegelte sich drei Wochen sp\u00e4ter im Entscheid der Regierung von Madhya Pradesh wider, die in so kurzer Zeit ihre Haltung von einem NEIN zu einem JA \u00e4nderte und somit Essar T\u00fcr und Tor \u00f6ffnete, um in Mahan mit den Kohleabbauarbeiten zu beginnen.<\/p>\n<p>2. Der Druck auf das Umweltministerium, die Kohleabbau-Genehmigung f\u00fcr Essar aufrecht zu erhalten, blieb sogar nach dem Wechsel des Postens des Umweltministers weiterhin bestehen. Um diesen Prozess zu beschleunigen ging der Ministerpr\u00e4sident von Madhya Pradesh Berichten zu Folge sogar in einen Hungerstreik.\u00a0<\/p>\n<p>3. So dreckig und korrupt die Politik in dieser Sache auch war, einige Prozesse mussten trotzdem befolgt werden. Einer dieser war es die Einheimischen soweit zu kriegen, dass sie ihr Land gegen eine angemessene Entsch\u00e4digung abgeben. Am 6. M\u00e4rz 2013 wurde ein Gram Sabha in Mahan abgehalten und die Einheimischen stimmten der Kohlemine anscheinend zu. Als Waldrechts-Aktivisten durch den \u00abRight of Information Act\u00bb die Dokumente einsehen konnten flogen etliche F\u00e4lschungen auf: Unterschriften von Leuten, die schon seit Jahren tot waren, wie auch solche, die gar nicht am Gram Sabha teilgenommen hatten.<\/p>\n<p>4. Nach monatelang anhaltendem Druck des Konzerns und der Regierung mit dem Ziel, ihnen ihre Heimat und Lebensgrundlage zu \u00fcberlassen, wurde die einheimische Bev\u00f6lkerung aktiv. Am 22. Januar 2014 gingen die Einheimischen zusammen mit Greenpeace zu Essars Hauptquartier in Mumbai und forderten sie auf, ihre Pl\u00e4ne, Kohle in Mahan f\u00f6rdern, abzubrechen. Der Grosskonzern reagierte auf die Forderung, in dem sie die Teilnehmer der friedlichen Proteste auf Schadenersatz wegen Verleumdung verklagte.<\/p>\n<p>Als der Konzern und die Regierung realisierten, dass ihnen eine wachsende Bewegung gegen die Idee in Mahan Kohle abzubauen gegen\u00fcberstand, begannen die Einsch\u00fcchterungsversuche. W\u00e4hrend den neun Monaten, in denen eine grosse Diskussion um Mahan entfachte, in Indien, wie auch im Ausland, wurden zig Leute grundlos verhaftet, Todesdrohungen ausgesprochen, Kommunikations-Ausr\u00fcstung beschlagnahmt und sogar verzweifelte einstweilige Verf\u00fcgungen ausgestellt gegen Einheimische, um sie von Essars Kraftwerken fern zu halten.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Mahan ist nicht nur die Geschichte um eines der \u00e4ltesten Salbaumw\u00e4lder Indiens, sondern von jedem Kohlevorkommen, das in einem Wald liegt. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, wie das Verlangen nach Kohle uns das Land wegnimmt. Indien ist am Scheideweg. Eine Richtung soll Fortschritt bringen, dies jedoch durch abwegige Schritte, wie dem Abholzen von W\u00e4ldern, und durch die Verw\u00e4sserung der Rechte von Waldbewohnern. Die andere Richtung mag etwas langsamer erscheinen, aber wird sicherstellen, dass jede einzelne Person in Indien von der Entwicklung und dem Fortschritt profitieren k\u00f6nnen soll.<\/p>\n<p>Das heutige Gerichtsurteil ist eine grossartige M\u00f6glichkeit f\u00fcr die neugew\u00e4hlte Regierung um sicherzustellen, dass sie ihrem Wahlspruch \u00absabka saath sabka vikaas\u00bb treu bleiben, was bedeutet, die Rechte der Waldbewohner zu respektieren und umweltfreundlich zu handeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Oberste Gerichtshof Indiens hat 214 Kohleabbau-Lizenzen, die seit 1993 im Besitz von Privatfirmen sind, f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt. Eine dieser Kohleminen bringt uns zur Geschichte von Mahan, einem der \u00e4ltesten&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":10922,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-10920","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10920"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10920\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10922"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10920"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=10920"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=10920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}