{"id":109414,"date":"2024-06-26T00:04:00","date_gmt":"2024-06-25T22:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=109414"},"modified":"2025-06-25T15:11:41","modified_gmt":"2025-06-25T13:11:41","slug":"coop-und-migros-werbemillionen-statt-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/109414\/coop-und-migros-werbemillionen-statt-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Coop und Migros: Werbemillionen statt Klimaschutz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Netto-Null bis 2050. Das versprechen Migros und Coop in ihren Klimazielen. Unsere Analyse zeigt aber: Migros und Coop erreichen diese Ziele nicht, wenn sie weiterhin so viele Tierprodukte verkaufen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Wir haben den Klima-Fussabdruck der beiden Detailhandelsriesen genau angeschaut. Dieser Fussabdruck ist riesig: <strong>Knapp ein Drittel des gesamten Schweizer Klima-Fussabdrucks<\/strong> geht \u00fcber den Ladentisch der Migros- oder Coop-Gruppe. Dieses Drittel k\u00f6nnen die beiden Detailhandelsriesen beeinflussen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Tierprodukte, also Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, sind f\u00fcr einen grossen Teil davon verantwortlich. Bei Coop sind es 47 Prozent, bei der Migros-Gruppe sch\u00e4tzungsweise 31 &#8211; 43 Prozent aller Emissionen. Einfacher gesagt: W\u00fcrde Coop keine Tierprodukte mehr verkaufen, s\u00e4nke sein Klimafussabdruck um knapp die H\u00e4lfte.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Gem\u00e4ss wissenschaftlichen Studien, liesse sich dieser Klimafussabdruck der Tierprodukte am st\u00e4rksten reduzieren, wenn die ganze Gesellschaft weniger Fleisch oder vegetarisch isst. Coop und Migros k\u00f6nnten einen wichtigen Beitrag dazu leisten, indem sie Kund:innen durch Sortiments- und Preisgestaltung, Produktplatzierung und Werbung dazu motivieren, weniger Tier- und mehr pflanzliche Produkte zu kaufen. Aber was Migros und Coop tun, k\u00f6nnte fast nicht gegens\u00e4tzlicher sein.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fleisch, Fisch und Milchprodukte \u00f6fter rabattiert als pflanzliche Lebensmittel<\/strong><\/h2>\n\n<p>Wer sich dazu entschieden hat, weniger Tierprodukte zu essen, weiss wie Coop und Migros das erschweren. Die pflanzlichen Alternativen verstecken sich auf Randpl\u00e4tzen. Die veganen Joghurts stehen beispielsweise ganz oben im K\u00fchlregal.<\/p>\n<div data-hydrate=\"planet4-blocks\/gallery\" data-attributes=\"{&quot;attributes&quot;:{&quot;gallery_block_style&quot;:0,&quot;gallery_block_title&quot;:&quot;&quot;,&quot;gallery_block_description&quot;:&quot;&quot;,&quot;multiple_image&quot;:&quot;&quot;,&quot;gallery_block_focus_points&quot;:&quot;&quot;,&quot;image_data&quot;:[],&quot;images&quot;:[]}}\"><section class=\"block carousel-wrap \"><\/section><\/div>\n<p>\u00dcberall im Gesch\u00e4ft springen einem stattdessen die Rabatt-Schilder in die Augen. 33 Prozent Rabatt auf die Lachsfilets, 50 Prozent auf das H\u00fchnergeschnetzelte. Pflanzliche Alternativen scheinen kaum je verg\u00fcnstigt zu sein. Dieser Eindruck t\u00e4uscht nicht.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Wir haben das Online-Angebot von Coop und der Migros Aare in einer Stichprobe durchleuchtet. Beide Unternehmen f\u00fchren Alternativprodukte f\u00fcr Fleisch und Fisch bzw. Milchprodukte in den jeweiligen Kategorien. Die Tierprodukte sind in der \u00fcberw\u00e4ltigenden \u00dcberzahl. Maximal 11 Prozent der angebotenen Produkte waren vegan.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Bei den Rabatten sieht es auch nicht besser aus: Ein einziges alternatives Milchprodukt war rabattiert. Bei den herk\u00f6mmlichen Milchprodukten waren es 46 (Coop) und 41 (Migros Aare).<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fordere von Coop und Migros Zukunft im Sortiment<\/h2>\n\n<p>Coop und Migros k\u00f6nnten ihr Sortiment und ihre Werbung zukunftsf\u00e4hig gestalten, indem sie weniger Tierprodukte verkaufen und pflanzliche Lebensmittel f\u00f6rdern. Stattdessen sagen sie, es l\u00e4ge an den Kund:innen, nachhaltig einzukaufen. Das erschweren sie aber mit Rabattschlachten auf Tierprodukten und hunderten Millionen Franken an Werbung. Greenshifting heisst dieses Abschieben von Verantwortung. Das muss ein Ende haben.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Wir fordern von Migros und Coop darum mehr Zukunft im Sortiment. Das heisst: Weniger Tierprodukte verkaufen und pflanzliche Lebensmittel st\u00e4rker f\u00f6rdern.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/109431\/coop-und-migros-greenshifting-statt-klimaschutz\/\">zum Bericht<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n<style>\n@media (max-width: 600px) {\n  body .boxout .boxout-heading {\n    font-size: 1rem;\n    -webkit-line-clamp: 3 !important;\n  }\n\n  body .boxout .btn.btn-primary {\n    line-height: 2.2rem;\n    padding: 0 1rem;\n  }\n}\n\n<\/style>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Netto-Null bis 2050. Das versprechen Migros und Coop in ihren Klimazielen. 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