{"id":109455,"date":"2024-06-26T07:00:00","date_gmt":"2024-06-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=109455"},"modified":"2024-06-25T14:55:18","modified_gmt":"2024-06-25T12:55:18","slug":"greenpeace-analyse-coop-und-migros-verpassen-klimaziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/109455\/greenpeace-analyse-coop-und-migros-verpassen-klimaziele\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Analyse: Coop und Migros verpassen Klimaziele"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Migros und Coop erreichen ihre Klimaziele nicht, wenn sie weiterhin so viel Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier verkaufen. Das zeigt eine Analyse von Greenpeace Schweiz. Die Umweltorganisation fordert die Detailh\u00e4ndler dazu auf, weniger Tierprodukte zu verkaufen.<\/strong><\/p>\n\n<p>Greenpeace Schweiz hat die Klimabilanzen von Migros und Coop <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/109431\/coop-und-migros-greenshifting-statt-klimaschutz\/\">unter die Lupe genommen<\/a>. Beide Unternehmen m\u00f6chten bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Die Treibhausgasemissionen von Coop und Migros sind eindr\u00fccklich: Rund 30 Prozent des gesamten Schweizer Klima-Fussabdrucks geht \u00fcber den Ladentisch der beiden Unternehmensgruppen. Gem\u00e4ss eigenen Angaben verursachen Tierprodukte bei der Coop-Gruppe 47 Prozent der Gesamtemissionen. Bei der Migros-Gruppe sch\u00e4tzt Greenpeace, dass 31\u201343 Prozent der Treibhausgasemissionen auf Tierprodukte zur\u00fcckgehen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Konsum als entscheidende Variable<\/strong><\/h2>\n\n<p>Verschiedene Studien gehen davon aus, dass bis in ca. 20 Jahren die Klimagas-Emissionen der Lebensmittel-Landwirtschaft maximal halbiert werden k\u00f6nnten. Nebst Reduktionen in den Herstellungsprozessen, liegt das gr\u00f6sste Reduktionspotenzial in einem ver\u00e4nderten Konsumverhalten: Etwa 25 Prozent der Emissionen liessen sich einsparen, wenn die gesamte Gesellschaft massiv weniger Fleisch konsumierte und Foodwaste vermeiden w\u00fcrde. M\u00f6chten Coop und Migros dieses Einsparpotenzial aussch\u00f6pfen, m\u00fcssten sie ihre Kund:innen durch Sortiments- und Preisgestaltung, Produktplatzierung und Werbung dazu motivieren, weniger Tier- und mehr pflanzliche Produkte zu kaufen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Greenshifting: Schuld sind immer die anderen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Realit\u00e4t sieht anders aus. Anstatt ihre Absatzf\u00f6rderung verantwortungsvoll zu gestalten, argumentieren Migros und Coop mit der bestehenden Nachfrage ihrer Kund:innen. Zugleich setzen sie mit ihrer Werbung, dem Sortiment und den Preisen Anreize, um mehr Tierprodukte zu kaufen. Greenshifting heisst dieses Abschieben von Verantwortung.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Greenpeace hat das Online-Angebot von Coop und der Migros Aare in einer Stichprobe durchleuchtet. Beide Unternehmen f\u00fchren vegane Alternativen f\u00fcr Fleisch und Fisch bzw. Milchprodukte in den jeweiligen Kategorien. Maximal 11 Prozent der in den Kategorien angebotenen Produkte waren vegan.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Zus\u00e4tzlich tragen Coop und Migros Rabattschlachten auf Tierprodukte aus und <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/101471\/werbung-verursacht-bis-zu-7-prozent-der-schweizer-treibhausgasemissionen\/\">stecken hunderte Millionen Franken in deren Bewerbung<\/a>. 46 Prozent ihres Fleisches verkaufen die Detailh\u00e4ndler gem\u00e4ss BLW \u00fcber Rabatte. Die Greenpeace-Stichprobe zeigt, dass es sehr viel weniger Rabatte auf vegane Alternativprodukte gibt als auf Tierprodukte.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Selbst wenn beide Unternehmen das ganze Emissions-Reduktionspotenzial in der Lebensmittel-Landwirtschaft aussch\u00f6pfen w\u00fcrden, verblieben zu viele Emissionen in der Klimabilanz, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wie die Analyse von Greenpeace zeigt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Barbara Wegmann, Konsumexpertin bei Greenpeace Schweiz, sagt: \u00abAus heutiger Sicht ist v\u00f6llig unklar, wie die beiden Unternehmen ihre Klimaziele erreichen k\u00f6nnen. Gleichzeitig zeigt unsere Analyse, dass kein Weg an einer Reduktion des Tierprodukt-Sortiments vorbeif\u00fchrt. Migros und Coop d\u00fcrfen die Klimaverantwortung nicht l\u00e4nger ihren Kund:innen in die Schuhe schieben. Stattdessen fordern wir die Unternehmen auf, weniger Tierprodukte zu verkaufen und pflanzliche Produkte zu f\u00f6rdern.\u00bb<\/p>\n\n<p>Kund:innen von Migros und Coop k\u00f6nnen die Forderungen von Greenpeace mit der heute lancierten <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/fordere-von-coop-und-migros-zukunft-im-sortiment\/\">Petition<\/a> unterst\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/109431\/coop-und-migros-greenshifting-statt-klimaschutz\/\">Greenpeace-Untersuchung \u00abGreenshifting statt Klimaschutz\u00bb<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/100036\/werbebedingte-emissionen-und-umweltbelastung-in-der-schweiz\/\">Studie \u00abWerbebedingte Emissionen und Umweltbelastung in der Schweiz\u00bb <\/a>(September 2023)<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<p>Barbara Wegmann, Konsumexpertin Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 08, <a href=\"mailto:barbara.wegmann@greenpeace.org\">barbara.wegmann@greenpeace.org<\/a><\/p>\n\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Migros und Coop erreichen ihre Klimaziele nicht, wenn sie weiterhin so viel Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier verkaufen. 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