{"id":10964,"date":"2014-09-15T00:00:00","date_gmt":"2014-09-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10964\/ein-apfel-am-tag-schuetzt-vor-pestiziden\/"},"modified":"2019-05-30T10:47:37","modified_gmt":"2019-05-30T08:47:37","slug":"ein-apfel-am-tag-schuetzt-vor-pestiziden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10964\/ein-apfel-am-tag-schuetzt-vor-pestiziden\/","title":{"rendered":"Ein Apfel am Tag sch\u00fctzt vor Pestiziden"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf den Feldern rund um Malles, ein Dorf im Herzen des Venosta-Tals in Norditalien, warten momentan tausende gelbe und rote \u00c4pfel darauf, geerntet zu werden.\u00a0Diese \u00c4pfel \u2013 das echte \u00abGold\u00bb dieser Gegend \u2013 werden bald komplett ohne Pestizide produziert.\u00a0Wie ist dieses 5000-Seelen-Dorf, nahe der \u00f6sterreichischen und schweizerischen Grenze, ein Vorreiter f\u00fcr eine organische Zukunft f\u00fcr Europas Agrarwirtschaft geworden?<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Auf den Feldern rund um Malles, ein Dorf im Herzen des Venosta-Tals in Norditalien, warten momentan tausende gelbe und rote \u00c4pfel darauf, geerntet zu werden.\u00a0Diese \u00c4pfel \u2013 das echte \u00abGold\u00bb dieser Gegend \u2013 werden bald komplett ohne Pestizide produziert.\u00a0Wie ist dieses 5000-Seelen-Dorf, nahe der \u00f6sterreichischen und schweizerischen Grenze, ein Vorreiter f\u00fcr eine organische Zukunft f\u00fcr Europas Agrarwirtschaft geworden?<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6cb835f4-6cb835f4-malles-italy_v2_4_3.jpg\" title=\"\u00a9 Greenpeace \/ Bill Barclay\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"\u00a9 Greenpeace \/ Bill Barclay\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6cb835f4-6cb835f4-malles-italy_v2_4_3.jpg\" alt=\"\u00a9 Greenpeace \/ Bill Barclay\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>\u00a9 Greenpeace \/ Bill Barclay<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die Einwohner konnten nicht mehr l\u00e4nger mit ansehen, wie Saison f\u00fcr Saison Pestizide rund um ihre H\u00e4user, G\u00e4rten und Felder verspr\u00fcht wurden. Sie verabscheuten die Gifte in ihrem Essen und ihrem Wasser. Die lokale Gemeinde hat daraufhin Druck ausge\u00fcbt und eine \u00f6ffentliche Volksabstimmung lanciert \u2013 75% der W\u00e4hler haben sich f\u00fcr ein Verbot aller Pestizide vom gesamten Dorfgebiet entschieden.<\/p>\n<p>Diese Entscheidung kam f\u00fcr Claudio Porrini, Entomologe an der Universit\u00e4t Bologna und Experte in diesem Gebiet, nicht \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>\u00abDie lokalen Bienenz\u00fcchter sind verzweifelt, sie leiden unter den grossen Bienenverlusten, die mit dem starken Gebrauch von Pestiziden zusammenh\u00e4ngen\u00bb, sagte er. In den engen T\u00e4lern liegen Obstplantagen, Schulen, Sportanlagen und W\u00e4lder nahe beieinander. \u00a0<\/p>\n<p>\u00abUm zusammenleben zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir den Gebrauch von Pestiziden reduzieren. Die Behandlung mit diesen Chemikalien kann den Angriff von Parasiten vermindern, aber andere Probleme hervorrufen. Pestizide werden so verspr\u00fcht, dass nur ein kleiner Teil davon ihr Ziel erreicht \u2013 der Rest breitet sich in der Umwelt aus. Es ist klar, dass sich eine Opposition bildet, wenn die Obstg\u00e4rten nahe bei den H\u00e4usern liegen\u00bb, so Porrini.<\/p>\n<p>Demnach ist es leicht zu verstehen, warum die Bev\u00f6lkerung von Malles die organische Produktion st\u00e4rken und auf Pestizide verzichten m\u00f6chte. Ihre weitreichende Entscheidung wird umweltfreundlichen Tourismus erh\u00f6hen und Fahrrad- und Wanderrouten sowie Farmbesuche hervorbringen \u2013 grosse Vorteile f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung des Tals.<\/p>\n<p>Noch wichtiger ist das positive Beispiel, an dem sich andere europ\u00e4ische Bauern, die Pestizide einsetzen, orientieren k\u00f6nnen. Es zeigt, dass \u00f6kologische Landwirtschaft funktioniert.<\/p>\n<p>Der Gemeinderat von Malles muss nun das Abstimmungsergebnis ber\u00fccksichtigen und die n\u00f6tigen \u00c4nderungen in den Regelungen verankern. Es ist klar, dass diese Abstimmung einen Dominoeffekt auf die ganze Apfelregion Norditaliens ausl\u00f6sen soll, begonnen im nahe gelegenen Trentino.\u00a0<\/p>\n<p>Wir gratulieren Malles und seiner Bev\u00f6lkerung, die die Abstimmung gef\u00f6rdert und gewonnen haben, und hoffen, dass diese Initiative von vielen anderen St\u00e4dten in Italien, Europa und auf der ganzen Welt aufgegriffen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr Malles bedeutet dieser Erfolg gesunde \u00c4pfel und pestizidfreie Lebensmittel zum Vorteil der Bev\u00f6lkerung, unserer Bienen und anderer Best\u00e4uber, unserer Landwirtschaft sowie unserer Umwelt.<\/p>\n<p>Wer wird der n\u00e4chste sein?<\/p>\n<p><em><br \/>Federica Ferrario, Senior Agriculture Campaigner bei Greenpeace Italy<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Feldern rund um Malles, ein Dorf im Herzen des Venosta-Tals in Norditalien, warten momentan tausende gelbe und rote \u00c4pfel darauf, geerntet zu werden.\u00a0Diese \u00c4pfel \u2013 das echte \u00abGold\u00bb&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":10966,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-10964","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10964"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10964\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10966"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10964"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=10964"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=10964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}