{"id":10987,"date":"2014-09-08T00:00:00","date_gmt":"2014-09-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/10987\/urwaelder-weltweit-dramatisch-am-schwinden\/"},"modified":"2019-05-30T10:48:21","modified_gmt":"2019-05-30T08:48:21","slug":"urwaelder-weltweit-dramatisch-am-schwinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/10987\/urwaelder-weltweit-dramatisch-am-schwinden\/","title":{"rendered":"Urw\u00e4lder weltweit dramatisch am Schwinden"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Mensch zerst\u00f6rt im rasanten Tempo die weltweit verbleibende intakte Waldwildnis; und damit den Lebensraum vieler seltener Tierarten.<\/b><\/p>\n<p>Zoom<\/p>\n<p>Montag, 8. September 2014<\/p>\n<p>Regendwaldabholzung in Indonesien f\u00fcr Palm\u00f6lplantagen \u00a9 Ulet Ifansasti \/ Greenpeace<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Der Mensch zerst\u00f6rt im rasanten Tempo die weltweit verbleibende intakte Waldwildnis; und damit den Lebensraum vieler seltener Tierarten.<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6408115a-6408115a-gp0sto9cl.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6408115a-6408115a-gp0sto9cl.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content\"><span class=\"date\">Montag, 8. September 2014<\/span><br \/>\nRegendwaldabholzung in Indonesien f\u00fcr Palm\u00f6lplantagen \u00a9 Ulet Ifansasti \/ Greenpeace<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zahl ist schwer vorstellbar: \u00dcber 104 Millionen Hektar (8,1 Prozent) der letzten weltweit verbliebenen intakten Waldwildnisfl\u00e4chen wurden innerhalb der letzten dreizehn Jahre zerst\u00f6rt.\u00a0\u00a0Eine Fl\u00e4che, dreimal so gross wie Deutschland.\u00a0Das enth\u00fcllt eine neue Untersuchung von Greenpeace, der Universit\u00e4t von Maryland (UMD) und dem World Resources Institute (WRI) zum Zustand der sogenannten\u00a0<a class=\"zoom\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/node\/12894\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Intact Forest Landscapes\u00a0<\/a>(IFL), der letzten intakten Waldwildnisfl\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>Der Mensch hinterl\u00e4sst seine Spuren in der Wildnis:<\/strong>\u00a0Neue Strassen und Forstwege zerschneiden und fragmentieren die intakten Waldfl\u00e4chen. Und das ebnet den Weg f\u00fcr noch mehr illegalen und kommerziellen Holzeinschlag und andere zerst\u00f6rerische Entwicklung.<\/p>\n<p><strong>Die\u00a0 biologische Vielfalt bleibt auf der Strecke<\/strong>, wertvolle Kohlenstoffspeicher im Wald gehen verloren und der Klimawandel wird durch zus\u00e4tzliche entstehende Treibhausgase weiter angeheizt.<\/p>\n<p>Die letzten wilden Waldlandschaften dieser Erde sind f\u00fcr den Artenreichtum und vor allem f\u00fcr das Klima dieser Erde unverzichtbar und m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden. Greenpeace fordert deshalb die nationalen Regierungen auf,\u00a0<strong>dringend Schutzgebiete zu realisieren.<\/strong>\u00a0 Zudem muss die Rolle der traditionell im Wald lebenden Bev\u00f6lkerungen gest\u00e4rkt werden, deren Existenz vom Wald abh\u00e4ngt.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b9dafc08-b9dafc08-ifl-weltkarte-intakte-waelder-neu.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b9dafc08-b9dafc08-ifl-weltkarte-intakte-waelder-neu.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content\"><span class=\"date\">Montag, 8. September 2014<\/span><br \/>\nAnfang September hat Greenpeace mit der Universit\u00e4t von Maryland und dem World Ressource Institut eine neue Weltkarte zu den Resten der bewaldeten Wildnis ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Gr\u00f6sste Verluste in Tropen und borealen W\u00e4ldern<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4lder machen knapp \u00fcber ein Viertel der weltweiten Landfl\u00e4che aus. Doch nur noch etwa ein Zw\u00f6lftel der Landfl\u00e4che besteht aus intakter Waldwildnis, das meiste davon wilde W\u00e4lder, aber auch Seen, Buschland, Grasland, S\u00fcmpfe, Felsen. 2006 ver\u00f6ffentlichte Greenpeace erstmals eine Weltkarte, die\u00a0 die letzten intakten Waldwildnisfl\u00e4chen zeigt und welche Gebiete dringend Schutz ben\u00f6tigen. Ein Kriterium f\u00fcr ein IFL ist beispielsweise eine Waldwildnisfl\u00e4che von mindestens 500 Quadratkilometern. Das ist eine Gr\u00f6sse, bei der sich die Artenvielfalt ungest\u00f6rt entwickeln kann.<\/p>\n<p><strong>Fast 95 Prozent der verbleibenden Waldwildnis finden sich in tropischen und borealen Regionen.<\/strong>\u00a0Dort ist der Verlust seit dem Jahr 2000 besonders hoch. 47 Prozent der Degradierung fanden im borealen Waldg\u00fcrtel, der Kanada, Russland und Alaska verbindet, statt. Das w\u00e4re eine Chance f\u00fcr Gremien wie den\u00a0<a class=\"zoom\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/node\/11765\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FSC (Forest Stewardship Council)<\/a>, aktiv zu werden, denn etwa die H\u00e4lfte der FSC-zertifizierten Fl\u00e4chen befindet sich in den borealen W\u00e4ldern. Die Karte zeigt auch, dass\u00a025 Prozent im s\u00fcdamerikanischen Amazonasgebiet schwanden, weitere 9 Prozent im afrikanischen Kongobecken.\u00a0<strong>Es ist unglaublich, in welchem Tempo wir unsere nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen zerst\u00f6ren.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle m\u00fcssen beim Wildnisschutz mitziehen<\/strong><\/p>\n<p>Die letzten wilden Waldlandschaften dieser Erde sind f\u00fcr den Artenreichtum und vor allem f\u00fcr das Klima dieser Erde unverzichtbar und m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden. Greenpeace fordert deshalb die nationalen Regierungen auf,\u00a0<strong>dringend Schutzgebiete zu realisieren.<\/strong>\u00a0 Zudem muss die Rolle der traditionell im Wald lebenden Bev\u00f6lkerungen gest\u00e4rkt werden, deren Existenz vom Wald abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Internationale Institutionen, wie zum Beispiel das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), Geberl\u00e4nder und Entwicklungsbanken sollten Entwicklungsl\u00e4nder viel st\u00e4rker bei der Erhaltung der Waldwildnis unterst\u00fctzen.\u00a0<strong>Aber auch die Wirtschaft und wir Endverbraucher sind gefragt, die Produktionsketten von Holz- und Papierwaren legal, fair und \u00f6kologisch zu gestalten<\/strong>. Holz und Papierwaren sollten bewusst eingekauft und im besten Falle wiederverwertet werden, zum Beispiel durch das Aufarbeiten von M\u00f6beln.<\/p>\n<p><strong>Petition zum Schutz des Sumatra-Regenwaldes<\/strong><\/p>\n<p>Werden Sie jetzt aktiv, damit der erhabene Sumatra-Tiger auch in Zukunft noch durch sein Waldrevier streifen kann.\u00a0<span id=\"lang-actionblock-info\">Mit der Unterzeichnung des Tiger-Manifests\u00a0treten Sie daf\u00fcr ein, dass unsere allt\u00e4gliche Produkte tiger- und waldfreundlich hergestellt werden sollen!<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch zerst\u00f6rt im rasanten Tempo die weltweit verbleibende intakte Waldwildnis; und damit den Lebensraum vieler seltener Tierarten. Zoom Montag, 8. 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