{"id":110990,"date":"2024-08-05T15:24:00","date_gmt":"2024-08-05T13:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=110990"},"modified":"2024-08-06T08:11:41","modified_gmt":"2024-08-06T06:11:41","slug":"wichtige-meilensteine-zum-schutz-der-tiefsee-erreicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/110990\/wichtige-meilensteine-zum-schutz-der-tiefsee-erreicht\/","title":{"rendered":"Wichtige Meilensteine zum Schutz der Tiefsee erreicht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Internationale Meeresbodenbeh\u00f6rde ISA hat wichtige Schritte beim Meeresschutz gemacht. Die Verhandlungen der vergangenen drei Wochen k\u00f6nnen einen Wendepunkt zum Schutz der Tiefsee markieren.<\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erfreuliche Resultate erzielt<\/h2>\n\n<p>Am sp\u00e4ten Freitagabend sind die dreiw\u00f6chigen Verhandlungen der Internationalen Meeresbodenbeh\u00f6rde (International Seabed Authority, ISA) zu Ende gegangen. Es waren intensive Wochen, die mit wichtigen und sehr positiven Ergebnisse endeten. Die Kampagnenarbeit von Greenpeace hat Wirkung gezeigt!&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00fcnf weitere L\u00e4nder (Malta, Honduras, Tuvalu, Guatemala und \u00d6sterreich) haben ihre Ablehnung zum Tiefseebergbau \u00f6ffentlich verk\u00fcndet. Damit erh\u00f6ht sich die Gesamtzahl auf 32 Nationen.<\/li>\n\n\n\n<li>Erstmals gab es eine Debatte, Statuten der ISA zum Schutz der Meeresumwelt (eine so genannte General Policy) zu erstellen. Dies w\u00fcrde auch die Verabschiedung eines Moratoriums f\u00fcr den Tiefseebergbau durch die ISA erm\u00f6glichen. Leider wurde kein Beschluss gefasst, da eine Gruppe von Staaten, darunter China, Italien, Saudi-Arabien, Kuwait, Uganda und Ghana, sich weigerte hier mitzuwirken. Dem standen zahlreiche Staaten, darunter Chile, Palau, Vanuatu, Samoa, die Schweiz, Brasilien und Griechenland entgegen, die sich sehr deutlich daf\u00fcr einsetzten, den Schutz der Meeresumwelt in den Mittelpunkt der Generalversammlung der ISA zu stellen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Mit deutlicher Mehrheit (79 zu 34) wurde Leticia Carvalho aus Brasilien zur neuen Leiterin der Internationalen Meeresbodenbeh\u00f6rde gew\u00e4hlt. Dies ist ein sehr ermutigendes Signal, denn der bisherige Generalsekret\u00e4r Michael Lodge hat den Tiefseebergbau und die dahinterstehende Industrie sehr unterst\u00fctzt und damit die notwendige neutrale Haltung in dieser Position verletzt.<\/li>\n\n\n\n<li>Organisationen der indigenen V\u00f6lker, die viel zu lange von den Verhandlungen der ISA zum Tiefseebergbau ausgeschlossen waren, haben nun Beobachterstatus erhalten. So k\u00f6nnen sie k\u00fcnftig an den Diskussionen im selben Raum mit den Politiker:innen teilnehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Es wurden keine Richtlinien f\u00fcr den Tiefseebergbau (der so genannte Mining Code) verabschiedet.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewegende Stellungnahmen<\/h2>\n\n<p>Neben diesen ermutigenden Ergebnissen gab es zus\u00e4tzlich sehr bewegende Momente w\u00e4hrend der Verhandlung. So hat erstmals ein Staatschef an der ISA-Verhandlung teilgenommen: Surangel Whipps Jr., Pr\u00e4sident von Palau und ein Verfechter der Ozeane. Er rief die ISA auf, die Ozeane f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen zu sch\u00fctzen. Dies w\u00e4hrend neben ihm zwei seiner Kinder, als Teil der Delegation von Palau, sassen. Er schloss seine Rede mit den Worten: \u00ab<em>Lasst uns Jamaika nicht verlassen, nachdem wir der Bergbauindustrie die Lizenz erteilt haben, das gemeinsame Erbe der Menschheit zu kolonisieren und unseren gr\u00f6ssten Verb\u00fcndeten im Kampf gegen den Klimawandel zu zerst\u00f6ren: unseren Ozean<\/em>.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-110995\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2024\/08\/20ffeb9f-gp0su1ro4_medium-res-1200px.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fchrende Vertreter:innen des pazifischen Raums bilden eine Delegation auf dieser ISA-Tagung.<div class=\"credit icon-left\"> \u00a9 Greenpeace \/ Gladstone Taylor<\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Auch die Schauspielerin Amanda du-Pont hielt eine mitreissende Rede, in der sie die Delegierten ermutigte, sich gegen den Tiefseebergbau einzusetzen. Sie zog Vergleiche zur kolonialen Ausbeutung in Afrika und hob hervor, wie Millionen afrikanischer Menschen von den Ozeanen abh\u00e4ngig sind, um zu \u00fcberleben: \u00ab<em>Wenn ich von Tiefseebergbau h\u00f6re, sehe ich dieselbe ausbeuterische Logik, die unserem Volk Armut, Verschmutzung und Umweltzerst\u00f6rung gebracht hat<\/em>.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie geht es weiter? <\/h2>\n\n<p>Nun gilt es sicherzustellen, dass die n\u00e4chsten notwendigen Schritte passieren, um die Tiefsee zu sch\u00fctzen. Die Priorit\u00e4t liegt auf der Verabschiedung einer General Policy f\u00fcr den Schutz der Meeresumwelt bei der ISA. Zudem m\u00fcssen Transparenz und Unabh\u00e4ngigkeit in der Arbeit der ISA gest\u00e4rkt werden. Greenpeace bleibt dran. Wir haben einen grossartigen Meilenstein erreicht, der uns Hoffnung schenkt.&nbsp;<\/p>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. 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