{"id":11122,"date":"2014-07-23T00:00:00","date_gmt":"2014-07-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11122\/its-a-plastic-world\/"},"modified":"2019-05-30T10:52:13","modified_gmt":"2019-05-30T08:52:13","slug":"its-a-plastic-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11122\/its-a-plastic-world\/","title":{"rendered":"It&#8217;s a plastic world"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><strong>F\u00fcr das Meer und die darin lebenden Organismen ist unsere Wegwerfgesellschaft der reinste Albtraum. Das Problem ist haupts\u00e4chlich ein Stoff, den wir jeden Tag benutzen, kaum beachten und \u00fcber den wir wenig wissen. Plastik. Meistens nur ein paar Minuten, Stunden oder Tage im Gebrauch, besteht Plastik noch \u00fcber Jahrzehnte hin fort, belastet die Umwelt, gelangt \u00fcber Fl\u00fcsse ins Meer und wird von Meerestieren gefressen. Der Plastikm\u00fcll wird mit Nahrung verwechselt und landet in den B\u00e4uchen von Tieren, die qualvoll sterben m\u00fcssen. Wer ist schuld daran? Und was kann man dagegen tun? <\/strong><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p>Dem Schweizer Andreas Tanner wurde w\u00e4hrend eines Strandurlaubs bewusst, wie stark unsere Meere und Str\u00e4nde vom Plastik verschmutzt sind und er wunderte sich, wie so etwas m\u00f6glich sein kann. Als er wieder zu Hause war, wandte er sich dem Thema zu und suchte nach Gr\u00fcnden und Antworten. Er beschloss als Bachelor-Arbeit, im Bereich Animation, einen Film \u00fcber die Plastik-Thematik zu drehen. Nach wochenlanger Faktensammlung und vier Monaten Produktionszeit war er fertig. Sein eindr\u00fccklicher Film \u00abIt\u2019s a plastic world\u00bb bringt das Problem auf den Punkt. Schau ihn dir an, teile den Film mit deinen Freunden und hilf dabei, das Problem anzugehen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/player.vimeo.com\/video\/100693751\" width=\"601\" height=\"338\"><\/iframe><\/p>\n<p>Wir kennen es alle, man schaut sich ein Video an oder liest einen Artikel \u00fcber ein globales Problem. Findet das Gesehene zwar schlimm, doch am Problem \u00e4ndert sich kaum etwas. Nehmen wir zur Veranschaulichung ein Problem, das aufgrund unseres Konsumverhaltens entsteht. Zum Beispiel sind wir alle gegen Kinderarbeit und \u00a0finden sie schlecht. Trotzdem schieben wir die Problematik schnell wieder in einen Schrank in einem Hinterzimmer unseres Gehirns, sobald wir ein g\u00fcnstiges Kleidungsst\u00fcck bei einem Grossverteiler sehen. Das Problem verschwindet dann im Nu wieder aus unserem Bewusstsein und wir freuen uns \u00fcber das g\u00fcnstige erworbene Shirt, ohne weiter dar\u00fcber nachzudenken. Wir sind zu faul und zu bequem etwas zu \u00e4ndern. Als Folge der Globalisierung f\u00fchlen wir uns nicht direkt betroffen. Man rechtfertigt sein Konsumverhalten mit S\u00e4tzen wie: \u00abAch, was kann ich alleine schon dagegen ausrichten.\u00bb Dabei vergisst man, dass nicht irgendein Konzern oder irgendein Firmenchef die Wurzel des Problems oder der \u00dcbelt\u00e4ter ist, sondern wir als Konsumenten, die den Missstand durch unsere Kaufentscheide unterst\u00fctzen. Die Wirtschaft ist ein St\u00fcck weit demokratisch. Wenn keine Nachfrage mehr nach so viel Plastik bestehen w\u00fcrde, da wir weniger Plastik konsumieren, wird auch weniger produziert. &#8211; Das Problem verkleinert sich.<\/p>\n<p>Du hast jetzt das Video \u00abIt\u2019s a plastic world\u00bb gesehen. \u00abWenn wir jetzt handeln, gibt es noch Hoffnung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen, bevor sich das Wundermaterial endg\u00fcltig gegen seinen Sch\u00f6pfer richtet\u00bb, heisst am Schluss. Doch was bedeutet \u00abHandeln\u00bb f\u00fcr jeden Einzelnen? Und was kannst du daf\u00fcr tun, dass die Informationen dieses Videos, nicht auch in dem selben Schrank, im Hinterzimmer deines Gehirns, eingesperrt und verwahrt werden?<\/p>\n<p>Du musst dir des Problems bewusst werden. Wir haben allein im letzten Jahrzehnt 10 \u00a0mal mehr Plastik verbraucht, als im ganzen vergangenen Jahrhundert. Es treibt eine so grosse Abfall-Insel im Meer, dass man sie als \u00ab8. Kontinent\u00bb bezeichnet &#8211; die Fl\u00e4che ist gr\u00f6sser als Indien und besteht haupts\u00e4chlich aus Kunststoff. 50% des Plastiks, den wir brauchen, werfen wir nach einem einzigen Gebrauch sofort weg. Verzichte auf den Strohhalm in dem Cocktail, den du nicht einmal benutzt. Verzichte auf die Plastiks\u00e4cke im Warenhaus und nimm stattdessen einen eigenen Stoffsack mit, wenn du einkaufen gehst. Und das sind nur zwei Beispiele. Ver\u00e4nderung beginnt schon bei ganz kleinen Dingen und jeder kann etwas dazu beitragen, den weltweiten Plastikverbrauch zu drosseln. Das Problem wird immer ernster und wird je l\u00e4nger je mehr in den Mittelpunkt r\u00fccken, wenn wir nicht jetzt beginnen zu handeln. Nur m\u00fcssen dann die nachfolgenden Generationen die Suppe ausl\u00f6ffeln. Im Endeffekt geht es nicht nur um ein paar Fischchen im Meer, sondern um ganze Tierpopulationen, um ein ganzes \u00d6kosystem, das aus dem Gleichgewicht ger\u00e4t und schlussendlich geht\u2019s auch um unsere eigene Gesundheit und um die Verantwortung die wir als Menschen gegen\u00fcber der Erde und der Natur tragen.<\/p>\n<p>Solange wir unser Konsumverhalten nicht \u00fcberdenken und \u00e4ndern werden, wird sich das Problem nur noch verschlimmern. Wie lange wollen wir noch tatenlos zuschauen, D\u00e4umchen drehen und warten bis irgendjemand irgendetwas dagegen macht? Gandhi sagte einst: \u00abWir m\u00fcssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen w\u00fcnschen.\u00bb<\/p>\n<p>Du kennst nun die Konsequenzen unseres exorbitanten Plastikkonsums. Teile das Video, und sieh zu, dass die Plastik-Thematik nicht auch im Schrank im Hinterzimmer deines Gehirns verschwindet. Mach es der Erde zu liebe. Auch wenn das bedeutet, einen verschwindend kleinen Teil unseres Wohlstandes abzugeben &#8211; sehe es als kleinen Tribut, den wir der Erde daf\u00fcr zahlen, dass wir auf ihre Kosten so leben k\u00f6nnen, wie wir leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<address>Blogpost von Luis Balzer, Praktikant bei Greenpeace Schweiz<\/address>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr das Meer und die darin lebenden Organismen ist unsere Wegwerfgesellschaft der reinste Albtraum. 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